Beiträge von Morgenrot

    Hallo Flora,

    herzlich willkommen in unserer Onlineselbsthilfegruppe.

    Deine Beiträge könnten auch von mir sein.

    Ich schäme mich fast, diesen Satz hier tatsächlich auszuschreiben, denn er klingt, als hätte ich ihm furchtbares angetan.

    Solche Sätze habe ich zig fach gehört. Diese Schuldzuweisungen. Hier habe ich erkennen können, dass ich keine Schuld an seiner Trinkerei habe /hatte. Wenn ein nasser Alkoholiker solche Aussagen macht, will er dich zum Nachdenken bringen, du sollst Fehler bei dir suchen. Damit bist du dann erst einmal beschäftigt, und er hat seine Ruhe und kann weiter trinken.

    Ich habe im beruflichen Kontext mit Co- Abhängigkeit zu tun und habe den Eindruck, diesbezüglich sehr wach zu sein. So habe ich ihn zwar unterstützt, aber nie entscheidende Schritte abgenommen.

    Ich hatte im Beruf mit nassen Alkoholikern und CO - Abhängigkeit zu tun, und habe nicht erkannt, dass ich zuhause auch damit konfrontiert war. Ich kam mir vor, wie in zwei Leben. Ich bin zu dem Schluß gekommen, dass mich mein Fachwissen in der eigenen fast eher zur Betriebsblindheit geführt hat. Oft wollte ich gar nicht hinsehen.

    Wenn du dich hier austauschen möchtest, folge dem unteren Link, und schreib noch einen kurzen Satz dazu, wir schalten dich dann frei.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/


    lg Morgenrot

    du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, und kannst dort überall schreiben. Nur bitte in den ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich, bei den Usern mit den orangeroten Namen.

    Ich verschiebe dich in den offenen Bereich zu den Angehörigen, du kannst also einfach in deinem Thema weiterschreiben


    lg Morgenrot

    Hallo DanSa,

    herzlich willkommen in unserer Onlineselbsthilfegruppe.

    Es ist gut, dass du dir Hilfe suchst, und somit etwas für dich tun willst. Deinem Mann kannst du nicht helfen, du kannst nur etwas für dich tun, damit es dir besser geht.

    Wenn du dich hier im Forum austauschen möchtest klicke bitte unten auf den Link, wir schalten dich dann für den offenen Bereich frei.

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    lg Morgenrot

    du bist jetzt für den offenen Bereich freigeschaltet, und kannst dich dich dort überall austauschen. Nur bitte in den ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich schreiben. ( Diesen erkennst du an den orange roten Usernamen. )

    ich wünsche dir einen guten Austausch und verschiebe dein Thema in den Angehörigenbereich


    lg Morgenrot

    hallo Ja,

    herzlich Willkommen in unserer Onlineselbsthilfegruppe.

    Du beschreibst das auf und ab mit einem nassen Alkoholiker sehr gut, so kenne ich das auch. Fakt ist aber auch, dass du ihm nicht helfen kannst solange er keine Krankheitseinsicht hat.

    Es ist wichtig, dass du nur Ankündigungen machst, die du auch ausführen kannst. Du machst dich sonst unglaubwürdig und er wird dich nicht mehr ernst nehmen.

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    lg Morgenrot

    hallo wie weiter,

    in deinen Beiträgen spüre ich deine innere Zerrissenheit, dieses auf und ab mit einem nassen Alkoholiker an der Seite ist wie eine Achterbahnfahrt. Sie wird dich auf Dauer zermürben.

    Als Angehörige haben wir oft den Wunsch zu helfen. Nur all diese Hilfen halten einen nassen Alkoholiker in der Sucht fest. In seinen Augen läuft ja alles, also braucht er nichts zu ändern und macht so weiter. Er sollte aber Konsequenzen seines Handelns spüren.

    Überlege dir, was du ändern kannst, und was du konsequent umsetzen kannst. Du kannst nicht alles auf einmal ändern, aber den ersten Schritt solltest du gehen. Deine Unterstützung hält ihn in der Sucht.


    lg Morgenrot

    Für ihn ist alles in Ordnung, ganz normal, ich spinne.

    auch das kenne ich sehr gut. Wieso sollte er mit dem Trinken aufhören? Für ihn läuft es doch, weil du mitspielst. Das meinte ich, mit aus dem Kreislauf ausbrechen.

    er sagt, dass er das immer getan hat und weiter tun wird. Er merkt gar nicht, dass er ungerecht mit mir wird.

    also will und wird er weitertrinken, eine klare Ansage und ein klares Indiz auf die Suchterkrankung. Dann kann er nämlich "nicht einfach so" mal aufhören. Da braucht es eine Krankheitseinsicht, die er scheinbar überhaupt nicht hat. Du wirst diese nicht erzwingen können, und du kannst ihn nicht trocken lieben.

    Du kannst nur etwas für dich tun, damit es dir besser geht.


    lg Morgenrot

    hallo Ratlos,

    Eigentlich brauche ich wen, der mich da raus holt.

    ich kann deinen Wunsch sehr, sehr gut verstehen. Ich habe mir anfangs auch diesen "Jemand" erhofft, gewünscht, herbeigesehnt. Das Problem war nur, es kam niemand. Ich hatte hier große Unterstützung. Ich wurde an die Hand genommen, aber gehen mußte ich. Es waren meine Schritte die ich ging, und die mir kein anderer abnehmen konnte.

