Hallo und willkommen Tralala,
ich hatte damals auch ähnliche Gedanken, nachdem ich mich getrennt hatte. Mein Exmann hat dann einige Jahre nicht getrunken und dachte, ich käme mit fliegenden Fahnen zurück. Und ich dachte, ich möchte erstmal zusammen mit ihm etwas aufarbeiten, möchte eine Art Entschuldigung und Anerkennung für das, was ich die vielen Jahre für ihn mitgemacht und durchgemacht hatte.
Für ihn war das aber anders, er wollte eine dicke Decke über alles legen und es als nicht geschehen belassen.
Ich war enttäuscht und wütend. Bis mir ein Licht aufging. All die Jahre, die ich alles getan hatte, all die Sorgen, die ich gehabt hatte, all das, was ich mir hatte bieten und mit mir hatte machen lassen, das hab ich gewissermaßen freiwillig getan.
Er hatte tatsächlich nie darum gebeten. Er nahm das alles hin und fand es toll dass er eine " Muddi" hatte, die alles regelte. Und er brauchte sich nicht zu kümmern.
Ich hätte grundsätzlich jederzeit die Möglichkeit gehabt, zu gehen. Zu sagen: es reicht, du verletzt regelmäßig meine Grenzen und missachtest mich als Persönlichkeit, ich trenne mich. Warum ich das nicht getan hatte, nicht in der Lage dazu war, steht auf einem anderen Blatt.
Aber mit diesen Gedanken konnte ich mich von meinen Erwartungen lösen, meine eigenen Anteile erkennen und einen Schlussstrich ziehen. Mir selbst verzeihen, dass ich diese Lebenszeit nicht eher beendet hatte.
Vielleicht kannst du mit dieser Perspektive auch was anfangen.
Deine Freundin hat es mit ihrer Info über ihn sicher nicht böse gemeint. Aber um dir die ganze Sache zu erleichtern ist es besser, wenn du sowas über ihn nicht mehr hörst. Das reißt doch nur immer wieder eine Wunde auf.
Liebe Grüße Aurora