Beziehung mit einer EKA

  • Hallo,

    ich habe eine Frage (wer möchte kann meine alten Beträge lesen, ich bin kein EKA, sondern hatte eine Beziehung mit einer EKA). Dieser Kontrollzwang, diese Kaltschnäuzigkeit und dann wieder ein –angebliches- Bedürfnis nach Nähe darstellen usw. macht ihr das gegenüber dem Partner (bei mir Ex-Partner) bewusst, oder geschieht das eher unbewusst? Steckt dahinter ein Ziel und wenn ja welches? Oder dient es dazu den Anderen (in dem Falle mich) weiterhin zu kontrollieren, bzw. zu verhindern, dass ich sie aus meinem Leben endgültig streichen kann. Ich habe sie in den vergangenen 5 Monaten kaum gesehen und wenn, dann habe ich sie kurz gegrüßt und mehr nicht. Sie hat mal gegrüßt mal nicht…also ich wusste nicht mehr was sie wann machen wird…dieses unkontrollierte Verhalten hat mir nicht gut getan, deshalb bin ich ihr konsequent aus dem Weg gegangen. Jetzt taucht sie wieder in meinem Umfeld auf…unterhält sich mit meinen Freunden in der Kneipe, was sie in den letzten 10 Monaten, nicht gemacht hat. Sie kennt meine Freunde auch schon länger, hat die aber seit der Trennung ignoriert, jetzt plötzlich nicht mehr. Hört sich vielleicht doof an, aber ich merke, dass ich es eher unangenehm finde wieder Nähe herzustellen, weil sich ihr Verhalten jederzeit wieder ändert, von nett zu unfreundlich, von netten mails zu flirten vor meinen Augen mit einem Anderen usw. Ich versteh nicht was das soll! Ich habe das mal hierhin gepostet, da es ja ein EKA Verhalten ist…wäre toll wenn ihr mir sagen könnte ob ihr euer Verhalten bewusst steuert, also bewusst nett seid und auch bewusst unnett oder ob das irgendwie unbewusst passiert. Und was eben das Ziel sein soll. Ich habe mittlerweile nur noch das Gefühl, dass sie mich verunsichern will. Aber ich möchte ihr nichts Negatives unterstellen. Aber wir sind seit fast einem Jahr getrennt und noch immer spielt sie das geh weg-bleib da Spiel. Ich hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt.
    Da ich hier tolle Antworten bekommen habe, hoffe ich das ihr mich wieder schlauer macht.:D Falls mein Text nicht in den Thread passt, entschuldige ich mich gelich mal, aber ich wollte keinen neuen eröffenen und denke, dass die Thematik passt.
    Vlg statistik

  • Hallo Statistik,

    schau Dich mal hier im EKA Forum um. Wieviele Threads findest Du in denen ein EKA fragt "Wie geht es eigentlich meinem Partner mit meinem Verhalten?"

    Mama, Papa, ich.

    Alles ausserhalb dieses Mikrouniversums wird nicht ganzheitlich wahrgenommen. Das musste der EKA in seiner Kindehit so lernen und das wird er nicht so ohne weiteres ablegen. Der Partner als Mensch wird erst interessant wenn der EKA in seiner Entwicklung soweit ist, dass er freiwillig das Mama, Papa, ich Mikrouniversum verlässt.

    Oder mit anderen Worten, Dein EKA macht was er will mit Dir ohne überhaupt wahrzunehmen was er da macht oder zu wissen warum. Dahinter steht kein langfristiges Ziel, es geht nur um momentane Bedürfnisbefriedigung und Du bist eben gerade da.

    Liebe Grüße

    Kaleu

  • Hallo Kaleu,
    vielen Dank für die direkte Antwort. Es trifft das, was ich auch denke. Da mein Denkmechanismus aber ganz anders funktioniert (ich denke halt schon oft darüber nach, ob ich andere mit meinem Verhalten verletze) wollte ich mal hier nachfragen. Na ja ich werde mich darin üben freundlichen Abstand zu halten. Immerhin weiß ich jetzt auch wie das ist, wenn Menschen die einem wichtig sind (oder die man meinte gut zu kennen) unberechenbares Verhalten an den Tag legen. Das ist für mich als Erwachsener mit gutem Selbstbewußtsein schon schwierig, ich kann mir nicht vorstellen wie schrecklich so etwas für ein Kind sein muss. Ihr habt definitiv schon eine Menge Stärke im Leben beweisen müssen.
    liebe Grüße Statistik

