Beiträge von Aurora

    Hallo Mick,

    das liest sich so traurig und das ist es ja auch. Es geht Menschen immer wieder so, wenn sie so lange mit einem Abhängigen zusammenleben. Du schreibst ja, es ist nichts mehr übrig, was du geben kannst. Das passiert ganz oft.

    Und das Schlimme dabei ist, dass das Geben ja nicht wirklich was verändert oder verbessert hat. Solange der Abhängige es nicht selbst will oder kann, nicht selbst aus innerster Überzeugung was verändern will , passiert nichts.

    Ich hab es auch so erfahren. Ich habe lange nicht gesehen, dass mein erster Mann Alkoholiker war. Ich hab es einfach nicht erkannt und immer gedacht er müsse sich nur beherrschen. Müsse doch mal einsehen, was er da mit mir macht. Wie sich das auf unser Leben auswirkte und wie sehr ich mich doch anstrengte.

    Um alles am Laufen zu halten. Um ihm das Leben zu erleichtern damit er keinen Grund zum Trinken hätte. Ich habe schon irgendwann im Laufe dieser Ehe Depressionen gehabt, war völlig erschöpft, auch das habe ich nicht so wahrgenommen, nicht erkannt.

    Ich hatte für meine eigenen Bedürfnisse das Gefühl verloren und hatte meine Grenzen zu oft maßlos überschritten gehabt, dass dieser Zustand zur Normalität geworden war.

    Das ist mir erst nach der Trennung alles bewusst geworden, denn irgendwann hatte ich nur noch funktioniert.

    Wie geht es dir heute? Hast du denn ein wenig Energie, dir etwas klitzekleines Gutes zu tun? Und sei es nur ein Kaffee oder Tee oder so, den du trinkst und dabei für einen Moment in der Sonne sitzt.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Mick, herzlich willkommen,

    Ich persönlich bin mit meine Kraft am Ende. Es ist nichts mehr übrig was ich geben kann.

    Ich kann's gut verstehen, ich war auch ziemlich am Ende meiner Kraft, ich hab mich getrennt und erst da konnte ich wieder wirklich zu mir kommen.

    Es ist nichts mehr übrig, was du geben kannst, ich hoffe, es ist wenigstens noch etwas für dich jetzt übrig.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Anna-Sophie, erstmal herzlich willkommen,

    Nayouk24 ist gerade nicht online, ich kümmer mich da jetzt mal drum. Du machst nichts falsch. Da stimmt anscheinend was nicht. Ich frag mal unseren Admin, was da los ist. Hab bitte ein wenig Geduld, es gab am Wochenende ein Forenupdate, vielleicht klappt da manche Anwendung noch nicht reibungslos.

    Lieber Gruß Aurora

    Hallo Mango,

    ich hab es nach der Trennung auch so in der Art erlebt, wie du es beschreibst. Wobei ich mich erst nach 26 Jahren trennen konnte (es gab die Alkoholproblematik nicht all die Jahre aber lange genug). Mein erster Mann ist dann erstmal nüchtern geworden.

    Aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass meine Heilung Zeit benötigt. Ich weiß leider nicht genau, ob ich mit ihm an meiner Seite heilen kann.

    Genau solch ein Gefühl hatte ich auch. Es war so viel passiert, im Suff aber auch sonst, und mein erster Mann hatte sich auch nüchtern in vielen Dingen nicht geändert. Er war auch nüchtern nicht mehr mein Traummann. Und mir wurde immer mehr klar, dass ich mit ihm an meiner Seite nicht glücklich werden konnte, nicht heilen konnte.

    Da hatte ich den Eindruck, dass er die vergangene Zeit einfach wegretuschiert haben will.

    Genau! Auch das habe ich so erlebt. Irgendwann konnte ich das nachvollziehen, dass er nicht darüber reden wollte, aber für mich selbst hätte ich am Anfang zumindest gerne mal irgendwas gehört, irgendwie eine Anerkennung für die ganze Arbeit die ich geleistet hatte. Weil er durch den Alkohol dazu nicht in der Lage gewesen war.

    Aber für ihn war das alles selbstverständlich gewesen weil er sich immer als " der Herr im Haus" gesehen hatte. Und es meine Pflicht gewesen war ihm das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten. Dass ich das getan hatte um unseren Alltag aufrecht zu erhalten, kam ihm nicht in den Sinn. Für ihn gehörte es sich so.

