Olle traut sich

  • Hallo Olle,

    erst mal Hut ab, dass du dir deine Krankheit eingestanden hast. Du bis aktiv geworden und hast dich deinem Arzt anvdertraut. Das Thema (gerade bei Frauen) ist leider immer noch tabubesetzt und es erfordert Mut, sich zu outen. Den ersten Schritt hast du getan, gratuliere. Lass' dir helfen, mach' den Entzug nicht allein, das kann gefährlich werden. Vielleicht kannst du die Entgiftung ambulant (bei deinem Arzt) machen oder in einer Klinik teilstationär, d.h. du kannst abends heim.

    Ich selbst habe vor ein paar Wochen in einer Tagesklinik entgiftet und war in guten Händen. Wichtig für die Zeit danach, ist ein gutes soziales Netz, das dich in Krisensituationen auffängt. Also, z.B. eine Selbsthilfegruppe. Hast du dich schon an eine Suchtberatung (bei der Caritas z.B.) gewandt? Auch hierzu kann ich nur Positives berichten. Die Mitarbeiter sind geschult und du kannst mit deinen Sorgen und Nöten kommen.

    Das mit dem Glas Wein, das *rumspukt* kenne ich auch. Es geht auch wieder weg. NIE wieder kannst du vielleicht in Zeitabschnitte unterteilen: HEUTE nicht, MORGEN nicht...Ja, unsere Krankheit bedeutet, dass wir unser Leben lang achtsam sein müssen. Ich persönlich genieße momentan meine Freiheit, NICHTS trinken zu müssen. Es geht mir körperlich viel bessr, ich habe 5 kg abgenommen (bin ja schließlich eitel), sehe viel frischer aus und spare eine Menge Geld.

    Ich wünsche dir viel Glück und drücke dir die Daumen.

    Herzlichst

    Stefanie

  • Hallo Olle,

    herzlich Willkommen.

    Zitat

    Vorhin hab ich mir ein Glas Wein eingeschenkt, daran gerochen, es wieder hingestellt und mir erstmal einen Tee gemacht. Das Glas steht noch immer da und ich werde mit meinem Saufdruck gleich ins Bett gehen, um der Gefahr zu entgehen.

    Warum hast du denn noch Alkohol zu Hause wenn du nicht mehr trinken willst ?

    Du hast doch selbst gemerkt wie schnell man/frau sich ein Glas einschenkt.

    Auch wenn du es nicht getrunken hast, das Risiko ist zu hoch.

    Ich bin schon einige Jahre trocken und trotzdem oder gerade deswegen gehe ich so ein Risiko nicht ein.

    Kennst du die Grundbausteine ?, lesse dir mal durch.

    LG Martin

  • Hallo Olle,

    herzlich willkommen!

    Ich könnte nicht um ein gefülltes Weinglas in MEINER Küche herumlaufen ...
    Das müsste weg! Egal wie ...
    Damit danach nix mehr da ist und meine Gedanken nicht dauernd daran hängen bleiben ...
    Schlimm genug, das der Alk überall sonst so präsent ist ...

    Gruß
    Pittchen

    Das Ziel ist die ZUFRIEDENE Abstinenz !!

  • glück auf noch mal
    ps: bin entsetzt :shock:

    :?: wie ernst meinst du es mit dem trocken sein ?????????????
    :?: wie kommst du überhaupt an wein?

    :arrow: schüt das zeug weg - auch das mundwasser und alles andere wo alk drin sein könnte.

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • Hallo Olle

    Zitat

    Schlimm genug, das der Alk überall sonst so präsent ist ...

    Wo ist er denn präsent?
    In deinem Umfeld das alkoholfrei sein sollte?

    natürlich gibt es überall Alkohol und er wird auch immer da sein. Es kommt daruf an was es mit dir macht.
    Verzicht ?
    Kann er dir noch Wunderdinge versprechen?

    Denke mal darüber nach was dich daran stört.

    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Zitat von Olle

    (das mit der leichten Vorhin hab ich mir ein Glas Wein eingeschenkt, daran gerochen, es wieder hingestellt und mir erstmal einen Tee gemacht. Das Glas steht noch immer da und ich werde mit meinem Saufdruck gleich ins Bett gehen, um der Gefahr zu entgehen.

    Hallo,

    das Vorgehen mit dem Glas Wein ist vergleichbar mit einer Situation, in der einem Menschen, der drei Tage nichts gegessen hat, eine gut duftende und schmackhafte Pizza vor die Nase gestellt wird.

    Und wenn diese Person die Pizza auch nocht selbst gemacht hat, äquivalent zu einem selbständigen Öffnen der Weinflasche und dem Eingießen in ein Glas, wird die Tortur umso schlimmer.

    Es wird nicht funktionieren. Der Alkohol muss aus dem unmittelbaren Lebensumfeld (Wohnung) verbannt werden.

    Besten Gruß

  • Zitat von Olle

    @ Hoppegarten,

    dein Vergleich hinkt.

    Mir liegt es fern, etwas zu verharmlosen. Ich werde mich auch in keiner Weise auf deine Erfahrungen und persönlichen familiären Problematiken beziehen, da es mir

    1. nicht zusteht mit meiner momentanen Lebenserfahrung

    und

    2. auch, ehrlich gesagt, nicht interessiert.

    Es ging mir nur um einen flachen Vergleich, der mir persönlich oft hilft.

