Ich seit fast 33 Jahren mit einem Alkoholiker verheiratet. Mir ging es wie dir. Am Anfang habe ich die Alk-abhängigkeit auch nicht erkannt. Als ich es bemerkt habe, wurde mir gedroht, er würde mich und das Kind umbringen. Unser Sohn ist 31 Jahre und in seinen Augen ist sein Vater ein Asozialer. Mein Sohn und ich, wir haben uns immer geschämt, wenn Besuch kam. Wir schämen uns auch heute noch. Die Aggressionen wurden von Tag zu Tag schlimmer. Ich habe heute vor jeder Bewegung, die er macht Angst und erschrecke. Seine Niederträchtigkeiten werden von Tag zu Tag gemeiner. Er ist 54 Jahre und seit fast 2 Jahren in Rente. Er hat sich regelrecht kaputt gesoffen. Die Bauspeicheldrüse ist kaputt, Magen, Herz, Leber, alle Innereien sind angegriffen - aber er ist jeden Tag voll bis zum Rand. Wenn du auch denkst du liebst deinen Mann, das ist keine Liebe, das ist der Alltag, er gehört zu deinem Alltag, zu deinem Leben. Ich geb dir einen Rat, nimm die neue Wohnung, fang ein neues Leben an und such dir irgendwann einen Mann, der dich in die Arme nimmt und mit dem du wieder lachen kannst. Mit diesem Mann wirst du eines Tages nicht lachen. Da wirst du jeden Tag weinen, und du wünschst dir, dass alles vorbei wäre. Ich bin 52 Jahre und schlafe seit 12 Jahren nicht mehr mit meinem Mann und auch nicht mehr in dem gemeinsamen Schlaf-zimmer. Alle Versprechungen waren für die Katz. Irgendwann baust du eine Mauer um dich und es ist dir egal, was mit ihm geschieht. Er ändert sich nie, glaub es mir. Wage den Absprung, es wird dir danach besser gehen. Ich drück dir und deiner Tochter beide Daumen und wünsche euch alles Glück der Welt.
us2305
Herz vs. Kopf...
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us2305 -
13. Januar 2008 um 22:19
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hallo butterboehnchen!
herzlich willkommen!
du hast ja nun schon die ersten schritte hinter dir.das ist gut so.
mit deiner entscheidung auszuziehen und die situation nicht weiter zu erdulden habt ihr ja beide die möglichkeit an euch zu arbeiten.es ist ja trozdem offen ob ihr irgendwann wieder zueinander findet.
ich würde sagen er hat nun die möglichkeit dir zu beweisen, das er sein leben in den griff bekommt und sich auch dauerhaft ändern kann. vieleicht erkennt er auch das es ohne prof.hilfe nicht geht.
auch du und deine tochter könnt zur ruhe kommen und gesund werden.
das bisherige leben hat sicher auch wunden bei euch hinterlassen.
wenn er sein leben nicht in den griff bekommt bist du in einer eigenen wohnung auf jeden fall auf der besseren seite.wenn du nun einknickst wird bald der alte zustand wieder da sein.
viel kraft und liebe grüße frau
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Hallo Butterboehnchen,
ich war auch lange wankelmütig und habe mich schließlich getrennt. Dadurch konnte ich ein wenig zur Ruhe kommen. So weiternmachen wie bisher war einfach keine Alternative. Ich habe zu sehr darunter gelitten. Und wenn wir so weitergemacht hätten, hätte er auch keine Chance gehabt, denn ich hab das Leben ja immer so angenehm wie möglich gemacht, so dass er mit den Folgen nicht konfontiert wurde.
Aber ich war immer inkonsequent, habe gegen meine Überzeugung gehandelt, um des Friedens Willen, Ultimatum gesetzt und nicht daran gehalten, also hat er mich nie ernst genommen. Das ist bis heute so. Er akzeptiert die Trennung nicht und ich eier rum, indem ich immer wieder auf seine telefonate reagiere und ihn ab und an sehe.Ich hätte mich besser selbst ernst genommen. Wie soll einen der Partner enst nehmen, wenn man es selbst nicht tut.
Vielleicht gelingt es Dir ja besser!
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Hallo butterböhnchen
Halte das ein was du ihm gesagt hast. Mache wahr und ziehe erst mal aus der wohnung aus. Wirst du jetzt unglaubwürdig, so hat er dich wieder da, wo er dich wollte. Räumliche trennung heisst nicht, das es trennung für immer ist, sondern sich jeder gedanken machen soll, was er für sich möchte.
Das er konntroliert trinken kann, ist irrglaube und ohne hilfe kommt er aus seiner sucht nicht heraus.
