Beiträge von henri

    Hallo Barbara

    Das Zittern hört nach einiger Zeit auf. Bei deinem Freund muss man allerdings bedenken, dass es damals bereits später als 5 Minuten vor 12 war. Wasser in den Beinen, geplatzte Adern in der Speiseröhre sind auffällige Zeichen, andere Organe wie beispielsweise Magen, Bauchspeicheldrüse und Nieren haben auch ihren Teil abbekommen. Deshalb kann ich mir denken, dass das Zittern auch davon herrühren kann.

    Je länger ich darüber nachdenke, je unwahrscheinlicher erscheint es mir, dass er jetzt trinkt. Fast zur selben Zeit wie er, habe auch ich mit trinken aufgehört und ich erzähle jemandem, der nichts mit der Krankheit zu tun hat auch nicht, dass ich abhängig bin, weil ich genau weiß, dass derjenige es zuerst nicht verstehen wird. Leider wird diese Abhängigkeit immer noch mit „Unter der Brücke hausen“ assoziiert und deshalb ist es so schwer, den Ausdruck „süchtig“ oder „Alkoholiker“ zu verwenden. Wir schließen zwar aus seinen Schilderungen, dass er süchtig ist, ist auch wahrscheinlich, aber genau wissen wir es nicht. Deshalb frag ihn bei eurem nächsten Gespräch. Er hat so offen über die Krankheit gesprochen, da wird er dir auch auf diese Frage ehrlich antworten.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo RatlosVerliebt

    Die Folge von sehr vielem Alkohol über einen langen Zeitraum zu trinken, sind die von dir beschriebenen Anzeichen. Da die Leber geschädigt ist, kann sie nicht mehr soviel Blut aufnehmen und es entsteht ein Blutstau. Folge davon ist ein Überdruck und es setzt sich Wasser in den Beinen und im Bauch ab. In der Speiseröhre können Krampfadern entstehen, die platzen können. Insoweit gehört das, was er erzählt hat, alles zum Krankheitsbild eines Alkoholabhängigen. Wenn das Gewebe der Leber noch nicht vernarbt ist (Leberzirrhose), kann sie sich bei absoluter Alkoholabstinenz wieder regenerieren. Ob andere Organe schon geschädigt sind, kann nur durch eine ärztliche Untersuchung festgestellt werden. Seine Essgewohnheiten könnten allerdings darauf hinweisen. Jedenfalls darf er keinen Alkohol mehr trinken, sonst gefährdet er dadurch sein Leben in hohem Maße. Da ihm das sicher bewusst ist, glaube ich nicht, dass er zurzeit trinkt und er dir in der Hinsicht etwas verheimlicht. Wenn doch, wirst du es sehr bald merken, denn auch am Telefon wird er sich anders anhören als nüchtern.

    Was seine Arbeit anbelangt, lässt sich wenig zu sagen. Es gibt Projekte in der Industrie, die der absoluten Geheimhaltung unterliegen. Eine gute Ausrede Fragenden gegebüber ist immer, dass sie gelöscht wurden. Ob er hier die Unwahrheit gesagt hat, will und kann ich nicht beurteilen. Nur verurteile ihn nicht vorschnell, Vorsicht ist zwar angebracht, aber übertriebenes Misstrauen hat auch schon manche Beziehung zerstört.

    Wünsche euch frohe Festtage

    Leiben Gruß
    Henri

    Hallo Lady

    Nicht dass wir aneinander vorbeireden. Schaffen muss er es ganz alleine und verantwortlich für sich ist er und nur er, du kannst ihm nur zur Seite stehen. Für dich ist das ein bisschen Gratwanderung, um das richtige Maß zu finden. Ihn gewähren lassen und ihm doch dabei helfend zur Seite stehen und dich selbst dabei auch nicht vergessen. Wichtig für ihn ist, dass du ihn wegen seines Rückfalls nicht verurteilst.

    Mancher braucht einen Rückfall um daraus die nötige Erfahrung zu bekommen. Er wird sicher nicht mehr auf die Idee kommen, ab und zu könnte er doch ein Glas trinken, da er gemerkt hat, dass es auf Dauer nicht funktioniert. Aus dem Grund glaube ich, dass er es schaffen kann.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo LaLady und herzlich willkommen

    Als erstes schau nach dir selbst. Für dich musst du trotz allem die wichtigste Person sein. Erst wenn es dir gut geht, bist du in der Lage, deiner Familie zu helfen, auf alle Fälle also deine Therapie weitermachen.