    Und ja, ich denke, ich hätte ja mich auch eher trennen können. Warum ich das nicht getan hatte hat viele verschiedene Gründe.

    Ich kann einfach dieses tiefe Gefühl der Zuneigung für ihn nicht mehr empfinden.

    Das war mir auch dann klar. Die Liebe war schon lange auf der Strecke geblieben. Wir hingen erstmal, trotz getrennter Wohnungen, noch zusammen. Aus Gewohnheit, wie ich es für mich erkannt habe und aus Schuldgefühlen. Die ich nicht hätte haben müssen. Ich hatte ihn verlassen und das hatte ja einen guten Grund.

    Wie sehen denn deine nächsten Schritte aus? Kannst du dir eine Trennung vorstellen oder möchtest du der Verbindung noch eine Chance geben?

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo CartierRoyal,

    du hast in einem deiner Beiträge geschrieben, dass du ihn liebst. Und da sind deine Gefühle, die du jetzt hast, normal. Du lässt was los was du eigentlich behalten möchtest. Vom Kopf her ganz klar. Denn er hat sich entschieden. Er kann und will nicht auf den Rausch verzichten und du kannst und willst nicht so leben. Aber dein Herz ist noch nicht soweit.

    Er hat sich entschieden und sich getrennt. Und das tut erstmal weh. Aber im Grunde genommen kannst du froh sein, auch wenn sich das jetzt voll blöd und verkehrt anhört.

    Es ist ja so, dass Sucht nur eine Richtung hat, nämlich in den Zerfall. Alkohol ist ein Zellgift. Da wird im Körper quasi nach und nach alles zerstört. Das ist Fakt.

    Und da ist die Überlegung ob du das mitleben möchtest. Du möchtest Kinder haben aber solange er trinkt schließt du das aus. Du gibst deine eigene Lebensvorstellung erstmal auf für etwas, was derzeit völlig ungewiss ist, nämlich ob er was bei sich verändert. Wie lange willst du warten?

    Und aus eigener Erfahrung ist es so, dass ich damals in den Jahren mehr und mehr eigenes Leben aufgegeben habe. Um ihm zu helfen aus dem Suff rauszukommen. Um alles zusammenzuhalten. Um ein halbwegs normales Leben zu haben. Was ich nicht geschafft habe.

    Ich hab immer wieder auf Besserung gehofft, gehofft, dass er für die Kinder und mich das Saufen aufgeben würde.

    Nichts von meinen Lebensvorstellungen konnte ich wirklich erreichen. Denn mein erster Mann hatte seine eigene Vorstellung davon, was er wollte. Er wollte trinken. Er musste trinken. Als er abhängig geworden war. Wir waren gewissermaßen nach und nach nicht mehr in unseren Vorstellungen kompatibel, was wir am Anfang noch, für mich gefühlt, gewesen waren.

    Ich habe mich dann nach über 20 Ehejahren getrennt.

    Frage an andere Co's: kennt ihr das, ihr vermisst diese Person so unglaublich fest dass es einem den Atem raubt. Man würde am liebsten alles über den Hauffen werfen und einfach da zurück unter die Decke schlüpfen?

    Ich habe nach all der Zeit nichts vermisst. Außer mein Zuhause. Erstmal. Und unter einer Decke mit ihm konnte ich schon lange nicht mehr liegen. Ich war ziemlich kaputt und erschöpft von den vergangenen Jahren.

    Ich fühlte mich erlöst. Der Alkohol hatte in all den Jahren auch meine Liebe zu ihm zerstört. Und das habe ich hier schon oft gelesen, dass das passiert. Und ein Stück weit hatte der Alkohol auch mich mit zerstört, denn ich bin erschöpft und depressiv da rausgegangen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo CartierRoyal,

    und jetzt herrscht ziemlich funkstille...also von sich aus schreibt er mir gar nicht...wenn ich schreibe, schreibt er noch zurück aber ich hab auch keine Lust immer wieder auf ihn zu zu gehen....

    Das ist eine gute Einstellung und es ist gut, wenn du sie beibehältst. Denn so wie es aussieht möchte er seinen Lebensstil, sein Trinken, nicht aufgeben. Wenn du ihn immer wieder kontaktierst, diese Berührungspunkte hast, dann wird das auch was mit dir machen. Was dir nicht guttut.

    ...ist glücklich mit seinem Bier und zufrieden dass keiner mehr motzt

    Dann ist das einfach so. Und du kannst dich auf dich und dein Leben konzentrieren, denn das ist es, vorauf du Einfluss hast.

