Beiträge von Morgenrot

    Man einfach nicht genug wert war.

    natürlich seid ihr es wert. Ihr sollet es euch selbst wert sein.

    Es ist schwer und ein helfender Beruf setzt noch eins drauf. Da sind wir ja quasi verpflichtet.

    Das alles zählt nicht bei einem nassen Alkoholiker, für den zählt der Stoff und das er seine Ruhe zum trinken hat.

    Ich habe fast 2 Jahrzehnte Nachtdienst gemacht und immer wieder gehofft und an seine Verantwortung den Kindern gegenüber appelliert.

    Hat alles nichts genützt.

    Es kann noch soviel Wissen vorhanden, all das greift bei einem nassen Alkoholiker ins Leere.

    lg Morgenrot

    Hallo Manu,

    herzlich willkommen bei uns in unserer Online Selbsthilfegruppe

    Ich bin auch noch Krankenschwester.

    willkommen Kollegin.

    Ja wir haben meist den Stempel auf der Stirn, den Spruch mit der Ambulanz kannte ich noch nicht, aber der ist gut. ;)

    Aus meiner Erfahrung kann ich dir nur schreiben, das ein nasser Alkoholiker in den aller seltensten Fällen seine Trinkmenge ehrlich angibt.

    Es ist egal, was für ein Typ Trinker er ist.

    Du hast damit Probleme, das alleine zählt.

    Du kannst ihm nicht helfen, und sein Rückzug in eine eigene Wohnungf spricht Bände. Er will in Ruhe saufen.

    Schau auf dich, und tu etwas was dir gut. Vor allem achte und pflege deine Grenzen.

    lg Morgenrot

    Hallo Kia,

    Ich kann doch meinen Mann in der jetzigen Situation nicht einfach alleine sterben lassen, wir hatten auch gute Zeiten es war ja nicht immer nur alles schlecht.

    der Satz könnte von mir sein.

    Ich habe es nicht geschafft mich zu trennen, dann war mein XY irgendwann immer heiser. Manchmal verstand ich ihn kaum.

    Da ich aus dem med. Bereich komme, stand "meine" Diagnose sofort fest.

    In Verbindung mit Alkohol und rauchen konnte es nichts gutes bedeuten. Ich lag nächtelang wach, denn ich sah ihn schon als Pflegefall zuhause liegen.

    In dieser Situation habe ich mir die schlimmsten Vorwürfe gemacht, weil ich nicht gehen konnte.

    Ein operativer Eingriff und etliche Nachuntersuchungen später war klar, das nichts bösartiges entstanden war.

    Ab da konnte ich aber langsam abschließen, und begann mir vorzustellen, was ich gewinnen könnte, wenn ich gehe.

    Kannst du dich mit dem Gedanken an ein Hospiz anfreunden? Du brauchst das nicht alleine zu schultern, und wenn du noch nicht gehen kannst, such dir Hilfe, damit es dir besser geht.

    lg Morgenrot

    ich kann dir nur empfehlen, lies es ohne Hintergedanken der Hilfe.

    Ich arbeite seit 40 Jahren auch in diesem Bereich, und es hat mich vor nichts geschützt.

    Allein der Gedanke ich kenne mich aus , hielt mich in falscher Sicherheit und später wurde die Verzweiflung nicht helfen zu können immer größer.

    Ich wußte ja alles, aus den Büchern usw. Das mußte ich ja nur richtig umsetzen.

    Pass auf dich auf.

    hallo,

    ich würde die neueste nehmen.

    Bitte frag dich mal, wofür du die Suchtfibel haben möchtest?

    Für dich zur Info, oder suchst du noch weitere Ansatzpunkte um besser helfen zu können?

    Es wäre verständlich, bringt dich aber leider keinen mm weiter. Fang an, dich und dein Kind in den Mittelpunkt zu stellen.

    Mir hat mal eine Beraterin in der Suchtberatung gesagt, es sei der Größenwahnsinn der COs, wenn sie glauben helfen zu können.

    Ich war natürlich stocksauer, aber rückblickend muß ich sagen, sie hatte recht.

