Beiträge von Aurora

    Liebe hiiumaa,

    es ist doch gut, dass du deine Gedanken hierlässt. Das kann sehr erleichtetnd sein.

    Deine Gefühle schwanken hin und her... na klar. Es ist so schwierig, den Partner loslassen zu müssen. Gut, dass du die Trauer zulässt und gut, dass du dir einen Ausgleich geschaffen hast. Es ist wichtig, dass du guten Gewissens Dinge tust, die dir Freude machen. Nur im Schmerz zu versinken ist nicht gut.

    Denn lebst ja und da darf es sich auch gut anfühlen. Alles andere macht wenig Sinn und ändert ja auch nichts.

    Ich schicke dir liebe Grüße

    Aurora

    Hallo Lila,

    herzlich willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe.

    AnnaBlume hat es dir schon geschrieben, für einen Menschen mit Suchterkrankung gibt es nur die absolute Abstinenz vom Suchtstoff. Und das kann nur der Abhängige selbst entscheiden, es muss aus ihm selbst kommen.

    Um für dich Wege zu finden, wie du da rauszukommen kannst, ist der Austausch hier sehr gut geeignet. Wir sind viele Coabhängige mit vielen Erfahrungen. Das ist sehr hilfreich um zu erkennen, wie es gehen kann.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Das ist der Link für die Bewerbung. Klick einfach drauf und schreib, dass du um Freischaltung bittest. Nach der Freischaltung findest du dein Thema im Bereich für Angehörige und Coabhängige.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Alex,

    Ich kann dazu (noch) nicht allzuviel sagen, da sie in den Situationen, in welchen ich das Trinken komplett abgelehnt hab, sich nicht übermäßig abgeschossen hat. Zudem ist es für mich (so denke ich) noch relativ schwer einzuschätzen, wann bei ihr dieser "geliebte" Zustand einsetzt. Zumindest gab es noch kein hängen über der kloschüssel oder ähnliches deshalb ist es (noch) zu ertragen. Emotional komme ich auch damit klar und habe ihr auch gesagt, dass ich ihre Vergangenheit nicht bewerte (sie hat mir das alles ja freiwillig erzählt)

    So, wie du das schreibst, wie du sie beschreibst, ist das keine Coabhängigkeit. In der du bist. Meiner Meinung nach.

    Aber du beschäftigst dich damit weil es dir irgendwie ja doch nicht gefällt, dich beunruhigt. Ob, wann und überhaupt sie abhängig ist oder sein wird kann niemand wissen. Das ist reine Spekulation und bringt dich erstmal nicht weiter.

    Du hast die Möglichkeit, eine Entscheidung zu treffen. Du akzeptierst, dass sie gerne die Droge Alkohol konsumiert. Mit allem, was daraus entstehen kann. Du setzt Grenzen innerhalb eures Zusammenseins, also: bei mir zuhause gibt's nix Alkoholisches. Und genießt die Zeit,die ihr zusammen seid.

    Oder du entscheidest dich, dass es dir irgendwie alles nicht so richtig gefällt. Weil du dir jetzt schon dauernd Gedanken machst. Du selbst schreibst: ...es ist ( noch) zu ertragen. Es, wie Linde66 schon schrieb, keine Leichtigkeit gibt sondern der Alkohol immer dazwischen steht. Es ein Dauerthema ist. Dich sehr beschäftigt, dir Sorge macht, Zweifel. In dem Fall ist es eine Überlegung wert ob du die Beziehung weiterführen möchtest.

    Lieber Gruß Aurora

    Hallo Alex,

    herzlich willkommen. Du machst ja das gut, indem du auf dich achtest. Das ist das, was du machen kannst. Sehen, ob und wie weit du das tolerieren möchtest, dass sie viel und gerne trinkt.

    Coabhängig bist du dann, wenn du ständig gedanklich um sie und ihren Konsum kreist. Wenn es dich massiv stört und auch dein Leben beeinträchtigt, du versuchst, sie vom Alkohol wegzubekommen. Wenn du Verantwortung übernimmst für Dinge, die eigentlich ihre Verantwortung sind.

    Wenn du sie und ihren Konsum kontrollierst um deine Wahrnehmungen zu bestätigen, dass sie sehr oft betrunken ist und sie das aber leugnet. Das sind so ein paar Co-Punkte von vielen.

    Siehst du dich so? Wenn ihr Konsumverhalten dich jetzt schon stört und du es nicht möchtest macht es Sinn zu überlegen, ob du die Beziehung weiterführen möchtest. Denn so, wie sie den Alkohol missbraucht ist es stark möglich, dass sie schon abhängig ist oder wird.

    Das ist erstmal meine Einschätzung. Denkst du, dass du einen Austausch in unserer Selbsthilfegruppe möchtest, brauchst?

    Liebe Grüße Aurora

    Und zu deiner Frage wegen der Beschwerden deines Mannes, Simsalabim,

    ob das Entzugserscheinungen sind, kann ja von außen leider niemand diagnostizieren. Was er schildert kann alles sein. Schweigen konnte mein erster Mann auch sehr gut. Vor allem wenn es um sein Trinken ging. Wenn ich gefragt hatte oder auch gesagt habe, dass er schon wieder eine Fahne hätte und so, stritt er alles ab. Und stellte mich als blöd und übergeschnappt hin.

