Das dieser Tag ein glücklicher wird...

  • Ich glaube nicht das Verlassenwerden ist so der schlimmste Punkt. Sondern das nicht bereit sein zu Auseinandersetzung und Kommunikation. Das schlimmste ist allein mit dem ganzen dazustehn.. als wäre man Luft für den anderen....

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Nochmal was anderes:
    Ich finde es manchmal so was von erschreckend was für Kleinigkeiten mich total runterholen können.
    EIn Besuch im Supermarkt. Ich wär am liebsten weggerannt.
    Zuviel hübsche Leute, ich fühl mich mies. Zuviele Leute in tollen Klamotten, ich fühl mich mies. Jemand den ich treffe und wiedermal der Spruch: Mensch bist Du dünn,...ich könnte kotzen... jajaja...würgs mir rein.
    Kleidung scheint für mich ein sehr wichtiges Element zu sein um mich wohl zu fühlen. Kleidung die gut passt (ich bin klein und zierlich - oft schwer was zu finden), Geld fehlt leider für sowas, und auch Kleidung in der ich mich wohlfühle, Kleidung mit der ich meine weiblichkeit zum Ausdruck bringen kann... ich fühl mich grad sowas von unwohl, das ich keine Lust mehr habe rauszugehen .... das liebe Selbstbewußtsein

    K.

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Huhu, guten Morgen Karottchen,

    Zitat

    das liebe Selbstbewußtsein

    das ist der Knackpunkt erstmal. Selbstbewusstsein, Selbstwert. Was bist du dir wert, bist du dir bewusst, wieviel Wert du hast für dich. Wenn du sagen kannst: ich bin es mir wert, dass es mir gut geht, ich lass mich nicht von anderen Menschen runterziehen, ich stehe zu mir und meinen Gedanken, ich habe ein Recht darauf, mich wohl zu fühlen, anerkannt zu werden, mein Leben zu genießen, meine Meinung zu sagen, angehört zu werden, glücklich zu sein... dann wirst du das auch nach außen strahlen.

    Mir ist es aufgefallen, dass mich oft Kunden, Nachbarn, angesprochen haben, ansprechen, auch Verwandte, dass ich so anders aussehen würde... Ob ich meine Frisur geändert hätte oder so. Da sag ich: "Nööööö, ich habe mich verändert, denn es geht mir super gut! Ich bin einfach nur zufrieden so, wie ich jetzt lebe, denn ich lebe, wie es gut für mich ist!" Denn ich verdreh mich nicht mehr für andere, bin "Everybodies Darling", sondern ich sehe erstmal zu, dass ich mich wohlfühle. Früher dachte ich, das wäre egoistisch, jetzt sehe ich das anders. Ich muss mich natürlich auch mit den Menschen in meinem Umfeld arrangieren, das ist klar , aber es ist nicht mehr nur auf meine Kosten!

    Zitat

    Sondern das nicht bereit sein zu Auseinandersetzung und Kommunikation

    Das ist für mich auch ein Punkt, wo dir gezeigt wird, ich bin besser als du, du bist mir nicht wert, dass ich mich weiter mit deinen "Problemchen" beschäftige. Männe hatte das auch suuuuper drauf, wenn ich mit ihm redete, ihm sagte, mir geht es damit und damit nicht gut usw., dann hatte er schon diesen gelangweilten Blick... dieses: wozu habe ich zwei Ohren... Auch nach unserer Trennung, das Jahr, als wir noch umeinander eierten und vieles unklar war, war er nicht bereit, irgendetwas zusammen mit mir aufzuarbeiten. Oder auch mal seinen Part in der ganzen Sache zu sehen. Es ist schon einfacher, alle Schuld abzugeben an den anderen, in dem Fall an mich, oder was auch sein Lieblingswort war/ist: da war der Alkohol dran Schuld. Er wollte einfach nicht hinsehen...und will es immernoch nicht... das ist nicht mehr mein Problem!

    Es ist ein Zeichen von Macht, die der andere ausübt über dich, er hat die Macht, dich klein zu halten, deine Bedürfnisse als unwichtig, belanglos, blöd hinzustellen. Damit wird dir gezeigt, ich habe es in der Hand, du bist es mir nicht wert. Und du zappelst ohnmächtig rum, redest vielleicht immer lauter, hektischer, damit du endlich gehört wirst. Aber er will dich eben nicht hören... na, dann eben nicht, man kann niemandem zu seinem Glück zwingen...

