Augen zu und durch? Oder Augen auf...?

  • Ja, und wenn dann diese Erfahrungen verglichen werden, dann werden sie wieder verknüpft mit den früheren Erfahrungen, gut oder schlecht.
    Das ist sicher wichtig und man muss genau hinsehen, nicht nur mit den Augen.
    Damit man entscheiden kann, ob man die schlechte Verknüpfung mit der Erfahrung in eine gute Verknüpfung umwandeln kann.

    Und umgekehrt, damit eine gute Verknüpfung keine schlechte wird.

    HG gesche

  • Mit den Augen haben wir ja gesehen, nur unsere Gefühle haben wir verdrängt, weg gekümmert, weg gespürt im Außen. Dadurch konnten wir kein klares Bild wahrnehmen.
    Wir haben uns nicht gespürt. Das sehen hat IN uns keine Andockstelle gefunden sondern im Außen welches aber nicht das Bild stimmig werden ließ. Weil es nicht unseres war.

    LG
    Elocin

  • Ich war nie ein Mensch der seine Augen zu gemacht hat, Augen auf und durch...bis: zu meiner Beziehung mit dem Suchtkranken...
    Heute rückblickend muß ich leider feststellen das ich die ganzen Jahre die Augen verschlossen habe...es tat so weh was ich "gesehen" habe und ich war lange nicht bereit der Realität ins Auge zu sehen. Auch als ich dann langsam begann meine Augen zu "öffnen" dauerte es noch einige Jahre eh ich dann auch meinen Weg beginnen konnte einzuschlagen.
    In den letzten Wochen mache ich meine Augen ganz weit auf und lasse die Jahre von Anfang an an mir vorbeiziehen...und dabei tränen mir meine Augen sehr oft. Aber ich weis das ich sie nicht wieder verschließen werde und soviel Ballast meiner Seele auferlege. Ich hoffe ich kann sie nun immer besser öffnen (meine Augen)um nicht wieder so viel Kummer erfahren zu müssen. Jetzt wo ich mehr und mehr die Augen auf mich richte stelle ich auch an mir einige Charakterzüge fest die ich für mich sicher etwas ändern möchte. Auch ich wurde immer für sehr lieb und gutmütig,mit so viel Kraft und Stärke gehalten...wie sah es aber in mir aus? Meine Seele war/ist krank und braucht nun auch noch Zeit...aber ich bleib auf meinem Weg, und mir geht es immer öfter gut.
    liebe Grüße Nele

  • Ja, Gesche, der Meinung bin ich auch - schlechte Verknüpfungen in gute Verknüpfungen umwandeln.

    Liebe Elo, je mehr Filter wir zwischen Augen und sehen vorschalten, umso unscharfer wird das Bild oder umso weniger wichtige Partikel dringen bis zu uns durch. Wenn nur so wenig in uns dringt, wie sollen wir dann daraus ein "vernünftiges" Bild erstellen und die entsprechende Verknüpfung suchen?

    Lass die Augen tränen Nele, so wird der Blick reingewaschen und störendes einfach ausgeschwemmt. Eine innere Reinigung - der Körper ist einfach genial.
    In früheren Jahren hatte ich mal einen Spruch in meiner Wohnung hängen, der wohl irgendwie so lautete: Wenn Du eine Träne in meinen Augen wärest, dann würde ich nie mehr weinen, um Dich nicht zu verlieren. :evil:

    Den hab ich weggeschmissen.

    Nimm Dir genügend Zeit für Deine Seele, sonst schrumpft sie. Sagte mir einmal mein Thera und ich schmunzel heute noch über diesen Satz.

    LG skybird

    Lebendige Grüsse
    skybird

  • Danke liebe Skybird, mir wird gleich ganz warm ums Herz :oops: ...auch in Deiner Antwort in meinem Thread hattest Du in vielen Dingen sehr recht, auch was viell. seine Anschauung ist...ich mußte ihn mir mehrmals durchlesen ehe ich geantwortet habe...Danke1
    liebe Grüße Nele :D

  • Nele ,
    Nun hast Du ja Zeit für die Seele bei uns in der Geschlossenen. :wink:

    Sarina
    Das freut mich, dass Du Kraft bekommst. Geh weiter Deinen Weg!

