Beiträge von Aurora

    Huhu Monty,

    ja, 12.10. ist es mit der Gruppe. Bin auch schon gespannt!

    Und stimmt, die Männer sind groß... In solchen Situationen sagt mir Dante dann auch immer ein paar Takte, z.B. "sei nicht so Co..." oder so :roll::lol: . Recht hat er. Aber es passiert eben noch ab und zu. Gut, dass du es ja gleich gemerkt hast! Das ist echt ein Fortschritt, denn wenn du es merkst, kannst du immer besser reagieren.
    Und manchmal denke ich auch, ist das jetzt co? Oder einfach nur das Bedürfnis, demjenigen, den ich lieb habe was Gutes zu tun? Ich bekomme ja auch was Gutes getan, es ist gegenseitig. Das ist gut! Wichtig ist es, dem anderen nicht die Verantwortung für das eigene Leben, die eigenen Bedürfnisse abzunehmen. Und sich selbst zu vergessen und zu verausgaben.

    Erhol dich mal noch gut. Lass dir was Gutes tun. Einfach mal so...

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Alex,

    erstmal guten Tag hier, im Forum.

    Du fragst

    Zitat

    was kann/sollte ich tun um ihr zu helfen, oder ihr das klarzumachen

    Es funktioniert mit dem Klarmachen und Helfen nur, wenn sie es auch will! Ansonsten kannst du dir Fusseln an den Mund reden, sie wird weiter trinken. Es ist einfach so.

    Du kannst nichts für sie tun. Du kannst was für dich tun. Nämlich dich distanzieren. Was anderes wird dir nicht übrig bleiben. Du hast keinerlei Verantwortung für sie und ihr Leben.

    Das hört sich hart an, es ist auch schwer, wenn jetzt bei dir die Gefühle auch noch mehr geworden sind. Aber es ist der einzige Weg.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Gotti,

    ihr habt geredet, jeder hat seinen Punkt klar gemacht. Das ist gut!
    Und nun geht es weiter, für dich und für ihn. Wo es hinführt, wird die Zeit zeigen. Du hast jedenfalls erstmal für dich eine Entscheidung getroffen. Und das ist doch völlig ok so! Solange es dir damit gut geht, ist es in Ordnung.

    Du schreibst:

    Zitat

    Ich bin so wie ich eben bin.

    Und das ist die Hauptsache.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    und liebe Welia :D , entschuldige, dass ich auf deinen Beitrag nicht eingegangen bin, ich hab's verplant :oops: . Das hier

    Zitat

    Es gibt nichts schöneres als jemand zu haben, die einem nicht stoppt, wenn man nicht so gut drauf ist.

    hat mir gut gefallen, denn ich finde es auch wichtig. Dass ich jemanden habe, der auch meinen Kummer und meinen Schmerz, meine Sorgen ernst nimmt! Denn dann fühle ich mich als Mensch rundum akzeptiert, weil ja auch die Tränen dazu gehören. Auch, wenn es mein Gegenüber betrifft, vielleicht, weswegen ich weine. Dann kann ich mich auch auf einer vernünftigen Ebene mit demjenigen austauschen und darüber Klarheit schaffen.

    Hallo Grazia :D , hallo Matthias :D , ja, den Roman schrieb mein Leben. In groben Zügen.

    Hallo Elfriede :D , kicher, muss immer an "Elfriiiiieeeedöööööö" denken :lol:8) ...ja echt, als ich hier aufschlug, hätte ich noch nicht an ein Happy End geglaubt. Obwohhl, gewünscht hab ich's mir schon. Drei Schritte nach vorne, einen zurück, so ist das, noch jetzt manchmal.

    Hallo Charlie :D , ich glaube es dir gerne, dass du dich wiederfinden konntest in meiner Geschichte. Mir geht es ja ähnlich, wenn ich die anderen Geschichten lese... Und oft kann ich sehen, so war ich auch mal, aber jetzt habe ich schon ein gutes Stück meines Weges zurückgelegt. Und dann möchte ich meine Erfahrungen weitergeben. Wie's gehen kann.

    Huhu Monty :D , ich freu mich, wenn du bissi Gedankenfutter haben konntest. Für mich ist das Aufschreiben dieser Dinge, die Auseinandersetzung damit, noch immer wichtig!