    Das hast du nicht nötig, du hast ein Recht darauf, dass jemand dir zuhört.

    Es ist wichtig, dass du dich so ehrlich damit auseinander setzt. Das bist du dir ja schon wert :D . Du merkst deinen Schmerz und willst nicht mehr darin verharren, sondern was ändern, du bist ja schon mitten drin in den Änderungen. Es ist schon ein ziemlicher Weg, diese Veränderungen, und es kostet einen Haufen Geduld. Immer schön langsam, Schritt für Schritt.

    Menno Karotte, komisch, dein Fädchen springt mich in letzter Zeit wieder öfter voll an. Vieles erinnert mich so an meine Jahre, als ich noch so am eiern war... Ich hoffe, ich texte dich mal nun nicht allzu voll hier :? . Auf alle Fälle wünsche ich dir erstmal einen schönen Sonntag!

    Liebe Grüße
    Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Hallo Aurora, nein, ich fühl mich absoult nicht zugetextet, sondern im Gegenteil, ich freue mich über deine Antwort.

    Doch ist das wirklich so? Habe ich ein Recht darauf das mir zugehört wird?
    Da bin ich mir nicht sicher.

    Und so geht es mir manches mal mit meinen Gedanken und Entscheidungen etc., das ich nicht sucher bin. Das ich an mir zweifel ob ich da richtig liege.
    Von daher wahrscheinlich noch nicht genug Selbstwert, oder vielleicht liege ich ja auch manches mal falsch...
    Das zermürbt mich manchmal ganz schön, dieser Zweifel.
    Ich kann mir gut vorstellen das das auch aus meiner Kindheit hängengeblieben ist, wo ich ja nicht wirklich wahr genommen wurde und meine Meinung nicht viel galt, oder mein Gefühl, mein Erleben...
    Das macht es mir auch oft sehr schwer etwas anzusprechen... das wurde mir in letzter Zeit ziemlich deutlich.

    Danke auch für den Gedanken mit der Macht. So habe ich das noch gar nicht betrachtet. Aber Macht war für mich in letzter Zeit im Hinblick auf dieses 1/2 Jahr mit Mr. Mail schon ein Thema. Im Nachhinein sehe ich da viel, was ich mittendrin nicht sehen konnte. Und ich denke es ging immer wieder um das Thema Macht.
    Er wurde durch mich und mein dasein mächtiger, stärker und hat das am Ende dann gegen mich verwendet anstatt für Uns. Von daher werde ich diesen Menschen schwer als Positiv betrachten können. Wut und Hass sind da gerade eher gegenwärtig. Doch bald werde ich ganz hoffentlich loslassen können, ich bin dabei. Denn jedes negative Gefühl Ihm gegenüber hält ja eine Verbindung zu Ihm aufrecht.

    Er wohnt ja gleich um die Ecke, und ehrlich gesagt habe ich Angst Ihn eines Tages auf der Straße zu treffen, weil ich nicht weiß wie ich darauf reagieren soll. Manches mal krieg ich schon nen Haulkrampf wenn ich sein Auto bei mir an der Ecke sehe, oder seinen Hund...
    Eine komische Mischung, dieser Wunsch nach Auseinandersetzung und der andere Ihn aus meinem Leben zu "entfernen".

    Ich muß wohl einen Weg finden zu mehr Selbstbewußtsein und Selbstwert und Anerkennung....

    Heute zufreiden mit mir allein zu Haus.

    LG und Danke Karotte

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Hallo Karotte!

    Wie wärs, wenn du so eine Begegnung daheim vor dem Spiegel üben würdest? So mit verschiedenen Sätzen, Antworten vorbereiten.
    Dabei kannst du auch sehen, wie sich dein Gesicht verändert, auf andere vlt. wirkt.
    Dabei arbeitest du dann nicht mehr an der Vergangenheit - die ist vorbei - sondern an der Zukunft, dass was du ja besser machen willst.
    Und diese Vorbereitung gibt dir Kraft, Ruhe, einen Vorsprung.

