Beiträge von Morgenrot

    hallo Betty,

    herzlich Willkommen bei uns im Forum.

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    Ich bin als Großmutter jetzt auch betroffen,weil ich meine Enkelkinder schützen will.


    Alkohol zieht weite Kreise und wenn du mittendrin steckst in der Sorge um Tochter und Enkel bist du auch betroffen.
    Du kannst deinen Schwiegersohn nicht vom trinken abhalten, so wie du es beschreibst, hat er ja auch keine Krankheitseinsicht

    Zitat

    Mein Schwiegersohn bezeichnete mich als frech und ist mir dermaßen aggressiv über den Mund gefahren.


    Das kenne ich nur zu gut, einem nassen Alkoholiker die Wahrheit sagen, das ist nichts angenehmes, denn natürlich hat nur er die richtige Sicht auf die Dinge und alle anderen "spinnen" sich was zurecht.
    Ich könnte mir vorstellen, aus eigener Erfahrunng, das die Absprachen zwischen ihm und deiner Tochter ein Versuch sind, seinen Konsum einzudämmen, ihn bei seiner Verantwortung zu packen.
    Wie oft habe ich so gehandelt, natürlich ohne Erfolg. Absprachen mit nassen Alkoholiker haben keinen Wert.
    Ich finde es gut, das du deine Tochter unterstützen willst. Das allerdings geht auch nur dann, wenn sie es zulassen kann, und sie aus dem Hamsterrad des verleugnens, vertuschens und auf "heile Welt machen" aussteigen kann.
    Mein Vater hat mich lange bevor ich "ausgestiegen" bin immer wieder mal damit konfrontiert und wollte mir Hilfestellung geben, aber ich war noch nicht bereit dazu. Als ich dazu bereit war, lebte er leider schon nicht mehr..
    Lass deine Tochter spüren, dass du für sie da bist und zu ihr stehst, wenn sie dich braucht.
    Sei ehrlich zu ihr, auch wenn dich dein Schwiegersohn dann als frech bezeichnet.
    So blöd es auch klingen mag, das lautstarke widersprechen eines nassen Alkoholikers zeigt dir, das du auf dem richtigen Weg bist, den Punkt getroffen hast.
    Das sind meine gemachten Erfahrungen und ich wünsche dir hier einen guten Austausch.

    lg Morgenrot

    Hallo Marlene,

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    Ich frage mich immer wieder,ob uns meine Mama liebt.


    ich kann nur von mir berichten. Ich habe meine Kinder immer geliebt, liebe sie heute noch, aber ich weiß heute auch, das ich Fehler gemacht habe, gerade auch was den Alkoholkonsum ihres Vaters angeht.
    Ich habe vertuscht und schön geredet in der Hoffnung, sie bekommen nichts mit.
    Kinder bekommen sehr früh, vieles mit, und ich hätte es ihnen erklären sollen. Ich wollte ihnen aber "die heile Welt", die ja schon lange keine mehr war erhalten.
    Ich habe bei meinen Kindern unbewußt das gemacht, was ich absolut vermeiden wollte. Ich habe ihnen ihre Wahrnehmungen "zerredet".
    Wenn dein Sohn also Fragen stellt, antworte ihm so, wie er es in seinem Alter versteht.

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    Meine Kinder helfen mir sehr.


    Ich kann dich verstehen, denn ich habe es immer genauso empfunden.
    Alles dafür getan das es ihnen gut geht. Sie haben mich quasi "abgelenkt" von der Sauferei ihres Vaters.
    Aber auch das spüren die Kinder, und es ist eine große Last für sie. Da besteht die Gefahr, das sie sich irgendwann für dein Wohlergehen verantwortlich fühlen. Dann beginnt das Hamsterrad für die nächste Generation zu laufen.
    Du kannst dir nur selbst helfen, ich würde das aus meiner Erfahrunge heraus, heute auch mit meinen Kindern auch kommunizieren.
    Kinder brauchen Mütter, denen es gut geht, und die auch an sich denken können.

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    sie meint immer,wenn Papa stirbt dann könnte Mama nochmal neu anfangen


    für diesen Gedanken brauchst du dich nicht schämen, ich glaube auch nicht, das ihr da nachhelft, er drückt aber die große Verzweiflung aus, in der du dich befindest.


    lg Morgenrot

    Hallo Medialuna,

    herzlich Willkommen bei uns im Forum.

