Beiträge von Morgenrot

    hallo,

    eben lief im SWR zur Sache zum Thema Alkohol. Bin zufällig hinein gezappt.

    Ich fand es sehr interessant, aber auch erschreckend, wie gerade der anwesende Politiker mit einem Nichtwissen über Sucht glänzte. Es war ein Suchtmediziner und eine seit 15 Jahre trockene Alkoholikerin anwesend, die ihre Positionen sehr eindringlich vertraten.

    kommt hoffentlich noch in die Mediathek.


    lg Morgenrot

    hallo Sonnenschein,

    in diesem Albtraum habe ich auch gelebt, ich habe genauso Hilfen hinterher getragen wie du, und habe genau die gleichen Erklärungen gehört wie du, mit null Konsequenzen von seiner Seite.

    Er sprach auch immer nur von Einsicht, aber es folgten keine Taten. Ich bin belogen worden wie du auch, siehe angeblichem Arzttermin. Das Leben an der Seite eines nassen Alkoholikers, geht nur in eine Richttung, egal an wie vielen Wochentagen er trinkt.

    Es liegt an dir etwas für dich zu tun, und ich schließe mich den Fragen von Stern an. Erst als ich begann, für mich etwas zu verändern und mein Augenmerk auf mich zu richten konnte sich etwas verändern. Das fängt tatsächlich oft bei Kleinigkeiten an. Bei mir war es ein Capuccino in einem in Cafè, damit vergehen die Sorgen natürlich nicht, aber du bekommst mal ein Gefühl davon, wie es ist, etwas nur für sich zu tun.

    Das kann ich dir als CO mit auf den Weg geben.


    lg Morgenrot

    guten Morgen feather,


    Herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, und kannst überall schreiben, nur bitte in den ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich.

    Nur die Therapien und das darüber reden haben noch niemanden trocken werden lassen. Es müssen Dinge umgesetzt werden, das Leben eines nassen Alkoholikers wird sich grundlegend ändern, wenn er trocken wird. Deshalb ist es wichtig, dass seinen Reden auch Taten folgen, alles andere ist nur Beruhigung für dich.


    lg Morgenrot

    hallo Cat- Mom,

    in meinen Augen alles nur Augenwischerei, und täuschen, tarnen tricksen. Überlege mal, wie oft er dir das schon versprochen hat.

    Der Auslöser zum Trinken war in meinen Augen der, dass er wieder trinken wollte und nur eine Trinkpause eingelegt hatte, um dich auf Kurs zu halten.

    Das alles kommt mir so bekannt vor, weil selbst erlebt. Immer wieder soll es nur noch eine letzte Chance sein, und dadurch vergeht unsere Zeit in der ständigen Hoffnung, dass der Alkoholiker trocken wird. Das alles geht auch zu Lasten unserer Lebensqualität.


    lg Morgenrot

    hallo Isi,

    herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    Bei der Coabhängigkeit ist es oft so, dass jahrelang "erlernte Muster" greifen.


    Du hattest dich ja schon für die offenen Bereiche beworben, normalerweise geben wir dezu einen Bewerbungslink. Da du dich aber hier vorgestellt hast, schalte ich dich gleich für die offenen Bereiche frei, und verschiebe dein Thema dorthin.

    Dort beginnt der eigentliche Austausch und du kannst überall schreiben, nur bitte nicht in den ersten 4 Wochen im Vorstellungsbereich.


    lg Morgenrot

    Ich sehe es so, ich kann einen nassen Alkoholiker nicht verstehen, und wenn ich noch so viel darüber gelesen habe, es ist mir nie gelungen.

    In meiner schlimmsten COzeit, habe ich für mich den Satz geprägt: Der nasse Alkoholiker hat den Alkohol im Blut, und ich habe ihn im Kopf. Meine Gedanken kreisten oft nur um den Alkohol, und den nassen Alkoholiker interessierte das wenig bis gar nicht, er trank weiter.


    lg Morgenrot

    Hallo Pinguin,

    du steigerst dich in nichts hinein, dass denken viele Angehörige.
    Klammere dich nicht an ein paar Tage ohne Alkohol, es sind oft nur Trinkpausen, um die Angehörigen wieder "in die Spur" zu bekommen.

    Aber ich habe das Gefühl meine Kinder würden mich hassen, wenn ich mich trennen würde.

    Ich bin von meiner erwachsenen Tochter damals beim Angehörigenwochenende in der LZT gefragt worden: Mama warum hast du dich nicht getrennt. Die Frage war berechtigt, aber sie hat mich sehr traurig gemacht. Ich wollte den Kindern "nur" den Vater erhalten. Einen Vater auf den ich nicht mehr zählen konnte.


    lg Morgenrot

    ich kann deinen Mann auch verstehen, bin ja auch Angehörige.

    Wenn ich richtig mitgelesen habe, hatte er es ja schon geahnt, dass du Alkoholikerin bist, oder? Dann tritt das ein, was wir uns immer gewünscht haben, der Partner wird trocken. Das war für mich erst einmal so unfaßbar, und es mußte unbedingt so bleiben, und dann bin auch ich manchmal über das Ziel hinausgeschossen, es war einfach zuviel Vertrauen kaputt gegangen.

    Ihr solltet reden, denn mit dem trocken werden verändert sich alles, nicht nur für den Alkoholiker.


    lg Morgenrot

    Hallo Cambrina,

    auch von mir noch ein herzliches Willkommen .

    Wenn du eine Depression hast, würde ich zu deinem Psychiater gehen. Alkoholismus und Depressionen gehen sehr oft Hand in Hand. Für weitere Therapien der Depression, sowohl Medikamente als auch Psychotherapie, ist es wichtig trocken zu sein, weil sich Antidepressiva und Alkohol nicht vertragen und für eine mögliche Psychotherapie brauchst du auch einen klaren Kopf.

    Bei der Hausärztin würde ich es aber auch ansprechen. Zum einen für einen Check up und auch für die Medikamentenverordnung ist es sehr wichtig. Denn in den meisten Tropfen ist Alkohol enthalten.


    lg Morgenrot

    Hallo Marsi,

    Ich bin letztens in der Gruppe gefragt worden ob ich Angst hätte alleine zu sein. Das kann ich sehr klar mit einem deutlichen Nein beantworten. Ich war in den letzten Jahren und Monaten sehr viel alleine, habe alles alleine geregelt und organisiert

    mir ist dieser Satz ins Auge gesprungen, denn er könnte von mir sein.

    Ich glaube nicht, dass dieses alleine sein gemeint war. Ich habe ja auch alles allein erledigt, würde mich sogar als alleinerziehend definieren. Aber so richtig mit dir alleine sein, wenn es ruhig um dich ist, du nicht mit Erledigungen zugeschüttet bist, wie sieht es da aus? Du brauchst es hier nicht zu beantworten, wenn du nicht magst. Es war nur mal so ein Gedanke von mir.


    lg Morgenrot

    eure Schilderungen erinnern mich gerade an unsere Jubiläumsfeiern. Da habe ich mir immer 4 Hände gewünscht:wink: 2 zum Anstands klatschen und 2 zum faule Tomaten werfen. Da ich aber mal nur 2 habe, habe ich die ganz still gehalten.

    Dieses Gesülze mag ich nicht, für max. wenige Stunden wird dir vorgebetet wie wichtig du bist und dass der Betrieb dich so dringend braucht. Diese Worte haben keinerlei Halbwertszeit.

    Ihr seid das wichtigste und ihr arbeitet um zu leben und nicht umgekehrt. Bleib konsequent Schmidtty


    lg Morgenrot