• Hallo claro,
    das Leben ist nicht nur von Erfolen geprägt,es gehört eben auch die andere Seite hierzu.

    Und gerade dieses sind Situationen die eben ohne Suchtmittel gemeistert werden wollen,schaffst Du dieses ohne Verzichtsgedanken so wird sich auch eine zufriedene Trockenheit entwickeln können.

    Durchhalten würde für mich heissen-Kampf-auf die Zähne beissen.

    Es ist so das wir auch dieses wieder lernen müssen/mussten um daran wachsen zu können.

    Frust haben wir alle mal,nur müssen wir dem realistisch gegenüberstehen und schauen warum das so ist.

    Gründe zum Saufen gibt es angro,aber es gibt nur einen Grund es nicht zu tun,weil ich es nicht mehr will/brauche!

    Bei Dir fängt es an und dort hört es auch auf!!

    Gruß Andi

  • Hallo Claro,

    du hast es in der Hand und bestimmst den Umgang mit der Situation.

    Mir hilft es in schwierigen Situationen mich zu besinnen, daß ich HEUTE trocken bleiben möchte. Und frage mich, was brauche ich heute und jetzt, um trocken zu bleiben.

    Nach sehr stressigen Tagen halte ich gezielt am Abend mit Entspannung dagegen oder power mich restlos mit einer Laufrunde im Wald aus. Alles ist erlaubt - außer Alkohol auch nur in Erwägung zu ziehen.

    Ich atme über Tag auch mehrmals ganz bewußt und hörbar ein und aus. Das nimmt mir Spannungen, wenn ich mich nicht anders ablenken kann.

    Zitat

    Dankbar bin ich, daß ich heute morgen trotz großer Anspannung ohne Kater aufgewacht bin...

    Genau. Das führe ich mir dann auch deutlich vor Augen. Meine bisherigen guten Verbindungen und Momente, die ich ohne erlebt habe. Das werden mit jeder anders gelösten Herausforderung mehr und mehr ;)

    Wünsche dir, dass du den Tag gut bewältigst,

    lg Mieken

  • Hallo Andi, hallo Mieken,
    der Tag lief viel besser als erhofft und und völlig anders als befürchtet.
    Danke für euren Zuspruch.
    Wenn ich über die vergangangenen 3 Monate nachdenke, kann ich eigentlich froh sein über meinen ersten Schritt.
    -Ich fühle mich selbstsicherer.
    -Ich habe keinerlei Magenprobleme mehr, kein Sodbrennen, keine Medikamente, nichts.
    2 echte Pluspunkte
    Das Lesen hier im Vorum hilft mir, einen eigenen Standpunkt zu meiner Sucht zu finden, vielleicht auch, sie als solche erkennen und für mich anzunehmen.

    Hier schreiben die unterschiedlichsten Menschen und trotzdem denke ich so oft, hey, der schreibt eigentlich, was du genau selber denktst.
    Einen schönen Abend an alle.
    Claro

  • Hallo, es ist Sonntagmorgen,
    ein herrlicher Tag, wir haben gestern den ganzen Tag auf dem Grundstück gearbeitet, alles wunderar. Und anschließend lecker Fisch gegrillt.
    So kann das Leben weitergehen!
    Man muss auch mal was schöenes schreiben,
    einen schönen Sonntag an alle!
    Claro

  • Hallo,
    die Tage verstreichen, ich bin vom Alkohol ein ganzes Stueck entfernt.
    Aber bin ich zufrieden, glücklich, was verschafft mir Ausgleich?
    Das Leben ist für mich jetzt streßfreier, weil ich mehr Zeit habe, in der ich sonst mit Alk entspannt habe. Ich werde anspruchsvoller meinen Mitmenschen gegenüber.
    Und manchmal sehe ich verstohlen auf ein Weinetikett, so als wärs eine leichtbekleidete Nachbarin. --Weggucken.

