Liebe Thea,
eben habe ich eine längere Antwort geschrieben, plötzlich war die Internetverbindung weg. Nun versuche ich es erneut.
Mein gestriger Tag war auch rundum gut. Mit meiner Tochter und einem Enkel sind wir noch mal über einen Hamburger Weihnachtsmarkt geschlendet. Sie kommen von außerhalb und konnten sich an der Deko und den vielen Lichtern satt sehen. Geschlemmt haben wir u.a. auch. ![]()
Begegnungen als Chance zu sehen, kommt mir sehr nahe. Eine mir bekannte Heilpraktikerin drückte es so aus, wir können von allem möglichen clean werden, in dem wir es uns verbieten, dadurch sind wir aber noch nicht frei davon. In Bezug auf mein Leben fühlte ich mich immer von einer Gattung Männer angezogen, die mich an meinen wunden Punkten treffen konnten und mich für Dinge verantwortlich machten, für die ich nicht verantwortlich bin. Das übte eine Faszination auf mich aus, und darauf war ich hungrig. Folglich liegt in jeder Negativerfahrung ein positver Sinn, sie so lange auf den Teller zu bekommen, bis man "satt" ist.
Heute ist etwas anders als zuvor, ich lechze nicht nach der nächsten Beziehung, um mich wieder in ihr zu verlieren. Sondern genieße bewusst meine Freiheit und Selbstbestimmung. Bin viel mehr bei mir und fernab gefallen und funktionieren zu wollen. Es verleiht mir eine gelassene und positive Ausstrahlung.
Für dieses neue Lebensgefühl bin ich dankbar. Es ist an der Zeit, mich und meine wunden Punkte zu betrachten.
Und er? Seine Faszination und Anziehung sind geschrumpt, er ist schon sehr weit weg, wie in Nebel getaucht - wird mich nicht mehr täuschen. Ich sah ihn verschwommen im Halbschlaf, eine innere Stimme sagte mir:"Du bist es nicht!"
Liebe Grüße Laurina ![]()