Hallo Blume,
herzlich willkommen bei uns.
Dein Mann ist nicht trocken, er macht Trinkpausen. An seiner Seite wirst du eine alleinerziehende Mutter sein, da spreche ich leider aus Erfahrung.
Ich trage meine Sorgen und Qualen seit sieben Jahren so ziemlich alleine mit mir rum, denn um meinen Mann zu schützen, erzähle ich niemandem in meinem Freundeskreis von unseren Problemen.
Damit schützt du deinen Mann nicht, sondern förderst unbewußt seine Sucht.
Ich wollte auch immer "heile Welt" und habe niemanden etwas erzählt. Das ging über Jahrzehnte so.
Als ich dann nicht mehr konnte und darüber gesprochen habe, war ich sehr überrascht was passierte. Ich hatte mich von vielem zurückgezogen, wollte mich nicht für ihn schämen.
Jedem dem ich davon erzählt habe, wußte es. Es war keinem verborgen geblieben, aber keiner hatte mich angesprochen, weil mich niemand verletzen wollte.
Es war für mich eine Erleichterung, ihn nicht mehr decken zu müssen.
Du mußt deinen Mann nicht schützen, sonst kann sich nichts ändern. Er ist ein erwachsener Mensch und hat Verantwortung zu tragen.
Es ist gut, das du für dich eine Therapie machst, nur wenn es auch um deinen Mann gehen soll, sollte die Therapeutin Erfahrung mit Suchtkranken haben,
oder du wendest dich an die Suchtberatung, die haben auch Angehörigenberatung.
Du hast keine Schuld, das dein Mann trinkt, lass dir das nur nicht einreden. Er trinkt weil er süchtig ist, und wird immer Gründe finden.
Ich habe mich damals so verbogen, weil ich und mein Verhalten oft der Grund sein sollten, ich wußte gar nicht mehr, was gut für mich ist.
Pass gut auf dich auf und tu das, was dir gut tut.
lg Morgenrot