Bin ich noch normal? Warum mach ich das mit?

  • Hallo Alex,
    dass liest sich sehr schlimm und deinen Kindern geht es offensichtlich nicht gut mit der Situation.
    Vielleicht könnetst du nochmals die Kraft aufbringen, dich zu lösen um eine Chance für dich und deine Kinder zu erhalten.

    Wie sollen deine Kinder es schaffen, sich ein soziales Umfeld aufzubauen? Es ist ihnen nicht möglich Freunde mit nach Hause zu bringen und ich könnte mir vorstellen, dass sie sich entsetzlich schämen. Die Möglichkeit einer Selbstbewusstseinsbildung scheint nicht gegeben. Deine Kinder leiden, aber sie können sich nicht delbst helfen, sind regelrecht ausgeliefert. Du bist der einzige, der sie retten kann.
    Junge Menschen habe eine Chance auf das zukünftige Leben doch verdient....oder?

    Ich möcht niemandem zu nahe treten und hoffe dies nicht getan zu haben. Deine Kinder senden Notsignale aus, hilf ihnen bitte. Kinder sind das wertvollste was wir an die Zukunft haben....

    Das Leben kommt frontal und das ist manchmal schwer genug.

    freundliche Grüsse, Ursula

  • Hallo Alex,

    gut, dass du hierher gefunden hast. Herzlich willkommen. Lies dich hier durch und lass das Gelesene nicht nur in deinen Kopf, sondern versuch, nachzuspüren, was es in dir auslöst. Manchmal ist es nicht angenehm, was wir hier zu lesen bekommen. Aber das, was mich am meisten angepackt hat, war in der Regel auch das, was mich am meisten weiter gebracht hat.

    So, wie deine Kinder reagieren, haben sie ja wohl schon einiges mitbekommen. Hast du sie bei deinem Auszug bei der Mutter gelassen?

    Dass du zurück gekommen bist, kann ich nachvollziehen. Schließlich hört jeder Mensch gern, dass er für einen Anderen der „sichere Hafen“ ist. Das wertet uns ja auf, wir sind zu etwas nütze. Außerdem ist selbst eine trinkende Partnerin bei einer körperlichen Einschränkungen hilfreicher als gar keine, also auch für dich eine Art bequeme Unterstützung. Wenn, ja wenn nur das Trinken nicht wäre.

    Du bist weder Schuld, dass sie trinkt, noch bist du unnormal, weil du wieder zurück gegangen bist. Allerdings wird dir auf Dauer keiner die Entscheidung abnehmen können, ob du dies so weiter führen willst. Auch wirst du dich natürlich irgendwann von deinen Kindern fragen lassen müssen, warum du sie nicht aus dem Alk-Umfeld genommen hast. Ich denke, es gibt genug Verantwortung, die du für dich und deine Kinder übernehmen kannst. Deine Frau muss für Leben die Verantwortung ganz alleine tragen, so wie du für deines. Was und ob da nun normal ist oder nicht – normal ist in meinen Augen das, womit du dich wohlfühlst. Wenn du dich in deiner Situation wohlfühlst, kann sie von außen so unnormal wie nur was sein. Aber das ist eben die Kernfrage, ist deine Lebenssituation für dich angenehm? Und für deine Kinder?

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Hej Alex,

    Herzlich willkommen hier!
    -----------------------------------------------------------
    Das ist nicht normal!!
    Du musst das nicht mitmachen!!

    Eigentlich ist es ganz einfach:
    Es gibt nur zwei Wege!!
    Stell sie vor die Wahl. Du und die Kinder oder der "ALK".
    Das ist natürlich rein theoretisch aber das sind einfach die Fakten.

    LG

    vergissmeinnicht

  • Hej Alex,

    Ist Geld immer so wichtig?
    Kein Geld der Welt kann deinen Kindern und dir helfen.
    Es ist bequem zu sagen, man kann nichts ändern des Geldes wegen, oder warum auch immer.

    Du musst alles ändern wenn ihr da raus wollt!
    Du musst nichts ändern wenn alles so bleiben soll!

    Du weißt offensichtlich was du deinen Kindern und dir zumutest. Versuch mal praktisch zu denken auch wenns schwer fällt.
    Wie lange denkst du hälst du es in der Partnerschaft noch aus? 4 Wochen? 4 Monate?
    4 Jahre? Die Entscheidung liegt ganz allein bei dir.
    Deine Kinder können nichts ändern, aber "DU".

    Wie gesagt, es gibt nur 2 Wege.
    Du hast die freie Auswahl.
    Sprich mal mit deinen Kindern darüber.
    Hast du das eigentlich schon gemacht?

