Beiträge von Martha

    Guten Morgen,

    das ist doch schon mal eine Erkenntnis, dass du herausgefunden hast, dass Stress dein größter Risikofaktor ist und es gleichzeitig gilt, deine Abende sinnvoll zu füllen 💡

    Ab dem 5. Lebensjahr meines Sohnes habe ich begonnen, ihm jedem Abend während des Abendbrotessens vorzulesen. Er mit seinen Schnittchen auf dem Sofa und ich lesend. Ein Ritual, dass wir bis zu seinem 12. Lebensjahr beibehalten haben. Es gibt unglaublich gute Kinder-und Jugendbücher 😁. Das war jeden Abend unsere einstündige Primetime, auf die wir uns beide immer gefreut haben. Wir kamen beide vom Tag runter und konnten entspannt in die Nacht gehen. Vielleicht eine Option für dich mit deinem Kind ?

    Viele Grüße Martha

    Du wirst schon noch etwas finden, was DICH erfüllt und glücklich macht :lol:

    Jeder Gedanke in mir der Pro Alkohol ist, ordne ich meinem süchtigen Anteil zu. Und das Suchthirn kann unfassbar eloquent und perfide sein.

    Schlaf gut ... und es gibt übrigens auch Tees, die gut schmecken und gleichzeitig gut riechen :mrgreen:

    Hallo Boss,

    na, da hat dein SuchtGedächtnis ja bravourös und mit aller Eloquenz zugeschlagen …

    Du kannst zwar deinen Alltag nicht meiden, aber du kannst ihn zu deinen Gunsten ändern. Ich halte es für essenziell wichtig, einen strukturierten Tagesablauf zu haben. Regelmäßige Mahlzeiten, ausreichend trinken, Ruhepausen und mindestens 6- 7 Stunden Schlaf. Also eine gute „Work Life Balance“.

    Stress ist für uns alle Worst Case, insbesondere am Anfang der Trockenheit. Stress kann man allerdings nicht immer meiden. Er macht das Leben ja irgendwie auch lebendig und gehört einfach dazu, ob ich es will oder nicht.

    Aber wenn ich ausgeschlafen bin und für gutes Essen gesorgt habe, bin ich wesentlich resilienter. Und für diese eigene Resilienz kann ich selber sorgen- jeden Tag. Für mich eine der wichtigsten Säulen, um dauerhaft trocken zu bleiben.

    Wie sieht deine Tagesstruktur aus? Hast du eine?

    Viele Grüße Martha

    Ich frage dich das deswegen, weil ich jedes Anspringen des SuchtGedächtnis oder Suchtdruck extrem anstrengend finde. Noch herrscht bei dir eine Anfangseuphorie die dich standhalten lässt, aber wie sieht es in 2 Monaten und später aus? Je seltener dein SuchtGedächtnis anspringt, desto friedlicher wird dein Leben sein.

    Mein Suchtgedächtnis ist mir am Anfang meiner Trockenheit u.a. angesprungen, wenn ich direkt mit Alkohol konfrontiert wurde , auch zeitverzögert.
    Wir können den Alkohol in unserer Gesellschaft nicht eliminieren. Was wir aber können, bewusste Entscheidungen zu treffen, nicht an Orte zu gehen, an denen viel Alkohol konsumiert wird. Es war immer meine freie Wahl, diese Orte zu meiden, weil ich einfach Ruhe in meinem Hirn und raus aus der Sucht wollte.
    Das Wort Risikominimierung sagt alles: ich minimiere mein Risiko, dass mein Sucht Gedächtnis anspringt!


    Das erste Jahr ist ohne Frage herausfordernd, aber glaube mir, es wird mit den Jahren besser 😁

    Hallo Boss ,

    erstmal: willkommen in unserem Forum 😊

    Ich schreibe hier nicht mehr so häufig, dennoch bin ich vor ein paar Jahren mit diesem Forum trocken geworden. An deinem TB bin ich hängen geblieben und habe eine Frage an dich:

    Gerade war der Trigger da, weil ich die Füße hochgelegt habe, nach dem anstrengenden Tag. Die Sucht wollte sich dann mit einem Bier belohnen.

    Wie fühlt es sich für dich an, Suchtdruck zu haben? Empfindest du das als ein angenehmes Gefühl oder kostet es dich Kraft, dem Stand zu halten und nicht nachzugeben ?

    Viele Grüße, Martha

    Hallo Zwieback,

    danke für deine Schilderung. Du bist zwar ganz zum Schluss wie ferngesteuert zum Regal gegangen, aber der Beginn deines Rückfalls passierte ja schon lange vorher in deinem Kopf. Du hast es gedanklich so ausgeschmückt und diese Gedanken auch zugelassen, dass das Gehen zum Alkoholregal nur die logische SchlussKonsequenz war.