    Liebe Grüße

    Hallo Korli,

    ich wurde oft von meinem Exmann beschimpft, wenn ich ihn auf seinen Konsum angesprochen hatte. Er hat dann alles geleugnet und mich als alles Mögliche betitelt weil ich mich über sein Trinken beschwert hatte.

    Aber ich verstehe jetzt nicht, was es in deinem Fall mit DIR zu tun hat. Wenn ich richtig verstanden habe, bist du von ihr getrennt. Und sie hat irgendwelche Bekannten beschimpft. Warum sprechen die denn dann DICH darauf an? Du hast doch garnichts mehr damit zu tun, oder?

    Lieber Gruß Aurora

    Liebe Rennschnecke,

    bei anderen zu gucken und sich auszutauschen hat schon auch einen gewissen Nutzen. So jedenfalls habe ich es für mich erfahren. Denn ich sortiere dann auch Dinge in meinem Kopf auch wenn es scheinbar nichts mit mir zu tun hat. Oder ich lese was und habe einen Aha-Moment weil mir durch das, was ich lese, was aus meiner eigenen Problematik klar wird.

    Ich weiß nicht ob ich das rüberbringen konnte, was ich meine.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo,

    ich will mal ein kleines Update aus dem Hause Aurora hierlassen.

    Inzwischen gibt es ein Hochzeitsdatum für Sohn und seine Partnerin. Ich freue mich sehr, dass er eine so liebe Partnerin gefunden hat. Das ganze Prozedere um die Hochzeit ist völlig anders als bei meiner Tochter damals.

    Da wurde lange geplant, überlegt, organisiert. Und es war ein wunderschönes Fest.

    Und es war ein Fest über das ich mir schon vorher viele Sorgen gemacht habe. Denn da war ich noch mit meinem ersten Mann zusammen. Es war 2006. Ich war schon auf meinem Weg aus allem dran, war aber noch unsicher und voller Ängste und Zweifel. Aber der Gedanke, dass er sich bei diesem so wichtigen Fest abschießen würde, auffallen würde weil er sich sehr oft im Suff absurd verhielt, machte mich fertig.

    Ich schämte mich schon vorher dafür, was passieren würde. Und hatte Angst, dass er unserer Tochter das Fest verderben könnte...

    Ich hab gehofft, ihn unter Kontrolle zu haben und wollte ihn überwachen. Was für eine bescheuerte Idee, wenn ich daran denke. Denn ich hab mir damit sehr viel meiner Leichtigkeit und Freude genommen. Und konnte doch nichts verhindern. Da er aber für sein affiges Betrunkenverhalten bekannt war, haben es an diesem Tag alle so genommen, wie es war.

    Und er war auch nicht der einzige, der zu viel getrunken hat.

    Diesmal ist es anders. Die Feier wird anders sein, in einem etwas kleineren Rahmen. Ich werde das genießen können denn um einen Mann, den ich versuchen muss zu kontrollieren damit er sich nicht bis zur Besinnungslosigkeit abschießt, hab ich nicht mehr. Mein zweiter Mann trinkt keinen Alkohol.

    Und Kontrolle hatte ich, rückblickend, sowieso nie. Nicht über den ersten Mann, der abhängig getrunken hat. Da hatte die Sucht die Kontrolle, sonst keiner. Und ich hab mein Leben eingeschränkt weil ich dachte, ich könnte irgendwas verhindern. Jetzt weiß ich, dass ich das niemals konnte. Kontrolle hatte ich quasi immer nur über meinen eigenen nächsten Schritt.

    Und der hat mich glücklicherweise aus der Suchtbeziehung rausgehen lassen.

    Aurora

    Hallo blondie,

    ich habe dich freigeschaltet und du kannst dich jetzt hier überall austauschen. Bitte schreibe die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern. Du erkennst sie an den Nicknamen, die in roter Schrift erscheinen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo blondie, herzlich willkommen,

    ich hab das auch lange gedacht, dass mein erster Mann völlig untergehen würde wenn ich mich trenne.

    Aber das sind Ängste, Situationen, die nicht unbedingt eintreffen. Der oder die abhängige Person ist suchtgesteuert und da hat sowas nicht unbedingt Einfluss. Der/ Diejenige muss trinken weil er/ sie abhängig ist und nicht wegen irgendwelchen Ereignissen.

    Möchtest du dich hier austauschen? Dann klick auf diesen Link: https://alkoholiker-forum.de/bewerben/ und schreib kurz was dazu.