    Ich hoffe du nimmst mir nichts krumm.

    LG

    vergissmeinncht :wink:

  • Hi Alex60

    Zitat

    Ich bin neu hier im Forum und möchte daher erst mal meine Geschichte los werden.

    Ging es Dir darum? Einfach nur loswerden? Oder auch etwas verändern wollen?

    Zitat

    Nun sei gesagt, dass der Grosse sich in seinem Zimmer zurückzieht und die Kleine mit Einkoten reagiert; schon seit 5 Jahren.
    Tja, das in Kürze zu meiner Situation. Was sagt ihr dazu, ist das normal??????

    Du fragst ernsthaft, ob es normal ist, dass sich Dein 18-jähriger Sohn im Zimmer abschottet und Deine 13-jährige Tochter sich seit 5 Jahren (!!! :shock: !!!) einkotet :?::?:

    Bin schockiert über soviel Ignoranz! Dass dies konzentrierte Hilfeschreie Deiner Kinder sind und zumindest bei Deiner Tochter schon seit 5 Jahren andauern? :shock: Und was machst Du?

    Lehnst dich zurück, hast Deine Hobbys, Dein Auskommen und die bequeme Zweckgemeinschaft! Mensch, was ein Vater!

    Ich hoffe Deine zwei bekommen nen weitaus besseren Psychologen als dass sie nen Vater hatten!

    Für Autos verlangt der Gesetzgeber Führerscheine. Bei manchen sollte für das *Kinderindieweltsetzen* das Gleiche gelten! Du gehörst dazu!

    VG Skybird

    Lebendige Grüsse
    skybird

  • Hallo Skybird,

    ich kann deine Aufregung grad sehr gut verstehen aber bleib mal bei dir und lass ihn hier in Ruhe ankommen.

    Vergess nie, auch die Co-Abhängigkeit ist eine Krankheit.

    Aber ich denke und hoffe der Alex wird nun alles versuchen um daraus zu kommen. Seine Kinder brauchen Hilfe genauso wie er.

    Liebe Grüsse
    Elocin

  • Hallo Alex,

    ich kann deine Reaktion verstehen. Du schriebst hier in der Erwartung auf Verständnis und Zuwendung ob deiner schwierigen Situation. Und plötzlich schreiben dir die wild gewordenen Weiber etwas von eigener Schuld und machen dir Vorhaltungen. Alex, ich denke, dass dies ein Phänomen der Co-Abhängigkeit ist. Dass wir unseren eigenen Anteil am Aufrechthalten des Systems nicht gerne sehen wollen. Schließlich ist der Partner krank und wir nicht. Uns geht es in der Regel nur schlecht, weil der Andere trinkt. Der Andere ist aber nicht für unser zufriedenes Leben verantwortlich, noch dazu, da er oder sie krank ist. Ich bin ganz alleine dafür verantwortlich, dass ich zufrieden lebe und mich wohl fühle. So wie du für dein Leben verantwortlich bist. Du hast allerdings auch noch die Verantwortung für deine Kinder.

    Eine SHG ist nicht dazu da, den anderen zu streicheln und zu bedauern. Dazu haben alle Mitglieder selbst genug erlebt. Und teilweise schon begriffen. Wenn du hier also Dinge liest, die dir nicht gefallen, sind es in der Regel genau diese Dinge, die dich betreffen. Sich zurück zu ziehen, ist ein Weg, damit umzugehen. Du kannst dich aber auch mit eben diesen Dingen für dich ganz ehrlich auseinander setzen. Wege suchen für dich. Aus dem System Alki/Co heraus. Leicht ist es nicht, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Und mit Schmerzen verbunden. Schmerzen darüber, was ich lange Zeit verleugnet hatte. Das Bild, das sich Co´s von sich und ihrer Welt machen, ist genauso verschoben, wie das, das sich ein Alki macht. Es ist nicht leicht, festzustellen, dass wir Co´s genau so krank sind, wie die, die wir für krank halten, die Alkoholiker.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Morgen Alex

    Wenn du denkst dein Großer bemerkt das trinken deiner Frau nicht, machst du dir ganz dicke was vor. Kinder wissen genau was los ist, die haben ganz feine Antennen. Sprich doch mal mit ihm, oder hast du Angst davor was du da hören würdest?

    Ich denke, getrennte Eltern sind alle mal besser als so ein Familienleben. So kommt ihr alle nicht zur Ruhe.
    Und überhaupt was ist denn ein gutes Vorbild?
    Die Resignation vor der Situation? Sicher nicht.
    Der Mut zur Veränderung!
    Du willst doch deinen Kindern und dir natürlich auch dir eine Zukunft bieten, dann tu was bevor es zu spät ist.
    Wenn du handelst könnt ihr alle nur lernen und provitieren.