Was glaubst du, wie viel male ich meine frau mit so hohlen versprechungen wieder auf meine schiene bekommen habe. Dadurch hat sich unser leiden nur verlängert. Dein mann muss saufen, denn ohne den alk würde er nicht funktionieren. Das er seinen alskoholkonsum auf täglich 1-2 flaschen heruntergeschraubt hat kommt mir als ehemaliger spritkopf sehr bekannt
vor, denn das machte ich auch und hielt es auch einige zeit durch. Nur soff ich danach um so mehr, weil ich alles wieder nachholen musste.
Mache dinge die du gerne machen würdest und lasse ihn seine sauferei. Du kannst noch so viel tun, aber du wirst ihn nicht von der pulle bringen können.
Meinte er es ehrlich mit sich, so würde er ohne zu fragen was dabei herauskommt, den weg gehen, den jeder alk geht will er aufhören und der ist; zum arzt und dort über sein problem reden, dann zur suchtberatung und sich informationen holen. Dort wird durch gespräche mit ihm festgestellt was sinnvoll für ihn wäre. Dies kann ambulante oder stationäre thera sein.
Das nächste schritt ist eine SHG aufzusuchen, denn dort sitzen die leute die den weg aus der sucht geschafft haben.
Will er das nicht so muss er eben noch weiter saufen, bis er bereit ist den weg ohne wenn und aber zu gehen.
Dabei musst auch du deinen weg gehen und wissen was du willst. Alkoholismus ist eine familienkrankheit, denn der eine säuft ihn und der andere hat ihn im kopf. Denn es dreht sich alles um den betroffenen. . Alle Versuche, den Abhängigen "trocken zu legen", scheitern aber. Was bleibt, sind Enttäuschung, Empörung, Wut,, sind Enttäuschung, Empörung, Wut, Verzweiflung, Hass, Schuldgefühle, Frust, Hilflosigkeit,Trauer, Leid, das Gefühl der Ausweglosigkeit, Hoffnungslosigkeit und Isolation, und vergisst sich dabei.Lass ihn sein ding machen und mach du was für dich, denn für deine zufriedenheit bist du verantwortlich und nicht dein mann. Das alles musst du aushalten können und ich bin bei dir zuversichtlich, das du es auch schaffst. Ich bin nicht nur ein ehemaliger spriti sondern auch ei co-abhängiger. Ich weiss auch wie schmerzhaft es ist,wenn einer in der familie süchtig ist und man nicht helfen kann.
Ich habe meiner tochter gesagt, das ich ihr dabei helfen würde, wohin sie sich wenden kann, aber was sie nicht wollte. Mir blieb nichts anderes übrig als loszulassen und mich dabei ertragen zu können. Es musste erst was passieren, bis sie hilfe annahm ohne bedingungen zu stellen. Sie geht jetzt in eine SHG und was sie dort macht ist ihre sache und nicht meine. Ich frage auch nicht wie es bei ihr läuft, denn möchte sie was von mir, so muss es freiwillig kommen. Ich habe damals meine frau mit im die SHG genommen, wo sie auch heute noch ist. Gehe auch du mal dorthin, denn es wird dir helfen und dich stärken in deinem selbstwert.Es grüsst dich recht herzlich heinrich
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Hallo Butterboehnchen,
um es vorweg zu nehmen, nein, die räumliche trennung hat nichts geändert. Ich habe es auch nicht erwartet, da er nicht der Meinung ist krank zu sein.
Ich hatte einmal ein Ultimatum gestellt. Da hat er ohne Hilfe aufgehöhrt. Er hat es für etwa 3 Monate geschafft und dann wieder angefangen, zunächst heimlich, dann wieder offen.
Ich habe mich auch nicht getrennt damit er es schafft, sondern, weil ich einfach nicht mehr weiter machen konnte.
Ich halte nicht viel von den vielen Ratschlägen die hier gegeben werden. Letztlich muß man ganz für sich entscheiden. Du wirst schon merken, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Ich mußte genau wie ein Alkoholiker auch erst meinen ganz persönlichen Tiefpunkt erreichen.
Andere mögen es für einen Fehler halten, den Partner nicht sofort zu verlassen. Vielleicht hält man es selbst später auch für einen Fehler. Aber jeder Mensch hat das Recht so viele Fehler zu machen, wie er braucht.
Ich war nicht konsequent, das mag ich nun für einen Fehler halten. Aber ich war vorher noch nicht so weit, also mußte es wohl sein. Allerdings ist es dadurch auf jeden Fall schwerer geworden zu gehen und unmöglich geworden, dass er mich ernst nimmt. Er ruft ständig an und schüttet mich mit e-mails zu.
Aber inzwischen bin ich konsequent. Ich habe einmal klargestellt, dass ich seinen Kontakt nicht mehr erwidern kann, weil es mir damit jedes mal wieder schlecht geht und ich keine Kraft mehr für die immer gleichen Diskussionen habe. Seitdem gehe ich nicht mehr ans Telefon, beantworte keine der vielen e-mails mehr und stehe zu meinem Wort. Seit einer guten Woche fällt es mir nicht mehr schwer.