    Den, den du brauchst, dass bist du selbst. Nur du kannst für dich ermessen, was du gerade in diesem Moment bereit bist zu tun. Es ist deine Verantwortung, die dir niemand abnehmen kann. Wir können dir auf diesem Wege unsere Erfahrungen mitgeben und du kannst dich entscheiden, welche dir hilfreich sind, und welche du dir ( noch ) nicht vorstellen kannst. Es kommt niemand, der dich befreit.

    Natürlich fühlst du dich momentan nicht stark genug, an der Seite eines nassen Alkoholikers kannst du dies auch nicht wahrnehmen, denn wir als Angehörige fühlen uns oft niedergemacht und nicht ernst genommen. Diesen Kreislauf kann aber nur einer durchbrechen und dass bist DU.


    lg Morgenrot

    Hallo,

    Unsere Beziehung ist ein ständiges Auf und Ab…

    das kann ich dir sehr gut nachempfinden. Dieses auf und ab unterstützen wir aber als Angehörige immer wieder, durch unsere Hoffnung auf Besserung. Ich empfinde es im Rückblick auch als ein " bei der Stange halten". Ich war im Laufe der Zeit mit immer weniger zufrieden. Ein Tag ohne Alkohol und ich war überzeugt, jetzt wird er trocken.

    Bevor ein Alkoholiker keine Krankheitseinsicht hat, wird sich nichts verändern.

    Es geht aber, wie Anna schreibt, um dich. Womit könnte es dir besser gehen? Verkorkst bist du sicherlich nicht, denn erst einmal ist ja Hoffnung haben etwas schönes. Hast du eine Idee, was du für dich tun könntest? Keine Angehörigen schaffen es, einen nassen Alkoholiker vom Trinken abzuhalten. Ich habe gedacht, ich muß nur weiterhin auf ihn eingehen . Dieses Eingehen wurde ein verbiegen, und ein Tanz auf rohen Eiern. Leben in Angst etwas falsch zu machen.


    lg Morgenrot

    Hallo Schwesti,

    Wann hätte ich ihn noch überreden können, wo hätte ich sturer auf Änderung beharren müssen?

    zu keiner Zeit hättest du ihn überreden, oder auf irgendwelchen Änderungen beharren können. Er hätte es abgetan und vielleicht noch versucht, dir eine Mitschuld einzureden. Kein Angehöriger hat zu irgendeinem Zeitpunkt Einfluß auf die Sucht eines Angehörigen.


    lg Morgenrot

    hallo wie weiter,

    du kannst Kontakt zu einem Hospiz aufnehmen, oder durch die Ärzte aufnehmen lassen.

    Es gibt ja Palliativärzte, mit denen du auch Kontakt aufnehmen könntest. Diese Palliativteams betreuen auch dich als Angehörige. So jedenfalls meine Erfahrungen.


    lg Morgenrot

    dass der Unterschied zwischen Quartalstrinker und Spiegeltrinker nicht ganz klar ist.

    der muß auch nicht klar sein, denn Alkoholiker ist erst einmal Alkoholiker und der Weg aus der Sucht ist der gleiche.

    Gutgläubigkeit in Verbindung mit einem nassen Alkoholiker kann ganz schön ins Auge gehen, weil wir Angehörige nur zu gern den Versprechen und Beteuerungen glauben und dabei nicht wahrnehmen, wie wir uns selbst mehr und mehr verstricken.

    lg Morgenrot

    hallo Schwesti,

    zuerst möchte ich dir mein aufrichtiges Beileid zum Tode deines Bruders ausdrücken. Es ist immer wieder erschütternd zu lesen, was Alkohol alles anrichtet.

    Deine Beiträge habe ich zusammengefügt, damit es übersichtlich bleibt. Du kannst hier einfach weiterschreiben.

    Du hättest nicht mehr für deinen Bruder tun können, und es nicht deine Schuld dass er getrunken hat. Wir als Angehörige empfinden das oft so, aber das ist absolut nicht so- Ich bin mir sicher, dass du alles getan hast.

    Wenn du dich hier austauschen möchtest, klicke unten auf den Link, dann schalten wir sich für die offenen Bereiche frei.

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    lg Morgenrot

    Hallo Silberstreifen,

    Ich fühle mich schlecht, da ich ihm anscheinend nicht die Nähe geben konnte die er brauchte/wollte.

    du hast bestimmt alles getan, was es zu tun gab. Er möchte dass du dich schlecht fühlst und die Aussage, dass er jetzt so glücklich ist, soll dir nur Schuldgefühle machen.

    Ich selbst kenne es aus vielen Situationen, ich kam mir manchmal vor, als hätte ich nie etwas richtig gemacht. Das ist kein gutes Gefühl. Klar sind nach einer Schwangerschaft die Hormone durcheinander, das ist normal, aber es quasi als "Abrechnung" zu benutzen ist völlig daneben.

    lg Morgenrot