Beiträge von Aurora

    Hallo Paula,

    ich habe diesen Link über "Kontrolliertes Trinken" gelöscht. Links möchten wir eh hier nicht haben aber diese sind nochmal ganz speziell gewesen. Kontrolliertes Trinken...

    Bitte habe Verständnis dafür, hier lesen ja auch Alkoholiker mit und Kontrolliertes Trinken befürworten oder unterstützen wir nicht. Die Erfahrungen der Trockenen Alkoholiker hier zeigen, dass es nicht wirklich funktioniert.

    Wenn dein Mann das versuchen möchte, okay. Aber die Erfolgsaussichten sind fraglich.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo,

    ich habe damals meinem ersten Mann viele Ansagen gemacht, mit ihm geredet und all sowas. Geändert hat sich nichts, er hat immer alles abgestritten, mich als die blöde Zicke hingestellt und meine Gefühle und Wahrnehmungen als Schwachsinn und "du bist übergeschnappt" hingestellt. Das ist ganz oft so, eine Art Muster, wie ein nasser Alkoholiker reagiert.

    Es hat nix genutzt ihm Chancen zu geben oder sonstwas. Das alles hat mich nur enorme Kraft gekostet. Und ich denke heute, warum habe ich denn immer Rücksicht auf ihn und seine Gefühle genommen? Er hat das umgekehrt ja auch nicht gemacht. Er hat sein Sucht-Ding durchgezogen.

    Julia, ich finde es sehr gut, dass du mit deinen Kinden geredet hast. Auch wenn zumindest der Große schon sowas wusste ist es jetzt klar zwischen euch und die Kinder verstehen wahrscheinlich vieles an deinem und auch am Verhalten des Vaters besser.

    Jetzt ist es wichtig, weiter in's Handeln zu kommen. Zum Beispiel dass sie auch nicht mehr im Auto mit ihm fahren. Das zeigt deinem Mann ja ein Stoppschild. Alles andere ist ein Verdecken seiner Sucht und er sieht keinen Grund, was zu ändern. Ob er allerdings trotz des Stoppschildes was ändert weiß man auch nicht. Aber es zeigt ihm auf alle Fälle eine Grenze.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Liebe Mila,

    als Mutter zu sehen wie das eigene Kind sich zugrunde richtet, mal krass gesagt, ist äußerst schwer zu ertragen.

    Eine Abgrenzung ist da schwierig. Du schreibst von Ängsten, die immer mehr zunehmen, das glaube ich dir gerne.

    Ich biete dir einen Austausch in unserer Selbsthilfegruppe an, hier ist der Bewerbungslink:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Wenn du da draufklickst kommst zu zum Bewerbungsteil, du schreibst da nochmal ganz kurz was und wirst dann für den Austausch freigeschaltet. Dein Thema findest du dann im Bereich für Angehörige und Coabhängige wieder.

    Hast du auch schon mal überlegt eine Therapie zu machen? So Angstzustände sind sehr schlimm, ich kenne das auch.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo Fl8wer,

    Du hast das sehr gut gemacht. Genau so, wie du es gerade konntest. Und er hat gemerkt, dass sich bei dir was ändert, du nicht mehr bereit bist, hinzunehmen.

    Ich schaffe es nicht ihm irgendwas entgegenzusetzen, dafür ist er zu stark und ich zu schwach.

    Doch, du hast es ja geschafft! Schau doch mal hin.

    Er hat es geschafft dir zu vermitteln, dass du wertlos und klein bist. Aber das bist du doch garnicht. Er redet es dir nur ein um sich selbst höher zu fühlen denn der Schwache ist er.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo Flower,

    zuerst mal weiß ich ganz genau, wie zerrissen und unsicher du dich in der Reisefrage fühlst. Das ist belastend.

    Als es bei meinem ersten Mann richtig schlimm wurde mit der Trinkerei, bin ich, sind meine Kinder und ich, oft genug trotzdem in's Auto gestiegen. Ich habe verdrängt, was passieren kann und glaub mir, das war unglaublich anstrengend. Ich hatte oft Muskelkrämpfe, vor allem in den Beinen und Füßen weil ich gedanklich auf der Bremse stand. Und mein ganzer Körper war verkrampft. Ich war einfach zu feige und zu bequem, es nicht zu tun und bin unendlich dankbar, dass nie was passiert ist. Aber ich schäme mich im Nachhinein immernoch dafür.

    Darum kann ich dir sagen, habe Mut. Mach ihm eine Ansage. Er kann doch alleine voraus fahren und du kommst mit dem Kind nach. Ich weiß, ich höre direkt deine Einwände. Ich weiß es, denn ich war genau wie du völlig verunsichert. Verängstigt. Aber denke darüber nach, wie du es handhaben kannst.

    Es ist eine Grenze, die du ihm setzt. Eine Grenze, die auf Vernunft, Verantwortung und Liebe zu deinem Kind basiert.

