ch saß also an meinem Schreibtisch und plötzlich klopfte es. Zwei Kolleginnen kamen schon sichtlich angeschossen rein, beide ein Glas Sekt in der Hand, ein leeres hatten sie auch dabei und eine geöffnete Flasche. „Du trinkst jetzt mit, keine Widerrede!“
Ich kenne das von mir aus der nassen Zeit.
Das hatte ich auch gemacht, schließlich konnte dann derjenige, der dann mittrank, nicht herummaulen, dass ich zu viel getrunken habe. Ich bin auch nicht vom Saulus zum Paulus geworden, nur weil ich jetzt trocken bin. Die Welt um ich herum wurde auch nicht trockener.
Habe mich nur meinem trocken Leben angepasst und das mit der größten Risikominimierung.
Heute gehe ich ziemlich entspannt mit trinkenden Menschen um. Würde es mich aufregen, müsste ich mich hinterfragen, ob es aus Verzicht wäre, weil ich nicht mehr dazugehöre.
In meiner trockenen Zeit gab es auch hier und da Versuche, mich wieder ins Boot zu holen, damit muss man mit umgehen. Wurde jedoch weniger als ich mein alkoholfreies Umfeld erweiterte und dadurch sich die Spreu vom Weizen trennte .