  • Hallo, es ist Sonntagmorgen, die Sonne scheint, alles schläft noch friedlich ausser mir. Gestern waren wir auf einer großen örtlichen Messe, sowas lauft hier parallel mit einem großen Kulturprogramm.
    Wir haben viel gesehen, mit vielen Leuten gesprochen und eine tolle Livemusik gesehen.
    Ich habe immer noch Berührungsängse mit offensichtlich Angetrunkenen Freunden und Bekannten.
    Ich muss dann nach 2 Sätzen weitergehen, kann mich nicht dazusetzen. Das wirkt bestimmt sehr arrogant, geht aber nicht anders.
    Ich wäre gern freundlicher und offener den Menschen gegenüber.
    Leider bin ich immer noch zusehr mit mir und meiner neuen Situation beschäftigt.
    Ich will aber auch nicht den Prediger und Moralapostel spielen.
    Unterm Strich war das Fest/ Messe gut und wir haben uns amüsiert.

  • Hallo claro,

    wenn ich es gewusst hätte, dass ich auf so einer "Messe" viel mit Betrunkenen zu tun habe, und ebenfalls von mir wissen würde, dass mir diese Berührungen Angst machen und mir somit offensichtlich nicht gut tun, hätte ich an einer solchen Veranstaltungen nicht teilgenommen, einfach um mich selbst zu schützen. Ich bin doch nicht so wahnsinnig und bringe mich in die Gefahr meine lebensbedrohliche Erkrankung wieder zum Ausbruch zu bringen, nein das wäre es mir nicht wert. Da höre ich lieber in mich hinein und höre da auch zu was mir mein Leib und meine Psyche mitteilen will.

    Gruß
    Scrooge

    "Was du bekämpfst, das bleibt bestehen und verstärkt sich, was du dir genau anschaust, das verschwindet."

  • Hallo Claro,

    ich versuche meine Ängste, die ich wahrnehme, anzunehmen, denn sie deuten ich auf etwas hin.
    Sie haben ihre Berechtigung und ich übe, sie nicht in Frage zustellen. Meine Ängste und mein Innerstes habe ich mit Alkohol versucht zu verdecken oder sie vesucht mit hinunter zu schlucken - bis ich fast erstickt wäre.

    Zitat


    Ich wäre gern freundlicher und offener den Menschen gegenüber.

    Für Offenheit benötige ich die Grundlage, mich sicher fühlen zu dürfen. Wenn ich mich sicher fühle, kann ich mich öffnen und mein freundliches Wesen kommt zum Vorschein.

    Meine Gedanken hierzu,

    lg Mieken

  • Hallo Scrooge, wenn ich mich gestern in irgendeiner Art gefährdet gesehen hätte, wäre ich nicht zu so einem Event gegangen, da kannst du sicher sein. Meine Strategie ist, das ich schon vorhger mit meiner Frau abspreche, das ich unter Umständen sofort nach Hause will und sie das akzeptiert.
    Ich trinke nichts, sage das auch sofort und habe mich gestern nirgends dazugesetzt. Das klappt für mich ganz gut. Wir haben viel erlebt und gesehen und es war schön. Irgendwo ein Glas anzunehmen, ist für mich derzeit undenkbar ich sehe mich andeswo wie zuhause gleich gefährdet.

    Hallo Mieken, mein freundliches Wesen muß sich leider noch entwickeln, aber ich sehe mich auf einem guten Weg.
    Leider fühle ich mich derzeit auch nicht sonderlich sicher, was meine Persönlichkeit angeht. Ich war durch mein Trinken immer oberflächlich lustig und witzig im Umgang, genau dieses Verhalten geht mir derzeit bei anderen Menschen sofort auf die Nerven.
    Es ist halt ein Spiegel den man mir vorhält.
    Auf der anderen Seite bekomme ich meine alltäglichen Dinge gut geregelt, besser als die Jahre zuvor. Unser Geschäft läuft gut, ich habe mehr Elan.
    Am Abends und am Wochenende verkrieche ich mich zu Hause.
    Mein Entspannungsritual ist ein Spaziergang mit den Hunden, klappt immer.
    Wir werden diesen Sommer nicht wegfahren, sondern an unserem Haus was machen. Das kommt mir sehr gelegen.
    Einen schönen Wochenstart wünscht Claro

  • Hallo Claro!