    Das Wochenende war schön. Am Sonnabend haben wir einen schönen Spaziergang durch unseren Kiez gemacht. Wir wohnen ja wunderbar im Grünen. Abends haben wir dann die Erbse abgeholt, Tochter, Schwiegersohn und Erbse waren ja auf einer Hochzeit, beim Bruder meines Schwiegersohnes.

    War wohl nicht soooo der Hit, die Hochzeit. Der Bruder meinte, na ja, Hochzeitsfeier, die macht man doch nur, um sich schön besaufen zu können :shock: . Leider ist es wohl so, die Familie meines Schwiegersohnes enthält eine Menge Alkis, z.B. seinen Vater. Der Bruder scheint auf einem guten Weg dahin zu sein. :( . Mein Schwiegersohn zum Glück nicht, der trinkt äußerst selten mal was.

    Auf alle Fälle hat der kleine Terrorkrümel bei uns gut geschlafen, bis 9.30h gestern. Meine Tochter guckte so :shock: , als sie das hörte. :lol: . Und dann gab es ein schönes Frühstück, Dante, Erbse und Aurora, war seeehr gemütlich. Und dann sind wir spazieren gegangen, Schweine angucken und Kühe und Schafe, sowas gibt es bei uns in der Nähe. Der Erbse hat's gefallen. Wir haben dann Tochter und Schwiegersohn da getroffen.

    Sie sind noch mit zu uns, bisschen quatschen, und es war schön. Und dann - war ich froh, als alle weg waren :oops::wink: , ist schon auch anstrengend, so'n kleines Krümelchen. Niedlich, oooohhh ja, wie sie spricht jetzt und so. Neue Windel, Zähne putzen, anziehen, ein Spiel für sie, für Oma schwitzen... weil, sie kichert und dreht sich, rennt weg und versteckt sich... kleines Biest :lol: .

    Oma sein ist schön, aber anstrengend auch.

    Aurora

    Hallo Arusha,

    ich melde mich auch mal als Ex-Tusnelda hier... Bei mir hat es auch sehr, sehr lange gedauert, bis ich so selbstbewusst sein konnte, wie ich jetzt bin! Du wirst da auch hinkommen, wenn du deinen Weg weitergehst!

    Ich kenne so manches Gehabe von meinem Exmann auch, einmal war ich sein "Engelchen", 'ne Weile später hat er mich mit Worten gedemütigt, versucht, mich klein zu machen und wieder für ihn funktionstüchtig. Ich kam mir da vor wie durch die Mangel gedreht...

    Du hast ein Recht darauf, gut behandelt zu werden. Mit Respekt und Toleranz! Jede/r hat das Recht! Du musst dieses Recht aber wahrnehmen, zur Not einfordern. Im Idealfall bekommst du es freiwillig. Dein Freund macht nicht den Anschein, dass er dich als gleichberechtigte Partnerin sieht. Er nimmt sich, was du bereit bist, ihm zu geben und macht ansonsten sein Ding. Ist doch eine ideale Situation für ihn, oder :roll: .

    Ich lass mal viele Grüße hier
    Aurora

    Lieber Monty,

    nee wirklich, du lässt nichts aus zur Zeit :? . Lungenentzündung, schon wieder AB's :roll: . Diese Dinger tragen auch nicht gerade dazu bei, dein Immunsystem zu stärken. Sie machen die bösen Biester weg, aber die guten auch gleich mit :? . Kein Wunder, dass die Bazillen da leichtes Spiel haben.

    Du hast niemanden, der dich umsorgt? Versorgt?. Da kommt bestimmt bald jemand! Behaupte ich jetzt mal :roll: . Vielleicht ist auch schon jemand da, du bist nur - noch - nicht bereit, dich einfach mal fallen zu lassen und anzunehmen. Oder auch einzufordern, wenn du Unterstützung brauchst.

    Ich lass dir auf alle Fälle mal "Heileheilegänschen" da, kleine Streicheleinheiten. Und wenn ich was für dich tun kann, du weißt, wo ich bin...

    Aurora

    Hallo Coabi,

    erstmal willkommen im Forum!

