Hallo InHope,
Naja ich bin total überfordert mit dieser Situation und so unsicher 
...und habe diese Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass es besser werden könnte...
Das verstehe ich gut. Auf der einen Seite siehst du deine eigenen Wahrnehmungen, was abläuft, wie er sich dir gegenüber verhält. Er schiebt dir Verantwortung für sein Trinken zu, gibt dir die Schuld. Und irgendwelchen Dingen, die ihn belasten.
Dadurch manipuliert er dich, denn es spricht ja Seiten in dir an. Vielleicht alte Glaubenssätze oder so. " Streng dich bisschen an" oder " nun sei mal nicht so" oder " du musst besser hingucken, Rücksicht nehmen, dich nicht immer so anstellen" was weiß ich.
Und schon zweifelst du an dir. An deinen Gefühlen, daran ob du das Recht hast, dich selbst in den Mittelpunkt deines Lebens stellen zu dürfen. Du hoffst, dass es sich ändern kann, er sich ändern kann, alles gut wird, wenn du dich noch mehr anstrengst.
Auf der anderen Seite bekommst du hier Rückmeldungen, Bestätigung dafür, dass deine Gefühle, Wahrnehmungen eine Berechtigung haben, dass es in Beziehungen mit Abhängigen immer wieder in etwa so abläuft, wie du es gerade erlebst.
Und dann geht das Gezerre in dir ab. Unsicherheit. So: aber ich kenn ihn doch, er ist nüchtern doch so lieb, wir hatten so gute Zeiten, ich will ihm doch nicht wehtun, ich gebe nicht so leicht auf. Und: ich weiß doch, was ich hier habe, ich will das doch nicht aufgeben nach so langer Zeit und wer weiß, was kommt. Ob ich nochmal einen Partner finde. Ob ER nochmal eine Partnerin findet und er dann so wird, wie es mit mir hätte sein sollen. Usw
Eigene Wahrnehmung, Bestätigung und Erfahrung von uns hier, innere Zweifel und Gefühle weil du die Person bist, die du bist. Mit deinen Wünschen, Träumen, Erfahrungen und Persönlichkeitsmustern.
Das ist jetzt Spekulation, dass es so in dir abgehen könnte, aufgrund eigener Erfahrung. Ich nenne das immer " Teufelchen gegen Engelchen".
Puh, so und noch viel mehr ging es in mir damals vor.
Ich hatte auch viele Ängste, z. B. wie es finanziell werden könnte, ob ich es alleine stemmen könnte. Was die Leute denken könnten. Scham, dass gerade MIR sowas passiert war. Und dass er dann kaputt gegen würde. Ich könnte viele Seiten füllen.
Und Sex... Ich hab mich auch verweigert. Es ist eklig intim zu sein mit jemandem, der stinkt wie eine Schnapsfabrik. Der dich vor 1 Stunde noch beleidigt und gedemütigt hat. Ich hab es noch einige Zeit gemacht... Irgendwann kam ich mir aber nur noch benutzt vor. Und so war das auch. Ich hab mich benutzen lassen weil ich dachte, es würde ihm dann besser gehen und er würde nüchtern werden. Wahrscheinlich ging es ihm dann besser, er hatte bekommen was er wollte. Darauf musste er dann aber erstmal einen heben...
Und ich blieb zurück...
Das war so würdelos für mich und ich hab mich noch kleiner, erniedrigter gefühlt. Da hab ich es nicht mehr zugelassen. Das war ein Schritt meiner Befreiung. Eine Grenze, die ich ziehen konnte.
Jetzt hab ich mich ja hier ausgelassen, meene Jüte. Ich hoffe, du kannst was damit anfangen.
Liebe Grüße Aurora