    So meine Gedanken dazu. Vlt. hilfts dir ja.
    Einen schönen Tag wünscht dir Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Danke, liebe Gotti für diesen Tipp! Bin mir glaub ich ziemlich unsicher ob ich das kann, vorallem wie in echt...wahrscheinlich wird das ein bisschen gestellt, aber ich werds wohl mal versuchen.
    Kenne da auch so ne freie Spielgruppe, hab schon überlegt ob ich da mal hingeh und das Thema, in seinen verschiedenen Facetten, durchspiele...
    mal schaun.
    Liebe Grüße :wink:

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • So, der Tag war mist. Da half auch meine Mühe nicht. Zur belohnung habe ich mir ein schönes Shirt gekauft... und was passiert auf dem Heimweg. Später als sonst, wg. shopping. Ich laufe an der Ecke von Mr. Mail vorbei und war kommt da die Staße hoch. Er mit seinem Hund. Ich schaute zu Ihm und gin weiter. Zum Glück war es dunkel und ich konnte sein Gesicht nicht richtig erkennen. Und so wie ich kenne wird er sich wahrscheinlich fragen ob ich es war. Ach vielleicht wäre hell auch besser gewesen, dann hätte er meinen Blick wenigstens richtig gesehen.
    Ich zittere immer noch und mir ist total schlecht. Kotzheulelend.
    Man. Warum macht mich das so fertig...... shit

    K.

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  • Hallo Karottine ... schon komisch wie die Welt insgesamt funktioniert und sich alles fügt, oder?! Da denkt man darüber nach und grübelt wie man mit einer möglichen Situation umgehen kann und soll und dann steht man genau vor dieser Situation und ist eigentlich total unvorbereitet.

    AllEin - fällt mir dazu nur ein! Alles ist Eins und Eins ist Alles. Oder wie man in den Wald hinein ruft, kommt es wieder raus. Oder auch lässt man die Angst los, steht man meist kurz danach vor genau dieser Angst und darf sie überwinden. Du kreeirst dir alles selbst.

    Denkst du also schon die ganze Zeit negativ in diese Richtung, kannst du auch nur mit einem negativen Gefühl nach Hause gehen. Denkst du aber positiv in diese Richtung - lässt Wut, Zorn, Hass und böse Gedanken und Blicke los, dann gehst du lächeln heimwärts.

    Was hat er, dass du ihm vermeindlich so eine große Handhabe über deine Gefühle gibst? Was gibt es dir? Du gibst ihm die Stärke über dich, die nur du allein ihm gibst! DU gibst einer Situation die Bedeutung. Was nimmst du weg und was packst du zu der Realität dazu?

    Ich umarme dich fest! Immer noch Kotzheulelend???

    kk.

  • Ja, ich geb dem irgendwie echt Macht.
    Mist. Da is so ein Schmerz, ich weiß auch nicht...diffus und manchmal ganz schön heftig.... :cry:
    Du hast sicher recht...bloß wie... wie nur?
    Ein bisschen liest Du Dich auch wie garde Esoterisch erleuchtet.. :wink:
    Ein alter Bekannter von mir hat auch immer von dem ALLein gesprochen.
    Sicher ist das irgendwie so....
    Im Alltag ist das mir aber etwas fern. Hab so schon Schwierigkeiten irgendwie bei mir zu bleiben.
    Ich muß endlich all das loslassen mit Ihm...sein lassen, was ich ja auch irgendwie mache. Aber wenn ich seinen Hund sein Auto oder gar Ihn sehe kommt das alles wieder hoch. Seine Respektlosigkeit, seine miese Art und Weise...
    Allerdings sehe ich auch das er mich zu einem extremen Tiefpunkt, zum Gang in die "Unterwelt" geführt hat. Und das mußte wohl so sein. Um jetzt wieder neu durchzustarten. Eine Lehre des Lebens.

    Sei umärmelt liebe KK, auch meine Abkürzung im reallife.
    Karotte :wink:

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Ich überlege an einem Gegengedanken. Was mache ich mit diesem wiederauftauchendem Schmerz. Wie kann ich anders denken, was kann ich mir sagen. Ich werde versuchen die Negativen Gedanken nicht mehr anzunehmen... in dieser Situation sehr schwierig.