    Deine Geschichte, die du aufgeschrieben hast, ähnelt in vielen Teilen auch meiner. Und der von vielen anderen hier.

    Wie könnte es weitergehen? Diese Frage kannst nur du dir beantworten. Denn nur du weißt ja, was du wirklich willst und noch vom Leben verlangst. Er wird erstmal nichts ändern, warum sollte er das? Ändern kannst nur du etwas, damit es dir wieder besser gehen kann. Du kannst ihn machen lassen, sein lassen. Nur für dich sorgen und deine Tochter. Nichts mehr für ihn machen, Wäsche waschen, kochen und so weiter. Das erfordert viel Konsequenz und Abgrenzung! Du kannst dich räumlich trennen, dann kannst du dich noch besser abgrenzen, zur Ruhe kommen.

    Um dir Klarheit zu verschaffen über Unterhalt, rechtliche Dinge und so weiter kannst du auch einen Anwalt aufsuchen. Der kann dir ganz genau sagen, wie es speziell in deiner Situation aussieht. Wenn du das weißt, wird es dir schon mal besser gehen, denn dann kannst du deine weiteren Schritte darauf aufbauen. Informationen zu haben gibt sehr viel Sicherheit!

    Ich wünsche dir erstmal noch einen schönen Sonntag, liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    liebe Monty :D , danke für dein Feedback!

    Und heute will ich einfach so mal was hier lassen, Gedanken, die mir so durch den Kopf gehen, gerade.

    Damals, vor 3 Jahren, da konnte ich nicht mehr. Mein Leben erschien mir, war ja auch sinnlos, aussichtslos, freudlos, lieblos. Mein Exmann trank immer mehr und immer länger in immer kürzeren Abständen, in denen er nichts trank. Ich drehte mich immer mehr im Kreis, hin- und hergerissen zwischen Hoffnung und Enttäuschung, Wut, Hass, Trauer, Angst.

    Liebe - hm, ich wusste insgeheim, ich liebe ihn nicht mehr. Trotzdem ist es mir so lange Zeit so schwer gefallen, mich zu trennen.

    Ehe, das war was für mich. In "guten wie in schlechten Tagen", so hatte ich es mir gedacht. Und ein Versprechen muss ich doch halten. Sich gegenseitig auffangen, gut sein, hilfreich, schützend... Das alles versuchte ich zu sein, ich gab sehr viel und bekam sehr, sehr wenig zurück :roll: . Damit war ich erstmal zufrieden, mit dem Wenigen, mehr war ich wohl nicht wert... Und ich konnte doch froh sein, dass ich einen Mann hab, der für mich finanziell gut sorgt :roll: , oder?

    Und ich fühlte mich gebraucht. Denn echt, wie sollte der arme Exmänne ohne mich zurecht kommen? Soooo hilflos, der Arme. Der braucht doch 'ne "Muddi", damit er nicht verhungert und verkommt. Denn echt, ohne mich, da lief doch nichts! Welche Macht hatte ich doch. Er brauchte mich! Um existieren zu können, überleben zu können. Ich fühlte mich gebraucht, als Putzfrau, als Wäscherin, Büglerin, Köchin, Erzieherin, Geliebte. Obwohl, die Geliebte war ich nicht mehr gerne, denn er ekelte mich schon an...und eigentlich, wenn ich so ganz ehrlich mal einen Blick in mich wagte, eigentlich hatte ich ihn doch garnicht mehr lieb...

    Denn ich fühlte mich ausgenutzt. Als Putzfrau, Wäscherin, Büglerin, Köchin, Erzieherin, Geliebte. :roll: ...

    Aber da waren auch die Ängste. Alleine leben, ohne Mann, das geht doch gaaaanich. Wie sollte ich das schaffen? Mit zwei Kindern (als sie noch kleiner waren). Alleine alle Verantwortung, das schaff ich nicht. Und die Wohnung ist doch so schön. Und das Geld stimmt. Und die Ängste... Trennung, weia, da müsste es ja alle Welt sehen. Ich bin nicht fähig, genug dafür zu tun, dass mich mein Mann liebt... Und dann müsste ich mich alleine durchschlagen. Und der ganze Ärger. Ach nöööööö....

