Beiträge von Hartmut

    Für eine Therapie benötigt es ein klares Denken, bereits nüchtern zu sein, ist die Voraussetung für eine Therapie. Und damit meine ich nicht, das Nüchtern-Sein, wenn man gerade eine Trinkpause macht. Nein, ich meine "trocken"sein. Also bereits alles in die Wege geleitet zu haben, eine lebenslange Abstinenz anzustreben und das auch bereits zu leben!

    Ich frage mich, wie es ein Alkoholiker ohne Vorwissen erkennen kann, dass es nur so funktioniert? Als ich das Glas aus einem Tiefpunkt weggestellt hatte, war ich noch pitsche patsche nass in meinen Gedanken. Da war nichts mit klar denken.

    Ansonsten sehe ich es ähnlich.

    Zudem stehe ich auch bei einer laufenden Therapie in bestimmten Aspekten kritisch gegenüber. Zielführend ist sie nicht, wenn sie aufgezwungen wurde. Damit meine ich nicht nur Ärzte und Therapeuten, sondern auch alle, die mit Halbwissen glänzen und salopp in den Raum schmeißen . Mach eine Therapie, der braucht eine Therapie.

    Ich habe keine Therapie gemacht. Es handelt sich lediglich um meine Meinung und nicht um eine Erfahrung. Dennoch hat mir der jahrelange Austausch mit Alkoholiker diesen Eindruck vermittelt.

    Und ein CO sollte sich da grundsätzlich heraushalten. Viele stehen nur vor dem Problem, dass sie nicht einmal wissen, dass sie CO sind.

    Was mir gerade durch den Kopf geht.

    Niemand kann mich aufhalten, wenn ich entschlossen bin, so weiterzumachen wie bisher und turnusmäßig über Wochen, Monate oder Jahre hinweg den Kopf über dasselbe zerbreche, weil das Handeln so herausfordernd ist.

    Es ist immer meine eigene Zeit, die dabei verloren geht, die dabei mein Leben abbremst. Ich bin ja genau wie jeder Alkoholiker, auch nur für mich selbst verantwortlich. Wenn ich mich dabei wohlfühle, alles gut.

    Es ist nicht neu, dass das Positive, die Liebe, das Zusammenhalten und der Wunsch, dass alles gut ausgeht, das vergangene Negative erstmal übertüncht. Bei Sucht zeigt sich jedoch, dass irgendwann die alte Farbe wieder durch das Übermalen hindurchscheint.

    Dazu wünsche ich dir auch die notwendige Weitsicht nicht zu verlieren.

    Eine gemeinsame Reha halte ich nicht für nicht zielführend. Ich habe einige Rehas aufgrund anderer Indikationen hinter mir, und der Druck, es zwischen den Anwendungen sowohl dem Partner oder Familie recht zu machen, wäre belasten gewesen. Die Taktung zwischen den Anwendungen sind sehr engmaschig.

    Es ist besser, eine Reha in der Nähe zu wählen, damit man sich an den Wochenenden gegenseitig besuchen kann.

    Euch alles Gute

    Zunächst ziehe ich meinen Hut vor dir, denn nicht jeder hinterfragt seine Ansichten nochmal, wenn er dieses Forum verlässt. Geschweige denn, er kommt dann zurück.

    Natürlich bist du ihm fremdgegangen, wäre es nicht so, wäre sein Kartenhaus zusammengebrochen und er müsste sich allen anderen erklären, dass der Alkohol schuld war. ;) Ein ganz normales Suchtdenken: sein Revier schützen und alles von außen Kommende abwehren.

    Das Traurige daran ist, dass ihm niemand seine Absurditäten absprechen kann; im Alkoholrausch glaubt der Alkoholiker sie sogar noch. Jeder Vorwurf verfliegt wie Schall und Rauch.

    Nun ist es an der Zeit, dein Leben so zu gestalten, wie du es dir immer vorgestellt hast. Nur Mut!. Du hast nun das Rüstzeug, dich zu schützen, bevor jemand neues in dein Leben tritt.. Und das wird es.

    Für deine aktuelle schwierige Phase wünsche ich dir Gelassenheit.

    Natürlich, wenn er nach der Therapie entlassen wird, gut aufgebaut wurde, dann kommt die Ignoranz und Überheblichkeit der eigenen Sucht gegenüber.

    Therapie ist lediglich eine Tür, die jeder Alkoholiker selbst öffnen muss. Er muss sich selbst aufrichten. Voraussetzung er erkennt den Sinn für sich und dann hat er erst eine Chance. Sie ist zwar nicht groß, aber zumindest geht es von dort aus weiter.

    Ich war auch jahrelang in meiner Sucht gefangen.

    Obwohl räumlich getrennt, bist du immer noch in seiner Sucht gefangen. Schon mal darüber nachgedacht?

    Ich weiß es nicht warum, echt nicht…

    Müsste ja eigentlich uninteressant sein, wenn ich mir sicher bin, nie wieder saufen zu können. Oder? Oder ich bin mir eben noch nicht sicher und trauere dem allem noch nach. Wenn du bestimmte Lebensmittel nicht essen kannst, achtest du dann auch auf den Preis?

    Natürlich haben auch Gewohnheiten einen Einfluss, und die innere Stimme der Sucht macht sich bemerkbar. Lass es einfach mal sein und mit der Zeit spielt es sich auch ein.

    Ist es nicht schön, dass die Sucht dich an ihre Kraft erinnert, aber du mit deinem Wissen dagegenhalten kannst? ;)Diese Erfahrung kann dir niemand mehr nehmen, und du wirst zukünftig routinierter dagegen halten können.