    Gestern war ich wieder malen. War gut. Aber auch sehr spät.
    Ich fühle mich insgesamt zwar recht gut, doch sehr müde und gestresst. Auf Arbeit blicke ich nicht mehr durch. Weiß nicht wo mir der Kopf steht.
    Und dann gibt es auch in nächster Zeit viele Privat-Termine.

    Es fällt mir schwer zu entspannen.

    Lg Karotte

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Hallo Karotte,

    das finde ich schade, dass es dir mit deiner Entspannung schwer fällt. Denn das ist soooo wichtig! Um neue Energie zu tanken, um die Gedanken zu sortieren, um bei sich anzukommen.

    So viele Termine, na ja, Arbeit ist wichtig und gut, das ist ja klar, aber so viele private Termine... :roll: . Ich weiß ja nicht, wie es bei dir so ist, bei mir war es mal ähnlich. Ich musste immer in Action sein, immer was los, immer Trubel, immer noch mehr Dinge. Das hat mich unter anderem davor geschützt, sozusagen, dass ich zur Ruhe kam und bei mir hätte hinsehen müssen! Ich bin vor mir selbst weggerannt, musste mir irgendwas beweisen. Meine ersten Ruhemomente habe ich mir regelrecht gegönnt und ganz bewusst gelebt. Ich fühlte mich erstmal zappelig und unruhig, war das garnicht gewöhnt. Dass ich das Recht hatte auf Ruhe :roll: , das war so neu, aber auch so gut.

    Na, so war es jedenfalls mal bei mir. Und jetzt. Hey Karotte, wir haben Urlaub und düsen erstmal morgen früh los in Richtung Hessenland :D . Ruhe genießen, Abstand gewinnen, neue Eindrücke sammeln. Und vor allem, eine liebe Freundin besuchen :D ...

    Also, mach's jut
    Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • hallo karottine,

    wie geht es dir? nutzt du diese freien tage, um die notwendige entspannung zu erlangen und um mal durchzuatmen?

    ich glaube, ich brauche es nicht näher ausführen - entspannung kommt aus dir heraus, von innen. ja, ja ... die koketterie oder emilie immer mit ihren klugen sprüchen, gelle? ich denke, ich kann diesen unmut und die unruhe nachempfinden. ging mir ja selbst nicht anders die letzte zeit. ich fühlte mich auch überfordert. da gilt es die notbremse für sich zu ziehen und eigene prioritäten zu setzen. was hilft mir weiter und was muss ich kürzen, damit aus leben kein überleben wird. genauso ist mit dem auseinander setzen mit den eigenen gefühlen und gedanken. manchmal brauchen wir auch davon eine pause. ich habe vor einigen tagen den fernseher wieder angeschlossen, um einfach mal abzuschalten und mich stumpf abzulenken. es hat geholfen und ich fühle mich sehr viel stärker wieder in mir hinzusehen. es zählt der weg. wenn aber der weg keine freue mehr bringt, dann kann man ruhig auch mal rast machen. auch das gehört dazu.

    zu deinem immer wiederkehrenden schmerz habe ich zwei sachen, die ich dir sagen möchte:

    zum einen möchte ich dich folgendes fragen (da ich deine vorgeschichte leider noch nicht gelesen hab): wie war denn das bei dir, als du hier her gekommen bist, als du von der/deiner co-abhängigkeit erfahren hast. wie waren deine gefühle damals? wie bist du damals mit dem immer wiederkehrenden schmerz umgegangen, so dass du nun heute die bist, die du bist?! kannst du dich erinnern? kannst du die erfahrungen, die du damals gemacht hast, nicht auch jetzt anwenden?!

    zum anderen eine buchempfehlung, von der du sicher bereits hier mehrfach gelesen hast. "wenn frauen zu sehr lieben" von robin norwood. darin - glaube ich - wirst du jede menge antworten finden. ich habe vor ein paar tagen angefangen dieses buch zu lesen. sehr berührend. ich habe schon oft geweint. dieses buch ist auch mit ausschlaggebend, dass ich mich nun auch für den geschlossenen bereich angemeldet habe. es ist für mich zeit, tiefer zu gehen. dieses buch würde ich dir aber tatsächlich nur empfehlen zu lesen, wenn du bereit bist, noch tiefer zu gehen. ich finde, es ist sehr bewegend und sehr aufwühlend!

    liebe karottine, ich bin dir so dankbar, dass du mich die letzten wochen so intensiv begleitet hast und mir rettende anker zugeschmissen hast. wohl auch auf kosten deiner eigenen inneren ruhe. ich werde sicher immer weiter bei dir lesen und dich auf deinem weg noch weiter begleiten. bin ja nicht weggesperrt .)

    fühl dich umarmt und geherzt.

    kk.