    Da blieb ich lieber die Putzfrau, Wäscherin....usw...

    Und machte Liebkind und verdrehte mich und meine eigenen Bedürfnisse, die waren unter "ferner liefen". Hauptsache, das Bild stimmte, das Bild nach außen. Und das Bild, das ich in mir trug, von einer idealen Partnerschaft. Aber halt - das stimmte ja garnicht, weia :roll: . Da war Unterdrückung durch den Ex, der mich gefügig halten wollte, als Helferlein. Um in Ruhe nach und nach immer enger mit seinem besten Freund, dem Alk, leben zu können. Nach außen immer alles tutti, nicht wahr... Auch für Exmänne.

    Ich versuchte krampfhaft, mein inneres Bild von einer idealen Partnerschaft umzusetzen. In Echt. Dafür musste ich mich noch mehr anstrengen, mich verdrehen. Und auch Druck auf den Ex ausüben, damit der sich doch endlich mal anpasste, aufhörte mit der Sauferei. Hm, das ging schrecklich schief, denn Ex wollte einfach nach eigenen Bedürfnissen leben, und die waren nunmal eng mit seinem besten Freund, dem Alk, verbunden. Und mit seiner Sippe. Na toll.... Und Liebe, hm, er zeigte mir keine... Im Gegenteil, die Verachtung wuchs, und oft spürte ich, er nimmt mich nicht für voll, alle anderen sind wichtiger als ich. Das bestritt er vehement, aber er zeigte es mir um so deutlicher. Ich fühlte mich immer wertloser dadurch. Kampf gegen Windmühlen, an allen Fronten.

    Enttäuschung, zerstörte Hoffnungen, gebrochene Versprechen (seinerseits), Frust, Wut, Hass, Verletzungen, Verachtung. Das waren Dinge der Tagesordnung. Wir versuchten wohl, uns gegenseitig so doll wie möglich weh zu tun. Streit war an der Tagesordnung, immer unterhalb der Gürtellinie. Wir schrien uns die Verachtung ins Gesicht. War er besoffen, ließ ich ihn spüren, wie sehr ich ihn verachtete. War er nüchtern, heulte ich rum und wollte doch nur, dass er sieht, wie weh er mir tut. Er wollte nur in Ruhe saufen und rundum versorgt sein mit allem...

    Irgendwann dachte ich, das kann es doch nicht gewesen sein. Es muss doch noch ein Leben für mich geben, in dem ich was wert sein kann. In dem ich ohne Angst nach Hause kommen kann. In dem mich niemand verletzt, verachtet, gebraucht. Ich hatte soooo viele Argumente dagegen, gegen eine Trennung, für mich.

    Ängste, vor dem Alleinesein. Finanzielle Ängste. Meine schöne Wohnung. Ängste vor dem Außen, was sagen die Anderen. Soooo viele Ängste. Und Zwänge. Und Schuldgefühle.

    Trotzdem habe ich es gewagt, als ich nichts mehr anderes wusste. Als ich dachte, ich bring mich um... Was habe ich schon noch vom Leben.

    Da habe ich es gewagt, den Sprung in's kalte Wasser. Und mein Exmann, der wurde trocken, plötzlich. Achherrje, nun war genau das eingetroffen, was ich mir doch so gewünscht hatte, lange Jahre lang. Also startete ich den Versuch, da wieder was in's Leben zu rufen, was ich mir noch nicht eingestehen konnte, das ich nicht mehr hatte. Liebe.

    Ca. 1 Jahr lang ging der Versuch. Mit ihm zu reden. Ihm was zu erklären, warum ich gegangen war. Ich hatte das Bedürfnis, ihm das zu erklären. Heute weiß ich, es waren meine Schuldgefühle, die da erklärt werden wollten. Ich wollte so gerne Absolution für mein Verhalten. Das gab er mir nicht, natürlich nicht! Er wollte sein altes Leben wieder haben. Eine Putzfrau, Wäscherin... usw... Außerdem, was für Kosten ich verursachte durch meine Trennung, da war Exmänne echt genervt von :roll: . Und er übte Druck aus, damit ich wieder zurück käme, drehte an meinen Co-Knöpfen. Ich ging meinen Weg aber weiter und wurde nach und nach resistent gegen seine Co-Knopf-Druckversuche. Und ich blickte immer klarer in mich und in das, was ich für mich wollte.