    Bewerte den Rückfall deines Mannes nicht zu hoch. Wenn ich lese, dass er versucht hat, nur ab und zu zu trinken, dann wundert es mich nicht, dass er einen Rückfall hatte, denn das schafft kein Abhängiger. Über kurz oder lang wird jeder wieder in seine alte Gewohnheit zurückfallen. Auch dass er es dir nicht gesagt hat, ist kein mangelndes Vertrauen zu dir, sondern er hat das Problem anfangs nicht gesehen und später, als es zu spät war, hat er sich sehr wahrscheinlich gewehrt es zuzugeben. Es ist in so einer Phase sehr schwer, sich selbst einzugestehen, versagt zu haben und es nicht alleine zu schaffen. So außergewöhnlich ist das Verhalten deines Mannes also gar nicht gewesen.

    Wenn jetzt bereits einige Organe geschädigt sind, dann ist es fünf vor zwölf und er muss sich darauf einstellen, nie mehr Alkohol zu trinken. Alleine auf sich gestellt, ist das allerdings sehr schwer. Es reicht einfach nicht, nur mit trinken aufzuhören, sondern es müssen auch die Umstände, bei denen er früher getrunken hat, geändert werden. Dabei ist eine Therapie sehr hilfreich. Dort werden Strategien entwickelt die ihm helfen werden solche Situationen, in denen er sonst getrunken hat, auszuweichen oder ohne Alkohol zu bestehen. Das erste Gespräch sollte er bereits jetzt im Krankenhaus mit den entsprechenden Personen führen. Ansprechpartner wird im Krankenhaus ein Arzt sein, der sich mit Alkoholproblemen beschäftigt hat, nachher sollte er zur Suchtberatung gehen.

    Wenn du ihm helfen willst, dann versuche, die Krankheit zu verstehen und wie er sich gefühlt haben muss. Vorwürfe helfen jetzt am allerwenigsten, die hat er sich vielleicht schon selbst gemacht. Dass seine Gesundheit bereits gelitten hat, muss dabei nicht verschwiegen werden. Bei der richtigen Lebensweise, kann er auch damit beschwerdefrei sehr alt werden. Gib ihm jetzt nur erst mal das Gefühl, dass du für ihn da bist, wenn er dich braucht, das hilft ihm am meisten und mehr kannst du kaum für ihn tun.

    Lieben Gruß
    Henri

    PS. Deine Beiträge stehen so schön hintereinander, sodass es nicht nötig ist, diese in einen zusammenzufassen.

    Hallo Schwalbe und herzlich willkommen

    Es ist nicht damit getan, nicht zu trinken, sondern das Umfeld muss sich auch ändern. Du hast dich von einigem bereits Abstand genommen oder sogar getrennt. Dadurch kann aber eine Leere, eine Einsamkeit entstehen, die wieder ausgefüllt werden muss. Da kann es dir helfen, wenn du mit Leuten zu tun hast, die das gleiche Problem haben wie du und deshalb bist du hier bei uns genau richtig.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo wanda und herzlich willkommen

    Verar... tut sie dich nicht. Sie scheint abhängig zu sein und da ist es für sie unmöglich, längere Zeit nichts zu trinken. Der gute Wille ist bei ihr da, aber die Sucht ist stärker. Da hilft kein „Türe zuknallen“, wenn es auch mal gut tut, die Wut abzureagieren, sondern es hilft nur ein vernünftiges Gespräch mit ihr, wie du es bereits gemacht hast. Es hat ja auch zu einem kleinen Erfolg geführt, wenn es auch nicht von langer Dauer war.

    Auch wenn sie es noch mal probiert, alleine wird sie es nicht schaffen und sie wird deshalb Hilfe benötigen. Versuche sie zu überreden, ein Gespräch mit der Suchtberatung zu führen. Dort kann man Maßnahmen mit ihr überlegen, die es ihr leichter machen, ganz vom Alkohol wegzukommen.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Ina und herzlich willkommen

    Das Versprechen deiner Mutter hört sich nach „später aber nicht jetzt“ an. Es liest sich an, als ob sie es will, aber so wird sie es nicht schaffen, denn es wird immer wieder ein später geben. Es mag zwar sein, dass sie mit dem, was in der letzten Zeit auf sie zugekommen ist, schwer fertig wird, aber durch ihr trinken ändert sich ihre Situation auch nicht, im Gegenteil. Das solltest du ihr in einem Gespräch klarmachen.