  • Hallo Ihr Lieben, Hallo Aurora, Hallo Emilie_AllEin,

    Ja, das mir dem Entspannen fällt schwer. Ich denke hauptsächlich liegt es an der Arbeit (komme grade heim). Es ist manchmal wahnsiinig anstrengend, viele Auseinandersetzungen und Fragen wie ich mit was umgehe und auch sehr ein sehr vielseitiger aber dadurch auch stressiger Job. Ich mache ja auch viel was ich nicht gelernt habe, wo ich mich reinfuchsen muß und immer wieder fehlt es mir an Durchsetzungskraft und das kostet jede Menge Energie. Ich war ja vor dieser AGH 1,5 Jahre Arbeitslos und es ist sehr schwer für mich mich an die 40 Stundne zu gewöhnen. AUch nach einem halben Jahr bin ich meistens nach Arbeit nur Groggi.
    Trotzdem möchte ich in meiner Freizeit einfach auch was machen um einen positiven Ausgleich zu haben. Ich mag nicht nur müde zu Hause sitzen.
    Und dann gibt es ja auch noch Therapietermine und ähnliches.
    Da ist einfach wenig Raum zum mal hängenlassen...leider. Spätestens wenn ich mal 2 Stunden nur so bin, z.B. am Wochenende, ruft auch schon der Haushalt und sowas.
    Mein Mitbewohner erwartet nun auch das die Renovierung mal vorärts geht und das ich auch mal mit Ihm rede etc. und ch will Abends manchmal einfach nur meine Ruhe.
    Und oft bin ich dann auch zu müde um etwas zu machen was mir Spaß machen würde...

    Zu meinem Schmerz: Es war bei meinem EXEX (Alki) einfach anders, weil so vieles eine Art Dauerzustand war und Wir ja immer irgendwie in Kontakt waren.
    Ich habe aber schon ähnliches davor erlebt und meine Erfahrung ist das nur die Zeit etwas bringt. Wobei ich manchmal sehr sehr viel zeit gebraucht habe. Diesmal aber war es etwas ganz spezielles und er wohnt ja nun leider auch gleich um die Ecke. Alles hier um mich verbindet mich irgendwie auch mit Ihm, so untergründig.

    Ich habe festgestellt das der Schmerz durch eine Art Schreck/Schock ausgelöst wird, wenn ich etwas von Ihm sehe (Auto, Hund, Ihn).
    Habe heute überlegt was mich so erschreckt, vor was ich eigentlich Angst habe. Denn eigentlich würde ich Ihm gern mal in die Augen schauen, damit er meinen klaren Blick sieht.
    Vielleicht habe ich Angst das er weiterläuft, oder ein steifes, fremdes Hallo sagt... ich komme grade nicht so ganz dahinter.
    Ich werde mit der Zeit schon mehr loslassen können ...hoffentlich.
    Aber dieser Mann ist keine einfache Geschichte, zuvieles aus dem letzten Jahren hängt mit Ihm zusammen. Zu speziell war dieses halbe Jahr. Ich kann das hier nicht näher erläutern.

    Ich habe schon die Hoffnung das ich einen Weg finde damit umzugehen. Mir ist auch wieder bewußt geworden wie stark doch bestimmte Muster in dieser Zeit wieder hoch gekommen sind, und wie strak ich mir wieder weniger wichtig war, wieviel Rücksicht ich mal wieder genommen habe, wie sehr ich doch für Ihn da war.
    Doch ich möchte irgendwann sagen können: Ich segne Dich mit Liebe und gebe Dich frei. Es ist vorbei. Schluß. Aus. Ende.
    Was es mir gebracht hat? Es war wohl nötig nochmal so tief zu gehen, nochmal einen riesen Schritt in die Unterwelt zu tun um daran zu wachsen für die Zukunft und mich!