    Dabei half mir der Austausch im Forum und die Therapie, die ich machte. Damit erkannte ich mehr und mehr meinen Wert und meine Rechte, dass ich mir was gönnen darf, vom, im Leben.

    Und dann, dann konnte ich endlich aussprechen, was seit soooo vielen Jahren in mir war. Nämlich, "lieber Exmänne, ich liebe dich nicht mehr. Eine Ehe kann ich mir nicht mehr vorstellen!" Wie aufgeregt war ich, als ich das aussprechen konnte, nach so vielen Jahren. Nach solch langer Ehe. Es war wie eine Befreiung, aber es war auch wie Nacktsein...

    Aber es war toll!

    Und dann kam plötzlich die Liebe zu mir :roll::D . Bamm, da war sie! Zack!

    Und nun stand ich da, mit all meinen Dingen, die ich erworben hatte auf meinem Weg. Und ich konnte diese Partnerschaft eingehen, wie ich noch niemals vorher eine eingehen konnte. Mit all dem, was ich erfahren hatte, mit all dem, was ich nun wusste und wollte, vom Leben und der Liebe!

    Ich lebe heute eine Beziehung Auge in Auge! Ohne Angst und Zwang, ohne Verletzung, Unterdrückung, Hass, Wut, Hoffnungslosigkeit. Denn ich bin es wert, dass es mir gut geht und ich geachtet werde, und geliebt! Ich kann mir meine Dinge auch einfordern, (meistens), wenn ich es als nötig ansehe. Und ich kann reden, über meine Bedürfnisse. Und ich weiß, ich kann auch unabhängig leben, das habe ich gesehen in der Zeit, als ich alleine war. Wie gut kann ich das! Ich hatte mich da Jahrzehnte lang voll unterschätzt! Ich kann meine Frau stehen, so sieht's mal aus.

    So, jetzt habe ich ja einen Roman verfasst. War mir so danach.

    Aurora

    Hallo Wirbelwind,

    erstmal "hallo hier, im Forum!",
    du siehst da garnichts falsch und machst auch nichts falsch. Denn für dich und deine Kinder ist es doch das Beste, dass du die Beziehung beendet hast! Und das ist es,was für dich zählt!

    Er muss sein Leben selbst in den Griff bekommen. Dafür gibt es auch genug Angebote professioneller Art, wie die Therapie. Und dann gibt es Gruppen, in die er gehen kann.

    Du musst dir da keinen Vorwurf machen. Auch wenn da die Anschuldigungen kommen, von seiner Seite oder von Seiten seiner Mutter. Du bist nicht schuld daran, dass er trinkt, und hast auch keinen Einfluss darauf. Auch wenn das behauptet wird, Alkoholiker, die trinken, behaupten sowas immer, es ist immer irgendwas oder irgendwer schuld, dass sie saufen müssen. Das ist eine willkommene Rechtfertigung für sie, warum sie trinken müssen. Z.B. die Sache mit dem Sex. Logisch, dass dir die Lust vergangen ist. Mir ging es auch so. Und mein Exmann hat das als prima Druckmittel gehabt, um mir einzureden, er trinke ja nur, weil ich nicht mit ihm in's Bett gehen wollte. Das hat damals sehr viel Schuldgefühle in mir aufgebaut.

    Du hast schon so viel mitgemacht, es ist nun gut, dass du deine Energien jetzt für dich selbst und deine Kinder einsetzt. Ich wünsche dir sehr viel Kraft dafür! Und wenn dir danach ist, hau in die Tasten und schreib hier was rein. Das erleichtert ungemein...

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Monty,

    aha, war das also der Stein, der von deinem Herzen geplumpst ist, was hier so gepoltert hat :D:lol: ...

    Ich freu mich mit dir mit, eine Hürde ist wieder genommen und es ist was Gutes dabei rausgekommen.

    Ich drück dich
    Aurora

    Hallo,

    liebe Dagmar :D , ich danke dir sehr für deine Gedanken! Mein Exmann hat mir ja immer eingeredet, ich solle die Vergangenheit ruhen lassen, heute wäre er ja trocken und nun muss jut sein...und ich wär ja nicht normal...