    Guten Tag!

    Ich habe jetzt ,Deinen Thread bis heute gelesen.

    Dies scheint für mich typisch für die par Seiten:


    Zitat

    Irgendwo ein Glas anzunehmen, ist für mich derzeit undenkbar ich sehe mich andeswo wie zuhause gleich gefährdet.

    In diesem kleinen Wort DERZEIT liegt für mich Deine Unsicherheit,Deine Unentschlossenheit.

    Das ist nicht gegen Dich gesagt,das ist mein Eindruck,den ich Dir weiter gebe um Dir vielleicht zu helfen.

    Denn:

    Zitat

    Auf der anderen Seite bekomme ich meine alltäglichen Dinge gut geregelt, besser als die Jahre zuvor. Unser Geschäft läuft gut, ich habe mehr Elan.

    Wenn Du definitiv und immer das erste Glas stehen lassen kannst,es nie mehr anrührst wirst Du frei und zufrieden sein.:wink:

    Herzliche Grüsse
    Yvonne

    ichbinda123

  • Zitat

    ...mein freundliches Wesen muß sich leider noch entwickeln, aber ich sehe mich auf einem guten Weg

    Hallo Claro,

    so ist es auch bei mir - nur ohne leider ;)

    Ich spüre eine große Freude darüber mich kennenzulernen und so wahrzunehmen wie ich bin. Es ist nicht alles schön an und in mir, doch fühle ich mich lebendig und das macht die vermeintlichen Schwächen wett ;)

    Allerdings stand für mich davor, mich von den Schuldgefühlen oder wie du schreibst

    Zitat


    Es ist halt ein Spiegel den man mir vorhält.

    zu befreien.

    Mein vergangenes Leben und den Umgang damit, das kann ich nicht mehr ändern. Nur heute und damit meine Zukunft.

    Ich nehme die Dinge, die mir heute und jetzt gut gelingen zum Anlaß, mich für die weiteren Dinge, die mir noch gelingen sollen, zu motivieren.

    Zitat

    Wir werden diesen Sommer nicht wegfahren, sondern an unserem Haus was machen. Das kommt mir sehr gelegen.

    Das ist gut. So kannst du dich in Sicherheit üben. Alles weitere kommt Schritt für Schritt.

    Lg Mieken

  • Hallo Claro !
    Du hast geschrieben 5.07.
    "So kann das Leben weitergehen !"
    Ein Satz und das ist drin alles was ich und du brauchen und "normal" leben.Das ist Begeisterung,mut,freunde, fascynacjon,Entspannung,gute Laune und..und !
    Schöne Tage wünsch
    Iwona

  • Hallo Spannijoggel,
    ich wollte ausdrücken, dass ich bis jetzt noch keinmal das Verlangen nach Alkohol hatte, den sogenannten Saufdruck. Aber das ist ja vielleicht auf meine persönliche Falle, die auf mich wartet. " Mir gehts ja gut, ich hab ja garnichts"

    Hallo Mieken, danke für Deinen Hinweis, ich werde das "leider" in meinen Gekanken weglassen, es ist wirklich überflüssig!

    Hallo Iwona-W, Du hast recht.
    Auch wir wollen ein normales, schönes Leben und wir sind auf dem besten Wege dahin und wir werden uns dies erobern!

