Beiträge von Hartmut

    fühlte mich sehr aufs Abstellgleis gestellt aber am Ende auch stolz.

    Willkommen erstmal bei uns. Super, dass du den Weg aus der Sucht gehen möchtest.

    Aber, warum warst du denn stolz? Widerstanden zu haben? Hättest gesoffen, wärst du dann auch stolz? ;)

    Weißt du, worauf ich heraus möchte?

    Es ist Konfrontation mit dem Alkohol, was nicht nur am Anfang sehr gefährlich werden kann, sondern motiviert höhere Risiken einzugehen. Nun empfehlen wir im ersten Jahr auf solche Veranstaltungen zu meiden.

    Es ist ja Sucht, die eben schon mal tödlich endet, wenn man nicht herauskommt.

    Im ersten Jahr empfehlen wir sich erstmal ein alkoholfreies Umfeld aufzubauen . Von Sauffreunden fernzuhalten, neue alkoholfreie Hobbys zu suchen und vieles mehr. Zeiten neu besetzen, wo gesoffen wurde.

    Zu hart?

    Aber es wird noch eine schwere Herausforderung es allen zu sagen und damit komplett sich zu outen.

    Musst kein Schild umhängen, um dich zu "outen" .

    Gerade bei Menschen in deinem Umfeld, die selbst noch saufen, macht es keinen Sinn. Die interessiert es nicht, sie müssten eher selbst zugeben ein Problem zu haben. Da störst du dann eh und der Versuch dich wieder ins Boot zurückzuziehen ist da normal.

    Hast ja selbst oben beschrieben

    fühlte mich sehr aufs Abstellgleis

    Aber in deinem ganz nahen Umfeld wäre es angebracht. Ist auch ein Schutz für dich, nicht immer herumdrucksen zu müssen, warum du jetzt nicht trinken möchtest.

    Bei Ärzten aller Art ist es notwendig .

    Bei der Wiederaufnahme des Kontakts durch meine Mutter ist genau das passiert. Ich bin in alte Muster hineingerutscht,

    Für mich ein ganz wichtiger Satz.

    Heißt ja dann auch . Solange ich mich noch in einer trinkenden CO Beziehung befinde, so lange bin ich im aktiven CO Verhalten. Sehe ja nichts anderes, wie sollte ich auch anders handeln können? Ich blende dann auch alles, was ich da für mich "verkehrt" machen kann, aus.

    Ist wie bei uns Alkoholiker der Versuch eines kontrollierten Trinkens. Man verfällt immer wieder ins alte Muster.

    Die einzige Chance sehe ich nur, wenn beide bereit sind, etwas für sich zu tun. Einzeln für eine weitere Partnerschaft.

    Auch wenn es mal so einen knackigen Thread gibt.

    Das Gegenseitige verstehen und Schulterklopfen, um es mal etwas übertreiben auszudrücken, ist nie meins gewesen. Das hatte ich am Stammtisch. Bei den unterschiedlichen Meinungen fand ich nie eine Lösung. In den Erfahrungen lag der Schlüssel meines Weges.

    Du kannst davon ausgehen, dass ich stets direkt und unverblümt etwas anspreche und dafür sorge, dass es auch nach 17 Jahren trocken sein, knackig bleibt. Langjährige User wissen, wovon ich gerade schreib.

    Aber auch davon ausgehen, dass da nie böse Absichten dahinter stecken.

    Genug von mir. Ist ja Feiertag, Vatertag und seid 17 Jahr verstaubt mein Bollerwagen :mrgreen:

    Bei manchen Alkoholikern hier im Forum habe ich schon den Eindruck als ob etwas abfällig über "ihre früheren Co's" gesprochen wird. So als seien die eine Art (bitte jetzt nicht falsch verstehen) eine Art Parasit und sie sind der Wirt. Und die Co freut sich diebisch, wenn sie Flaschen findet oder meint ihn doch kontrollieren zu können und "braucht" den Kick, wenn er wieder abstürzt und sie ihn

    Mir ist das hier in 17 Jahren nicht aufgefallen.

    Aber selbst wenn das die Schlüsse daraus sind, wo bleibt die Sucht bei dieser mir sehr fragwürdigen Darstellung? Das ist doch kein Spiel. Kein Wettbewerb oder es passiert aus der Laune heraus. Die Sucht bestimmt doch das Verhalten auf beiden Seiten.

    Nochmal zur Erklärung.

    Dieser Thread richtet sich an bekennende CO Kranke. Wenn jemand nur Angehöriger oder Begleiter für den Alkoholiker ist, dann ist der Thread nichts für ihn. Wer es nicht als Krankheit ansieht oder noch an seiner Selbsterkenntnis festhängt auch nicht.