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    meint aber gleichzeitig, dass auch ich meinen Teil dazu beitrage. Zudem sieht er es weniger schwarz wie ich,


    das sind typische Sprüche von nassen Alkoholikern. Grethe hat es ja schon geschrieben, du hast keine Schuld, für sein Trinken ist er alleine verantwortlich.
    Du hast hier soviel von ihm geschrieben, aber wie gehts dir? Das nimmt nur einen kleinen Raum ein.

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    Der hat den Alkohol im Blut, aber wir haben ihn im Kopf.


    das finde ich einen sehr guten Satz, der alles ausdrückt.
    Dein und früher auch mein denken wurden vom Alkohol bestimmt, das hat mein Leben ganz schön eingeengt.
    ich teile auch nicht die Meinung der Suchtberaterin. Zurückgezogen hatte ich mich damals lange genug, bei mir konnte sich erst etwas ändern, als ich offen sagen konnte, wie sehr ich unter der Trinkerei leide.
    Es geht ja nicht darum, deinen Mann bloß zustellen, es geht um dich, und wie sehr du leidest, das kannst du sagen.
    Ich habe damals gemerkt, das es viele schon wußten, für die war das nichts neues.

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    Vieles was im Kopf klar ist, kann ich mit dem Herzen einfach (noch) nicht in Einklang bringen.


    du stehst noch ganz am Anfang, gib dir zeit und hab Geduld mit dir, das mußte ich richtig üben und habe heute immer noch das Gefühl, das der Kopf mehr weiß, als das Herz akzeptieren möchte.


    lg Morgenrot

    Hallo Marlene,

    herzlich willkommen bei uns im Forum.

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    .Ohne Selbstbewusstsein, ständig zermatere ich mir den Kopf was ICH falsch gemacht habe,


    du hast nichts falsch gemacht, du warst Kind, und trägst überhaupt keine Schuld.
    Du kannst weder deine Mama noch deinen Vater retten.
    Dein Vater bräuchte eine Krankheitseinsicht, deine Mutter die Einsicht COabhängig zu sein, und du die Einsicht, das du etwas nur für dich machen darfst.
    Deine Mutter spürt natürlich, das du dich distanzierst und sie fühlt sich dadurch vielleicht alleine und wir dir gegenüber deshalb so feindselig.
    Das sind aber Dinge, die du nicht ändern kannst.
    Tue etwas für dich, damit es dir besser geht.

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    das ich nie glücklich sein kann auf Dauer,


    du bist so belastet und hast vielleicht keinen Blick mehr für das schöne.
    Das habe ich auch erst wieder lernen müssen.
    Warte nicht darauf, das du auf Dauer glücklich wirst/ bist.
    Schau auch auf die angeblichen Kleinigkeiten, dann wirst du spüren, das Glück auch nur ein kurzer Moment sein kann, aber darauf kannst du aufbauen. Mit kleinen Kindern kennst du sicher solche Momente, auch wenn es sehr oft stressig ist mit ihnen.


    lg Morgenrot

    hallo Mel,

    herzlich willkommen bei uns im Forum.

    Das ist sehr traurig, was du so beschreibst, und trotzdem gleicht es leider vielen Geschichten, die du hier lesen kannst.

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    einfach nicht stark genug sind um sich aus der Sucht zu befreien?


    die Sucht ist eine Krankheit und hat nichts mit Schwäche zu tun. Dein Vater kann nicht aufhören.
    Um wirklich etwas ändern zu können, bräuchte er erst einmal eine Krankheitseinsicht. Die scheint ja nicht vorhanden zu sein.
    Es ist leider so, das du wirklich nichts tun kannst. Du kannst ihm nicht helfen.

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    stellt er dennoch eine große Gefahr für sich selbst dar und sein Körper wird es einfach nicht mehr lange durchhalten.


    natürlich ist der Alkohol eine Gefahr für ihn und beschleunigt den körperlichen Verfall, dem kann widerum auch nur er Einhalt bieten.
    Ich kann dir nur ans Herz legen, auf dich zu sehen, denn es diese Hilflosigkeit, die du so schwer aushalten kannst.
    Das kenne ich auch von mir sehr gut. Diese Ohnmacht etwas dagegen tun zu können, die gilt es ersteinmal zu akzeptieren, und das ist wahnsinnig schwer.
    Ich sage es mal sehr direkt, auch wenn es weh tut:
    So wie du es beschrieben hast, hast du gegen den Alkohol keine Chance.
    ich würde dir gerne etwas anderes schreiben, aber das wäre unehrlich.
    Du machst dich kaputt, und er trinkt weiter.

    lg Morgenrot

    hallo Eva,

    herzlich Willkommen bei uns im Forum.

