Beiträge von Morgenrot

    Jetzt steht er halt echt auf der Straße.

    dann ist es so, und vielleicht bringt es ihn seinem Tiefpunkt näher, den jeder nasse Aloholiker braucht, um etwas ändern zu können.

    "Einmischen" tut sich jeder Angehörige der glaubt helfen zu können.

    Wir wollen helfen, aber im Grunde genommen versuchen wir einen anderen Menschen zu ändern, was ja nicht in unserer Macht liegt.

    Er und auch wir als Angehörige können uns nur selbst ändern.

    lg Morgenrot

    Hallo Catalina,

    erst einmal ein herzliches Willkommen an dich.

    NEIN. Rundherum versuchen alle, zu helfen, aber DU hältst Dich nicht an die Spielregeln, also trag die Konsequenzen!

    genau das sollte deine Linie sein, du hast alles versucht. Jetzt versucht er wieder zu manipulieren und dir die Schuld zu geben.

    Schau auf dich und sorge dafür, das es dir wieder besser geht.

    Es ist irgendwann an der Zeit, da muß auch er die Konsequenzen seines Handelns spüren, das wird er aber nicht, wenn ihr alle helfen wollt.

    Das ist dann für ihn wie eine "Hängematte".

    Er kann machen was er will, es kommt ja immer jemand der aktiv hilft. Dabei kann er sich nur selbst helfen.

    lg Morgenrot

    Hallo Fabienne,

    es passt halt wohl einfach nicht. Das hat mich so zurück geworden und nun fühlt es sich an als hätte er Schluss gemacht…

    ich wünsche dir die Kraft, das du sein Verhalten als das sehen kannst was es ist. In meinen Augen, das typische nasse Alkoholikerspielchen.

    Er hat gemerkt das es du diesmal ernst machst, und versucht dir jetzt einfach ein noch schlechteres Gewissen zu machen.

    Würdest du einen Rückzieher machen, bin ich mir sicher, dass er in weniger als einer Stunde wieder bei seinen Eltern sitzen würde.

    Ich weiß, mit wie wenig wir Angehörige zufrieden gestellt werden können.

    Zieh in deine Wohnung, du weißt doch für dich, das du die Weichen dafür gestellt hast.

    lg Morgenrot

    ich wollte dir wenigstens ein Bild von der Stille Nacht Kapelle in Oberndorf hier lassen, leider ist die Datei zu groß. :(

    Gutes Gelingen und guten Appetit beim Maronensüppchen.

    lg Morgenrot

    hallo Hoffnung,


    ich kann dich sehr gut verstehen, mir geht es fast ähnlich.

    Es gleicht fast dem Zustand von letztem Jahr vor Weihnachten. Mein Sohn lebt im Bundesland Salzburg. Letztes Jahr wohnte er noch in Salzburg, und es war lange nicht klar, ob er kommen könnte, weil Bayern da bei der Ausreise aus Österreich kontrolliert hat.

    Er konnte dann doch kommen, weil er deutscher Staatsbürger ist, und ( s ) einen Wohnsitz hier bei uns hat.

    Ich habe damals viel von den bei euch gängigen Umfahrungen gehört, wo nicht oft kontrolliert wurde, außerdem gab es ja letztes Jahr für ihn auch noch den Schein, das er systemrelevant ist.

    Ich kann verstehen, das es dich traurig macht, und auch hätte nicht gedacht, das es dieses Jahr wieder diese Ungewißheit gibt. Ich war im Oktober unten bei ihm, und kann sagen das dort wirklich sehr viel für die Sicherheit getan wurde.

    Ich bin schon mehrmals im Nebel an der Salzach entlang gelaufen, wenn ich man es freiwillig tut, kann es sehr schön sein. Gerade in Salzburg fand ich es sehr schön.

    Ich denk an dich und wünsche uns allen, das sich die Situation bald entspannt, auch wenn es momentan nicht sehr wahrscheinlich

    lg Morgenrot

    Hallo Hanseat,

    oder wenn vielleicht noch nie mal ernsthaft eine Entgiftung probiert wurde, dann gibt es, glaube ich, eine ganze Menge, die man als Angehöriger erstmal versuchen kann.

    ich kann nur von mir schreiben.

    Als ich mich hier angemeldet habe, hatte ich das alles schon hinter mir.

    Unzählige Versuche ihn zum trocken werden zu motivieren, immer wieder zerstörte Hoffnungen, Auseinandersetzungen usw. usw.

    Bis ich mir Hilfe holen konnte sind fast 3 Jahrzehnte vergangen. Ich war am Ende, hatte alles versucht und alles hat nichts gebracht. Er trank immer weiter.

    Als mir hier dann Dante schrieb, das ich nichts machen kann, keine Schuld habe und das trocken werden erstmal vorrangig von ihm kommen muß, habe ich mich wie befreit gefühlt. .