Gruß Marjel
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Hallo Markus, nein ich habe nicht Dich gemeint.
Ich habe auch nicht geraten, nicht auf Ratschläge zu achten, sondern lediglich gesagt, dass ich mit vielen ratschlägen anderer Probleme habe.
Das heißt nicht, dass anderen das genauso gehen muss und schon gar nicht, dass sie keine Ratschläge annehmen sollen.
Aber ich finde nicht das ich es mir leicht mache. Mich um andere zu kümmern anstatt um sich selbst, anderen Ratschläge erteilen, die ich selbst nicht beherzige, halte ich eben für falsch. Für mich ist das eine fabelhafte Ablenkung von mir selbst. Und anmaßend ist es auch. Wer bin ich denn, dass ich jemandem sage, was er zu tun hat? Ich kann mich um den Alkoholiker, andere und um Gott und die Welt kümmern. Das lenkt mich dann wunderbar von mir selbst und der Lösung meiner eigenen Probleme ab. Und ich habe den Eindruck, dass dies viele hier (ohne böse Absicht tun).Vielleicht ist das ein Symptom der Co-Abhängigkeit. Und schon deswegen, bin ich möglicherweise nicht der beste "Ratschlaggeber".
Ich wollte nur von meiner Erfahrung berichten.
Ich lerne selbst am besten aus den Erfahrungen anderer. Daraus kann ich lernen, kann entscheiden, ob der Weg, den ein anderer gegangen ist, vielleicht auch für mich der richtige sein könnte.
Ich persönlich will genauso wenig hören was ich zu tun und zu lasssen habe, wie mein Partner von mir hören wollte, dass er doch bitte endlich mit dem Trinken aufhören sollte.
Gruß Marjel
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Ich kann mir mittlerweile nicht einmal mehr vorstellen, das Leben mit meinem Partner auszuhalten, wäre er trocken. Mein Vertrauen ist so nachhaltig gestört, dass ich nicht glaube, dass es sich wieder herstellen ließe.
Aber es gibt hier auch Erfolgsgeschichten. Wenige zwar. Die Betroffenen würden siche anders darüber denken.
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Hallo Butterböhnchen,
Selbstmitleid.... nichts anderes.
Er sieht seine Felle davon schwimmen und versucht zu retten, was zu retten ist.
Lass Dich nicht darauf ein, es wird nicht gut gehen.
Er hat es ja in der Hand, jetzt etwas zu ändern und dann kannst Du immer noch (vielleicht) darüber nachdenken.
Baue Dir und Deiner Tochter ein kuscheliges Nest und freue Dich, daß es ihr gut geht mit Deinem Entschluss.
Lieben Gruß
Speedy -
Hallo Butterböhnchen,
ich finde es gut, dass du es soweit geschafft hast, und für dich un deine Tochter eine Wohnung gefunden hast, und ausziehst.
Denke, das es ein wichtiger Schritt ist, den ich wohl auch noch vor mir habe.
Weiß nur nicht, was mich momentan noch bei ihm hält.Ich wünsche dir einen guten Start in dein neues Leben, und schick dir viel Kraft
lg Lämmchen
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Hallo Butterboehnchen,
Du hörst Dich, trotz der widrigen Umstände, sehr sortiert und ausgeglichen an!
Ich denke, Du hast genau den richtigen Schritt getan, für Dich und Dein Kind und letzendlich auch für Deinen Mann.
Vielleicht ist das der Anstoß, den er gebraucht hat, um jetzt wirklich sein Leben in die Hand zu nehmen!
Zitat von ButterboehnchenUnd.... mein Kind wieder glücklich zu sehen - ein unbezahlbares Glück !!!!
Alleine dafür hat es sich doch schon gelohnt! Was gibt es schöneres, als ein fröhliches Kinderlachen!
Ich wünsche Dir alles Gute in der neuen Wohnung!
Und wer weiß, vielleicht ist es ja wirklich nur eine Trennung auf Zeit!
Lieben Gruß
Speedy -
Hallo Butterböhnchen!
Ich weiss nicht, ob Du Deinen Thread noch verfolgst, ich habe ihn erst eben entdeckt und gesehen, dass er schon "älter" ist und dann einfach aufhört: wie ist es weiter gegangen?
Sorry, wenn ich so neugierig frage, aber Dein "Herz vs. Kopf" trifft mich genau und auch das "ich hab' schnellere Erleichterung erwartet und erhofft" bringt meine Ungeduld auf den Punkt und noch viele andere Stellen in Deinen Texten...
Ich hoffe, es geht Dir in der Zwischenzeit sehr sehr gut und würde mich freuen, davon lesen zu können!
Liebe Grüsse,
c.
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