So, nun schreibe ich hier nochmal

  • Hi Feeli,

    ich denke auch, wir können nicht oft genug hier "herumschwirren" und uns informieren. Nur so habe ich mein Fehlverhalten verstanden und versucht, endlich Änderungen herbeizuführen. Der Weg ist auch bei mir längst nicht abgeschlossen.
    Mein Partner hat meine Entschlossenheit bemerkt und ebenfalls Änderungen für sich zugelassen. Wir müssen aber beide unseren Weg gehen, ob zusammen oder nicht, das wird sich noch heraustellen.
    So hätte ich vor noch 1/2 Jahr nicht schreiben können. Ja, ich hätte sogar Angst gehabt, solche Gedanken nur zuzulassen.

    Interessant finde ich, dass Du auf mich nicht unbedingt so Co-abhängig wirkst. So kann man sich auch irren. Du hast mir eher den Eindruck vermittelt, dass Du ziemlich "über den Berg" bist . Aber gut, dass Du selbst Deine Schwächen erkannt hast und hier weiter Kraft tanken kannst.

    Manchmal denke ich, durch das Co-Dasein habe ich sehr viel über mich selbst gelernt, wenn auch gezwungenermaßen. Auch über das Leben und die Menschen an sich. Eigentlich ist das ein toller Lernprozess.
    Und ich habe festgestellt, ich lerne nie aus ....

    Auch das Schreiben hier im Forum, das Miteinanderumgehen, Kritik ertragen zu lernen, aber konstruktive Kritik auszuüben, das alles sind ganz wichtige Dinge, die man lernen kann.
    Und damit werden wir stark, stark für uns selbst und auch unserem Partner gegenüber. Und diese Stärke brauchen wir ganz dringend, um uns nicht selst zu verlieren.

    Feeli, wir haben alle hier so ziemlich den gleichen Leidensweg durch und lange an unsere Liebe, unsere Träume geglaubt und mit Gewalt festgehalten.
    Wichtig ist doch, dass Du rechtzeitig die Notbremse gezogen hast. Klar, dass die Abnabelung noch nicht abgeschlossen ist. Ich denke, das müssen wir uns auch zugestehen.
    Aber Du bist auf dem richtigen Wege, auf dem Weg zu Dir. Wer kann Dich noch aufhalten ?

  • Guten Morgen Antilope,

    Da schreibst Du ein paar interressante Dinge.

    Zitat

    So hätte ich vor noch 1/2 Jahr nicht schreiben können.

    Vor einem guten halben Jahr hätte ich noch nicht geglaubt, dass ich mich jemals scheiden wollen würde. Da hatte ich das alles noch gar nicht begriffen.

    Zitat

    dass Du auf mich nicht unbedingt so Co-abhängig wirkst

    Ich? Nicht Co-abhängig? Da sieht man mal wieder, wie weit Selbst- und Fremdwahrnehmung auseinander liegen können. Ich war vor ca. sieben oder acht Jahren schon einmal bei einer Lebensberatung. Und die Psychologin hat mir damals schon gesagt, ich sei Co. Über den Berg komme ich mir selbst schon so halbwegs vor, das stimmt. Aber meine Störung war trotzdem sehr stark. Meine schlimmste Zeit war relativ kurz, bevor ich mich hier vom passiven zum aktiven Teilnehmer gewandelt habe. Da ging es mir wirklich ganz dreckig.

    Zitat

    durch das Co-Dasein habe ich sehr viel über mich selbst gelernt

    Das kann ich nur bestätigen. So sehr, wie sich mein Denken und Fühlen in den letzten Wochen und Monaten geändert hat, habe ich mich vorher noch nie verändert, glaube ich. Und ich denke, das ist etwas, worauf man durchaus stolz sein kann. Was kann anstrengender sein, als seinen eigenen Charakter umzubauen?

    Zitat

    Wer kann Dich noch aufhalten ?