    Es ging mir um den Alkohol.
    Eine psychologische Verknüpfung und Bedeutungsübertragung zwischen "Hunger" (Durst) und den äußeren Einflüssen, die man zu einem gewissen Grad selbst steuern kann, wenn es die eigene Wohnung betrifft.
    Ist der Alkohol erstmal aus der eigenen Wohnung entfernt, ist ein guter Schritt getan.

    Im Übrigen wird dir hier auch Niemand helfen können bezüglich deiner privaten Probleme, deiner Kinder, deiner Familie oder Ähnliches.

    Diese Dinge musst du alle selbst regeln, was aber nur geht, wenn der Alkohol vollkommen ausgeschlossen wird.

    Besten Gruß

  • glück auf olle

    es kann / darf hier nicht um "harspaltereien" gehen

    du hast selber gemerkt wie schwer dir der "leichte verzicht" gefallen ist:

    :arrow: ... ich geh schlafen damit ich nich doch noch drinke ... (sinngemäß)

    sieh unsere bemerkungen als gutgemeinte hilfe
    :idea: mach das beste draus - das kannst du

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • Hallo Olle,

    zunächst einmal möchte ich dich aufmuntern, weiter abstinent zu bleiben. Aus deinen Mitteilungen geht nicht eindeutig hervor, ob du bereits med. als alkoholkrank diagnostiziert bist. Dein Anwalt denkt möglicherweise in dieser Richtung. Dein augenblicklicher Lebensabschnitt ist sehr streßbeladen, um so wichtiger, abstinent zu bleiben. Unter Kontrollverlust hast du ja nicht getrunken, vielleicht ist später sogar eine andere Trinkform , d.h. nicht mehr regelmäßig, realisierbar.

    Gruß

  • Zitat von Ejo25

    vielleicht ist später sogar eine andere Trinkform , d.h. nicht mehr regelmäßig, realisierbar.

    Uih uih uih !!
    das wäre ja die Alternative zu dem NIE WIEDER ...

    Habe mir erklären lassen, das das nicht funktioniert, weil unser Suchtgedächnis genauso nix vergisst, wie der Körper das erlernte Schwimmen oder Fahrrad fahren,
    auch wenn es Jahrzehntelang nicht ausgeübt wurde!

    Vorsicht! Wir neigen zum Missbrauch ...

    Gruß
    Pittchen

    Das Ziel ist die ZUFRIEDENE Abstinenz !!

  • Hallo,

    ich schließe mich Pittchen an und frage mich ernsthaft wie du, Ejo, darauf schließen kannst, dass Olle nicht unter Kontrollverlust litt.
    Drei Liter Wein am Tag und heimliches Trinken, sind für mich deutliche Hinweise auf den Verlust der Kontrolle.

    Außerdem frage ich mich, seit wann eine Abhängigkeit medizinisch diagnostiziert werden muss, um vorhanden zu sein.

    Gruß
    Oliver

  • Zitat von Olle

    Ich hatte Saufdruck gestern, ja. Und ich hatte noch eine geöffnete Flasche Wein. Gewagt war das Einschenken auch, ja!

    Hallo,

    das sind alles Experimente, von denen auch ich der Meinung war, sie könnten helfen. Das zeigt aber nur, wie aktiv das Suchtgedächtnis ist. In solchen Fällen hat es dann bei mir nicht mehr lange gedauert, der Wechsel vom eingebildeten zum realen Schluck.
    Irgend wann habe ich gelernt, dass es nicht um das Aushalten des Nichttrinkens geht. Ich lebe mit meiner Sucht und habe mich vor dem Suchtmittel ergeben. Ich weiß, dass ich ihm nicht widerstehen kann, also begebe ich mich nicht in die Gefahr in den Klauen des Verführers zu landen.

    Schönen Tag noch

    PS: Ich habe mir reale Hilfe gesucht, denn alleine hätte ich es nicht geschafft.

    Ich bin jetzt erwachsen - Trocken seit 18 Jahren (Mai 2005).

  • Hallo Olle,

    Zitat

    Irgend wann habe ich gelernt, dass es nicht um das Aushalten des Nichttrinkens geht.

    Da hat Hans wirklich ein wahres Wort gesprochen. Und wenn ich mir ein Glas Wein hinstelle und mir sage: nein ich trinke jetzt nicht, weil ich es im Moment nicht will, ist es immer noch etwas anderes, als wenn ich mir nach einem streßbeladenen Tag automatisch die Mütze vollsaufe.

    Und tägl. 3 Flaschen Wein stellen für mich schon eine Menge dar, die absolut NICHT normal ist. Auch geht es nicht um die Menge, sondern um die Ursache. Den Grund des vielen Trinkens.

    Ich habe auch nie verstanden, warum bei manchen Menschen nur ein Glas reicht, damit sie sich entspannen können - und werde es auch nie verstehen und: ich muss es auch nicht verstehen, weil ich halt nicht wie andere bin.

    Und da der Kelch mit Deinen Kindern erst einmal an Dir vorüber gegangen ist, kannst Du Dich ja jetzt noch mehr auf Deine Trockenheit konzentrieren.
    Andere hatten nicht soviel Glück. Und ich spreche wirklich von GLÜCK. Vielleicht reicht bei Dir ja nur ein Warnschuß aus?

    Lg.

    Blue

  • glück auf olle

    du hast (meine ich) inzwischen erkannt was gut und was schlecht für dich is - ne menge gute gefühle ohne alk gesammelt

    du bist auf dem richtigen weg - mach weiter


    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

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