Liebe Leute,
erlaubt mir mal an dieser Stelle eine "saudumme" Frage zu stellen.
Wir ihr wisst wohne ich in einer Minigemeinde mit 400 Einwohnern, ich fühle mich hier wohl, kenne den/die einen oder andere und man geht sehr offen auf mich zu, nimmt mich mit offenen Armen auf.
Ich selber bin es gewohnt einen Menschen als Menschen zu schätzen, ohne, dass dieser mir Leistungen erbringt, hilft oder oder oder.
So, nun habe ich hier gleich zu Anfang eine liebe Seele kennengelernt, die mir gleich Hilfe anbat, egal bei was. Ein schüchternes, zurückhaltendes aber liebes Wesen. Der Mensch wirkt auf mich unsicher und selber recht inaktiv, nimmt jedoch alle angebotenen Kontaktmöglichkeiten zu mir an. Nun, vor kurzem nahm ich dann doch mal Hilfe an, weil ich dankenswerter Weise überrumpelt wurde.
Der nächste Kandidat schenkt mir einiges an Brennholz um mich als Affaire zu gewinnen. Nun gut, war ein amüsantes Erlebnis, bei welchem ich 30 Sekunden nach Erörterung bereits ein so klares NEIN abschoss, dass alle weiteren Versuche recht kläglich endeten, jedoch ohne Knatsch.
Jetzt habe ich mich gefragt, ob ich als Städter einfach nicht kapieren kann - oder aber als der Mensch, der ich bin - dass es zuweilen in einer Ortstruktur so ist, dass Hilfe anbieten und diese anzunehmen, gleichzusetzen ist mit Kontakt. Dass hier eben auf Grund der anderen Struktur auch andere "Techniken" der Kommunikation zu Tage treten.
Ist das nämlich so, dann muss ich irgendwie jonglieren zwischen der Tatsache "eigentlich alles alleine hinkriegen zu wollen was möglich ist". Eigentlich nämlich möchte ich selber so viel wie möglich erledigen damit ich nicht ohne fremde Hilfe aufgeschmissen bin. Auf der anderen Seite wäre es schade, wenn ich mir durch diese Eigenheit und dadurch, dass anderen ein solches Verhalten fremd ist, auf Abstand halte. Den Eindruck habe ich nämlich gewonnen bei einem Menschen, den ich sehr schätze. Da gewinne ich fast den Eindruck, erst durch das Geben von Hilfe ist man/frau in der Lage sich selber als wertvoll darzustellen. Ich selber hantiere eben genau anders rum: ein Mensch ist mir viel wert und wertvoll wenn er schöne Werte hat und einfach kleine Dinge schätzt und ein Herz hat, das am richtigen Fleck steht (auch ohne es mir zu beweisen).
Ich würde mich echt über Antworten freuen, weil ich da jetzt tatsächlich ins Denken gekommen bin.
Lieben Gruß von Dagmar