Zitat von aboaund mir ist aufgefallen das viele Alkohlsüchtige so um die 40 sind.Ist das ein kritisches Alter indem man erkennt das man ein Problem hat oder dauert der Prozess ca.20 Jahre oder was meint Ihr?
Hallo Sven,
ich finde deine Frage total interessant und komme zu demselben Ergebnis wie Mieken bzw. deren Therapeutin - ich glaube ebenfalls, dass es etwas mit der persönlichen Biographie zu tun hat.
Die 40 (+/- ein paar Zerquetschte) scheint so eine magische Grenze zu sein. Hier ziehe ich Bilanz und frage mich, was ich bisher alles erreicht habe und welche Ziele ich noch vor mir habe. Nun hatte ich mich noch nicht um Kopf und Kragen gesoffen, war aber immerhin alarmiert genug um einzusehen, dass es so nicht weitergehen könne, sonst würde ich nämlich alles verlieren. Als also die Signale immer deutlicher wurden (z.B. Weißwein schon am frühen Morgen), ging mir mehrfach der schüchterne Gedanke durch den Kopf: "Ist ja eigentlich nicht mehr schön...
" und aus dem ursprünglich schüchternen Gedanken wurde dann die fiese Angst, die mir felsenfest im Nacken saß
.
Zwischen
und
lagen dann noch zwei elende Jahre, bis ich endlich 2007 in die Entgiftung ging, zufällig auch das Jahr, in dem ich 40 wurde. ![]()
LG
espoir
PS: Ich habe ein Weilchen gebraucht, bis ich meine Antwort fertig hatte und sehe jetzt, dass schon einige neue Antworten gekommen sind. Ich hoffe, dass meine Überlegungen jetzt nicht völlig off topic sind...