    Das geht aber nicht, auch meine Therapeutin sagte sowas in der Art! Verarbeiten ist wichtig, nicht verdrängen. Ich merke jedenfalls, dass ich wieder einmal was loslassen konnte, und das tut gut.

    Jetzt starte ich in eine neue Woche. Das Wetter ist herbstlich schön.

    Der Nachmittag gestern mit meinem Sohn war auch schön, wir konnten gute Gespräche führen. Und mein neuer Läppi hat ein paar Einstellungen mehr und ein paar unnütze Sachen weniger und alles ist jut.

    Aurora

    Hallo Graupe,

    na klar darf es weh tun, und das wird es auch noch eine Weile. 24 Jahre sind eine sehr lange Zeit!

    Ich habe 23 Jahre lang drüben gewohnt, da wo jetzt mein Exmann alleine wohnt. Meine Eltern wohnen über meinem Exmann drüber. Und ich muss immer an der Tür vorbei, wenn ich meine Eltern besuchen gehe. Es hat lange gedauert, bis ich da vorbei gehen konnte, ohne schlimme Gefühle zu haben. Gefühle von Trauer, Wut, Ohnmacht usw. Alles sowas.

    Und wenn ich am Anfang bei Ex drüben war, war ich hinterher oft fertig :( . Gestern war ich auch mal wieder drüben, kurz, weil es was zu erledigen gab. Nun kann ich da sein, ohne dass ich was fühle, eine Verbundenheit oder Trauer oder so. Es hat eben gedauert, so wie alles dauert.

    Viele Jahre können nicht in ein paar Tagen ausgelöscht werden. Also heul dir alles raus, auch die Trauer um dein ehemaliges Zuhause!

    Und dann mach einfach weiter mit dem Einrichten deiner neuen Wohnung. Nach deinen Vorstellungen, wird bestimmt toll.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Huhu,

    Matthias :D und Gotti :D , danke für die "Gute Besserungswünsche", endlich geht es mir auch besser. Das hat mich diesmal aus den Latschen gehauen, boah, wie seit vielen, vielen Jahren nicht mehr.

    Vorgestern abend hatte ich leider mal wieder einen richtigen Blick zurück, ausgelöst durch eine Situation, die der alten erstmal ähnelte. Da ging der Vorhang auf und ich blickte mal wieder auf wenige, bestimmte Situationen von damals. Ich bin immer wieder erstaunt, dass es das noch kann, wehtun, dann. Und es war glasklare Erinnerung, ich konnte nix machen. Ich hab es zugelassen, blieb mir ja nichts übrig, hab die Teufelchen :evil::twisted: tanzen lassen. Dann war ich aber schnell wieder im Hier und Heute, sicher, dass ich in Sicherheit bin und mir solche Dinge nie mehr passieren werden! Ich lebe ja jetzt und heute ganz anders als damals.

    Vielleicht sind solche Erinnerungen "normal" :roll: , auf alle Fälle wurde es wie ein "bäng" ausgelöst. Ich konnte dann Dantes Schulter nass heulen und dann ging es mir wieder gut. Ich fühlte mich richtig befreit, die Erinnerungen sind wieder ein Stück weiter hinter'm Vorhang verschwunden...

    Demnächst kommt mein Sohn, der will meinen neuen Läppi begutachten. Und dann bekommt er doch gleich mal Mittagessen, ich freu mich, Dante hat auch heute Tagesdienst, da bin ich nicht alleine.

    Es geht wieder weiter...

    Aurora

    Liebe Gotti,

    dein Mann ist ja nicht ganz und gar stehen geblieben, er hat ja auch Entwicklungen gemacht. Deshalb merkt er wohl, dass er nicht weiterkommt und will sich Hilfe holen, in Form eines Psychiaters, na, ist ja egal, aber er will was machen.

    Das muss er machen, wie er es für sich denkt. Wichtig ist, was das alles mit dir macht. Was du zulässt, was es machen kann. Es ist dir ja nicht egal. Du bist in einer Situation, wo du Dinge für dich entscheiden musst. Gut, dass du ein Beratungsgespräch hast. Und das Wochenende dir Zeit lässt, ein wenig zu sortieren, in dich rein zu horchen.