    Wenn sie es nicht von sich aus schafft, wieder da anzuknüpfen, wo sie vor ihrem Rückfall stand, dann bleibt ihr nur der Gang zur Suchtberatung und noch einmal eine Entgiftung im Krankenhaus. Sie braucht sich deshalb nicht zu schämen, denn es gibt viele, die es beim ersten Mal nicht schaffen. Bei der Suchtberatung kann auch überlegt werden, ob sie eine Therapie machen sollte, denn es ist doch relativ schwer, nur mit einer Entgiftung trocken zu werden.

    Dein Bruder hat das mit dem reden richtig gemacht und er könnte dir damit für dein Gespräch mit ihr schon vorgearbeitet haben. Ihr den Alkohol wegnehmen bringt allerdings nichts, im Gegenteil, es kann nur das Verhältnis zwischen den beiden verschlechtern und sie besorgt sich doch sofort wieder Nachschub.

    Probier vernünftig mit ihr zu reden, mehr wirst du auch nicht tun können. Dafür wünsche ich dir viel Erfolg.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo zusie und herzlich willkommen

    Er muss selbst wollen, da hast du Recht und zwingen kannst du ihn nicht. Du hast aber die Möglichkeit eure Beziehung zu überdenken. Willst du dir ein Zusammenleben mit einem trinkenden Partner antun? Wenn er von sich aus nichts ändern will, dann kannst du ihn nur vor die Wahl stellen, du oder der Alkohol. Allerdings musst du auch bereit sein, diese Ankündigung konsequent einzuhalten. Eine andere Möglichkeit sehe ich nicht.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo fragment und herzlich willkommen

    Wenn du nach einer bestimmten Menge Bier nicht mehr aufhören kannst, dann ist das Abhängigkeit, auch wenn du es nicht wahrhaben willst. In so einer Phase war ich anfangs auch, bis es dann unmerklich immer öfter und immer mehr wurde. Das Heimtückische daran ist, dass du tatsächlich tagelang nichts zu trinken brauchst und dadurch den Eindruck bekommst, alles im Griff zu haben. Dabei hat der Körper sich schon längst an die höhere Dosis angepasst.

    Die Gedächtnislücken, von denen du schreibst, treten meist gleichzeitig mit der Abhängigkeit auf, kann also auch ein Indiz für zu vieles trinken sein. Pass auf dich auf, noch wirst du ohne größere Probleme aussteigen können, aber mit der Zeit wird es immer schwerer werden.

    Gruß Henri

    Hallo bigge

    Das ist in der Tat eine sehr schöne Geschichte und ich freue mich auch für euch. Wenn ich das richtig lese, ist es zwei Wochen her. Das ist ein guter Anfang, aber eben nur ein Anfang. Ich will dir dein Freude nicht vermiesen, aber es werden noch Schwierigkeiten auf ihn zukommen, und es wird ihm sehr schwer fallen, nicht zu trinken. In diesen Phasen ist es immer gut, wenn kein Alkohol im Haus ist. Deshalb ist es angebracht, wenn er den Alkohol der jetzt noch im Haus ist, entsorgen würde, wäre für ihn auch ein symbolischer Abschied vom Alkohol.

    Wünsche euch weiterhin alles Gute

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Penny

    Warum trinken wir, sollte richtig heißen, „Warum trinke ich?“. Diese Frage habe ich mir auch während der Therapie gestellt und habe keine Antwort gefunden. Nach einiger Zeit habe ich dann gemerkt, dass es mir ohne Alkohol viel besser geht. Von da an habe ich die Frage nach dem „Warum“ nie mehr gestellt, weil die Antwort ohne Bedeutung für mich geworden war.