    Ich habe auch mal wieder die Augen ganz weit aufgemacht und gesehen, dass ich Urlaub brauche dieses Jahr, obwohl ich eigentlich keinen geplant hatte.
    Und heute habe ich gebucht. :P

    Sich selbst etwas gutes zu tun, wird immer selbstverständlicher. Geht aber nur mit offenen Augen :wink:

    LG skybird

    Lebendige Grüsse
    skybird

  • Augen auf und durch.......
    Das geht bei mir alles andere als plötzlich!
    Wenn ich die Augen aufmache(ich meine das innere Auge)dann wird das was ich gesehen habe mal versenkt und geprüft.Mit Gefühlen umsponnen. Und auf einmal kommt es hoch und ich weiss,wo es hingeht.Meistens habe ich die Kraft dazu.Oft freue ich mich.Manchmal hole ich mir Hilfe.:wink:

    Es gibt auch Momente wo die Erkenntnis da ist und sofort umgesetzt werden MUSS! (wie mein Anklopfen in diesem Forum)
    Ob das verständlich ist für Euch? :roll:

    Liebe Grüsse
    Yvonne

    ichbinda123

  • Hallo,

    als die Mail von meinem Mann kam, immer wieder die alten Vorwürfe.
    So böse und kalt, da habe ich die Augen, auch die inneren Augen ganz weit aufgemacht und richtig hingesehen, ich hatte Angst davor, was ich in mir sehe. Ich sehe, er hat Recht, aber die Ursache für all diesen Kummer und die Schmerzen die wir uns gegenseitig zugefügt haben, bin nicht ich. Das ist das was ich sehe und das tut mir gut.
    Vielleicht versteht ihr, was ich ausdrücken will.
    Ich werde meine Gedanken und Gefühle noch heute in meinem Tb niederschreiben.

    Liebe Grüße
    Gesche

  • Hallo,
    ich will auch etwas dazu schreiben, weil ich vor kurzem glaub ich auch Augen zu und durch geschrieben habe.
    Für mich bedeutet das eigentlich das man die Augen verschließt und etwas über sich ergehen lassen muß.
    Eigentlich sollte man das nur tun wenn es unbedingt nötig ist aber nicht wenn man die Wahl hat gar nicht erst die Augen schließen zu müssen. Also, Augen auf ist gut, meine sind seid gestern weit offen und ich hoffe, ich werde sie nie wieder schließen wenn es nicht unbedingt sein muß. :idea:
    Augen zu und durch, ist etwas was man eigentlich nicht will, es aber trotzdem zulässt. Liebe Grüße empty

  • Yvonne
    Ich versteh Dich gut, denn es geht mir genauso. Nicht immer ist es möglich, die Augen offen zu halten, wenn das, was ich sehe, mir nicht passt. Dann braucht es noch einmal ein ganz kurzes Schliessen im Wissen, dass da noch etwas übrig ist für die nähere Betrachtung.

    @Gesche
    Das ist ja das Verrückte, dass dann auf einmal so weh tut. Zu erkennen, dass mein Gegenüber u.U. auch recht hat mit dem was er / sie sagt, aber wissen, dass ich nicht der Grund für die Handlungen des Gegenübers bin.

    empty
    Ich bin der Meinung, dass NIEMAND etwas über sich ergehen lassen muss. Dies ist in meinen Augen nie nötig. Wenn ich ganz ehrlich zu mir bin, dann sage ich diesen Satz dann, wenn ich mich nicht rechtfertigen möchte dafür, dass ich die andere Möglichkeit nicht genutzt habe. Aus welchen Gründen auch immer...

    Freu mich, dass Deine Augen offen sind. :P

    LG skybird

    Lebendige Grüsse
    skybird

  • Hallo Skybird!

    Gut, dass du deine Augen offen hältst!
    Urlaub ist das Beste im ganzen Jahr. Kann Wunder erwirken.
    Wohin gehts denn? Süden oder Norden? Oder Mittendrin?
    Na, hauptsache weg!
    Ganz liebe Grüße von der schon vom Urlaub fiebernden (Haha, Sommergrippe!) Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Norden, Gotti, aber erst im November! 8)

    Neue Wege gehen mit offenen Augen.
    Ein neues Muster ausprobiert und mich gefreut, dass es für mich funktioniert hat. Nicht Augen zu und durch bei einem Konflikt, sondern Augen auf, durchdenken, entscheiden, weitergehen.