    Denn diese Situation macht auch was mit dir, ist doch klar. Ich weiß nicht, in wie weit du Vertrauen aufbauen konntest inzwischen. Das ist doch erstmal wieder zerstört oder arg gestört, auf alle Fälle. Ich weiß auch nicht, welche geheime Grenzen du dir im Kopf selbst gesetzt hast, was du zulassen willst und was nicht mehr. Es ist doch sehr schwierig, plötzlich mit seinen eigenen Grenzen konfrontiert zu werden und einmal mehr zu erkennen, was du willst, bzw. nicht willst und welche Konsequenzen das dann haben wird.

    Ich wünsche dir sehr viel Zeit und Ruhe, dich zu sortieren. Du fängst nicht bei "Null" an, hast dir schon sehr viel erarbeitet, was dir helfen kann.

    Ob dir jetzt meine Worte helfen, weiß ich nicht. Aber ich hab einfach mal geschrieben, was mir spontan einfiel, am frühen Morgen :roll:

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    Grazia, Matthias und Monty :D:D:D ,

    ich weiß nicht, ob ich zwei cm oder zwei Meter groß bin, normalerweise bin ich eine Riesin, obwohl ich nur 1,62 m groß bin :roll:8) .

    Aber zur Zeit fühle ich mich eher matschig, denn ein fieses Ding namens Virus hat mein Magen-Darm-System lahm gelegt, um's mal so zu sagen. :evil::twisted: . Fühle mich scheußlich und konnte gestern nicht mal arbeiten gehen. Blödes Ding...weia.

    Na ja, ich habe die erzwungene Ruhe mal genutzt und geschlafen und gelesen, auch heute bin ich zwangsweise noch ruhig getreten. Boah, so hat's mich seit Jahren nicht mehr umgeschmissen. Aber - Unkraut verjeht nich...

    Aurora

    Hallo Waldliebende,

    ich finde es auch schade, dass du nicht zur SHG gehen konntest. Aber ich respektiere deine Entscheidung, denn wenn du da hingehst, musst du es auch wollen und offen dafür sein, das ist wichtig. Ich war, ein Jahr bevor ich mich getrennt habe, auch mal bei einer SHG, da hat es mir garnicht gefallen und gut getan, ich bin nicht mehr hingegangen, weil es mir nichts gebracht hat. Ich war einfach noch nicht bereit dazu. Mir hat als erstes wirklich der Austausch im Forum was gebracht! Ca. ein Jahr nach dem Besuch der realen SHG. Ob nun im offenen oder geschlossenen Bereich ist ja egal, aber hier triffst du Betroffene und kannst Hilfe bekommen, wenn du möchtest.

    Ich kann verstehen, dass es momentan wohl ziemlich viel ist, was da auf dich einwirkt, von allen Seiten. Du hast einen Schritt gemacht, nach vorne, indem du dich hier registriert hast und begonnen hast, dich auszutauschen. Das erfordert auch erstmal Mut! Ich weiß noch, wie mir zumute war, als ich mich hier angemeldet habe... Und du bekommst hier Sachen gesagt, die dir weh tun und unangenehm sind. Weil sie ja Dinge in dir berühren...

    Nimm dir deine Auszeit, Zeit zum Sortieren. Bis bald.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Maryanne,

    auch mein Exmann konnte solche Trinkpausen machen, wenn ich meinen Druck auf ihn ausübte!

    Ich weiß nicht, wie oft ich Drohungen ausstieß, auf alle Fälle sehr, sehr oft. Und wenn er dann wieder weiter soff, nach einigen Tagen, manchmal Wochen, machte ich keine von meinen Drohungen wahr... :( .

    Das führte dazu, dass er mich nicht ernst nahm, mich auslachte. Als ich beim letzten Mal sagte, jetzt gehe ich wirklich, hat er gelacht, zu unserem Sohn gesagt:"Das macht sie ja doch nicht..." .

    Hast du dir überlegt, ob du es durchziehen kannst? Was tust du nun für dich? Hast du Hoffnung, er schafft es diesmal?

    Viele Fragen, ich weiß...

    Viele Grüße
    Aurora