    Nach der Freischaltung findest du dein Thema im Bereich für Angehörige und Coabhängige.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo und willkommen Tralala,

    ich hatte damals auch ähnliche Gedanken, nachdem ich mich getrennt hatte. Mein Exmann hat dann einige Jahre nicht getrunken und dachte, ich käme mit fliegenden Fahnen zurück. Und ich dachte, ich möchte erstmal zusammen mit ihm etwas aufarbeiten, möchte eine Art Entschuldigung und Anerkennung für das, was ich die vielen Jahre für ihn mitgemacht und durchgemacht hatte.

    Für ihn war das aber anders, er wollte eine dicke Decke über alles legen und es als nicht geschehen belassen.

    Ich war enttäuscht und wütend. Bis mir ein Licht aufging. All die Jahre, die ich alles getan hatte, all die Sorgen, die ich gehabt hatte, all das, was ich mir hatte bieten und mit mir hatte machen lassen, das hab ich gewissermaßen freiwillig getan.

    Er hatte tatsächlich nie darum gebeten. Er nahm das alles hin und fand es toll dass er eine " Muddi" hatte, die alles regelte. Und er brauchte sich nicht zu kümmern.

    Ich hätte grundsätzlich jederzeit die Möglichkeit gehabt, zu gehen. Zu sagen: es reicht, du verletzt regelmäßig meine Grenzen und missachtest mich als Persönlichkeit, ich trenne mich. Warum ich das nicht getan hatte, nicht in der Lage dazu war, steht auf einem anderen Blatt.

    Aber mit diesen Gedanken konnte ich mich von meinen Erwartungen lösen, meine eigenen Anteile erkennen und einen Schlussstrich ziehen. Mir selbst verzeihen, dass ich diese Lebenszeit nicht eher beendet hatte.

    Vielleicht kannst du mit dieser Perspektive auch was anfangen.

    Deine Freundin hat es mit ihrer Info über ihn sicher nicht böse gemeint. Aber um dir die ganze Sache zu erleichtern ist es besser, wenn du sowas über ihn nicht mehr hörst. Das reißt doch nur immer wieder eine Wunde auf.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo PinkiePie,

    ich hab dich freigeschaltet und du kannst dich hier überall austauschen. Bitte schreibe aber die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern, die noch nicht freigeschaltet sind. Du erkennst das daran, dass die Nicknamen noch in roter Schrift erscheinen.

    Wenn nach so vielen Jahren plötzlich endlich aller Stress vorbei ist, wenn endlich Ruhe einkehrt, dann fehlt irgendwas. Auch wenn das, was fehlt, schlecht war. Du bist es gewohnt, im Dauerstress und Hab - Acht Stellung zu sein, dass es auf eine Art zur Normalität geworden ist.

    Du kannst diese Lücke mit Dingen füllen, die dir guttun. Freunde treffen, in Ruhe ein Buch lesen oder einen Serienmarathon starten. Die Wohnung umräumen, einen Wellnessnachmittag einlegen. Was auch immer.

    Und du kannst hier im Forum andere Lebensgeschichten lesen und dich austauschen. Schreiben, wenn es dich zu sehr bedrückt.

    Gedanken darüber, sich die Vergangenheit schönzureden, hatte ich auch. Und auch Mitleid und Schuldgefühle. Ich hab mir für solche Momente eine Art " Feindbild" gemacht. Mir in' s Gedächtnis gerufen, was an schlimmen Dingen passiert ist, dass es viele gute Gründe für die Trennung gegeben hat. Teilweise habe ich diese Gedanken auch einfach ausgehalten, mich abgelenkt durch andere Sachen.

    Und gegen das Mitleid habe ich mir im Kopf erklärt, dass er erwachsen ist und Möglichkeiten hat, sein Leben zu ändern. Und dass er mit mir auch nie Mitleid hatte. Und dass ich es verdiene, glücklich zu sein, ohne ihn.

    Das dauert ein bisschen, dann wird das immer weniger. Denn du wirst merken, dass dein Alltag viel ruhiger und entspannter wird, du dich erholst.

    Liebe Grüße Aurora

    Liebe Halbmond,

    Als ich heute anfing so doll zu weinen, habe ich nicht nur um die Beziehung geweint, sondern auch um mich. Um all die schlimmen Dinge, die ich mitgemacht habe, um meine Zeit, meine Stärke, meine Fürsorge und Empathie. Und ich war irgendwo erleichtert, dass ich nicht mehr alles tragen muss. Gerade trauere ich um alles gleichzeitig. Ich hoffe, ich kann Kraft daraus gewinnen und es so durchziehen, wie ich gesagt habe.

