Hallo zusammen,
ich bin seit 15 Jahren mit meinem Mann zusammen und wir haben ein gemeinsames Kind (11 Jahre). Mein Mann hat seit seiner Jugend ein Suchtproblem. Hauptsächlich Alkohol und Cannabis. Es gab vor 7 Monaten zum zweiten Mal einen schlimmeren Vorfall. Er hat zu viel getrunken zusätzlich noch Cannabis geraucht und wurde ohnmächtig. Ich fand ihn im Badezimmer kaum ansprechbar in seinen eigenen Exkrementen. Als dies zum zweiten Mal passiert ist eben vor 7 Monaten habe ich ihn klar und deutlich vor die Wahl gestellt. Entweder Therapie oder er muss ausziehen. Er ging zum Arzt und hat alle Unterlagen bei der Krankenkasse für die Therapie eingereicht. Zwischenzeitlich hat er jeden Tag nach der Arbeit bei mir zuhause gepustet - dies war sein Vorschlag damit ich wieder Vertrauen finde. Ich muss dazu sagen, dass er vorher täglich Bier getrunken hat und immer alkoholisiert von der Arbeit kam. Mal angetrunken mal richtig betrunken. Er ist auch so Auto gefahren. Aggressivität und Beschimpfungen waren fast an der Tagesordnung wenn er getrunken hat.
die Therapie ist im Sande verlaufen. Nun hat er mir offenbart dass er während den 7 Monaten als er keinen Alkohol getrunken hat, trotzdem Cannabis geraucht hat. Zusätzlich hat er mir gesagt er will dieses Leben so nicht. Er will wie alle anderen ab und zu was trinken sonst trennt er sich.
Es war unglaublich angenehm in den ersten paar Monaten als er nichts getrunken hat. Ich würde sagen es war das erste Mal in den 15 Jahren richtig harmonisch. Auch ich musste zurück stecken, denn ich trinke ab und an auch mal ein Glas Wein wenn ich Besuch habe. Ich habe das dann natürlich nicht mehr gemacht und mir wäre es auch am liebsten wenn es einen normalen Umgang mit Alkohol geben würde. Ich glaube aber nicht daran. Ich vermute, es wird wieder zur Regelmäßigkeit und ich habe Angst davor. Ich weiß nicht wie ich mich lösen kann… wie ich vorbauen kann..
War jetzt ein etwas längerer Text, ich würde mich sehr auf Antworten freuen ![]()