Ehrlichkeit mir selbst gegenüber!!

  • Hallo,

    zu den ganzen interessanten Threads die im Moment laufen möchte ich die Frage stellen.

    Muss ich nach Namen fragen wenn etwas verallgemeinert wird, oder einige Schuhe hin gestellt werden?

    Oder reicht es einfach ehrlich zu sich selbst zu sein und mal bei sich zu schauen?

    Liebe Grüsse
    Elocin

  • Hallo Elocin

    ..kannst mich jetzt für bekloppt halten-ich verstehe die Frage nicht!Kannst Du bitte (nur für mich)mal umformulieren?

    L.G.
    Backmaus

  • Hi Backmaus,

    mir kommt es vor wenn nicht genau geschrieben wird....bei dem und dem ist mir das und das aufgefallen...das es verunsichert....aber warum? Wenn ich doch ehrlich zu mir bin weiß ich doch ob mir der Schuh passt der da grad hingestellt wurde oder nicht.

    Besser kann ich es grad nicht schreiben...ich hoffe du hast es verstanden und die anderen auch.

    Liebe Grüsse
    Elocin

  • Hallo Elocin

    ich bin auch oft verunsichert, ich muss erst noch Schuhe probieren. Ich bin noch ziemlich neu, viele von euch sind schon viel "erfahrener".
    Ich lese viel, schreibe auch manchmal bei anderen, vielleicht auch manchmal nicht so hilfreiches. Ich hatte auch schon Bedenken, " Mensch die schreiben dir, muss doch auch mal zurückschreiben, " ich muss erst lernen daß ich nehmen darf ohne zurückzugeben.
    Ich hoffe, daß ich in einem Jahr oder wann auch immer, weiß welcher Schuh mir passt. Heut bin ich noch oft unsicher.

    Ich hoff, ich habs richtig verstanden.

    julchen

  • Danke,alles klar--jetzt hab'ich's auch kapiert.

    Was mich betrifft,ich musste hier auch schonmal kräftig einstecken und bin dann unhöflich geworden.Kritik annehmen war und ist leider immer noch meine Schwachstelle,nicht nur hier im Forum .Ich möchte aber weiterhin persönlich auf meine Fehler,falsche Ratschläge,was auch immer kommt,persönlich hingewiesen werden-weil oft bin ich so von mir überzeugt,das ich mit nebolösen Andeutungen MIR den Schuh garnicht anziehen kann.
    Hast DU jetzt verstanden,was ICH meine?
    L.G.
    Backmaus

  • Hallo Elocin,


    also, ich verstehe die Frage so, daß, wenn ich spüre, daß mich eine Ansicht eines Schreibers so dermaßen anpiekt, ich mich a) hinterfragen kann, ob ich mich da wirklich angesprochen fühlen muß, weil an dem, was geschrieben wurde, auch tatsächlich etwas dran ist? Und b) wenn es andem ist, daß ich daran einen Anteil habe, ich dann so ehrlich sein sollte, mir dann genau anzusehen, woran dies liegt, was ich daran vielleicht ändern könnte oder es einfach annehmen kann.

    Jeder hat so seine Punkte, an denen er sich persönlich angesprochen fühlt, aber meines Erachtens muß nicht immer ich persönlich gemeint sein. Vielleicht habe ich nur bis dato da nicht hingesehen...

    Ich habe die Wahl: Ziehe ich mir den passenden Schuh an, dann kann ich diesen auch wieder ablegen, indem ich mir bewußt mache, daß dies mich betrifft.
    Wenn der Schuh mir nicht passt, lasse ich ihn liegen.

    Lieben Gruß

    S.Käferchen

  • Zitat von Karsten

    ich interpretiere die Frage so, um es mal an einem Beispiel festzumachen, dass jeder sich selbst ehrlich hinterfragt, ob er oder sie das Forum zum Erfahrungsaustausch zum Forenthema nutzt oder anderes hier tut, wie eben auch das Wort Unterhaltungsplattform in einem anderen Thread gefallen ist.
    Keiner kann für jemanden anderen diese Frage beantworten, weil jeder nur für sich selbst weiß, wenn er oder sie ehrlich zu sich selst ist, ob es Veränderungen zum besseren Leben gibt.