    Viel Kraft für dich...........

    LG

    vergissmeinnicht

  • Hallo Alex,

    daß Du Dich angegriffen fühlst von dieser Form von Austausch, ist für uns Co`s nichts Unbekanntes. Wenn Du Dich hier ein bißchen weiter einliest, wirst Du sehen, daß fast jeder von uns am Anfang sein *Fett* wegbekommen hat.

    Natürlich sollte es dabei fair abgehen, daher ja auch der Vermerk von Elocin.

    Nun mal zu Deinem Post.
    Du glaubst, daß Deine Kinder das alles nicht wirklich mitbekommen. Das habe auch ich lange genug geglaubt, habe alles getan, um es zu verdecken. Nach drei Jahren wurde ich eines Besseren belehrt...Meine Kinder kamen vor Kurzem zu mir und sagten mir, wie sehr sie gelitten haben unter seinem Alkoholgeruch, seiner ständigen Müdigkeit, seinen Aggressionen. Vielleicht haben sie ihn niemals wirklich trinken gesehen, aber sie haben die Auswirkungen des Alkoholkonsums gespürt. Unseren Kindern geht so viel *Normales* ab, weil irgendwann die Kraft des trinkenden Elternteils schwindet. Das ganze Familienleben in der Qualität verändert sich.
    Bitte lese mal im Net die Spätfolgen von Kindern, die mit einem trinkenden Elternteil aufwachsen. Die Kinder, wenn sie nicht geschützt werden, werden entweder selbst trinkende Menschen, oder aber landen, wie wir, als Co-Abhängige in diesem Forum :wink:, weil sie, um so älter sie werden, Verhaltensmuster übernehmen, die für eine normale kindliche Entwicklung nicht förderlich sind. Verheimlichen, Entschuldigen, Verantwortung für den Elternteil übernehmen, weil dieser es selbst nicht mehr kann.

    Wir, die Dir hier schreiben, weil wir vielleicht schon einige Schritte voraus sind, tun dies nicht, um Dir weh tun zu wollen! Es tut verdammt weh, abzuwägen, was für die Kinder besser ist, Trennung oder Alk in der Familie. Ohne Zweifel ist es bitter, Kinder alleine groß zu ziehen. Es spricht hier auch keiner die Tatsache ab, daß es schwer ist, mit Kindern allein klarzukommen, vor Allem mit Kindern, die durch Trennung oder vielleicht Alkoholkonsum in der Familie einen seelischen wie körperlichen Schaden erhalten haben.

    Nein Alex, wie viele von uns kennen dies. Oder glaubst Du, es war mir zum Beispiel ein Vergnügen, meinem großen Sohn die Bezugsperson zu nehmen, mit Suizidgedanken und schwerer Depression des Kindes leben zu müssen? In ein ganz tiefes seelisches wie finanzielles Loch zu fallen, den Kindern alles zu nehmen?

    Auch ich wurde hier so empfangen, mir wurde auch *vorgeworfen*, ich sei meinen Kindern verantwortungslos gegenüber. Ich war verletzt, wollte alles schmeißen.Nach einigen Tagen hörte ich nochmal in mich....Und ich muß Dir sagen, sie hatten Recht! Ja, ich war verantwortungslos, denn ich wollte nicht sehen, daß ich die Verantwortung für mich und meine Kinder nicht übernehmen wollte. Ich versteckte mich hinter den Argumenten, ich könnte ihnen doch nicht schon wieder den Papa nehmen( war die zweite Trennung), es wird alles besser werden, lieber *aushalten*, hoffen, daß es besser wird mit dem Alkohol, als die Trennung zu vollziehen. Aber das war ein großer Irrtum! Der Schaden jetzt ist weit aus größer als wenn ich früher gegangen wäre.....

    Ich hoffe, weiterhin von Dir zu lesen und Du den Nutzen aus den Erfahrungen der vielen hier mitnehmen kannst.

    Liebe Grüße
    S.Käferchen [Blockierte Grafik: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks/www.cosgan.de/images/smilie/tiere/k025.gif]

  • Ich bins nochmal :wink:,


    habe gerade zu dem Thema Entwicklung der Kinder und vermeintliches *Nicht-Mitbekommen* ein Post von Spedi gelesen, daß den Nagel ziemlich auf den Kopf trifft.
    Schau doch mal hier:
    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…ic.php?p=222686
    Ich hoffe, Du kannst damit etwas anfangen und für Dich das Wichtigste herausziehen.