    Wünsche dir, dass du die Erfahrung auch machst.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo DaddysGirl und herzlich willkommen

    So verschieden wie die Menschen sind, so verschieden ist auch der Verlauf in die Alkoholabhängigkeit. Ein gemeinsames gibt es auf dem Weg in die Abhängigkeit, es gibt keinen bestimmten Zeitpunkt, an dem von „abhängig“ gesprochen werden kann. So ist auch das Verhalten deiner Mutter zu erklären, die sich immer mehr gefallen lässt. Es ist zuviel, um den Verlauf in die Co-Abhängigkeit ausführlich zu beschreiben. Nur soviel, es wird mit der Zeit zu einem Auf und Ab der Gefühle, zwischen Hoffen und Enttäuschung, Liebe und Hass, es kommt zu Schuldgefühlen und schließlich zu Hilflosigkeit. Das alles geschieht allmählich, sodass es schwer für den Angehörigen ist, eine Grenze zu setzen, eine Grenze an dem er das Spiel nicht mehr mitmacht.

    Nicht dein Vater braucht als erstes Hilfe, sondern deine Mutter. Sie muss versuchen, sich von ihrem festgefahrenen Verhalten zu lösen. Das wird sie aber nicht so leicht schaffen. Rede mit ihr, damit sie sich Hilfe nimmt. Es gibt sicher in Österreich eine Anlaufstelle, vergleichbar mit unserer Suchtberatung. Dort soll sie mal alles schildern und sich beraten lassen, was sie tun kann. Das ist im Moment sicher das dringendste, was getan werden muss.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Sweety

    Du wirst Recht haben wenn du schreibst, dass die Schicksalsschläge ihm den Boden unter den Füßen weggezogen haben. In so eine Stimmung zu kommen, nur noch den vermeintlich baldigen Tod vor Augen, kann nicht jeder verkraften und sein Ausweg war der Alkohol. Es ist bereits geschrieben worden, versucht mit ihm zu reden, damit er wieder einen Sinn in seinem Leben sieht, das Gefühl bekommt gebraucht zu werden und vermittelt ihm, dass ihr ihn gern habt. Redet mit den Ärzten, was ihr machen und wie ihr weiter vorgehen könnt. Es wird jetzt ganz allein auf ihn ankommen, ob er sich entschließen kann vom Alkohol wegzukommen, ihr könnt ihn dabei nur unterstützen.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Mucki und auch von mir herzlich willkommen

    Geredet habt ihr oft genug und ihr seht, dass ihr damit nicht weiterkommt. Nur zum Verständnis: Ein Abhängiger, und das ist dein Vater ohne Zweifel, kann nicht so ohne weiteres aufhören. Er verspricht dir das immer wieder, aber er kann es nicht einhalten, denn der Druck zu trinken ist stärker, da ist dein Vater keine Ausnahme. Nur wenn der Nachteil, der ihm durch sein trinken entsteht zu groß wird, kann er es schaffen aufzuhören.

    Dieser Druck kann durch euch erzeugt werden, indem ihr ihn immer dann, wenn er trinkt, nicht beachtet, er muss merken, dass ihr dann nichts mit ihm zu tun haben wollt, deine Mutter macht das verschiedentlich schon. Ihr müsst es nur gemeinsam tun, sodass er allein ist und das wird ihm wehtun. Das ist dann dieses „fallen lassen“ wovon Bernd geschrieben hat. Vielleicht wirkt das bereits genug und er versucht sich zu ändern. Das tut euch zwar auch weh, aber es ist noch viel schlimmer, wenn ihr es nicht tut und er trinkt immer weiter. Redet also mit eurer Mutter, damit ihr alle drei das gleiche tut und er euch nicht gegenseitig ausspielt.

    Nützt das alles nichts, dann bleibt eigentlich nur noch die Trennung übrig. Das soll nicht heißen, dass es eine Trennung für immer sein muss, sondern nur eine vorläufige. Das wäre aber dann der Part, den deine Mutter übernehmen müsste. Schon die Ankündigung kann ihn zur Vernunft bringen. Aber, wenn sie so etwas ankündigt, dann muss sie auch bereit sein, das durchzuziehen, sonst wird sie unglaubwürdig.

    Falls dein Vater nun ein Einsehen hat, dann lasst euch nicht auf Versprechungen ein, davon hat er ja bereits genug gemacht, die er nicht einhalten konnte. Er muss schon etwas mehr tun. Ein Gang zum Hausarzt und zur Suchtberatung muss als erstes sein. Danach eine Entgiftung im Krankenhaus. Damit wäre aber auch erst der Anfang geschafft. Eine Therapie ist sicher auch angebracht, ob ambulant oder stationär, sollte bei der Suchtberatung besprochen werden.