    Es fällt so schwer zu akzeptieren, das man nicht helfen kann.

    lg Morgenrot

    Hallo Lori,

    mein aufrichtiges Mitgefühl zum Tode deines Mannes.

    Es wäre für dich sicher wichtig eine Anlaufstelle zu haben, gerade bei Suiciden kommt auf die Angehörigen sehr viel zu.

    Vielleicht wäre diese Adresse etwas für dich:

    https://www.agus-selbsthilfe.de/

    Ich habe diese Gruppe bei einem Kongress zum Thema kennengelernt.

    lg Morgenrot

    Vielleicht hört es sich nach ausrede an, aber ich habe das in diesem Fall heute wirklich nur gemacht, also ihm was besorgt, um mich bestmöglich zu schützen.

    weil meine Eltern auch Alkoholiker sind.

    ich finde die beiden Zitate erklären sehr viel.

    Du warst sicher als Kind schon in diesem Schutzmodus und führst den jetzt weiter.

    Das ist keine Ausrede, du hast es ja nie anders kennen gelernt. Es ist kein Geheimnis, das Kinder aus suchtkranken Familien sehr viel öfter auch an süchtige Partner "geraten".

    Es ist sicher ziemlich viel, was hier gerade auf dich ein prasselt, sortier das erst einmal für dich.

    Triff keine übereilten Entscheidungen, die du vielleicht später rückgängig machst, denn dann nimmt er dich nicht mehr ernst.


    lg Morgenrot

    das er sich selbst in der Klinik melden muß, ist normal.

    Damit wird schon mal eine gewisse Ernsthaftigkeit sichtbar, wenn er sich nicht meldet und anruft, war es mal wieder um die Angehörigen ruhig zu halten.

    Das hat auch geklappt, du bist losgegangen und hast ihm Stoff besorgt

    Er testet deine Grenzen aus und schaut wie weit er gehen kann, ich kann mich Dante nur anschließen.

    Ich weiß aber auch wie weh es tut zu zuschauen.

    Hallo Blume,

    herzlich willkommen bei uns.

    Dein Mann ist nicht trocken, er macht Trinkpausen. An seiner Seite wirst du eine alleinerziehende Mutter sein, da spreche ich leider aus Erfahrung.

    Ich trage meine Sorgen und Qualen seit sieben Jahren so ziemlich alleine mit mir rum, denn um meinen Mann zu schützen, erzähle ich niemandem in meinem Freundeskreis von unseren Problemen.

    Damit schützt du deinen Mann nicht, sondern förderst unbewußt seine Sucht.

    Ich wollte auch immer "heile Welt" und habe niemanden etwas erzählt. Das ging über Jahrzehnte so.

    Als ich dann nicht mehr konnte und darüber gesprochen habe, war ich sehr überrascht was passierte. Ich hatte mich von vielem zurückgezogen, wollte mich nicht für ihn schämen.

    Jedem dem ich davon erzählt habe, wußte es. Es war keinem verborgen geblieben, aber keiner hatte mich angesprochen, weil mich niemand verletzen wollte.

    Es war für mich eine Erleichterung, ihn nicht mehr decken zu müssen.

    Du mußt deinen Mann nicht schützen, sonst kann sich nichts ändern. Er ist ein erwachsener Mensch und hat Verantwortung zu tragen.

    Es ist gut, das du für dich eine Therapie machst, nur wenn es auch um deinen Mann gehen soll, sollte die Therapeutin Erfahrung mit Suchtkranken haben,

    oder du wendest dich an die Suchtberatung, die haben auch Angehörigenberatung.

    Du hast keine Schuld, das dein Mann trinkt, lass dir das nur nicht einreden. Er trinkt weil er süchtig ist, und wird immer Gründe finden.

    Ich habe mich damals so verbogen, weil ich und mein Verhalten oft der Grund sein sollten, ich wußte gar nicht mehr, was gut für mich ist.

    Pass gut auf dich auf und tu das, was dir gut tut.

    lg Morgenrot

    Hallo Sie,

    ich will versuchen, dir deine Fragen zu beantworten.