    Danke Karsten, das sind für mich klare Worte, die ich verstanden habe.

    Haben nichts nebulöses, verwirrendes, oder wo ich raten muss um was es jetzt geht, an sich.

    Alles Liebe Weitsicht

  • Was meint der eine, was der andere, wie finde ich das und wie Du...da kann es auch über den Schuh sehr verschiedene Meinungen geben, da bringt ein Thread wie der hier gemeinte auch nicht unbedingt mehr als einer über Wortwahl und Höflichkeit.
    Vorallendingen stelle ich doch auch immer wieder fest das die Menschen nun mal unterschiedlich sind und unterschiedliche Ansichten haben...dat is so...ganz unabhängig von Sucht und Nebenerscheinungen. Und so wird ein jeder auch seinen eigenen Weg gehen...und das wäre doch schön zu akzeptieren...

    Karotte

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Hallo,
    ich habe in der Zeit in der ich hier jetzt im Forum bin ja vielerlei Zitate gehört.
    Eines davon war,viele Wege führen nach Rom.

    Meine Antwort darauf:Ich bin viele Wege gegangen,aber in Rom bin ich nie angekommen,heute sage ich mir,watt soll ich auch in Rom?

    Ich bin meinen Weg gegangen,habe vertraut,denen Menschen von dem ich meine das Sie es ehrlich mit mir meinen/meinten,mir auch Kritik zuteil lassen wurden um für mich nach Lösungen suchen zu können.

    Ich vertraute,nahm an,zog mir alles ran,auch das was weh tat/tut denn nur so komme ich auch an meine Knackpunkte und kann für mich nach Lösungen suchen.


    Rumgeieiert habe ich 25 Jahre!

    Heute brauche ich das nicht mehr,und nach Rom will ich auch nicht!

    Lieben Gruß,Andi

  • Hallo zusammen,

    hm.. also in Rom war ich ja schon mal... aber ich muß gestehen... mir waren da viel zu viele laute Italiener :lol: . Und das der, der am lautesten schreit, auch recht hat, das wage ich nach wie vor zu bezweifeln *grins.

    Zum Thema aber: ich glaube HIER in diesem Forum habe ich erstmal so richtig gelernt, in mich reinzuhorchen und meistens sogar gnadenlos ehrlich zu mir zu sein. Und ich habe gemerkt, wie Karsten auch so schön sagt, daß es kein "bin fertig mit lernen und weiß nun alles" gibt in meinem Leben. So manche Meinung, die ich - sagen wir vor einem Jahr - über manches hatte, hat sich bis zum heutigen Zeitpunkt verändert.

    Und sowas geht nur, wenn ich a) bereit bin, andere Meinungen zuzulassen und b) mich eben selbst immer mal wieder hinterfrage, ob denn die eigene Meinung wirklich so richtig ist, wie ich mal dachte. Oder eben auch manche Erfahrungen von den "Alten" hier einfach mal für sich annehmen und die Zeit entscheiden zu lassen, ob was dran ist... oder auch nicht.

    Ich lebe jetzt auf jeden Fall mit einer sehr viel größeren innerlichen Ausgeglichenheit und Ruhe.