    Ich hatte damals auch einen Tag, da war es so und es war besonders schlimm. Ich hab geweint, hier zuhause in meiner damals dann eigenen Wohnung. Ich hab geweint um alles, so ähnlich, wie du es auch beschreibst.

    Ich musste dann raus, weiß gerade nicht ob ich an dem Tag gearbeitet hatte oder anders unterwegs gewesen bin, und hatte die ganze Zeit dass Gefühl, innerlich weiter zu weinen. Und hier zuhause ging es dann richtig weiter.

    Danach war ich innerlich leichter. Und konnte weitergehen. Ich drück dir die Daumen, dass es bei dir auch so sein wird.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Halbmond,

    es scheint, dass er wieder trinkt, oder?

    Ich habe mir noch keine Gedanken machen wollen, was ich machen werde, sollte er rückfällig werden - das werde ich in meinen nächsten Therapiesitzungen ansprechen.

    Hattest du diese Sitzung schon und ist für dich dabei etwas herausgekommen? Also was du tun könntest?

    Momentan fehlt mir emotionale Tiefe und ich weiß nicht, wie lange ich bereit bin darauf zu warten, jedoch möchte ich genau das machen: warten. Warten bis ich mir sicher bin, was ich möchte. Warten, um ihm eine Chance zu geben, denn er ist in einer Warteliste für einen Therapieplatz und seit neuestem beim Psychologen. Realistisch gesehen wird es dauern und dem möchte ich einen angemessenen Raum geben, solange es mir dabei nicht schlecht geht.

    Es geht dir jetzt schlecht mit der gesamten Situation und der Ungewissheit ob er trinkt oder nicht. Und die Zeichen stehen er auf: er tut es. Er scheint dich zu ignorieren, kommt seinen Terminen nicht immer nach, scheint genervt. Und du versuchst wieder, es gerade zu biegen, was nicht in deiner Verantwortung liegt, redest dir den Mund fusselig, das volle Programm. Voll der Stress.

    Am besten ist es, dass du versuchst dich zu beruhigen. Denn ich weiß wie es mir in solchen Situationen ging. Da war von totaler Wut, Fassungslosigkeit, Traurigkeit alles dabei. Die Wut kannst du vielleicht gut nutzen um für dich in's Handeln zu kommen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Sonnenschein,

    ich finde dich so unglaublich mutig, wie du dich, trotz der schlimmen Gefühle, die da hochkommen, auseinandersetzt und die Dinge regelst. Nicht aufgibst. Und es ist gut dass du, trotz der schlechten Erfahrungen mit dem Frauennotruf, dann letztendlich doch adäquate Hilfe bekommen hast.

    Ich möchte dich einfach gerade mal in den Arm nehmen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo ladnax,

    hallo Dagmar und Lebensmut,

    Ein Rückfall ist, wenn ein Alkoholiker nach Entgiftung, evtl Therapie

    Da steht eventuell Therapie...

    Nach meinem Verständnis und nach den Erfahrungen, die ich hier in den Jahren gelesen habe ist ein Rückfall der Trinkbeginn nach einer längeren Zeit der Abstinenz, der bewussten Entscheidung für ein abstinentes Leben. Und um das deutlich zu machen hatte ich die Entgiftung angeführt. Weil ich das von ganz vielen Alkoholikern, die langfristig trocken leben, so kenne.

    Dass bewusst ein bestimmter Weg eingeschlagen wird der mit der Entgiftung beginnt. Oft eine Therapie gemacht wird. (Dass auch Trinkpausen mit einer Entgiftung, kaltem Entzug beginnen, ist logisch. Und dass Therapien keine Garantie sind für lebenslange Abstinenz ist auch klar. )

    Darum

    Wenn deine Frau jetzt am nächsten Wochenende oder in der Woche wieder trinkt ist das kein Rückfall weil sie ja noch garnicht wirklich aufgehört hat zu trinken.

    Daraus spricht meine Erfahrung als Coabhängige, die ich viele Jahre lang war und es ähnlich erlebt habe wie du, ladnax jetzt. Und als langjähriges Mitglied hier.

    Es kann alles gut werden, na klar. Es kann aber auch eine Pause sein um dich zu beruhigen.

    Lieber Gruß Aurora