    Zitat

    mein Mann meint, in soucen usw mache der Alkohol nix aus( er behauptet auf Therapie nach gefragt zu haben, u das wäre die Antwort.)


    das stimmt nicht, ich kenne trockene Alkoholiker die nach über 40 Jahren Trockenheit noch sehr genau nachfragen.
    Was dir dein Mann erzählt muß ja nicht unbedingt die Wahrheit sein.

    Zitat

    Erzählt er mir da Schwachsinn?!


    Ja, selbst wenn er trocken wird bleibt er Alkoholiker und ist es sein Leben lang.
    In den 3 Wochen macht er eine Entgiftung, die eigentlichen Therapien beginnen danach, wenn er will.

    Zitat

    4. Kann man's lernen ihm wieder zu vertrauen?


    es dauert lange und du solltest dir dazu auch die Zeit geben, wenn du es willst
    Ich persönlich hätte bei diesen Aussagen allerdings keinerlei Vertrauen. Mir scheint das der Wunsch nach Trockenheit nicht ausgeprägt ist, und er jetzt mit ärztlicher "Genehmigung" weitersaufen will.
    Habe hier noch etwas für dich gefunden, wo trockene Alkoholiker auf die Fragen von Angehörigen eingehen:
    https://alkoholiker-forum.de/viewtopic.php?f=13&t=35779

    Möchtest du dich hier regelmäßig austauschen?


    lg Morgenrot

    Hallo Sie,

    herzlich willkommen bei uns im Forum, in unserer Onlineselbsthilfegruppe.

    Zitat

    Und nun geht's nur darum wie krank er ist und ich Rücksicht nehmen muss, ich ihm vertrauen muss und ich stark sei muss.


    Nein, es geht um dich und die Kinder.
    Seine Trockenheit ist sein Ding, da hast du keinen Einfluß drauf, genauso wenig wie auf den Alkoholkonsum.
    Er ist im Krankenhaus, da bekommt er Hilfe und auch die Gelegenheit von dort eine Langzeittherapie anzuleiern.
    Du solltest etwas für dich tun, und dir Zeit lassen mit deiner Entscheidung.
    Denn mit einer eventuellen Trockenheit ist nicht gleich alles gut, du wirst das Vertrauen nicht sofort wieder aufbauen können.
    Ich finde es wichtig, das auch du und deine Kinder gefestigt werden, denn die Angehörigen leiden ja immer mit.
    Treffe keine übereilten Entscheidungen, und lass dich nicht unter Druck setzen.
    Die meisten Ratschläge, die ich bekommen habe, waren echte Schläge, und führten mit dazu, das ich mich immer weiter verbogen habe.


    lg Morgenrot

    Hallo traumgeplatzt,

    herzlich willkommen bei uns im Forum, in unserer Onlineselbsthilfegruppe.

    Dein Nick beschreibt alles, mit einem nassen nassen Alkoholiker an der Seite zerplatzen viele Vorstellungen, und der Weg geht bergab. Leider gehen die Angehörigen diesen Weg mit, in der Hoffnung etwas ändern zu können, und durch Absprachen etwas zu erreichen.
    Das alles funktioniert nicht mit nassen Alkoholikern.
    Ich würde nicht davon ausgehen, das er jetzt wirklich in der Woche nichts mehr trinkt.
    Du hast keine Schuld an seinem Konsum, was kannst du tun, damit es dir und deinem Kind gut geht?
    Hast du eine Idee?

    lg Morgenrot

    lieber Dante,

    Zitat

    (Nur das Lämmchen macht da eine Ausnahme ;) )


    das freut mich aber jetzt, ich bin froh das es dich / euch gibt. Wir haben ja schon einiges zusammen erlebt, und ich hoffe, das dies auch alles bald wieder möglich sein wird. :)

    lg Morgenrot

    hallo Nifi,

    Zitat

    Eine Woche will er insgesamt Alkohol „fasten“.