    Liebe Grüße
    ClaudiA

  • Ich denke auch das das Forum vom Austausch lebt und wenn ich sage ein jeder geht seinen eigenen Weg meine ich nicht das er/sie diesen Weg allein geht...weil da müßte man sich ja nicht im Forum anmelden dafür...
    Ich meinte eher das es da keine strickte Anweisung gibt die abzuhaken ist und dann wird das schon...sondern das es auch menschlich soviele Unterschiede gibt wie Wege. Sich gibt es nun mal Sachen wie die Grundbausteine, ohne die e nicht läuft. Doch jeder hat vorher ein anderes Leben gehabt und steht an anderer Stelle, andere Erfahrungen, Hintergründe, Umfeld... etc. Einer hat mit seiner Familie zu tun, der andere mit Kollegen, der eine hat Kinder der andere nen Hund. Und mit diesen ganzen Situationen muß Mensch seinen eigenen Weg finden klarzukommen. Und das kann er/sie ja nur auf seine Weise.
    Ich sehe da aber auch gewisse Unterschiede bei Co´s und Alkis. Was auch den Weg ändert. Bin fast der Meinung das Mensch die Alkmuster schneller loswerden kann als der Co seine Muster...Allerdings gibts es da psychologisch ja ähnliche Hintergründe, z.B. Stichwort Gefühle... Sind ja beides Irgendwie Gefühlskrankheiten...
    Ich habe schon manchmal das Gefühl das von älteren Hasen (spreche nur von der Coabteilung) ein gewisses Verhalten erwartet wird...und zwar genau so... wenn das nicht passiert wenn lange versucht einen "Fehler" "nachzuweisen"...dabei braucht scheinbar mancher einfach ne Kurve mehr oder läuft den Hügel andersrum. Ich fände ein wenig mehr Toleranz und Akzeptanz dem Anderem gegenüber ganz gut...
    Aber eins is klar mit Rumgeeier kommen Wir alle nicht weiter...

    Viele Grüße an Karsten, den Schöpfer dieses Forums

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Servus Karotte,

    Zitat

    Aber eins is klar mit Rumgeeier kommen Wir alle nicht weiter...


    das ist der einzige Satz, den ich in Deinem letzten Posting "unterschreibe".
    Der Rest fällt -mal wieder- unter das Thema "Individualität" (vermeintliche, erhoffte, herbeigeredete).

    Wer sich ehrlich mit sich und seiner Abhängigkeit befasst wird sehr schnell feststellen, dass so gut wie keine Individualität in der Sucht vorhanden ist.

    Und es ist müssig, Sucht nach "Schwere", oder ähnlichen Abstufungen beurteilen zu wollen.

      Alkoholiker light?
      Hardcore-Coabhängiger?
      Platz 3 auf der nach oben offenen Sucht-Skala?
      Braver Alkoholiker, böser Kokser?
      ...


    Nein. Sucht ist Sucht. Und nur derjenige, der willens ist, sich seiner Sucht kompromisslos zu stellen, wird aus dem Kreislauf aussteiegen können. Die Betonung liegt hier auf "kompromisslos". Auch das haben wie hier im Forum in allen Facetten bis zum Erbrechen mehrfach diskutiert.

    Das Ende vom Lied war immer:

    Wer will, findet Wege - wer nicht will, findet Gründe.

    LG
    Spedi

  • Spedi, da geh ich schon mit.
    Doch ich denke diese Betonung des Individuellen kommt daher das die AlkMenschen die ich im realem Leben kenne sehr sehr unterschiedlich sind. Im Konsum...und auch im Umgang mit der Coabhängigkeit. Und bei meinem Partner ist es halt leider auch so ein Grenzfall, der von mehreren Seiten eher als Gefährdet eingestuft wird...was die herangehensweise nicht einfacher macht. Wo noch mehr Wert auf die therapeutische Art und Weise und das Zusammenspiel der verschiedenen kranken Faktoren gelegt werden muß um dauerhaft trocken zu werden. Was in der "normalen" Suchtbeahndlung nicht der Fall ist..
    Und dann denke ich da auch an die älteren Coabhängigen Damen von meiner alten Shg...die nach noch soviel Sitzungen nur über Ihre trinkenden Kinder geredet haben anstatt über sich... nach 50 CoJahren ist es ein ganz anderer Weg als nach 30... die Menschen kann der Hilfeleistende nur da abholen wo er steht. Alles andere geht ins Leere und wird auf Dauer keinen Erfolg haben...
    Was mir auch so aufgefallen ist, bei uns Co´s ist das rumeiern irgendwie bestandteil der Krankheit... würde beim Alki nicht gehn...denn der hätte dann einen richtigen Rückfall... das Cosein ist schwerer zu fassen...

    Karotte

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Zitat

    Wo noch mehr Wert auf die therapeutische Art und Weise und das Zusammenspiel der verschiedenen kranken Faktoren gelegt werden muß um dauerhaft trocken zu werden. Was in der "normalen" Suchtbeahndlung nicht der Fall ist..
    ..