    Auch wenn er hoch und heilig verspricht, da nicht zu trinken, weißt du nicht, ob er es auch wirklich nicht macht. Beziehungsweise ist es auch immer eine Gefahr bei Alkoholikern, nicht zu trinken, es kann Suchtdruck oder Entzug auftreten. Und das beeinträchtigt die Verkehrssicherheit ja auch.

    Ich wünsche dir Mut und Kraft, eine für dich gangbare Lösung zu finden.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Ich werfe mal ein paar Gedanken hin

    - Sport machen

    - Kerzen und Schaumbad

    - alte Freunde treffen

    - mit der Freundin telefonieren

    - shoppen gehen

    - zum Friseur gehen

    - einen lustigen Film angucken

    - laut Musik hören, tanzen, mitsingen

    - ein Buch lesen

    - eine Teezeremonie machen

    - Kuchen essen

    - Eis essen

    - Schuhe kaufen

    - an die schlimmen Zeiten denken, erinnern, warum man sich getrennt hat

    Luft raus || , also aus mir gerade

    Ich bin's nochmal...

    Hier ist ein Artikel, da kannst du mal reinlesen. Er wurde von betroffenen erwachsenen Kindern zusammengestellt.

    Vielleicht erkennst du dich an einigen Stellen sogar wieder, es ähnelt sich sehr oft, wie es ihnen ergeht, ergangen ist.

    Das Forenteam
    5. Januar 2022 um 17:09

    Hallo xyz, herzlich willkommen,

    erfahrungsgemäß sind Kinder aus Familien mit Abhängigen, Alkoholikern, schwer betroffen. Von klein an lernen sie bestimmte Verhaltensweisen.

    Sie haben feine Antennen für die Befindlichkeiten der Eltern, oft werden sie misshandelt, missbraucht. Körperlich aber auch seelisch. Sie decken und beschützen den oder die abhängigen Elternteile. Nehmen eine Rolle ein, die nicht mehr dem Eltern-Kind-Muster entspricht sondern es wird verdreht. Das Kind übernimmt die Verantwortung für die Eltern obwohl es im Grunde genommen völlig überfordert damit ist.

    Diese Verhaltensweisen begleiten diese Kinder ein ganzes Leben lang, wenn sie nichts dagegen tun, zum Beispiel Therapien machen. Oft werden sie selbst coabhängig oder alkohol- bzw suchtmittelabhängig.

    Das ist mal ein kleiner Einblick, es ist ein sehr komplexes Thema.

    Bist du Sohn oder Tochter eines Alkoholikers oder ist euer Verwandtschaftsgrad ein anderer? Und gibt es eine Mutter bei euch, du schreibst von Vater...

    Ich will dich nicht groß ausfragen, es ist nur gut, deine Position zu kennen. Ein wenig.

    Hier in unserer Online-Selbsthilfegruppe gibt es viele EKAs (EKA = Erwachsenes Kind von Alkoholikern).

    Möchtest du dich hier austauschen?

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo 9Leben,

    ich habe eine 26jährige Beziehung bzw Ehe hinter mir. Das heißt, nach dieser Zeit konnte ich mich 2007 trennen. Ca 1 Jahr vor der Trennung habe ich zum ersten Mal die Begriffe "Coabhängigkeit " bzw "Co-Alkoholiker" gehört, gelesen.

    Ich habe mich dann nach der Trennung mit mir selbst, meinem Verhalten in der Ehe, meiner Persönlichkeit, auseinandergesetzt. Ich wollte und will nie wieder so leben wie in den Jahren mit meinem alkoholabhängigen ersten Mann.

    Ich konnte sehr viel darüber erfahren, wie oder warum ich so gelebt hatte.

    Bei mir sind es Prägungen, ich bin nach dem Bild der guten Ehefrau, Hausfrau, Mutter erzogen worden. Ich bin Ende der 50ger Jahre geboren worden und so aufgewachsen, es war damals das Frauenbild.

    Ich war immer eher ängstlich, harmoniebedürftig. Streit war bei uns Zuhause ein Tabu. Es herrschte "Friede, Freude, Eierkuchen". Die anderen hatten immer Recht und der Klügere, also meine Eltern und wir Kinder, gibt nach. Ich habe nicht gelernt Grenzen zu setzen. Mich zu streiten. Nach außen immer alles perfekt.

    Sei lieb, fügsam, lieb Kind, dann bist du beliebt. Das Wort "nein" existiert lieber nicht. Wenn du "ja" sagst werden dich die Leute lieben.

    Mein geringes Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl gab mir den Rest.

    Das ist nur mal so ein grober Überblick. Ich habe festgestellt, dass ich mich nicht nur in der Beziehung mit meinem ersten Mann so verhalten habe sondern ganz viele meiner Beziehungen so funktioniert haben. Da war kein Alkohol im Spiel. Trotzdem ähnelte es sich in ganz vielen Punkten. Das bedeutet für mich deshalb, dass ich nun viel achtsamer unterwegs bin. Und trotzdem bemerke ich immer wieder bestimmte Muster, nach denen ich funktioniere.

    Ich akzeptiere mich meistens, wie ich bin. "Nein" sagen geht immer besser, Grenzen ziehen auch.