  • Hallo Statistik,

    Zitat von statistik

    (ich denke halt schon oft darüber nach, ob ich andere mit meinem Verhalten verletze)

    Naja, EKAs sind keine Psychophaten. Sie merken schon, wenn sie jemand anders verletzt haben. Nur kommen sie damit überhaupt nicht klar und sie haben keine gesunden Mechanismen zur Verfügung das zu reparieren. Otto Normalo entschuldigt sich anschliessend. Der EKA nicht. Der EKA verdrängt das entweder oder er flüchtet und bricht den Kontakt ab oder er kehrt sein Denken in der Form um, dass der Andere zu einem "Bösen" vererklärt wird der diese Verletzung auch verdient hat.

    Zitat

    Ihr habt definitiv schon eine Menge Stärke im Leben beweisen müssen.

    Das mussten die EKA's. Nur müssen sie's heute nicht mehr und könnten ihre Stärke mal nutzen statt dauernd was beweisen zu wollen. Und da beginnt der Kreislauf. Wie die unglaubliche Stärke nutzen wenn man nie gelernt hat was das eigentlich bedeutet? Da ist es leichter weiter sich selbst und der ganzen Welt etwas zu "beweisen". Das Muster ist bekannt.

    Mein Respekt und meine höchste Achtung gilt allen EKAs hier im Forum und sonstwo da draussen, die sich auf den Weg machen und allen Widrigkeiten zum Trotz zu sich selber finden und ihren Weg weitergehen und das ohne über Leichen zu gehen.

    Liebe Grüße

    Kaleu

  • Hallo Statistick,

    habe gerade gelesen, was Du bei Kaleu geschrieben hast.
    Das wurmt Dich ja ganz schön.

    Aber denke doch nicht nur drüber nach, sondern versuche ein ernstes Gespräch mit Ihr zu führen.

    Warum gehst Du nicht in die Offensive? Oder könnt ihr beide gar nicht miteiander reden? Machst halt Du den ersten Schritt.

    Liebe Grüße
    Zeter

  • Hallo Zeter,

    offensives Vorgehen habe ich ganz früh, d.h. schon 2 Monate nach dem Ende der Beziehung beendet, da sie bei einem zufälligen persönlichen Treffen sich abweisend gezeigt hat (damit meine ich nicht unfreundlich, sondern einfach ein weggehen, ohne überhaupt großartig zu reden). Sie hat mir halt auch gesagt, dass sie sich ändern will, aber das könne man nicht erzwingen. Ich habe das nie erzwungen, aber da ich diese abweisende Art verletzend finde, habe ich es (aus Selbstschutz und um sie nicht irgendwie in die Enge zu treiben) gelassen. Sie hat, wie schon geschrieben, auch versucht mit mir zu reden, aber ihr sind buchstäblich die Wörter im Halse stecken geblieben…so wie bei einer Prüfungsangst.
    Seitdem habe ich sie ihr Leben leben lassen und es bei einem freundlichen –Hallo- belassen. Ich gebe zu, dass ich in gewisser Weise so eine Art diffuse Angst vor ihr habe….vor dem was kommt, wenn ich sie mal anspreche….ich kenne, auch aus der Beziehung, diese kurzen abweisenden Sätze und die möchte ich nicht mehr hören (ich hoffe du verstehst was ich meine) Diese abweisende Art verletzt mich und das möchte ich nicht mehr. Da ich nicht weiß was passiert wenn ich sie anspreche (wäre sicher auch möglich, dass sie nett zu mir ist) lasse ich es. Ich bin halt dahin gekommen, dass sie sich abgewendet hat und es deshalb auch an ihr liegt sich mir wieder zuzuwenden. Irgendwie tut sie das auch regelmäßig, aber halt über 5 Ecken, also immer mit einem sicheren Abstand, wenn eben zig andere dabei sind oder via internet. Das kenne ich auch schon aus der Beziehung…bei ernsteren Thema hat sie es immer vorgezogen, wenn man zu 2 unter anderen ist, damit sie weggehen kann, wenn es ihr zuviel wird.
    Bin aber dankbar zu hören, dass es kein absichtliches Verletzen meiner Person ist.

    Lieben gruss statistik

  • Hallo Statistik,

    das liest sich für mich eher alles so, als ob ihr Euch beide nicht traut, zu Euren Gefühle füreinander zu stehen und sie zu leben... Kannd das sein?
    Vielleicht gibt es ja eben doch einen Weg, sich nahe zu sein und den anderen gut kennen zu lernen.