    Ich bin gerade zufrieden mit mir allein und hoffe das ich immer mehr in mein Leben und mich vertrauen kann um irgendwann einmal eine gesunde Beziehung aufzubauen.
    Inzwischen freue ich mich einfach an Dingen wie einem Lächeln von einem Mann, oder einem Danke, u.ä. und daran Menschen zu treffen und kennenzulernen um wieder neue Freunde zu finden.

    Es fühlt sich gut an Allein zu sein. Um mich um mich zu kümmern und um mich Gedanken zu machen. Wobei mein Ziel ist JETZT zu leben und im Augenblick zu sein, und da habe ich noch jede Menge zu tun.

    Und liebe ehemalige Koketerie, das Schreiben mit Dir war ein Geschenk und hat mir auch gut getan, das tut gut und stört keineswegs meine Innere Ruhe. Denn wir Menschen sollten uns Unterstützen, damit wir unsere guten Erfahrungen weitertragen können und die Welt ein bisschen freundlicher gestalten.
    Stell Dir vor was Wir geben können wenn Wir mit uns im Reinen sind.
    Es gibt in meinem Leben niemand mit dem ich so reden kann. Gern würde ich mehr tiefgreifende Gespräche führen...ganz in Echt.

    Dank Dir für deine Worte. Ich hoffe sehr Du schreibst noch hier. Ich war ja auch mal in der "Geschlossenen" und da hat man dort zu tun und schreibt kaum noch draußen...weil ja dann auch alles doppelt erzählt werden muß.
    Ich hoffe ich höre von Dir. Das schöne ist ja dann das Du auch Bilder reinsetzen kannst...das war schön. Und PNs schreiben...

    Guts Nächtle
    die Karottine :wink:

    Wo ist eigentlich der liebe Kaltblut :roll:

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • liebe karottine.

    es ist soweit, der geschlossene bereich ist nun offen für mich. und ich konnte es mir einfach nicht "verkneifen", schon mal einen kurzen und kleinen schritt hinein zu wagen. hab auch gleich was von dir entdeckt :)

    meine liebe karottine. ich will heute gar nicht mit so langen ausführungen daher kommen, zu sehr bin ich schon mit mir beschäftigt. aber sei dir eines gewiss, dass ich nämlich in gedanken und im herzen bei dir bin.

    dein schmerz. nun, alles was ich dir dazu sagen kann, ist mein gefühl, dass dieser hochkommende schmerz bedeutet, dass da etwas "altes" eben noch nicht so richtig verdaut und verarbeitet wurde.

    ich kann das nur vermuten, aber ich vermute es, weil ich derzeit genau da angekommen bin. ich gehe in die tiefe, denn ich habe für mich gerade eine wirklich "alte" vergangenheit aufzuarbeiten. da stehe ich jetzt.

    noch ist vielleicht nicht die zeit, zu sagen, ich segne dich mit liebe und gebe dich frei. vielleicht ist jetzt noch zeit, die dinge zu betrachten. aus ihnen zu lernen. dieses negativ zuzulassen um etwas zu entdecken.

    du schreibst, vielleicht war es nötig, noch mal so tief zu gehen, diesen riesen schritt in die unterwelt zu tun, um daran zu wachsen. ganz sicher ist es das. und vielleicht solltest du diesen schritt jetzt weiter bewusst tun.

    aber bitte mach diesen schritt erst, wenn du bereit dazu bist, mach ihn vor allem nicht ganz allein. und bis dahin, ja, lebe im jetzt! mach, dass jeder tag die möglichkeit hat, ein glücklicher zu sein. lieb dich!

    ich umarme dich ganz fest! wir werden einander lesen. eingewickelt in wunderschön buntes geschenkpapier lass ich dir ein stück von meinem herzen da. bis bald.

    kk.

  • Ach Du Liebe, da kommen mir ja glatt die Tränen und ganz stark das vermissen einer Freundin Wie Du eine wärst im realem Leben.
    Es bedrückt mich keine richtige Freundin zu haben mit der ich so reden kann.
    Liebe, sei gegrüßt. Da haste also den alten Kram von mir in der geschlossenen entdeckt, sind ja sicher auch noch die Bilder vorhanden..*g*
    Lass es Dir gut gehn, Ja und meld Dich mal hier draußen...

