Ziemlich trockenes Umfeld heißt, dass in meinem Zuhause gar kein Alkohol getrunken wird, auch Gäste bekommen keinen. Ist nicht im Haus und wird zu keiner Feier oder Besuchen gekauft. Wenn ich Familienmitglieder besuche, ist es so, dass kaum alkoholisches getrunken wird. Aber es kann vorkommen, dass mal ne Flasche Wein da steht. Oder jemand auch mal ein Glas trinkt. Das stört mich nicht, weil es auch selten ist. Mit Kollegen ist es nicht üblich sich nach Feierabend zu treffen. Im Job selbst wird nur Kaffee, Wasser, Cola und Tee getrunken. Im Freundeskreis ist niemand Alkoholiker, kann vorkommen, dass jemand mal ein Bier trinkt. Auf Partys gehe ich nicht und abends in Bars oder so gehe ich auch nicht. In Cafés trinke ich gerne Tee weil da oft ne tolle Auswahl ist. Also mit meinem Umfeld komme ich gut klar was Alkohol
Liest sich doch vorbildlich an. Außer, da habe ich immer wieder meine Bedenken. Ich weiß nicht, was das Unterbewusstsein mit mir macht, wenn da eine Flasche Wein steht, obwohl mein Bewusstsein sagt, das macht mir nichts aus.
Natürlich komme ich auch in solche Situationen. Am Anfang meines Weges hatte ich alles gemieden. Mittlerweile fällt es mir zumindest oberflächlich nicht mehr auf. Angst, dass jemand neben mir trinkt, habe ich nicht, aber auch nach fast 18 Jahren trocken sein, habe ich nie den nötigen Respekt vor der Sucht verloren.
Weiter so.
Ein Tipp noch. Bleibe weiter offen für solche auch manchmal gefühlten unangenehmen Austausch, das hilft mehr als alles andere.