    LG,
    Lavandula

  • Hallo lavandula,

    da magst du recht haben, aber ich sehe den Weg nicht mehr. Wenn ich auf sie zugegangen bin, ging sie rückwärts, gehe ich rückwärts geht sie auf mich zu, aber den Sicherheitsbastand behält sie letztlich bei. Kaleu hat dazu treffend geschrieben, dass die Angst manchmal größer ist als die Liebe. Ich denke, dass ist bei ihr auch so. Ich kann ihr die Angst nicht nehmen, wenn sie nicht über ihren Schatten springt. Außerdem bin ich auch nicht mehr bereit mich verletzen zu lassen (egal ob dies nun absichtlich oder unabsichtlich geschieht). Da sie weiß, dass ich nicht unfreundlich auf sie reagieren werde, liegt es an ihr auf mich zuzugehen.
    lieben gruss statistik

  • kurzer Nachtrag:
    Ich habe hier gelesen, dass für ein EKA das Verlassen werden sehr schlimm ist, dagegen nicht eine Zurückweisung. Bei mir ist das genau umgekehrt. Ich komme wesentlich besser damit zurecht eine Beziehung als beendet zu betrachten, als ständig abgelehnt zu werden. Es mag also sein, dass ihr garnicht bewußt ist, wie sehr mich dieses zurückweisende Verhalten verletzt. Aber das wisst ihr wieder besser als ich.
    lieben gruss statistik

  • Lieber Statistik,

    da Dich das Thema nicht in Ruhe zu lassen scheint, nein, das sind keine bewussten Vorgänge. Allesamt nicht. Deswegen auch meine Aussage, dass es mit Absicht nichts zu tun hat. Das betrifft absolut alles, sowohl das Einhalten des Sicherheitsabstandes, als auch die unbeabsichtigten verletzungen die letzten Endes nur eine Notlösung sind um den Sicherheitsabstand einzuhalten.

    Wenn es einem EKA bewusst wurd, wie er handelt, dann erst fängt er an das selbst zu hinterfragen und zu reflektieren. Die einen können gar nicht damit umegehen und versinken in Isolation oder werden zu Narzissten - und die Anderen die den Mut haben etwas zu verändern, die werden dann tätig. Bis zu diesem Zeitpunkt sind das aber alles unbewusste Vorgänge.

    Wenn Du Dich näher damit beschäftigst, wird Dir das sehr schnell klar. Die EKAs bei denen noch alles unbewusst abläuft rennen entweder einem menschen nach der sie mies behandelt und gar nichts mit dem EKA zu tun haben wollen oder aber sie schieben einen lieben Menschen von sich weg. Beides dient zur Einhaltung eines Sicherheitsabstandes. Immer wenn dieser Abstand nicht mehr vorhanden ist, bricht der EKA unter allen Umständen die Verbindung ab weil er echte Nähe nicht ertragen kann.

    Echte Nähe und Zweisamkeit basiert auf Vertrauen. Um Vertrauen aufzubauen braucht es Nähe, Reden und Gefühle.

    Der EKA hat aber gelernt:

    Rede nicht, vertraue nicht, fühle nicht!

    Somit ist er gar nicht in der Lage den Teufelskreis zu durchbrechen, bis er nicht selber merkt das was nicht stimmt und versucht diesen Teufelskreis wirklich zu verlassen und die Grundüberzeugung Rede nicht, Vertraue nicht, Fühle nicht umzukehren in das Prinzip Rede, Vertraue, Fühle.

    Der EKA lebt in der Überzeugung nichts zu dürfen was ihm gut tut!

    Jetzt'n wenig klarer?

    Liebe Grüße

    Kaleu

  • Lieber Kaleu,
    danke für deine Antwort. Das von dir geschriebene Gedankenprinzip habe ich mir hier auch vor Monaten (als ich noch voller Hoffnung war) erlesen. Genau deshalb habe ich auch aufgehört auf sie zuzugehen, denn dann rennt sie weg. Mit war nur dieses Thema -absichtlich oder ohne Absicht- nochmal wichtig zu erfragen, da ich eben so eine negative Einstellung ihr gegenüber gewonnen habe (weil ich aufgrund meiner Gedankenwelt dachte, dass muss mit Absicht sein). Ich bin aber froh, dass ich nun weiß, dass alles unbewußt passiert. Ich wollte halt nicht anfangen sie und unsere guten und schönen Zeiten komplett in Frage zu stellen.
    lieben Gruss statistik