    Einen schönen Abend und schöne Stunden mit Deinen Kindern.

    das Käferchen [Blockierte Grafik: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…/tiere/k025.gif]

  • Guten Morgen Alex,

    schön, daß Du Dich wieder gemeldet hast, nachdem Du über alles nachgedacht hast. :wink:

    Zitat

    Du sagst zu Recht dass jeder Mensch nur für sein eignes Glück verantwortlich ist. Stimmt, ich bin so zufrieden wie ich lebe. Mehr oder weniger allein

    Ja, aber Du bist nicht allein! Deine Kinder brauchen auch Glück. Kannst Du Dich noch erinnern, wie Du Dich als Kind einer Trinkerin gefühlt hast? Versuche Dich zu erinnern, dann kannst Du vielleicht Deine Kinder verstehen....

    Du schreibst ja schon, wie es Deinen Kindern geht. Zurückgezogen, Flucht Deiner Kleinen nach Außen...Das sagt doch schon einiges. Der Wunsch der Kleinen, daß Mama damit aufhört, sollte doch auch einiges bewirken.
    Die Tatsache, daß Deine Frau alkoholkrank ist, und dazu scheinbar ja auch uneinsichtig, sollte Dich langsam wirklich aufwachen lassen.

    Alex, Du bist ja nicht ohne Grund hierher gekommen. Deine Schilderungen schreien förmlich nach Hilfe. Und genau dies erhälst Du hier. Du schreibst, in der SHG wurde nur bemitleidet. Wir sind hier auch eine SHG, die, wie Du schon selbst gespürt hast, nicht bemitleidet, sondern versucht, aufzurütteln.
    Ich sage es Dir nochmal, es will Dir hier keiner ans Bein pin...., aber darauf hinweisen, daß Du den Kreislauf Deiner Familiengeschichte durchbrechen kannst! Schütze Deine Kinder :!: Was Du mit Deinem Leben machst, ist eine Sache, aber Deine Kinder haben ein Recht darauf, ein Leben ohne Alkoholkrankheit zu leben, ohne den Anblick einer Mutter, die irgendwann in ihren eigenen Ausscheidungen liegt, die torkelnd vor den Kindern herumläuft, die vielleicht irgendwann vor den Kindern erbricht(wenn nicht schon geschehen..), die körperlich immer mehr verfällt.


    Ich wünsche Dir viel Kraft und würde mich freuen , Dich auf dem Weg, ein Leben ohne Alkohol leben zu wollen, ein Stück begleiten und beobachten zu können.


    Lieben Gruß

    S.Käferchen [Blockierte Grafik: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks/www.cosgan.de/images/smilie/tiere/k025.gif]

  • Hallo Alex,

    schön das du hier wieder schreibst.

    Ich kann mich S.Käferchens Worten nur anschließen.

    Deine Kinder flüchten doch schon auf ihre Art, einmal nach Außen, weil immer Ausser Haus und nach Innen (Krankheiten) welche sicher psychsomatische Hintergründe haben.

    Du bist Verantwortlich für Dein Leben, das es Dir gut geht aber als Elternteil hast du auch die Pflicht für Deine Kinder Sorge zu tragen. Alles zu tun damit es ihnen seelisch und körperlich gut geht.

    Ich freu mich auch Deinen Weg weiter zu verfolgen.

    Liebe Grüsse
    Elocin

  • Hallo Alex,

    Das du in diesem Forum schreibst zeigt doch das es dir nicht gut geht. Dir könnte es besser gehen.
    Du möchtest den ALK akzeptieren? Das kann nicht dein Ernst sein. Es wird nicht so bleiben wie es jetzt ist, es wird schlimmer werden..........
    Das kannst du zu Hauf bei den anderen lesen.

    Brich aus dem Kreisverkehr aus und versuche mal euch ganz sachlich von aussen in der "Flasche" zu
    betrachten.

    Nachgedacht hast du wahrscheinlich schon genug.
    Triff Entscheidungen, setz "dir" eine Frist.

    LG

    vergissmeinnicht :wink:

  • Hallo Alex,


    wie geht es Dir?

    Du hattest geschrieben:

    Zitat

    Ich werde jetzt erstmal weitersehen.

    Hast Du mal den Tipp von vergissmeinnicht versucht?

    Zitat

    Brich aus dem Kreisverkehr aus und versuche mal euch ganz sachlich von aussen in der "Flasche" zu
    betrachten.

    Siehst Du, daß es so für Deine Kinder nicht weitergeht? Melde Dich wieder!

    Liebe Grüße
    S.Käferchen [Blockierte Grafik: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks/www.cosgan.de/images/smilie/tiere/k025.gif]

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