    Ein Rückfall. Und deshalb treibe ich mich auch hier rum, gehe zu meiner 'offline-SHG' :wink: und zur Therapeutin. XY schafft es nämlich immer noch, mich von innen zu berühren. Und häufiger wünschte ich mir immer noch, alles hätte nicht so weit kommen müssen. Deswegen bin ich so stark darum bemüht, wirklich zu verinnerlichen, dass ich durch ein Drehkreuz gegangen bin. Nein, eigentlich nicht ich, sondern er. Und dadurch kann man nicht zurück gehen.[/quote]

    LG
    Feeli

    Liebe Grüße von

    Feeli

  • Zitat von Antilope

    Das Alter hat mich auch sehr beschäftigt.
    Einserseits habe ich mir gesagt, diese paar Jahre hälst Du doch noch aus, ist doch alles nicht so schlimm. Er hat doch auch seine guten Seiten. Alleine ist auch nicht schön, ich habe ja keine Kinder, eigentlich wenig Freunde. Mein Arbeitsprozess geht langsam zu Ende.

    Und genau da bekam ich dann plötzlich Panik. Wie soll das denn eigentlich mit uns funktionieren, wenn wir die ganze Zeit zusammenhocken? Er evtl. noch arbeitslos, ich inzwischen in Rente.

    Ja dann kam mir auch die Erkenntnis, dass es mir eigentlich doch besser geht, wenn ich alleine bleibe. So habe ich wenigstens kenen Stress und kann den Rest meines Lebens so gestalten, wie es mir gefällt. Muss eben wieder neue Kontakte knüpfen. Auf in den Kampf, wird schon klappen.

    Lieber alleine glücklich, als zu zweit unglücklich.
    Ich habe schließlich nur dieses Leben !

    Diese Devise war dann in meinem Kopf und hat alles andere überdeckt. Die Probleme meines Partners waren auf einmal zweitrangíg und sind es immer noch. Es gab für mich nur zwei Alternativen: ein Leben ohne Alkohol oder die Trennung. Dazu kam es doch nicht, er hat wohl begriffen, dass er selbst etwas tun muss. Den Anfang hat er gemacht.

    Ich bin zwar sehr froh und irgendwie auch stolz auf auf meinen Freund, aber immer noch nicht ganz überzeugt. Das ist auch gut so. So bleibe ich mir wenigstens weiterhin treu.

    Liebe Antilope,
    Die Probleme meines Partners waren plötzlich zweitrangig und sind es
    immer noch.
    So weit bin ich auch gekommen un das ist doch schon mal was, oder?
    Wir konzentrieren uns endlich auf UNS !!!
    Also haben wir doch begriffen.
    Du bist das beste Beispiel dafür, dass ein Partner sich aufgrund dessen
    ändert, weil er es will und sieht, dass sein Verhalten Konsequenzen hat.
    Wenn sich sein Verhalten dann wieder ins Negative wandelt, kann
    ich doch immer noch überlegen, was ich tue.
    Wenn dann aber nur noch ein Auf und Ab herrscht, kann ich
    irgendwann nur noch den Schritt der Trennung gehen.
    Weil es auf Dauer nicht auszuhalten ist, ich möchte mich nicht
    den rest meines Lebens quälen müssen.
    Ich finde, das hast du gut gemacht.
    LG Waldliebende

    Und wenn du denkst es geht nicht mehr
    kommt von irgendwo ein Lichtlein her.....

  • Hallo Doro,

    Das ist interessant, ich meine deinen ersten Absatz:
    Kann es ein, dass sich manche Co`s trennen, weil sie hofften, dass
    sich der Partner dann ändert?
    Ich denke schon.....
    Hoffnung durch Trennung, mmhh...wenn ich mich wirklich trennen
    würde, dann wäre es für immer, deshalb tue ich mich damit auch so
    schwer....dann würde ich nicht mehr zurück wollen, weil
    ich habe hier zu oft gelesen, dass sie dann wieder zusammen kommen, wenn der Partner sich anscheinend wieder im Griff hatte und alles ging von Vorne los.
    LG Waldliebende

    Und wenn du denkst es geht nicht mehr
    kommt von irgendwo ein Lichtlein her.....

  • Hallo Waldliebende, Doro, Feeli, Antilope !