    Ich finde, du hast es genau richtig erkannt, danach wird es genauso weitergehen. In meinen Augen und aus meiner Erfahrung war die eine Woche dazu gedacht, dich erst einmal für kurze Zeit "ruhigzustellen" und dir zu suggerieren, schau mal, ich brauch doch den Alk gar nicht, bin doch kein Alkoholiker.
    Bleib bei deiner Einschätzung, damit liegst du richtig.


    lg Morgenrot

    Hallo Kummerbub,

    herzlich willkommen bei uns im Forum.

    Zitat

    Wird sie ausflippen und mich als Verschwörungstheoretiker beschimpfen


    das wird sie sicherlich, jedesmal wenn ich das Thema Alkohol angesprochen habe, wurde es laut, da wäre Verschwörungstheoretiker noch harmlos gewesen.
    Du kannst aber sicher sein, das es ihr nur darum geht vom Thema abzulenken. Sie weiß bestimmt, wo deine heiklen Punkte liegen, wo sie dich treffen kann, und die wird sie nutzen. Damit bringt sie dich in eine Verteidigungsposition und alles kehrt sich um. Dann ist das Thema Alkohol wieder mal vom Tisch.
    So habe ich es x- mal erlebt.
    Gespräche mit alkoholisierten Menschen bringen nichts, aber wann ist ein nasser Alkoholiker nüchtern? Diese Frage hat mir damals ein langjährig trockener Alkoholiker gestellt, als ich fragte, wann soll ich am besten mit meinem xy reden.
    Mach klare Ansagen, wo du genau weißt, das du auch die Konsequenz besitzt sie durchzuhalten. Eine Grundsatzdiskusssion über Alkohol ist in den wenigsten Fällen sinnvoll.
    Empathie zeigen, wird sofort ausgenutzt, das kann ich dir leider auch aus Erfahrung sagen. Ich wurde dann wieder und wieder in die Rolle gedrängt, wo ich gerade raus wollte.
    Mach dir einen Plan, was du ansprechen willst, und wenn es von ihrer Seite eskaliert, geh aus der Situation raus und schütz dich. Lass dich auf keine Diskussionen ein.

    lg Morgenrot

    Hallo Marian,

    ich denke es ist egal ob du hier als CO, oder als trockener Alkoholiker schreibst.
    Es geht darum, das jeder für sich selbst verantwortlich ist. Das heißt aber noch lange nicht, das ich nicht mitfühlend handele.
    Während der Jahre die ich hier schreibe, ist mir der Unterschied zwischen Mitgefühl und Mitleid sehr deutlich geworden.
    Ich möchte z. Bsp. nie wieder mit einem nassen Alkoholiker mitleiden müssen, wie ich es über Jahrzehnte getan habe.


    lg Morgenrot

    Hallo Harley,

    Zitat

    Wie schafft ihr das so konsequent zu bleiben..


    Es muß geübt werden, denn es ist oft mit das einzige was auch ein nasser Alkoholiker spürt. Bist du nicht konsequent nimmt er dich nicht ernst. Nasse Alkoholiker spüren ganz genau deine "Schwachstellen" nutzen sie aus und das tut als CO verdammt weh.
    In dem Moment wo ihm das gelingt, hat er nämlich vom eigentlich Thema abgelenkt, und es steht wieder ein ganz anderes Thema zur Diskussion.
    Das passiert deshalb, weil du gefühlt in eine Art "Verteidigungsposition" kommst und dich verteidigst.
    Wenn du also diese Ansage gemacht hast, solltest du unbedingt versuchen deine Grenzen einzuhalten, auch wenn er erstmal toben wird.
    Meine Grenzen hatten lange einen "Gummizaun", schlecht für mich, denn einen Gummizaun kann man dehnen. Ich hab dann oft gedacht, ist ja nur ein wenig. So bleiben Grenzen unbeachtet, und der nasse Alkoholiker latscht dir ohne Rücksicht über deine zarten Pflänzchen.
    Ich habe es erst im nachhinein so sehen können, wenn du mittendrin steckst ist es oft schwierig.


    lg Morgenrot