    Das ist etwas, was hier alle Cos kennen, leider. Und das verunsichert einen enorm. Deine Wahrnehmung ist: er stinkt nach Alkohol. Er erzählt, dass du eine Macke hättest. So werden ständig deine Wahrnehmungen verdreht. Ich hab irgendwann meinen Gefühlen, Wahrnehmung kaum noch getraut. Und war immer mehr verunsichert.

    ich habe keine Ahnung ob er wann was wie konsumiert…🤷🏼‍♀️

    Das ist leider so. Alkoholiker sind erfinderisch darin, ihren Konsum zu vertuschen, Flaschen zu verstecken.

    Lieber Gruß Aurora

    Hallo Simsalabim,

    leider hast du meine PN, oben unter dem blauen Balken " Konversation", noch nicht gelesen.

    Bitte schreibe in den ersten 4 Wochen deiner Mitgliedschaft noch nicht im Vorstellungsbereich. Bei den neuen Usern mit dem roten Nick. Am Anfang sollte der Fokus noch auf dir liegen, damit du hier ankommen und sortieren kannst.

    Marie04 hatte es dir am Anfang auch mitgeteilt

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Bestimmt hast du nicht mehr daran gedacht. Wir handhaben das hier bei allen neuen Usern so. Bitte hab dafür Verständnis.

    Lieber Gruß Aurora

    Hallo Jayne,

    es war mit meinem ersten Mann auch so, immer wenn er merkte, dass ich entschlossener wurde mich zu trennen, machte er eine Trinkpause. Und ich kam wieder in's Schwanken und Hoffen und bin geblieben. Und dann ging es von vorne los.

    Und jetzt wird es ernst und du bist entschlossen. Nun fährt er weitere Geschütze auf. Ganz klar. Da wird dir Schuld zugewiesen, das du die Familie zerstören würdest. Den Kindern das Familienleben wegnehmen würdest. Es wird an dein Gewissen appelliert, dass du ihn, jetzt wo er krank wäre, verlässt.

    Alles sowas ist bei Trennungen " normal", das hatte mir meine Therapeutin damals schon angekündigt und genau so kam es auch von ihm. So wie jetzt bei dir. Es hat nichts wirklich mit dir zu tun, was da kommt. Du hast das ungleiche Familienkonstrukt lange genug aufrecht erhalten,

    Es ist aber trotzdem schwer, diese Vorwürfe als falsch einzuordnen und die Gefühle auszuhalten. Aber anders geht das nicht. Der Weg geht durch den Schmerz, wie es heißt. Da ist was dran. Und du merkst doch selbst, wieviel entspannter du und deine Kids sind ohne ihn. Und es heißt ja auch nicht, dass sie ihren Vater nicht mehr sehen sollen.

    Nur ein Zusammenleben ist nicht mehr möglich. Für eure Lebensqualität und ein sicheres Umfeld für die Kinder.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Jayne,

    herzlich willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe.

    Ja stimmt, die Geschichten hier bei uns Cos ähneln sich immer wieder auf gespenstisch Art und Weise. Auch meine gehört dazu.

    Für den Austausch bewerbe dich bitte hier: https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Nach der Freischaltung geht es dann im Bereich für Angehörige und Coabhängige weiter, da ist dann dein Thema. Aber du hast ja hier schon gelesen und weißt wahrscheinlich schon, wie es abläuft.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Odenwald,

    jaaa, das Gefühlschaos... mit einem Bein stehst du noch drin, mit dem anderen schon draußen. Das ging mir auch so. Aber immerhin bewegt sich ja was und das ist gut. Du bewegst dich und dein Mann bewegt sich dadurch auch. Wie beim Mobile. Wenn sich ein Teil davon bewegt schwankt das ganze Konstrukt. Jetzt ist die Sache, WIE er sich bewegt.

    Er "funktioniert" ja gerade - von daher erwartet er, dass ich mich verhalte, wie all die Male vorher :((

    Du kannst ja anders funktionieren als vorher. Zumindest zum Teil. Dass er merkt, dass du es ernst meinst mit dem, was du sagst.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Odenwald,

    genau DAS ist ja das Dilemma. Er ist durch die Sucht kaputt und du als Angehörige ja auch. Trotzdem versuchst du immernoch, ihm zu helfen. Alles zu richten. Weil er krank ist, labil und irgendwie hilflos erscheint. Und du Angst hast, dass alles immer mehr den Bach runtergehen.

    Eigentlich wollte ich die räumliche Trennung - er will aber nicht alleine sein. Er tut mir so leid, dass er sein Leben so an die Wand

    gefahren hat - und unseres dazu - wir leiden alle.

    Er will nicht alleine sein... Aber er ist doch dafür selbst verantwortlich, dass er jetzt so drauf ist. Und dass du beschlossen hast, es für sich zu verändern. Und deine Kinder sind auch mitbetroffen. Ihr leidet alle. Und nur jeder für sich kann das ändern. Anders geht das garnicht. Also auch ER sollte endlich die Verantwortung für sich übernehmen.