    Bis dahin ist aber noch ein weiter Weg. Hoffen wir, dass er an einem der o. g. Punkte den Weg aus der Sucht findet, ich wünsche es euch.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo lilieput

    Wenn jemand nicht mehr in die Gruppe gehen will, dann werde ich immer hellwach und ich kann Bernd verstehen wenn er schreibt, dass bei ihm alle Alarmglocken läuten. Du schreibst selbst, dass es eine gute Gruppe ist, nur dass du nicht offen über dich reden kannst. In der Gruppe musst du doch auch nicht über dich reden, wenn du nicht willst. Bedenke, dass du erst ziemlich am Anfang bist und das Vertrauen zu den anderen Gruppenmitgliedern muss sich erst nach und nach aufbauen. Auch deine Einstellung wird sich erst mit der Zeit ändern, es ist ein Prozess, der jahrelang dauert und wohl nie ganz enden wird. Versuche wenigstens solange hinzugehen, bis du etliche Wochen geschafft hast und dann entscheide dich.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Bernd

    Dann auch noch ein Beitrag von jemand, der schon trocken war, bevor er ein Forum kennen lernte. Als ich aus der Therapie zurückkam, hatte ich bereits Kontakt zu einer SHG. Ich bin dort in eine Gemeinschaft hineingekommen, in der ich mich heute noch wie in einer kleinen Familie fühle. Wir sind auch außerhalb der Gruppenabende miteinander aktiv, sei es im Sommer wandern, grillen oder jetzt im Dezember eine gemeinsame Weihnachtsfeier usw. Das führt zu einem Gefühl der Gemeinschaft und motiviert enorm, den eingeschlagenen Weg beizubehalten.

    Dasselbe passiert auch hier im Forum, es geschieht nur in einer anderen Form und es entwickelt sich ebenso ein Gemeinschaftsgefühl. Ich sehe es auch nicht als gegenseitige Konkurrenz, sondern als gegenseitige Ergänzung. Beide Arten haben ihre Vor- und Nachteile.

    Die Alarmglocken gehen bei dir zu Recht an. Es hört sich so an, als ob sie es zu leicht nimmt. Fünf oder sechs Tage trocken, ist grade mal ein kleiner Anfang, dann schon daran denken, auf Hilfe verzichten zu können, hört sich fast so an, als ob sie immer noch nicht davon überzeugt ist, abhängig zu sein. Es mag vielleicht auch ein Teil Euphorie mitspielen, da sie es ohne größere Probleme die letzten Tage geschafft hat. Allerdings werden auch noch Tage kommen, wo sie den Sinn des Ganzen nicht sieht und dann ist es besonders wertvoll, wenn sie sich mit Gleichgesinnten austauschen kann. Wenigstens jetzt in der Anfangszeit soll sie unbedingt auch die Gruppe besuchen, schaden kann es ihr nichts und Freunde kann man auch nie genug haben.

    Gruß Henri

    Hallo Hanne und herzlich willkommen

    In der Woche mit ihm zu reden, wenn wer betrunken ist, hat keinen Zweck. Nur wenn er nüchtern ist, kannst du versuchen vernünftig mit ihm zu reden. Nach diesem Gespräch kannst du endgültig entscheiden, ob ein weiterleben mit ihm für dich Sinn macht oder nicht.

    Wie bereits von Little Friend geschrieben wurde, wäge das Pro und das Kontra gegeneinander ab. Zurzeit gibt es nicht viel, was für eine Fortsetzung der Beziehung spricht und zu bedenken ist auch , du hast noch dein halbes Leben vor dir.

    @ sami Wegen „böswilligem Verlassen“ erkundige dich an anderer Stelle genauer, weil wir hier keine Rechtsberatung machen dürfen. Nur soviel dazu:

    Es ist bereits seit Jahren so, dass bei der Scheidung nur noch nach dem Zerrüttungsprinzip entschieden wird und das Schuldprinzip keine Rolle mehr spielt. Die Gründe wie „böswilliges Verlassen“ oder „seelische Grausamkeit“ spielen seit dieser Gesetzesänderung keine Rolle mehr.

    Lieben Gruß
    Henri