    Eigentlich bin ich durch puren Zufall auf dieses Forum gestoßen. Nachdem mir der Thread von Silberkralle sehr gut gefallen hat, vorallem seine Offenheit, habe ich mich entschlossen, mich anzumelden.
    Bin auch heute noch eine heimliche tägliche Mitleserin.Glück Auf!
    Und dann habe ich mich immer mehr reingelesen. Erste Erkenntniss: Du bist nicht alleine.
    Auch ein Schock irgentwie :shock:
    Auch wußte ich garnicht richtig was ein CO ist.
    Und damit beginnt der Lernprozeß erst. Ich bin eine CO und ich muß auch dazu stehen. Schönreden gilt nicht.
    Es erschüttert mich immer wieder wie ähnlich die Geschichten hier meiner sind. Einige Male sind mir auch die Tränen übers Geschicht gelaufen.
    Am Anfang habe ich die Antworten von anderen, die weiter waren, nicht wirklich verstanden.Aber die Wahrnehmung hat sich inzwischen geändert.
    Wenn ich manche Antworten jetzt nochmal lese, verstehe ich sie jetzt recht.
    Doro hat geschrieben:
    Du kannst ihn nicht manipulieren.
    und
    Wir gucken ja immer ständig alle in die falsche Richtung.
    Solche Worte machen mich sehr nachdenklich und ich merke das ich auf meinen Partner sehe, anstatt auf mich.
    Und das muß ich ändern, Schritt für Schritt. Und merke auch das, das ein langer Lernprozeß ist. Geht halt nicht von Heut auf Morgen.
    Und auch das Loslassen ist doch sehr schwierig, muß ich schon sagen.
    Bin auch öfters innerlich aufgewühlt, aber merke auch das sich im Inneren etwas lockert. Und das sollt ich doch als positiv ansehen.
    Ich merke auch das sich Druck abbaut.
    So eine Vorfreude auf Weihnachten wie dieses Jahr hatte ich schon jahrelang nicht mehr. Seltsam.

    Es grüß euch alle( Hoffe habe niemanden vergessen)
    Eine sehr nachdenkliche
    Mohn

  • Guten Morgen Mohn,
    ja, dieses Forum ist Gold wert.
    Ohne euch alle hier hätte ich niemals Fortschritte gemacht.
    Auch wenn manche unsere Fortschritte nicht erkennen, aus
    welchem Grund auch immer, so sind wir doch für uns schon einige Schritte weiter.
    Schon die Erkenntnis, was ein Co eigentlich ist, was es bedeutet,
    das ist doch schon sehr wertvoll.
    Und wir setzen uns damit auseinander, jeder in seinem Tempo,
    jeder so wie er kann.
    Und es ist gut, dass wir uns hier nicht von allen Seiten beeinflussen
    lassen, dass wir den Weg gehen, den wir vom Gefühl her für richtig halten.
    In meinem Kurzurlaub hatten wir nämlich genau das Thema:
    Gefühl oder Verstand?
    Was ist richtig?
    Was ist falsch?
    Da gibt es keine Antwort drauf, wir haben da stundenlang drüber
    diskutiert. Aber nur nach Gefühl oder nur nach Verstand, das geht nicht.
    Man muss die Waage finden, es muss ausgewogen sein.
    Es freut mich, dass es dir soweit besser geht und du dich auf Weihnachten freuen kannst.
    LG Waldliebende

    Und wenn du denkst es geht nicht mehr
    kommt von irgendwo ein Lichtlein her.....

  • Morgen Waldliebende
    Ja, es geht mir wieder besser. Bin halt zur Zeit sehr nachdenklich.
    Ich halte mir immer wieder vor Auge:
    klein, groß,
    meine Schritte,
    mein Tempo.
    mein Weg ,
    zu mir.
    Gefühl oder Verstand, wer mag da die Wahl treffen?
    Richtig oder falsch?
    Der eine nimmt es so wahr, der andere so.Da kann man nichts daran ändern.
    Mein Mann will aus Einsicht trocken werden, er war beim Arzt. 1 Schritt.Seiner!
    Diese Woche wurde aber auch bei einer Untersuchung Aspest in der Lunge festgestellt.
    Nur eine Frage der Zeit wurde ihm gesagt.
    Frage mich aber ob er wirklich aus Einsicht trocken werden will, oder weil ich es will?
    Manipuliere ich ihn?