    Ich hatte mal gewagt den Vergleich zu ziehen, ob es ähnlich wie bei Alkoholiker, "Nass und Trocken" auch bei Co gibt.

    Da bitte beim Thema bleiben, das scheint es nicht zu geben.

    ich finde einfach den Begriff " Trocken" irgendwie unpassend für die Coabhängigkeit.

    Bei Alkoholiker ist es so, wenn sie die Sucht stoppen, das Trocken sein beginnt. Das durch aktives Zutun . Er ist erstmal aus der Opferrolle raus. Hat sein Suchtmittel weggestellt. Er wird erst wieder zum Opfer beim Rückfall und ist dann wieder dann "Nass"

    Bei CO habe ich das Gefühl, es bleibt eine lebenslange Beeinträchtigung für Ihn.

    Nun sind mir eigene Erfahrungen auch wichtiger als Meinungen oder Thesen.

    Wir sind "Selbsthilfe" und keine "Beratung" Hat mir ein Langzeittrockener am Anfang mitgegeben. Ich kann zwar Erkenntnisse von anderen mitnehmen und daraus profitieren , aber nur selbst trocken werden und bleiben.

    Ist bei Co sicherlich auch so.

    War das bei mir nur in der suchtkranken Familie erlerntes co-Verhalten oder schon krank co-abhängig?

    Mein Vater war Alkoholiker, meine Mutter aus heutiger Erkenntnis CO, aber ich würde mich nicht als EKA mit Auswirkungen bezeichnen. Auch keine Verbindung zu meinem Alkoholismus stelle ich her. Hat den Vorteil, ich bin verantwortlich.

    Wenn ich Post von einem User lese, bewerte ich es auch meist nur nach dem Geschriebenen . Ich denke mich da nicht in die Person rein, da nur Bruchstücke oder Puzzleteile zum Vorschein kommen. Die gesamte Geschichte eines Hilfesuchenden in der SHG bleibt größtenteils im Verborgenen und wird nur angekratzt.

    Das macht es mir auch einfach, direkte und unbequeme Fragen zu stellen.

    Nun ist es ja nicht unüblich, dass ein CO oder Alkoholiker sich an ähnlichen Geschichten, die er selbst erlebt, hat anhängt. Was die Gefahr birgt, sein Spiegelbild zu "therapieren"

    CO trocken gibt es also nicht. Bisher zumindest kann ich es nicht herauslesen.

    Ich denke, das kann ich selbst für mich am besten beurteilen.

    Ich beurteile nicht dich, sondern das, was du geschrieben hast. Du wirst es am besten einordnen können, wie du es für dich notwendig erachtest. Ist Deins.

    Mein Wissen darüber ist einfach. Keine Zwangshaltung, keine Unterordnung, keine Abhängigkeit. Die Auswirkungen davon ist hier nicht das Thema.

    Der Thread handelt sich, ob es ein Trocken bei CO gibt. Und da spreche ich von CO Kranken, nicht von CO Verhalten.

    Ich möchte hier auch niemand seine Krankheit absprechen, der sich als krank bezeichnet. Ich hatte diesbezüglich auch mal ein Erlebnis in einem Krankenhaus. Mein Mitpatient erklärte mir, dass er bei zig Ärzten war und hunderte km fahren musste, um einen Arzt zu finden, der ihn das bestätigte, was er schon immer wusste. Dass er krank ist. Traurig genug

    Aber wieder zurück zum Thema.

    Es ging gar nicht so sehr um die Zwangshandlung, jemanden unbedingt helfen zu wollen. Sonst hätte ich auch jedem anderem mir bekannten Alkoholiker helfen wollen.

    Nun liegt da auch keine Co-Abhängigkeit vor. Ich unterscheide zwischen Co-Abhängigkeit oder ein CO Verhalten. Ein normales empathisches Verhalten gegenüber einen anderen nahestehenden Menschen zu helfen ist ja ganz normal. Das mache ich jeden Tag .

    Sogar hier bei Unbekannten . Beim Verhalten gibt es auch kein Trocken, da nichts Nasses vorausging,

    Beim krankhaften Verhalten ordne ich alles um mich herum unter. Selbst mich .

    Ich habe bei Dir oft das Gefühl, dass für Dich ein "Co" kranker ist, als der Suchtkranke ansich

    Durch 17 Jahre Forumszugehörigkeit mit intensivem Austausch sowohl als Betroffener, mit 16 Jahren Moderator Tätigkeit habe ich den Eindruck gewonnen. Wir Moderatoren lesen fast jede Post, da kann man(N) sich schon mal ein Bild machen.