    Einen schönen Tag an alle,
    Claro

  • Haben gestern nach dem Essen einen wunderschönen Spaziergang am Strand gemacht.
    ( Im Wasser, auf den Felsen, Treppen rauf, Treppen runter)
    Es war warm und herrlich. Danach waren wir beide so fertig, das wir im Sitzen beim Fernsehen auf dem Sofa eingeschlafen sind. Nicht im Suff! Vor Mattigkeit. Klasse!
    Hat alles nichts mit dem Thema zu tun, gehört aber auch zum Leben. Nicht immer nur jammern, auch mal die schönen Dinge sehen.

  • Hallo, ich mußte gestern vom Tod einen Jungen Menschen erfahren, er ist nur 24 Jahre alt geworden. Er hat von frühester Jugend an Drogen genommen, unzählige Therapien abgebrochen, war seit kurzem von seiner Heroinsucht befreit, jedoch schwer psychotisch und stand ständig unter Medikamenten. Die ihn letzendlich das Leben gekostet haben, näheres schreibe ich nicht.
    Der Mensch hatte nie die Chance richtig zu leben und es ist ihm nicht gelungen seine Drogensch.. hinter sich zu lassen und zufriedenes Erwachsenenleben zu führen. Ich trauere um ihn.

  • Hallo Mieken,
    danke der Nachfrage.
    Das Positive zuerst: meine Frau ist seid einigen Tagen ohne Alkohl. Sie will aber mit mir nicht über dieses Thema reden, ich lasse sie in Ruhe.
    Ich selber bin die letzten Tage körperlich und nervlich an meine Grenzen gekommen, heiss, 12 Stunden Arbeit und jede Menge Nervenstress. Und dann kam ein richtiger Bierdurst.
    Hätte ich nie gedacht.
    Einfach nach der Arbeit an der nächsten Tanke anhalten, ein paar kühle Dosen, abschalten, wegbeamen.
    Das ist´s, was mich wahrscheinlich lebenslang begleitet.

    Ich habe alles heile überstanden.
    Heute war ein schöner Sonntag, wir waren am Strand, baden, sonnen, wunderbarer Tag.
    Eigentlich erwarten alle Bauherr, Bauunternehmer und meine Truppe, das ich die nächsten Tage ein Richtfest organisiere. Ich kann nicht, will nicht, es muss leider ausfallen. Ich könnte mich ja so dazusetzten, muss ja nichts trinken. Es geht nicht, ich kann niemandem erklären, wieso. In so einem Moment habe ich das Gefühl, ich betrüge mich selber. Jetzt nicht, vielleicht im nächsten Jahr ich bin einfach zu verkrampft.
    Meine Kollegen sind cool, lassen mich in Ruhe-
    Ein Jahr lang alle Feste etc. meiden, ich fühle mich jetzt angesprochen.
    Hier zu Hause bin ich sicher. Ich will momentan auch nicht, dass wer kommt. Alle bringen was zu trinken mit. Ich kenne einfach zu wenig Nichttrinker. Überall steht, zumindest wenn man sich abends trifft oder besucht, Bier oder Wein auf dem Tisch. Ist ja auch nicht schlimm, für alle anderen.
    Blos hier bei uns will ich das nicht und bevor ich als unmöglich gelte, meide ich die meisten Kontakte.
    Ich wünnsche allen eine schoene Woche, Gruss Claro.

  • Guten Morgen Claro!

    Zuerst mein Beileid zum Tode des jungen Mannes.
    Er hatte keine Kraft zu leben.

    Dann zu Deinem Nicht-feiern.Das finde ich ganz toll! Du erlebst es in etwa wie ich es erlebt habe.Das erste Jahr weg von Feiern mit Alkohol ist wirklich das beste.

    Alle Achtung! Dass Du das Richtfest nicht organisieren kannst glaube ich Dir gerne!Dass das auch akzeptiert wurde ohne zu murren oder zu fragen zeugt für Dich!

    Jetzt wünsche ich Dir eine ganz gute Woche,Pass auf Dich auf,schau gut zu Dir(Stress)!

    Liebe Grüsse
    Yvonne

    ichbinda123

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