    Der Schmerz, ja viel altes - so siehts aus. Werd mich weiter damit auseinandersetzen. In Ruhe und mir Zeit lassen. Den Herbst, den Winter...
    Nicht alleine gehen wird schwierig, denn wer wohl sollte dabei sein.

    Es ist gut offen zu sein den Dingen ins Gesicht zu blicken.

    Drück Dich
    die Karotte :wink:

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Heute vor 2 Monaten war ich das letzte mal bei Mr. Mail. Habe das letzte mal seine Stimme gehört, das letzte mal berührt.
    Mußte das letzte mal miterleben wie er nicht zu mir steht und wie seine Ex immer überalldabei war...
    bin trotzdem traurig. Nach all dem was war - kein Kontakt, keine Wertschätzung, nur eine kalte letzte mail.

    K. :) :wink:

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Hallo,
    wie geht es mir? Ich denke ganz gut. Der 28. war schon nochmal so ein Trauertag und ich habe viel an Ihn gedacht. Selbst noch Abends beim einschlafen Briefe an Ihn formuliert...aber nicht geschrieben. Nur im Kopf.
    Ich weiß bei vielem wirklich mehr über Ihn als er selber über sich. Sehe viel was er nicht sehen will. Und das ist der Punkt er will es nicht. Manches mal habe ich mich gefragt ob Ich Ihn um ein gespräch bitte um ein gutes Abschließen zu finden. Bis jetzt habe ich es nicht getan. Ich hätte Ihm viel zu sagen, weiß aber nicht ob er es überhaupt wissen mag.

    Sonst läuft es ... viel los... aber heute und morgen endlich mal ein richtiges Wochenende. Habe grade die Öfen angeheizt und genieße ein Marzipancroissont.
    Am Donnerstag hatte ich meine erste Akkordeonstunde. Und das ist ganz famous. Dieses Instrument macht mich glücklich.
    Dann bringe ich zur Zeit noch einige notwendige, aufregende Zahnbehandlungen hinter mich (Schulterklopf).

    Heute Abend werde ich den Tag der Ahnen begehen und meiner Toten gedenken. Ein kleines Ritual.

    Liebe Grüße
    und wie isses so bei Dir liebe AllEin? :wink:

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Hallo Karottine.

    Freu mich, dich zu lesen! Bei mir läuft es nicht, es ist mehr ein langsames Gehen, aber es ist vorwärts.

    Ich habe heute zur Feier dieses Tages meine Wohnung geweihräuchert und die alten Geister, die mich umgeben in die Freiheit hinaus gelassen. Ich habe mich bei allen bedankt, die mich begleitet haben - auch den bösen - und die guten gebeten, weiter auf mich aufzupassen. Ich habe allen meine Liebe mitgegeben, auf dass sie sie in der Welt verteilen und mir ihre Liebe da lassen. Na, ein bisschen AllEin eben.

    Mein Durchatmen ist zu einem langen Durchatmen geworden. Ich habe nun länger nicht meine Finger auf den Tasten bewegt. Das letzte Mal als ich schrieb, war ich so ausgelaugt, dass ich mir davon eine lange Pause gönnen musste. Ich drückte nicht auf Absenden. Ich fiel tot ins Bett. Aber langsam ist gut. Ich gehe einfach langsam Schritt für Schritt in meiner Zeit. Gelesen hab ich hier trotzdem.

    Liebe Karottine, wenn du sagst, du siehst bei ihm mehr, als er sehen will und weißt bei vielem mehr als er über sich selbst. Ich bitte dich vorsichtig mit solchen Aussagen zu sein. Vieles was wir sehen, resultiert auch aus eigener Projektion. Wir sehen mehr und wir sind ja auch auf dem Weg, sehen zu wollen. Aber jeder geht eben sein Weg in seiner Zeit. Manchmal kann man sich einige Sachen selbst noch nicht anschauen, denn die Zeit dafür ist vielleicht noch nicht reif. Manchmal muss man entgegen seines eigenen Wissens, Ruhe walten lassen und Stürme von sich abwenden, weil man vielleicht daran kaputt gehen kann. Nicht jeder ist bereit (in diesem Leben?) diesen Weg gehen, den wir gehen.