    Aber was macht es für einen Unterschied, wenn ich es nicht als Krankheit ansehe? Ist es denn keine Zwangshandlung, jemand unbedingt helfen zu müssen? Jemanden, der weiter saufen möchte, trocken zu legen? Immer wieder trotz besseren Wissen das es nicht geht?

    Aber nicht jeder, der hier aufschlägt, ist CO oder Alkoholiker. Zudem wir das nur bedingt herausfiltern können.

    Ich kann mich nur nicht anfreunden mit einmal Co immer CO. Da kann der Co auch seine Handlungsunfähigkeit schön dahinter verstecken. Deswegen gab es die Frage gibt es trockene CO.

    Danke Euch erstmal.

    Co-Abhängigkeit (dieser Begriff ist psychologisch bereits umstritten) ist ein falsch erlerntes Verhaltensmuster, um in dysfunktionalen Beziehungen zu "überleben". Hier gibt es auch keine DMS Klassifizierung dafür.

    Nun, was kann dann daran falsch sein, jemand "retten" zu wollen? ;)

    Ich weiß das Co keine anerkannte Krankheit ist. Noch nicht. Alkoholmissbrauch ist auch keine Krankheit, wird jedoch im Fortlauf zu einer schwerwiegenden Erkrankung.

    Wenn ich mal zusammen fasse.

    Als Säufer habe ich die Chance, das Suchtmittel wegzulassen und somit die Krankheit im Fortlauf zu stoppen. Jedoch reicht für die meisten, nur das Glas wegzustellen einfach nicht aus. Es bedarf einer lebenslangen Eigenbeobachtung.

    Wenn ich das jetzt vergleiche, was ich ungern mache, da es einmal um eine stoffgebundene und einer, ich umschreibe es mal mit, einer Verhaltenssucht handelt, hört es nie auf.

    Wann ist man überhaupt trocken?

    Da gibt es auf der Alkoholiker Seite auch nur Anhaltspunkte. Je mehr ich mich mit dem nassen Dasein als trocken werdender beschäftige, stecke ich noch mitten drin im nassen (krankhaften) Denken . Lege ich mein Hauptaugenmerk auf mein trockenes Leben, ums so trockener werde ich.

    Hall zusammen

    eine Frage an die CO / EKA Abteilung .

    Bei Alkoholiker gibt es den Ausdruck "Trockner" Alkoholiker, was teilweise greifbar ist. Sucht bleibt, ist aber gestoppt.

    Gibt es auch eine "Trockner" CO oder EKA" ?

    Wie wirkt sich das aus?

    Bin mal gespannt.

    Und dann gibt’s noch diejenigen, die so zufrieden sind und nichts mehr zu bearbeiten haben oder es nicht wollen

    Ich kann nur mein Denken nehmen .

    Hat nicht mit einem wollen oder Zufriedenheit zu tun. Sondern mit Akzeptanz und Nutzen. Die Akzeptanz, dass nichts rückgängig gemacht werden kann, mit dem Wissen, dass jede sichtbare oder emotionale Situation mir die Sucht das Saufen als Lösung anbietet.

    Damals in der nassen Zeit bis zur Sucht.

    was mich überrascht und erschreckt hat, war die tatsache, dass es völlig ohne vorwarnung passiert ist, keiner der mir bekannten trigger war im spiel, es gab nichts , was mich an dem tag unter druck gesetzt hätte. es war einfach da! fies und fordernd und heimtückisch .

    Ich hatte an anderer Stelle schon mal geschrieben, dass es den "Trigger" als solches für mich nicht gibt.

    Natürlich ist alles sichtlich naheliegend, was mich in Gefahr bringen kann zu meiden, aber das Unterbewusstsein hat so ein Deal mit der Sucht gemacht. Da läuft es dann schonmal klammheimlich ab.

    Du hast gegengesteuert und es ist gut gegangen. Ich sehe solche Suchtdrücke als Nebenwirkung und als eine fortlaufende Erinnerung immer süchtig zu bleiben. Ich weiß, dass sie kommen und gehen können und sie auch meinen größten Respekt haben, aber ich weiß auch, wie ich gegensteuern kann.

    Ich darf es nur nicht vernachlässigen, mir es immer mal wieder vor den Augen zu führen. Gerade wenn es einem sehr gut geht, fühlt man sich da und da unantastbar. Deswegen halte ich mich an den uralten Spruch eines Langzeittrockenen.

    Geht es dir gut, renne in die Gruppe, geht es dir schlecht, kannst du langsam gehen.