    Wichtig wäre gewesen, viel früher ins Handeln zu kommen und gegen zu steuern, wenn AlkoholGedanken aufkommen, statt sich dadrin zu verlieren.

    Viele Grüße Martha

    Hallo Maeron ,

    nun komme ich auch mal zu dir ins TB

    Mich macht es fast ein bißchen euphorisch. Ich fühle mich unbesiegbar

    Das ist interessant, dass du dich einen Tag später, nach deinem Rückfall, so fühlst. Fühlst du dich deswegen so, weil es NUR 2 Biere waren und du aufhören konntest und keinen Komplettabsturz hattest ? Wenn dem so ist, wäre das brandgefährlich …

    Ich tue mich ja sehr schwer damit, das Gedankengut zuzulassen, dass ein Rückfall zur Sucht dazugehört. So ist er aus meiner Sicht schon vorprogrammiert und bei dir kam ja die klassische HALT (Hungry, angry, lonely, tired) Regel zu deinem Rückfall dazu.
    Du hast dich einsam gefühlt und warst überfordert/ gestresst.

    Wenn mein Sucht Gedächtnis losgeht, trifft IMMER eins der 4 Dinge aus der HALT Regel zu und hier kann ich , wenn ich das weiß und es trainiert habe, gegensteuern. .
    Oder am besten im Großen und Ganzen dafür zu sorgen, dass diese Bedürfnisse gar nicht erst im Mangel sind - das ist aus meiner Sicht ein elementarer Baustein der „Trockenarbeit“.

    Ich wünsche dir, dass du jetzt den Absprung schaffst , lieben Gruß Martha

    Liebes Forum,
    Ich gratuliere dir zum 20-jährigen Jubiläum 👏🏻👏🏻👏🏻

    Vor 15 Jahren habe ich dich gefunden und bin durch dich dem Angehörigen Dasein entkommen und habe seit 14 Jahren meine eigene Alkoholsucht gestoppt.

    In dieser Gruppe habe ich alles gefunden, was ich brauche, jederzeit und überall. Selbst nach einer 6 jährigen Pause wurde ich wieder mit offenen Armen aufgenommen- danke dafür 🙏🏻

    Hier darf ich sein, mit allem, was gerade in mir lebendig ist. Mal ernst, mal lustig - irgendjemand ist immer mit der gleichen Thematik unterwegs.

    An dieser Stelle danke an alle Moderatoren die dieses Forum aufrecht erhalten und sich wahnsinnig viel Mühe geben, dass alles läuft- aber auch an alle Mitglieder, die mit ihren Erfahrungen dazu beitragen- dass wir eine gute Gemeinschaft sind.

    In diesem Sinne : weiter so 🙏🏻

    Hallo Dieter,

    Danke für Deine Erfahrungen die Du mit uns teilst. Ich bin seit 14 Jahren abstinent und kann alles, was Du schreibst so unterschreiben. Interessant finde ich diesen Gedanken von Dir

    Keiner von uns fühlt sich durch seine Alkoholkrankheit "mangelhaft

    Hier sprichst Du aus meiner Sicht einen ganz wesentlichen Punkt an. Essentiell wichtig für eine zufriedene Abstinenz auf Dauer, sich weder mangelhaft noch minderwertig zu fühlen :)

    Lieben Gruß Martha

    Hallo Paul,

    Herzlichen Glückwunsch zum 1. Jahr ohne Alkohol , das ist toll :):thumbup:

    Das Leben ist purer, im Schönen, wie im Hässlichen. Es gibt keine Filter mehr.

    Das empfinde ich noch heute so - nach vielen Jahren Abstinenz ...manchmal wär ein Filter ganz schön, aber bitte kein alkoholisierter 8)

    Viele Grüße Martha

    Hallo NovaSol,

    mein SuchtGedächtnis geht nur noch sehr sehr selten los, aber wenn es anspringt , trifft immer eines der Dinge aus den HALT Fragen zu.

    Ich achte sehr akribisch darauf, jeden Mittag eine warme Mahlzeit zu essen und nachts ausreichend zu schlafen. Für diese beiden Dinge kann ich täglich selber sorgen und habe festgestellt, dass ich dadurch auch viel besser mit negativen Gefühlen umgehen kann.

    Wir Süchtigen neigen gerne dazu, Dinge zu übertreiben und auch maßlos zu sein- hier kann man uns fast alle über einen Kamm scheren. Aus meiner Sicht ist die Kunst eine zufriedene Abstinenz zu erlangen, es zu schaffen, in eine gute eigene Balance zu kommen.

    Viele Grüße Martha