    War eine gute Erfahrung, die ich hier im Forum machen durfte. Wenn ich ein Verhalten kritisiere, dass mich stört hat es immer auch mit mir zu tun. Das ist nicht die Verantwortung des Gegenübers, sondern meine ureigene, wie ich damit umzugehen gedenke. Beleidigtsein und Rückzug - meine alten Muster - wurden abgelegt. Neu war Rückzug und Nachdenken und nochmals ansprechen - ohne Schuldzuweisung, ohne Konsens. Konflikte können auch ohne Konsens gelöst werden. Mit Respekt für die Meinung meines Gegenübers und der Akzeptanz seiner Meinung, ohne dass dies meine Meinung werden muss.

    Dankbarkeit für diese wertvolle Erfahrung.

    Lebendige Grüsse
    skybird

  • Hallo,

    Zitat


    Wenn ich ein Verhalten kritisiere, dass mich stört hat es immer auch mit mir zu tun.

    und noch ein weiter....wenn ich ein bestimmtes Verhalten kritisiere...stelle ich nicht die ganze Person in Frage...denn mit offenen Augen seh ich da noch viel mehr :wink:

    Lieben Gruß
    Nicole

  • Genau das hat noch gefehlt Nicole, lieben Dank. Ich kann eine Person mögen und trotzdem sagen, dass mich etwas am Verhalten oder an einer Aussage stört. Dies mindert keinesfalls den Wert, den die Person für mich hat.

    Aber ich darf auch mal nicht mit allem einverstanden sein. :lol: (ironisch gemeint)

    Manchmal wird eine Beziehung tiefer, wenn auch Non-Konsens-Konflikte ihren Platz haben dürfen. :wink:

    Gefällt mir.

    Lebendige Grüsse
    skybird

  • Na, da stimme ich euch doch mal aus vollem Herzen zu. Hab ja ähnliches erlebt und bin froh, da mit offenen Augen und damit mit klarem Blick hinter die Dinge, die da passierten, durchgegangen zu sein.

    Eine Flucht vor einem Konflikt ist immer eine Flucht vor sich selbst.
    Ich war kurz davor.
    Ich bin froh, da durchgegangen zu sein.

    Konflikte bergen doch immer die Chance zur Erneuerung und Vertiefung von Beziehungen.
    Ich wachse daran. Das tut gut.

    Lerning by doing.
    Let's go, no, let's stay!!! :D

    Thelma

  • Zitat von Thelma

    Konflikte bergen doch immer die Chance zur Erneuerung und Vertiefung von Beziehungen.
    Ich wachse daran. Das tut gut.


    Schön, gell, dass wir auch in "hohem Alter" *kokettier* :P noch wachsen können?
    Ist es nicht so, dass gerade bei uns Co's Konflikte oft destruktiv empfunden werden? Dass wir es nicht oder selten gelernt und erfahren haben, dass ein Konflikt auch etwas konstruktives haben kann? Ich kann mich doch mit jemandem auseinandersetzen, ohne diesem meine Meinung oder mir seine Meinung überstülpen zu müssen.

    Meinungen dürfen doch auch gleichberechtigt neben einander stehen bleiben, ohne dass einer Verlierer und der andere Gewinner ist. Ist doch ok, wenn der andere eine andere Meinung zu einem mir wichtigen Thema hat und ich diese toleriere. Erst recht dann, wenn ich diese nicht verstehen oder nachvollziehen kann.

    In meiner Ex-Beziehung gab es das nicht. Es wurde viel und lang und länger geredet um zu überzeugen, nicht um dem Gegenüber die eigene Meinung nahezubringen und diesen dann entscheiden zu lassen, was für ihn wichtig ist.
    Thema Kommunikation.

    Etwas vom Schwierigsten.

    Gehe heute wieder üben. Mit dem ExEx. :shock:

    Auch was Neues. :P

    Schönen Samstag an alle und
    liebe Grüsse
    skybird

    Lebendige Grüsse
    skybird

  • Zitat


    Ist es nicht so, dass gerade bei uns Co's Konflikte oft destruktiv empfunden werden? Dass wir es nicht oder selten gelernt und erfahren haben, dass ein Konflikt auch etwas konstruktives haben kann? Ich kann mich doch mit jemandem auseinandersetzen, ohne diesem meine Meinung oder mir seine Meinung überstülpen zu müssen.

    Hallo Sykbird,

    ja das ist so und es liegt doch mit daran, dass wir als Kinder keine eigene Meinung haben durften. Wir hatten uns schön unterzuordnen und zu gehorchen, was Eltern und Elternfiguren uns sagten.