  • Lieber Kaleu, lieber Statisik,

    nun klink ich mich mal bei Euch ein :lol:

    diese Erkenntnisse die ihr habt, mögen ja alle stimmen, ich kenne dass auch, dass ich genau verstehen wollte, warum der andere so tickt. Weiterbringender finde ich die Fragestellung an mich selber, wozu brauche ich das? Damit ich mich nicht schlecht fühle und mein Selbstwertgefühl nicht im Keller ist, da er ja so verkorkst ist? Damit ich mich nicht mit mir selber auseinander setzten muss, dass ich meinen eigen Schmerz nicht fühlen muss?

    Ich habe nachher mehr ihn, als mich verstanden ;-), hm.......

    Ich bin noch einen Schritt weiter gegangen: wenn mein Partner ein so komplizierte Persönlichkeit ist, unter der ich mehr leide, als mich erfreue, was hält mich an ihm, warum kann ich nicht gehen. Wozu brauche ich es immer wieder diese Begegnung zu suchen, von der ich weiss, das sie mir nicht gut tut?

    Was hat da mit mir zu tun?

    Liebe Grüsse Martha

    Achte auf deine Gedanken, sie sind der Anfang deiner Taten ...

    Trocken seit 2010

  • Liebe Martha,
    sehr guter Beitrag, genau diese Gedanken habe ich mir ca. 4 Monate nach der Trennung gemacht und kam zu dem Ergebnis, dass egal was ich mache, ich nichts ändern kann und das mir ein Ende mit Schrecken lieber ist als ein Schrecken ohne Ende (mit dem Schrecken meine ich mich verletzten zu lassen).
    Mit der Erkenntnis konnte ich ihr dann auch alles Gute für die Zukunft wünschen.
    Dann hat sich dieses negative Gefühl eingeschlichen bei mir und das möchte ich nicht haben. Deshalb die Frage nach der -Absicht- ich möchte das Wort -Absicht- jetzt aber nicht mehr schreiben :wink:
    Jetzt kann ich wieder zurück zu -Ich wünsche ihr alles Gute- und das ist ein viel besseres Gefühl.
    Deshalb Danke an euch das ihr, insbesondere Kaleu, mir das so gut erklärt habt. Um mit meinen eigenen Gefühlen umgehen zu können, muss ich manchmal wissen, was in dem anderen vorgeht.
    lieben gruss stefan

  • Hallo Statistik,

    nachdem was Martha und Kaleu dir ja so geschrieben haben scheint sich ja jetzt Dein Problem gelöst zu haben.

    Ich wünsche Dir auch weiter dieses bessere Gefühl. Denn dann kannst Du Dich ja wieder ganz auf Dich konzentrieren.

    Liebe Grüße
    Zeter
    :D

  • glück auf statistik

    Zitat von statistik

    Eigentlich bin ich nur kurz hier nochmal rein um mich zu löschen, ich finde aber nicht den -Löschen-Knopf-.
    Kann ich mich hier nicht löschen?

    wenn du das meinst, was ich verstehe, schreib einfach ne PN an Karsten

    schöne zeit

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • Hallo Karsten,
    ich hoffe du hast die PN bekommen, leider habe ich keine Bestätigungsangabe für die Versendung auf dem Schirm sehen können. Ansonten kannst du mein Anliegen ja auch aus meinen letzten Beiträgen entnehmen.
    lg statistik

  • Wenn ich von mir selbst ausgehe...


    Fürchterliche Wutausbrüche...wochenlanges Ablenken mit Computerspielen oder Fernsehen...unglaubliches Misstrauen...plötzliche Stimmungskipper...Flashbacks...dämliches, peinliches Benehmen...

    meine Güte, meine Frau musste schon was mitmachen mit mir in den letzten 16 Jahren. Aber sie ist immer noch bei mir. Danke Mausi.

    Am Ende ist alles gut
    Und ist es nicht gut
    ist es auch nicht zu Ende.

  • Hmmmmm, kann mich immer noch einloggen. Na ja dann werde ich halt nicht gelöscht.

    Hey Ganymed28,
    die Erkenntnis, dass deine Frau sehr viel mit dir mitgemacht hat finde ich super und das "Danke Mausi" sehr schön :)
    lg statistik

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