    Ich glaube - ohne es zu wissen - du hast ihm sicher mehrfach vermittelt, was du willst, wer du bist, was du siehst. Was soll das inzinierte Gespräch also noch bringen? Wenn die Zeit reif für ein solches Gespräch ist - ich bin mir sicher - wird sich dieses Gespräch ganz automatisch einen Weg zu euch suchen und die Tür von selbst öffnen. Bist du denn überhaupt bereit für ein solches Gespräch? Kannst du denn darüber lachen?

    Es grüßt herzlich

    die Emi

  • Hallo Emilie,

    Zitat


    Das letzte Mal als ich schrieb, war ich so ausgelaugt, dass ich mir davon eine lange Pause gönnen musste. Ich drückte nicht auf Absenden. Ich fiel tot ins Bett. Aber langsam ist gut. Ich gehe einfach langsam Schritt für Schritt in meiner Zeit. Gelesen hab ich hier trotzdem.

    Manchmal hilft es vielleicht besser einfach bei sich zu bleiben. Nicht alle Energie nach außen zu verpulvern, sondern auch mal etwas in sich schmoren zu lassen. Ich mache damit ganz gute Erfahrungen.

    Was Mr. Mail angeht und auch sonst die Menschen, ich weiß schon was ich sage/schreibe. Ich habe ein sehr feines Gespür dafür. Vielleicht ist es eine Gabe. Aber manchmal eben auch Last. Wenn man selber mehr sieht als der den es betrifft. Denn ich kann es natürlich nicht ändern. Und auf seinen Weg muß sich jeder selber machen.
    Ohne das er sich aufmachte ging es nicht. Und so ist es jetzt. Ja, er wird seine Gründe haben. Doch ist es nicht immer die Zeit die nicht Reif ist, sondern manchmal einfach auch der Wille. Denn der Mensch richtet sich ein im Leben mit seinen Mustern und Verstörungen. Auch wenn diese das Leben nicht unbedingt schön machen ist es oft der einfachere, weil bekanntere Weg.
    Ich habe mir immer gewünscht das er sich aufmacht, weil ich mir gewünscht habe das es mit uns klappt, weil ich Ihm etwas besseres wünschte als das was er nun lebt, das wo er schon lange verharrt.

    Zitat

    Ich glaube - ohne es zu wissen - du hast ihm sicher mehrfach vermittelt, was du willst, wer du bist, was du siehst.


    Da bin ich mir nicht sicher, ging es doch immer mehr um Ihn (hallo Co). Ich hatte manchmal das Gefühl das er mich da nicht wahrnimmt nicht hört, zusehr in seinen Glaubenssätzen und seinen Bildern von.. verharrt.

    Zitat

    Was soll das inzinierte Gespräch also noch bringen?


    Ich glaube nicht das ein Gespräch inszeniert ist wenn ich darum bitte um besser mit dem was war umgehen zu können.
    Vieles was mit anderen zusammenhängt läßt sich mit dem anderen zusammen besser lösen... Schmerz, Wut,Traurigkeit.
    Mir wäre sehr daran gelegen das gemeinsam wertzuschätzen was Wir hatten und einen guten Abschluß zu finden. Und ein Gespräch, auch noch mal um seine Hintergründe zu erfahren, sehe ich da als gute Sache.

    Zitat


    Wenn die Zeit reif für ein solches Gespräch ist - ich bin mir sicher - wird sich dieses Gespräch ganz automatisch einen Weg zu euch suchen und die Tür von selbst öffnen.


    Das glaube ich leider nicht, denn er hat viele typische Verhaltensweisen eines EKA´s, und dazu gehört plötzliche vollkommene Abwesenheit/Kälte.
    Und in 2 Jahren oder so, wenn er vielleicht könnte, da habe ich dann sicher und hoffentlich selber einen Weg gefunden damit umzugehen. Vielleicht sitzt der Schmerz auch dann zu tief...und ist kaum noch retuschierbar. (Meine Erfahrung)

    Zitat

    Bist du denn überhaupt bereit für ein solches Gespräch?


    Wenn ich Ihn darum bitte werde ich wohl dafür offen sein

    Zitat

    Kannst du denn darüber lachen?


    Nein, warum auch. Das ist für mich kein Thema zum lachen.

    Karotte

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

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