Hallo Odenwald,
genau DAS ist ja das Dilemma. Er ist durch die Sucht kaputt und du als Angehörige ja auch. Trotzdem versuchst du immernoch, ihm zu helfen. Alles zu richten. Weil er krank ist, labil und irgendwie hilflos erscheint. Und du Angst hast, dass alles immer mehr den Bach runtergehen.
Eigentlich wollte ich die räumliche Trennung - er will aber nicht alleine sein. Er tut mir so leid, dass er sein Leben so an die Wand
gefahren hat - und unseres dazu - wir leiden alle.
Er will nicht alleine sein... Aber er ist doch dafür selbst verantwortlich, dass er jetzt so drauf ist. Und dass du beschlossen hast, es für sich zu verändern. Und deine Kinder sind auch mitbetroffen. Ihr leidet alle. Und nur jeder für sich kann das ändern. Anders geht das garnicht. Also auch ER sollte endlich die Verantwortung für sich übernehmen.
Und nicht rumjammern und alles wieder auf DICH schieben. Du bist doch nicht seine Pflegerin. " Er will nicht alleine sein", das löst irgendwie richtig bisschen Wut in mir aus. Weil ich es von meinem ersten Mann auch so kenne. Er hatte doch schon einige Möglichkeiten, Hilfe, abstinent zu werden. Und doch hat er immer wieder getrunken. Und im Prinzip dich und die Kinder alleine gelassen...
Es ist eine schwierige Situation. Na klar tut er dir leid, du bist eine empathische Frau, ihr habt viel zusammen gemeistert, all sowas. Aber das bedeutet nicht, dass du etwas bei ihm " abzuleisten" hast. Du hast doch ganz viel für ihn gemacht. Nicht nur ER hat was zum Familienleben beigetragen. Und durch die Sauferei hat er euch noch zusätzlich belastet.
Das sind so meine Gedankengänge bei dem, was du geschrieben hast. Entscheiden, wie es für dich weitergeht, kannst nur du. Du musst ja nicht morgen einen tollen Plan haben aber Vorstellungen davon, wie dein Leben letztendlich für dich aussehen soll. Das wäre sinnvoll.
Liebe Grüße Aurora