    Und was Hänschen/Gretchen nicht lernt, ist umso schwerer wenn sie es als Erwachsene nachholen (lernen) müssen. Frau ordnet sich Mann unter und es gibt erst gar keine Konflikte. Das geht seit den 70- er Jahren nicht mehr (Gott sei Dank).

    Konflikte in Suchtfamilien sind nur destruktiv.

    Zitat


    Meinungen dürfen doch auch gleichberechtigt neben einander stehen bleiben, ohne dass einer Verlierer und der andere Gewinner ist. Ist doch ok, wenn der andere eine andere Meinung zu einem mir wichtigen Thema hat und ich diese toleriere. Erst recht dann, wenn ich diese nicht verstehen oder nachvollziehen kann.

    In meiner Ex-Beziehung gab es das nicht. Es wurde viel und lang und länger geredet um zu überzeugen, nicht um dem Gegenüber die eigene Meinung nahezubringen und diesen dann entscheiden zu lassen, was für ihn wichtig ist.

    Das hört sich gut an, was Du geschrieben hast, sollten Kinder schon lernen dürfen. Sprache, Kommunikation entwickelt sich mit den Menschenrechten und Menschenbild weiter.

    Schläge wurden ja mittlerweile als Überzeugungsmittel, bei Kindern, verboten, habe die Hoffnung, dass es im Bereich der Sprache jetzt humaner zugeht.

    Denn Worte können sehr verletzbar sein.

    Es ist doch die eigene Unsicherheit und die Angst vor neuen Verletzungen, die Partner sich gegenseitig, mit Worten oder nicht-verstehen-können, des anderen, verletzen lassen.

    Bin mal gespannt wie die Kommunikation bei Dir, mit Ex-Ex-Freund, nach so einem Kurs vonstatten geht. Und wo der Unterschied zu früher ist.

    Alles Liebe Weitsicht

  • Hi Weitsicht
    Da hast Du glaube ich etwas anders aufgefasst, als ich es gemeint habe. Ich habe keinen Kurs besucht mit ExEx, sondern wir haben uns gestern für einen gemeinsamen Hundespaziergang getroffen. Aber ExEx war jemand, mit dem ich mich sehr gut austauschen konnte während unserer gemeinsamen Zeit - immerhin 10 Jahre Miteinander!

    Dass er am Schluss unserer Beziehung dann Männer spannender fand als Frauen ist heute ein Detail, welches mich nicht mehr belastet. Und heute lebt er wieder mit einer anderen Frau zusammen. Trotzdem hatten wir 10 gemeinsame Jahre und davon ist manches übriggeblieben. Auch an Gefühlen, auch an einer gewissen Vertrautheit. Wir sehen uns seit unserer Trennung so alle 6 - 12 Monate ca. und trinken Kaffee, essen miteinander oder gehen wie gestern erstmalig mit unseren Hunden spazieren.

    Habe seine Hündin zum ersten Mal kennengelernt und sie gefiel nicht nur mir :wink: - auch Fellmann fand sie prima und hängte ab und zu ganz herablassend cool den Macho raus um der Femme fatale zu zeigen, bis hierher und nicht weiter. :lol:

    Gut, ist sie kastriert gewesen!

    Lebendige Grüsse
    skybird

  • Zitat


    Thema Kommunikation.

    Etwas vom Schwierigsten.

    Gehe heute wieder üben. Mit dem ExEx. Geschockt

    Auch was Neues. Auf den Arm nehmen

    Hallo Skybird,

    diese Worte haben mich annehmen lassen, dass ihr gemeinsam einen Kommunikationskurs besucht :lol::lol:

    Finde ich ein gutes Zeichen, dass ihr Euch heute noch treffen und etwas gemeinsam unternehmen könnt, somit ist Euch das Verarbeiten eurer Schwierigkeiten und der Ablösungsprozess gelungen. 10 Jahre sind eine lange Zeit.

    Gemeinsame Hobbys, wie Hundebesitzer/in zu sein, verbindet weiterhin Euer Zusammensein. Was sagt denn seine neue Freundin dazu, dass ihr Euch noch ab und zu verabredet?

    Du hast doch Deine Kommunikationsart und Einstellungen zum Leben verändert, auch was Dein Co-Sein angeht, wie kommt er heute, mit Deinem bewussterem Hinsehen und Handeln, zurecht?

    Alles Liebe Weitsicht

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