    Verstehe ich nicht, Karotte.

    Ist "gefärdet" nicht nur eine Schönfärberei und nicht wahrhaben wollen und was ist eine normale Suchtbehandlung?


    Ich hatte auch mal einen Therapeuten der mir sagte, "in ihrem Alter können sie nicht süchtig sein, sie sind nur gefährdet, einfach nichts mehr trinken, das wird schon."

    Ich war damals aber schon süchtig mit 23, schon längst süchtig, so wie ich heute weiss, und ich habe mich daran geklammert, hört sich auch besser an, exotischer für mich, was für ein Irrtum!!!!!!

    die kawi

  • Servus Karotte,

    Zitat

    die Menschen kann der Hilfeleistende nur da abholen wo er steht.


    In der Selbsthilfe wird niemand abgeholt. Weder da, wo er/sie steht, noch sonst wo.

    Es ist Aufgabe des Betroffenen, sich selbst durch aktives Handeln einzubringen. Das setzt voraus, "hinzugehen, hinzusehen und umzusetzen".

    Zitat

    Und bei meinem Partner ist es halt leider auch so ein Grenzfall, der von mehreren Seiten eher als Gefährdet eingestuft wird...

    Es geht nicht um Deinen Partner. Es geht um Dich. Oder schreibst Du hier für Deinen Partner? :shock:

    Zitat

    Wo noch mehr Wert auf die therapeutische Art und Weise und das Zusammenspiel der verschiedenen kranken Faktoren gelegt werden muß um dauerhaft trocken zu werden

    Das ist Humbug. Wer trocken werden und bleiben will, der macht genau das: er wird und bleibt trocken. Das ist genau so wie in der "normalen" Suchtbehandlung. Welche ist denn "normal"?

    Die für Alkoholiker light, die den kleinen Alkoholiker für zwischendurch? Oder die für Edelsäufer? :?

    Egal. Du siehst, wir sind wieder mal bei Dingen angelangt, die nichts mit der eigenen Loslösung vom jeweiligen Suchtmittel zu tun haben. Daher ziehe ich mich aus diesem Thread auch wieder raus, es bringt mir nichts.

    LG
    Spedi

  • Hallo Spedi, es ist ein Unterschied wenn ein Alki therapiert wird der noch an Depressionen leidet z.B. Wenn diese nicht mitbehandelt wird ist der Rückfall z.B. ziemlich sicher...

    Sonst schreib ich eher für die Co seite - das bin ich - vom Trockenwerden kann ich Intern nicht nix sagen da ich nie getrunken habe...

    Und nicht alles ist Selbsthilfe, Selbsthilfe heißt bei Suchtkranken ja auch sich Hilfe zu suchen...also Therapie, Klinik, ärtzl. Betreuung etc. und diese Leute müssen sich auf die Individualität einstellen um an die leute ranzukommen. Wenn diese wollen - Klar das ist Vorraussetzung.

    Hallo Kawi,

    ja ich konnte es auch nicht so ganz glauben. Aber wie es halt so ist es gibt ja da offizielle Listen auf denen steht was Sucht ist und was nicht. Ich persönlich hatte da ein anderes Bild...ich definiere Sucht für mich scheinbar härter als die offiziellen Stellen.
    Aber am Ende läuft es daruf hinaus das andere Krankheiten erstmal behandelt werden müssen und dadurch sich dann vielleich/wahrscheinlich die Alkproblematik löst, laut Suchtberatung und meiner Therapeutin.

    Grüße Karotte

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Hallo,

    ich möchte die richtungsweisenden Kommentare von Spedi nur ungern unterbrechen, aber dabei verliert leider das eigentliche Thema mal wieder an Bedeutung, denn dieser Thread heißt:

    *Ehrlichkeit mir selbst gegenüber*.

    Es wäre vielleicht sinnvoll, diese unterschiedlichen Sichtweisen dann separat in einem neuen oder dem Thread von Karotte weiterzuführen. Außerdem haben wir schon einige alte Themen über die Definition Selbsthilfe :wink:

    Danke.

    Gruß

    S.Käferchen

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