    Liebe Grüße Waldliebende von einer sehr nachdeklichen
    Mohn

  • Hallo Waldliebende,

    Es hat ganz schön lange gedauert, aber ich habe jetzt festgestellt, dass ich dich da abholen wollte, wo Du gar nicht stehst. Du willst einen Weg gehen, der für mich ungangbar gewesen wäre, Du willst Dich - so sehe ich das - von Deinem XY innerlich trennen, aber mit ihm zusammen wohnen bleiben und mal in aller Ruhe schauen, in welche Richtung er sich denn entwickelt. Mit dem Wissen er ist Alkoholkrank und Du co-abhängig. Vor allem nach außen soll alles beim Alten bleiben.

    Da ich es weder selbst so gemacht habe noch mir vorstellen kann, wie das ist, sehenden Auges so etwas mitzumachen, können wir beide kaum voneinander profitieren. Deshalb ziehe ich mich aus Deinem Thread zurück, was die aktive Teilnahme angeht.

    Ich glaube, Dein Weg erfordert wesentlich mehr Kraft, als meiner es getan hat. Diese wünsche ich Dir.

    Feeli

    Liebe Grüße von

    Feeli

  • Hallo Mohn,
    Was hat deinen Mann zur Einsicht gebracht?
    Der schlechte aktuelle Gesundheitszustand oder dein
    neues Leben, welches ihm nicht gefällt, weil er daran
    nicht mehr teilnehmen kann?
    Asbest in der Lunge, das hört sich nicht gut an,
    es ist wohl beruflich bedingt?
    Nur eine Frage der Zeit, bis....Krebs?......
    Nun muss er was für seine Gesundheit tun.....
    Ob du ihn manipulierst?
    Es ist egal, warum er nun endlich zum Arzt gegangen ist, Hauptsache
    er tut was und bleibt am Ball, das wünsche ich euch beiden
    ganz doll.
    LG Waldliebende

    Und wenn du denkst es geht nicht mehr
    kommt von irgendwo ein Lichtlein her.....

  • Zitat von Feeli

    Hallo Waldliebende,

    Es hat ganz schön lange gedauert, aber ich habe jetzt festgestellt, dass ich dich da abholen wollte, wo Du gar nicht stehst. Du willst einen Weg gehen, der für mich ungangbar gewesen wäre, Du willst Dich - so sehe ich das - von Deinem XY innerlich trennen, aber mit ihm zusammen wohnen bleiben und mal in aller Ruhe schauen, in welche Richtung er sich denn entwickelt. Mit dem Wissen er ist Alkoholkrank und Du co-abhängig. Vor allem nach außen soll alles beim Alten bleiben.

    Da ich es weder selbst so gemacht habe noch mir vorstellen kann, wie das ist, sehenden Auges so etwas mitzumachen, können wir beide kaum voneinander profitieren. Deshalb ziehe ich mich aus Deinem Thread zurück, was die aktive Teilnahme angeht.

    Ich glaube, Dein Weg erfordert wesentlich mehr Kraft, als meiner es getan hat. Diese wünsche ich Dir.

    Feeli

    Liebe Feeli,
    so siehst du mich also....
    ...muss ich akzeptieren, es ist deine Sichtweise.
    Innerliche Trennung, erstmal,
    an meiner CoAbhängigkeit arbeite ich stark, du hast meine Beiträge
    gelesen, aber nicht zwischen den Zeilen gelesen...?
    Du musst nicht meiner Meinung sein.
    Wieso nach aussen hin soll alles beim Alten bleiben?
    Tut es jetzt nicht mehr, es hat sich einiges geändert.
    Ich rede mit meinen Freunden drüber, rede nichts schön und
    habe einen Weg gefunden, an mich zu denken.
    So ist es erstmal gut.
    LG Waldliebende

    Und wenn du denkst es geht nicht mehr
    kommt von irgendwo ein Lichtlein her.....

  • Hallo Waldliebende!