    Und nicht rumjammern und alles wieder auf DICH schieben. Du bist doch nicht seine Pflegerin. " Er will nicht alleine sein", das löst irgendwie richtig bisschen Wut in mir aus. Weil ich es von meinem ersten Mann auch so kenne. Er hatte doch schon einige Möglichkeiten, Hilfe, abstinent zu werden. Und doch hat er immer wieder getrunken. Und im Prinzip dich und die Kinder alleine gelassen...

    Es ist eine schwierige Situation. Na klar tut er dir leid, du bist eine empathische Frau, ihr habt viel zusammen gemeistert, all sowas. Aber das bedeutet nicht, dass du etwas bei ihm " abzuleisten" hast. Du hast doch ganz viel für ihn gemacht. Nicht nur ER hat was zum Familienleben beigetragen. Und durch die Sauferei hat er euch noch zusätzlich belastet.

    Das sind so meine Gedankengänge bei dem, was du geschrieben hast. Entscheiden, wie es für dich weitergeht, kannst nur du. Du musst ja nicht morgen einen tollen Plan haben aber Vorstellungen davon, wie dein Leben letztendlich für dich aussehen soll. Das wäre sinnvoll.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Tinchen,

    ich habe meinen ersten Mann auch vermisst. Als den, der er mal war, mit dem ich eine Familie gegründet und 2 Kinder bekommen hatte. Der Alkohol hat ihn mehr und mehr verändert, irgendwann war er abhängig und die Sucht hatte das Wort. Sie brachte Seiten in ihm zutage, die schlimm und böse waren. Die aber auch zu seiner Persönlichkeit gehört haben.

    Ich habe um meinen Traum einer heilen Welt und glücklichen Familie gekämpft, versucht, das immer wieder zu erreichen, wovon ich geträumt hatte. Ich hab alles versucht um die Familie zu erhalten, ihn wieder " normal" machen. Aber er war mit seiner Sucht verbandelt und da hatten meine Träume und Anstrengungen keinen Platz mehr. Er war nicht mehr erreichbar. Er wollte und konnte nichts verändern um trocken zu werden.

    Das ist das Gemeine in diesen Beziehungen. Der Alkohol hat die Regie und der Abhängige ordnet sich dem unter. Und im Endeffekt auch die Partnerin. Bis es zu schlimm wird und sie an's Aussteigen denkt. Und geht.

    Und dann kommt die Trauer. Das ist jetzt bei dir wohl so. Trauer um den Menschen, um geplatzte Wünsche und Träume. Trauer um die guten Zeiten, die es ja auch gab. Das gehört dazu und tut weh. Aber das Zusammenleben mit ihm hat ja auch weh getan und wurde ja auch gefährlich. Handgreiflichkeiten sind schlimm. Und auch psychische Gewalt macht dich kaputt.

    Du bist mutig, dass du da rausgehen konntest. Auch wenn es erstmal scheiße wehtut.

    Liebe Grüße Aurora

    Liebe Sonnenschein,

    gut, dass du da erstmal raus bist. Und auch die Kinder.

    Okay, Schritt für Schritt. Du berätst dich mit deiner Anwältin. Wie gesagt würde ich eine Frauenberatungsstelle und den Sozialpsychiatrischen Dienst noch kontaktieren, weil die da viel Erfahrung haben.

    Das waren auch meine Gedanken beim Lesen. Diese Anlaufstellen haben da Erfahrung, weil sie oft mit solchen Situationen zu tun haben, leider, sag ich mal.

    Und ihn überall zu blockieren ist auch gut.

    Ich wünsche dir Mut und Kraft.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Simsalabim,

    eine Liste mit Symptomen gibt es nicht. Aber diesen Artikel: Erste Schritte aus der Co-Abhängigkeit

    Meine körperlichen Symptome waren totale Verspannung im Schulter-Nackenbereich, Magen-Darmprobleme, teilweise Schlafschwierigkeiten. Ich war irgendwann dauererschöpft. Hatte Ängste, Aggressionen. Depressionen, die ich als solche garnicht erkannt habe damals.

    Cokrank habe ich mich aber nicht gefühlt. Ich kannte das Wort Coabhängigkeit da noch garnicht, das kam erst später. Ich war einfach nur erschöpft, frustriert von allem. Und ganz oft auch völlig überfordert. Irgendwann gegen Ende der Beziehung war ich in einem regelrechten Ausnahmezustand.

    Ich selbst habe mich nie als cosüchtig oder so gesehen. Also dass ich süchtig nach ihm gewesen wäre. Ich war nicht in der Beziehung weil sie mir noch Freude oder so gemacht hätte oder ich das toll fand. Das hat echt keinen Spaß mehr gemacht sondern nur noch Schmerz und Abwertung.

    Ich war nicht abhängig von den Gefühlen, die ich mit allem hatte. Es waren andere Gründe die mich lange festgehalten haben.

    Ich hoffe, du kannst ein wenig mit meinem Beitrag anfangen.

    Liebe Grüße Aurora