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    so mit ihm umzugehen, dass ich weder ihm noch mir schade.


    zuerst einmal ist er für seine Trockenheit selbst verantwortlich.

    Wenn er ernsthaft an seiner Trockenheit arbeitet, wird er sich verändern, und sicherlich einiges in seinem Leben ändern.
    Dann ist es an dir dich zu fragen ob du damit leben kannst.
    Ich glaube ich würde versuchen nicht so weit zu planen, fände es aber sehr wichtig immer im Gespräch zu bleiben, denn er bleibt ein Leben lang Alkoholiker und das macht auch etwas mit den Partnern.


    lg Morgenrot

    hallo Reisi,

    herzlich willkommen bei uns im Forum.

    Mir kommt es so vor, als weiß dein Bekannter genau was er will. Er scheint Vollversorgung anzustreben und alle Verantwortung an andere abgeben zu wollen.
    Jetzt hat er jemanden dafür gefunden.
    Wenn ich einen Menschen kontrolliere, wird mich diese Kontrolle selbst immer mehr einengen und mein Leben wird abhängig vom Befinden eines nassen Alkoholikers.
    Das ist CO in Reinkultur.
    Ein solches Leben habe ich erlebt, und es ist nichts, aber auch gar nichts erstrebenswertes daran. Mich hätte dieses Leben fast zerstört.
    Fang an etwas für dich zu tun, damit es dir gut geht.
    Dein Bekannter ist für sich selbst verantwortlich.

    lg Morgenrot

    hallo Sagara,

    Habe dir ja gestern schon geschrieben, das ich auch so einiges kenne, von dem, was du beschrieben hast.
    Du bist nicht für ihn verantwortlich, wenn er verpennt, dann ist es so. Das ist ganz alleine seine Verantwortung. Das siehst du vollkommen richtig, es ist eben schwierig sich diese Gedanken zu verinnerlichen und ihn dann wirklich nicht ( mehr ) wecken.
    Ich habe auch immer mal geweckt, das alles gehörte damals zum vertuschen dazu, war mir aber zu dem Zeitpunkt nicht bewußt. Natürlich motzte er dann auch rum, wenn ich es nicht getan hatte. Später habe ich ihm dann genau deine Aussage als Antwort gegeben:

    Zitat

    du bist 50ig , schreit es in mir ...du bist kein baby mehr!


    Es wird sicher erst einmal schwieriger, wenn du dein Verhalten änderst,
    schließlich gibst du ihm Verantwortung zurück.
    Das ist eine Veränderung für den nassen Alkoholiker, die er nicht einfach so hinnehmen wird, war jedenfalls bei mir so.

    Zitat

    der familie wird das nicht bemerkt; wenn ich es erwähne, wird "darüber hinweggehört"


    Auch das kenne ich sehr gut, aber ich glaube heute nicht mehr daran, das sie es nicht bemerken.
    Sie bemerken meiner Meinung nach alles, sind aber froh darüber, das sie da nicht eingreifen und sich damit auseinander setzen müssen, denn du bist ja da.
    Das habe ich sowohl bei meinen Schwiegereltern als auch in meiner Ursprungsfamilie gespürt.
    Alle wissen es, aber wenn ich es thematisierte und vielleicht auf Unterstützung hoffte, dann kam nichts, außer betretenem Schweigen oder vielleicht auch mal ein "Gedankenanstoß" an mich, ob ich denn alles richtig machen würde, so wie ich mich verhalte.

    Ich kann dir nur Mut machen, deinen Wahrnehmungen zu vertrauen, die sind richtig.
    Du bist nicht alleine als CO, du gehörst zu den Menschen, die sich ihren Problem stellen und darüber reden. Das ist ein Riesenschritt.
    Menschen, die nicht in einer solchen Situation stecken, können dich nicht verstehen, denn es ist eben nicht mit den bekannten Ratschlägen getan.


    lg Morgenrot

    Hallo Sagara,

    herzlich Willkommen bei uns im Forum.
    Muß leider jetzt zur Arbeit, aber ich wollte dir nur schon mal vorab sagen: Du bist nicht alleine.
    Ich habe alles so oder ähnlich erlebt, wie du beschrieben hast.
    Später mehr dazu.


    lg Morgenrot

    Hallo Grethe,

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    Und je mehr Abstand da ist, desto übellauniger wird er.


    das kommt mir sehr bekannt vor, denn ich habe es sehr ähnlich empfunden.
    Ich glaube es liegt daran, das der nasse Alkoholiker genau spürt, wann er nicht mehr die alleinige Aufmerksamkeit seiner CO hat.
    Als ich damit begann mehr für mich zu tun, hatte ich das Gefühl, er versucht alles, um sich seinen Mittelpunkt zu erhalten.