    Wir müssen niemanden, der noch nicht bereit ist, was zu ändern, dazu motivieren, etwas zu tun. Es wäre CO Verhalten, den anderen auf den richtigen Weg bringen zu wollen. Es darf jeder User von seiner Selbsthilfe Gebrauch machen.

    Ich lese nur mit- hilft mir mehr wie wenn ich mich verteidigen muss.

    Wenn du das Gefühl hast, dich verteidigen zu müssen, hat der Austausch Wirkung gezeigt. Du ziehst dich zurück, das ist Deins. Ist auch eine Form von Selbsthilfe erstmal nichts zu tun. Abzuwarten, bis sich irgendwann etwas von allein sich regelt oder du bereit bist, es selbst in die Hand zu nehmen.

    Komme einfach wieder, wenn du weißt, wie dein Weg aussieht . Damit hilfst du auch der Gruppe, die in einer ähnlichen Situation stecken.

    iese Bekannte ist unter anderem mit ein Grund gewesen endlich den Schritt weg vom Alkohol zu gehen. Man sieht es ihr leider schon stark im Gesicht an. Es ist nicht nur der innerliche körperliche Verfall, auch äußerlich wollte ich nicht so enden.

    Mein Grund war nur die Sucht, um aufzuhören. Und das war gut so. Da brauchte ich mich nicht an andere zu orientieren.

    ch lese hier viel im Forum und habe auch zu manch einem Thema etwas beizutragen. Ich halte mich jedoch meist zurück

    Du trägst mit deiner Geschichte immer zu einem Thema bei. ;) Alles gut. Weiter so.

    Als ich überzeugt war, das Richtige zu tun, ab dem Zeitpunkt war die Abstinenz, mit allem was dazu gehört, der Normalzustand. Es war nur eine Sache der Akzeptanz. Mich als trocken zu akzeptieren, mit dem Wissen, dass es nie aufhört.

    Alles, was du heute dazu beiträgst, um trocken zu bleiben, ist ein Gewinn . Sollte aber da noch irgendwo Zweifel sein, das Richtige zu tun, dann wird das Normal zur Qual.


    ps. Klugscheißermodus aus.:mrgreen:

    Also trinkst du noch. Möchtest du wieder ganz aufhören oder das so beibehalten?

    Ich will wieder auf das Gleis des alkoholfreien Lebens zurück und kämpfe mit mir.

    Ansonsten ist das Prozedere dasselbe wie am Anfang. Zum Arzt überprüfen lassen, inwieweit eine körperliche Entgiftung notwendig ist und die empfohlenen Schritte eventuell befolgen, die aufgezeigt worden sind.

    Und vor allem regelmäßigen Austausch, sonst verfällt man in altes Verhaltensmuster und das endet meist wieder an der Flasche.

    Erstmal Hut ab das du den Mumm hast dich hier zu melden. Besser wäre, aber das weißt du sicherlich auch, sich zuvor zu melden, dass irgendetwas nicht stimmt, eventuell Saufdruck hat, sonst kommt man zum Schluss . Er wollte ja Saufen.

    jetzt 8 Tage on-/off-Trinkmodus

    Ich lese da eine Versuch der Beschönigung heraus. Was bedeutet das? Wann hast du das letzte Mal getrunken? Darauf kommt es erstmal an.

    Die sind doch alle nur am saufen um mich herum. Ich kann mir schlecht plötzlich neue Freunde suchen

    Nein, brauchst du nicht, du kannst auch weiter saufen, immer wieder rückfällig werden. Liegt doch an dir, wo deine Prioritäten stehen. Bisher hat es ja nicht geklappt . Oder?

    Wenn ich mich nur in den Kreisen bewege, dann würde ich es auch so sehen.

    Was hast du denn bisher unternommen, um andere Freunde zu finden, andere Beschäftigungen fern des Saufens nachzugehen oder neue Hobbys zu suchen?

    Ohne eigene Veränderungen geht es nun mal nicht. Nur darüber nachdenken, warum und wieso ist doch Quatsch. Da gehört eine neue Struktur und ein anderer Tagesablauf zwingend dazu. Die Zeiten neu besetzen, an denen du gesoffen hast und vieles mehr

    Als ich beispielsweise meinem besten Kumpel sagte, dass ich das alles nicht mehr normal finde wie ich trinke usw. da sagte es nur: Ist normal - kenn ich - mach ich auch so

    Was soll er sonst sagen? Zugeben, dass er auch ein Problem hat? Nee, dann lieber beschwichtigen, um dich wieder ins Boot zurückzuholen.