    Meine zweite Ehe ist meine erste normale Liebesbeziehung. Aber ich bin viel zu oft auch noch Co... Es ist meine Persönlichkeit. Und vieles davon möchte ich auch so denn es gefällt mir, dass ich so bin. Jetzt. Aber in Maßen, es soll mir gut gehen und mich nicht einschränken. Das hatte ich genug in meinem Leben.

    Lange Rede kurzer Sinn.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo und willkommen Waldhexe,

    hui, Korsakow, das ist schon sehr schlimm.

    Es ist oft so dass Menschen, die in der Pflege arbeiten oder in anderen medizinischen Berufen, privat bei solchen Themen an ihre Grenzen kommen. Es ist schon ein Unterschied ob man mit dem Menschen emotional verbunden ist oder es jemand Fremdes ist, glaube ich.

    Hast du dir schon Gedanken gemacht, wie es nun weitergehen soll?

    Wenn du dich hier austauschen möchtest um dich zu sortieren, um dich zu stärken und Wege zu finden, dann klicke auf diesen Link:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Schreib kurz nochmal was und dann kannst du dich mit anderen austauschen. Dein Thema findest du dann im Bereich für Angehörige und Coabhängige.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo und willkommen Darby,

    ich finde, du hast das bisher gut durchgezogen, Entgiftung in einer Klinik, Termin bei der Suchtberatung, Outing gegenüber Familie und Freunden.

    Und jetzt bist du auch hier in unserer Selbsthilfegruppe, den Besuch einer Gruppe vor Ort hast du auch geplant. Das ist ein super Anfang.

    Damit du dich hier austauschen kannst, gebe ich dir den Link zur Freischaltung. Einfach draufklicken, kurz nochmal was schreiben und los geht's.

    Dein Thema findest du dann im Bereich für Alkoholiker wieder.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Du kannst dich hier rund um die Uhr melden, es ist fast immer jemand da.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo Bratznak,

    es ist tatsächlich so, dass Angehörige von Alkoholikern selbst oft abhängig werden. Um dem Alkoholiker was wegzutrinken, damit er weniger hat, um dem Stress zu entfliehen, um mit dem betrunkenen Partner wieder auf einer Ebene zu sein. Ich war auch in dieser Falle und konnte für mich gerade noch die Reißleine ziehen. Ich lebe jetzt seit 15 Jahren ohne Alkohol. Mich hat es, nachdem ich mich von meinem ersten, abhängigen Mann getrennt hatte, wie der Blitz getroffen, wie furchtbar diese Sucht ist. Da wollte und will ich niemals hin.

    Dir wurde ja schon geschrieben, dass du ohne den Willen deiner Frau nichts für sie tun kannst. Und wie ich es hier herauslese, will sie keine Hilfe. Sie macht das alles mit, damit du Ruhe gibst und bei der erstbesten Gelegenheit greift sie wieder zur Flasche. Du kannst natürlich diesen Kreislauf so lange weitermachen, bis einer von euch beiden umfällt...

    Aber du hast für DICH auch die Möglichkeit, für dich selbst zu sorgen. Du darfst erkennen, dass deine Hilfe zwar gut gemeint ist aber nicht gewollt wird. Du arbeitest dich an ihr ab und sie macht doch ihr Ding. Erschöpfend, ich hab es selbst so erfahren. Da hilft echt nur zu kapitulieren. Und anzufangen zu leben. Und zwar DEIN Leben.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo Mini,

    dass ihr Verlustängste habt, verstehe ich. Ihr habt einen euch sehr nahestehenden, geliebten Menschen verloren. Den Vater, Ehemann. Das ist auf jeden Fall ein großer, schmerzlicher Verlust.

    Aber ist es ein Verlust, diesen Mann jetzt zu verlieren? Ehrlich, ich glaub es nicht...

    Und all die materiellen Dinge zu verlieren, eventuell, das tut auch weh, ganz klar. Aber wenn ihr an allem kleben bleibt, wird es noch viel mehr wehtun, was mit dem Alkoholiker noch kommt. Denn seine Sucht wird dich und auch die Kinder immer mehr beeinflussen...

    Ich weiß leider, wovon ich dir schreibe.

    Nun wird alles nicht von jetzt auf gleich machbar sein. Aber verliere es nicht aus den Augen,verliere dich nicht bei all dem.

    Lieber Gruß

    Aurora

    Liebe Sie,

    auch wenn es für dich gerade unerträglich ist, du von Gefühlen aller Art durchgeschüttelt wirst, möchte ich dir was sagen.

    Viele Alkoholiker begehen Suizid. Weil sie keinen Ausweg mehr sehen, erkennen können. Es ist leider auch ein Merkmal dieser Sucht. Ich habe es selbst auch schon erlebt, ein Mitglied meiner damaligen SHG hat sich auch erschossen weil er wieder und wieder rückfällig geworden war. Ich weiß noch, wie fassungslos seine Frau war...

    Es ist seine Entscheidung gewesen, ihr habt nichts damit zu tun. Das ist klar. Und doch hinterlässt es Spuren bei euch.

    Ich nehm dich in den Arm...

    Aurora