    Den Termin den ich für ihn in der Suchtberatung ausgemacht hatte, habe ich wahrgenommen, weil er es ja nicht brauchte.

    lg Morgenrot

    Hallo Harley,

    Aber rechtfertigt dass was ich drei Jahre lang mitgemacht hat? Kann mir jemand eine andere Sichtweise dazu geben, damit ich nicht in dieses "Schuld Muster" verfalle.

    deine Gedanken kann ich sehr gut nachvollziehen, mir ging es ähnlich. Immer diese Dankbarkeits - und Schuldgefühle. :thumbdown:

    Das ist genau das Muster, was uns jahrelang gehalten hat. Bei mir war es ein Punkt der mich blockiert hat, ich konnte mich nicht trennen.

    Du bist keine Schuld mach dir das klar, das geht vielleicht am Anfang nur über den Verstand. Du hast jedes Recht zu gehen.

    lg Morgenrot

    Hallo Hanseat,

    Suchtverlagerung in Richtung Selbsthilfegruppe, ist das eigentlich gut oder schlecht?

    es gibt einen Spruch zu Selbsthilfegruppen, und da ist wie ich finde einiges dran.

    Wenn es dir schlecht geht, gehe in deine Selbsthilfegruppe, wenn es dir gut geht dann renne hin.

    Also keine Angst wegen Suchtverlagerung im Forum. :)

    lg Morgenrot

    Hallo Fabienne,

    gut gemacht, super. :thumbup:

    Deine Beobachtung, er sei vermutlich schizophren, beschreibt die Sucht ziemlich gut. Mal so, mal so... und das in ganz kurzen Wechseln. So war ich leider auch...

    Ich kann mich Peter nur anschließen, so habe ich es auch über weite Strecken empfunden, nur ich habe dann immer wieder an mir gezweifelt. :(


    lg Morgenrot

    Hallo Tami,

    ich würde dich auch ermutigen wollen, alleine dort hin zu gehen.

    Ich kann mich sehr gut erinnern, was es bei mir für ein befreiendes Gefühl war, als ich das erste Mal alleine auf einer Feier war, da brauchte ich mich nicht mehr schämen, mußte nicht "aufpassen" usw.

    Gönne dir entspannte Stunden im Kreise deiner Freunde, ich könnte mir ohnehin denken, das sie schon Bescheid wissen und nur nichts sagen. So war es bei mir, als ich anfing darüber zu reden, habe ich fest gestellt, wie viele es wußten und aus Rücksicht auf mich geschwiegen hatten.

    lg Morgenrot

    Hallo Peter,

    Es ist gut, das du es hier lassen kannst.

    "Nein!" denn es darf mich nicht beherrschen.

    Das mag zwar richtig sein, aber schau auch mal auf die wenige Zeit, die erst vergangen ist. Es ist ja kein Ereignis was weg ist, du bist ja jeden Tag neu konfrontiert, und es ist tief drinnen in deinem Denken. Da ist es sehr schwer, für kurze Zeit den Ausgang aus dem Gedankenkreislauf zu finden.

    Von länger mag ich gar nicht reden.

    Wie sieht es denn vor Ort für euch aus, wird euch auch professionelle Hilfe zur Verarbeitung angeboten?


    lg Morgenrot

    Hallo Nicole,

    herzlich willkommen in unserem Forum.

    hat man immer einen Grund bzw gibt es immer einen Grund warum man trinkt und immer weiter und immer wieder trinkt das man in die Situation der Abhängigkeit kommt ?

    Ein nasser Alkoholiker findet immer einen Grund zu trinken, das ist sicher. Wenn dein Mann jetzt schon sagt die Reha hat nichts gebracht, wird es nicht sehr lange dauern, bis er wieder trinkt.

    Wenn er mit Alkohol kocht, ist er in meinen Augen auch nicht trocken.

    Fakt ist, wenn ein Alkoholiker aus seiner Langzeittherapie kommt, ist er nicht mehr Mensch, der er vorher war.

    Ich hatte plötzlich jemand neben mir, der sich für Dinge zu interessieren begann, die ihm vorher egal waren.

    Es fordert beide, den Alkoholiker und den Partner, denn vieles muß erst einmal neu aufgebaut werden.

    Wie es ich bei dir liest, kann ich mich Dante leider nur anschließen.

    Denk an dich und sorg dafür, dass es dir besser geht.

    lg Morgenrot

    Hallo Fee,

    ich kann nur anschließen. Egal ob mit und ohne Therapie, trocken oder nass, du bekommst nie mehr den Mann zurück den du mal geliebt hast.

    Nach der Therapie geht die Arbeit richtig los. Dann ist Beziehungsarbeit angesagt.

    Vertrauen muß wieder neu aufgebaut werden, sollte er sich benehmen wie in Saufzeiten springen vielleicht deine alten Mechanismen an, und du läufst Gefahr, die CO eines trockenen zu werden und tust wieder alles, damit er nicht trinkt.

    Ich würde ihm erst einmal gar nichts in Aussicht stellen.

    Als mein xy aus der Entgiftung kam, bin ich eine Woche später in Urlaub gefahren. Hatte zwar ein schlechtes Gewissen, aber das konnte die Sozialarbeiterin der Klinik damals ausräumen.

    Ihm wurde dann noch eine Tagesklinik an 3 Tagen / Woche angeboten, aber er hatte die Verantwortung für seine Trockenheit.

    lg Morgenrot