    Zitat

    Ich hoffe sehr, dass mein Faden vielleicht irgendwann anderen Co's weiterhelfen kann.


    Da bin ich mir sicher, als ich hier ins Forum kam, und die Geschichten gelesen habe, war es für mich sehr erleichternd zu spüren, das ich nicht alleine bin.
    Mein Verhalten hatte einen Namen, und es gab und gibt Menschen, die verstehen wie ich ticke.

    lg Morgenrot

    hallo Isabella,

    herzlich Willkommen bei uns im Forum.

    Das Problem ist, wenn du es "einfach" akzeptierst, hilfst du ihnen beim vertuschen.
    Ich habe das über vieleJahre hinweg bei meinem Mann getan.
    Zwar immer mal wieder angesprochen, aber nur nicht zuviel, sonst könnte er ja ausflippen.
    Ich bin aber irgendwann an den Punkt gekommen, da wollte ich das alles nicht mehr.
    Ab diesem Zeitpunkt bin ich deutlich geworden, und dann passierte genau
    das was du beschrieben hast.

    Zitat

    Das Problem ist, daß meine Eltern keinerlei Form von Kritik vertragen und die schuldige Person (ich) dann als "Böse" abgestempelt werde.


    Wenn du ehrlich bist, wirst du die böse sein, und diejenige die angeblich schuld an allem ist.
    Das bist du aber auf keinen Fall, und dass sollte dir ganz bewußt sein.
    Du hast keine Schuld.
    Es ist nicht einfach jemanden mit seinem Trinkverhalten zu konfrontieren, denn dann kann es ja unangenehm für den Alkoholiker werden. Er fühlt sich "durchschaut", und das kann er oft nicht "auf sich sitzen lassen".
    So habe ich es erlebt, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es bei Eltern nochmal anders sein kann.

    lg Morgenrot

    hallo Dede,

    herzlich willkommen bei uns im Forum.
    Ich lese hier keine Sprachfehler und verstehe sehr genau was du ausdrücken möchtest.

    Ich kann direkt spüren, wie sehr du gefangen bist in dem Gedanken, dass du deinem Mann helfen kannst.
    So habe ich auch anfangs empfunden.
    Liebe und mag sie noch so groß sein, vermag den Alkoholismus nicht zu stoppen.
    Wenn dein Mann sein Problem nicht erkennt, keine Einsicht wird er nichts ändern und du änderst an seinem Trinkverhalten gar nichts.
    Du solltest etwas für dich tun, etwas für dich ändern, damit es dir
    Den termin bei der Beratungsstelle hast du sicherlich vereinbart, oder?
    Alles Dinge, die dein Mann tun sollte, wenn er ernsthaft ohne Alkohol leben will. Da muß er aktiv werden.
    Du kannst aber für dich aktiv werden, und dich mehr auf dich konzentrieren.
    Hast du eine Idee, was du für dich tun kannst. Wann hast du das zuletzt getan?


    lg Morgenrot

    hallo Junebug,

    herzliches Beileid zum Tod deines Vaters.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, das ich mich nicht auf den Tod eines Menschen vorbereiten kann, auch wenn lange vorher feststeht, das es dazu kommt.
    Dieses gefühllos oder emotionslos fühlen kenne ich auch. Ich sehe es als Schutz, damit nicht alles mit voller Wucht bei dir ankommt.


    lg Morgenrot

    hallo Susi,

    wieso zickst du rum? Du sagst ihm, das dir die Sauferei nicht gefällt, und das darfst du sagen.
    Nur es wird ihn nicht beeindrucken, denn er wird, wie mein xy auch immer einen Grund finden, was du nicht tun solltest.
    Bei einem nassen Alkoholiker sind es immer die andern weshalb er trinken muß.
    Zusammen bin ich mit meinem xy nur noch unter einem Dach, versorgen muß er sich selbst.
    Seine Belange muß er selbst erledigen, ich bin da raus mich um alles zu kümmern.
    Ich habe ihm seine Verantwortung für seine Dinge zurückgegeben.


    lg Morgenrot