    Das hört sich jetzt vielleicht merkwürdig an, aber ich habe mir angewöhnt mit meiner Suchtstimme zu sprechen, wenn sie sich meldet.
    So wie man mit einem kleinen Kind spricht, welches unvernünftig ist. (Naja nicht ganz so, ich habe meine Kinder immer ersnst genommen, auch wenn sie unvernünftig waren, aber so ähnlich).

    Seltsam mag es für jemanden wie für mich erscheinen.;) Ich gebe der Sucht nicht mehr Raum als notwendig. Unterhaltung zwecklos, da sie immer am längeren Hebel sitzt. Und ich habe den Kampf in eine Co-Existenz umgewandelt.

    Aber , es war nützlich für dich und wenn es wirkt, ist es eventuell deine Vorgehensweise für die Zukunft .

    Unabhängig davon, dass ich nicht ganz verstehe, welche Art von Hilfe du suchst, frage ich mich, warum du in seinem Beisammensein trinken musst. Hast du selbst ein Problem mit Alkohol?

    Ungestoppter Alkoholismus endet tödlich und da gibt es keine Regeln, die dies ändern. Das ist ein Fakt.

    Wer trocken bleibt, sich jedoch einredet, dass es genügt, das Glas nur beiseitezustellen, oder dass Schutzmaßnahmen keine Rolle spielen, hat das wahre Ausmaß der Krankheit nicht erfasst oder gar verstanden.

    In unserem Forum gibt es zahlreiche Geschichten, die genau diese Verharmlosung zum Verhängnis geworden sind. Ende vom Lied. Rückfall und Tod. Es ist auch kein Wunschkonzert, wie man trocken bleiben kann. Es ist nur eine Wunschvorstellung. Sollte man nicht verwechseln.

    Jedoch ist das die Aufgabe des Alkoholikers für sich zu sorgen und nicht dem CO oder des Angehörigen es ihm vorzubereiten.

    Der Unterschied hier im Vergleich zu anderen Plattformen ist, dass wir eine Selbsthilfegruppe sind, die es ernst meint und nicht nur eine soziale Plattform zum Plaudern.

    ch finds nicht so toll , hätte mir eine größere Entfernung gewünscht , aber das ist wohl Schicksal .

    Doch ist es ein Schicksal, das du immer wieder mal verändern kannst. Du bist ja nun uneingeschränkt handlungsfähig, und das allein für dich. Dein Leben im Inneren hast schon verändert, und jetzt geht draußen weiter.

    Vertraue dir.

    Niemand hier trägt die Verantwortung für dich oder muss die Konsequenzen deiner Entscheidungen tragen. Das ist deins. Wenn es mit dem Alkoholiker klappt, ist alles gut; wenn nicht, sehen wir uns gerne hier wieder.

    Ist nicht unüblich in unserer SHG - Und so beginnt es wieder von vorne, solange jemand aus dem Hamsterrad aussteigt

    Mal was anderes .

    Wenn ich beschließe, trocken zu werden, ziehe ich niemanden in diesen Prozess mit hinein. Würde ich es tun, würde ich nicht meinetwegen trocken werden, sondern hätte den CO wieder in meine nasse Welt eingebunden. Bei einem eventuellen Rückfall kann ich dem CO zumindest vorweisen etwas getan zu haben . Es ist ganz einfach, jemandem etwas zu zeigen, das man tun möchte, was jedoch nur als Alibi dient.

    Ich will trotzdem nochmal ".nass denken"

    Da bist du meiner Ansicht nach immer noch dabei.

    Aber genug des nassen Denkens.

    Anscheint noch nicht genug. Aber richtig eingeordnet

    "Nasses Denken "

    Die bewusste Konfrontation mit der Sucht, sie auszutesten, die Nähe zum Alkohol, sei es gedanklich oder hin und wieder tatsächlich. Bewusst Risiken eingehen und verharmlosen oder den Versuch mangels Erfahrung wegzudiskutieren. Dabei glauben das Richtige zu tun, dem "nassen Denken" vertrauen, was jahrelang an der Flasche gehalten hat.

    Dass du es ernst mit deiner Abstinenz meinst, bezweifle ich nicht, aber es steht gravierend im Widerspruch zu der Sucht.

    Natürlich kann ich je nach Stand meiner Nüchternheit aufgrund mangelnder Erfahrung alles wegdiskutieren. Ist das aber sinnvoll?

    Übrigens, die Sucht diskutiert nicht; sie wartet geduldig und schlägt in dem Moment zu, in dem die eigene Überheblichkeit zu Ihr am größten ist.

    Hallo, sorry, mein Fehler! Also darf ich die Vorstellungen nur lesen?

    Du befindest dich nun im Vorstellungsbereich , und das Verfahren ist sehr einfach. Du hast um Hilfe gebeten und die ersten Schritte erhalten, was zu tun ist. Sobald sie umgesetzt sind, erfolgt eine Freischaltung, sodass du dich überall austauschen kannst.

    Bis dahin geht es nur um dich.

    Wie sieht es da gerade bei dir aus? Trinkst du noch?

    Mein Hausarzt hat bei unserem Erstgespräch auch direkt gesagt, ich soll sofort aufschlagen, wenn ich einen Rückfall habe

    Genau so!

    Wenn ich einen Rückfall habe und wieder trocken werden möchte, ist es nicht anders als das erste Mal, als ich mit dem Saufen aufgehört habe. Deshalb ist der erste Schritt immer zum Arzt .

    Um einen Rückfall zu vermeiden, ist die Selbsthilfegruppe der erste Ansprechpartner. Ich mache das nicht von einer einzelnen Person abhängig, denn das "Schwarmwissen" der Erfahrenen ist da zielführender.