    Was meinen Mann zur Einsicht gebracht hat?
    So wirklich kann ich dir das auch nicht beantworten, auch wenn ich das möchte. Ich vermute es ist von allem etwas.Auch hat stark ein Vorfall letzte Woche dazu beigetragen, vermute ich mal. Kann dazu aber nicht ins Detail gehen, sind ja im öffentlichen Bereich.Dir persönlich würde ich es ja schreiben, daß weißt du!
    Ich schreibe es mal so, ich habe gelernt für mich Grenzen zu ziehen und diese auch einzufordern. Diese Grenzen sind überschritten worden!! Bin eher ein ruhige, bedachte Frau ,aber da bin ich halt zum tasmanischen Teufel geworden, so hat er mich nicht in den all den Jahren erlebt!
    Das hat ihn wohl zum Nachdenken gebracht. Den ersten Schritt hat er schon gemacht, aber seinen Weg muß er selber finden.
    Seine Schritte, sein Tempo, sein Weg!!!

    Was ich dich schon lange fragen wollte, wie geht dein Mann eigentlich mit deiner Veränderung um? Bemerkt er davon was?Ist es ihm egal oder nimmt er dich ernst, mit all deinen Plänen, von denen er ja auch Kenntnis hat? Würde mich wirklich sehr interessieren!!

    Wie schon geschrieben, nihmt dich jeder anders wahr auf deinen Weg. Da wir uns ja schon eine Weile schreiben, bin ich auch überzeugt, das du für dich weitergekommen bist.Das ist meine persönliche Meinung. Kann man teilen, muß man nicht.
    Mehr möchte ich wirklich nicht dazu schreiben.

    Habe mich auch gedrückt gefühlt,als ich deine Worte gelesen habe. Mir standen die Tränen in den Augen.
    Sende dir eine Umärmelung, fühl dich auch gedrückt!

    LG
    Mohn

  • Liebe Mohn,
    nun habe ich ausführlich geantwortet,alles weg....
    Noch einmal von vorne, das ist anstrengend, habe heute Migräne,
    Sturm und mild draussen, seit gestern schon diese fiesen
    Kopfschmerzen, werde nach 15 Uhr ein Rezept abholen
    und wenn die Tabletten nicht wirken, dann kann ich nicht
    arbeiten gehen, werde mir vorsichtshalber eine Krankmeldung geben
    lassen.
    Habe schon öfter mit Migräne gearbeitet, das tue ich mir einfach nicht mehr an.

    Es ist schlimm,dass nur dann eine Reaktion kommt, wenn
    du "ausrastest".
    Ich kenne das, dann werden sie plötzlich wach und erkennen
    das ganze Ausmass ihres Verhaltens.
    Dann kommt diese Angst in den Augen und eine tiefe Reue,
    man selber möchte seinen Mann gar nicht so sehen und haben.
    Er soll es doch für sich machen, damit er wieder ein zufriedenes,
    unabhängiges Leben führen kann.
    Das muss in ihre Köpfe rein!!!
    Wie mein Mann mit meiner Veränderung umgeht?
    Etwas Neid, etwas Eifersucht, der Wille zur Veränderung ist da, aber
    wird nicht richtig umgesetzt.
    Ein kleiner positiver Schritt seinerseits, mal hier und da.
    Im Großen und Ganzen nicht viel Neues, er lässt mich meine
    Dinge machen, hat Angst, mich zu verlieren.
    Passt mehr auf, dass er Vereinbarungen einhält, ist nicht mehr entsetzt, wenn ich Konsequenzen durchziehe, vermeidet jetzt öfter
    Situationen, wo er weiß, dass ich das so nicht aktzeptiere.
    Ist aufmerksamer geworden, nur sich selbst gegenüber nicht!
    Die Gesundheit spielt ja noch ganz gut mit, Job hat er auch.
    Tiefpunkt wohl noch lange nicht erreicht.
    Ich auch noch nicht, gebe ich zu.
    So Mohn, du sollst aber nicht weinen, wenn ich schreibe.
    Bis die Tage.....
    Liebe Grüße
    Waldliebende

    Und wenn du denkst es geht nicht mehr
    kommt von irgendwo ein Lichtlein her.....

  • Gestern dann endlich um 19:00 Uhr die Migränetabletten
    bekommen. Nach einer halben Stunde fast schmerzfrei.
    Ich traute dem Frieden aber sowieso nicht und hatte mir
    eine AU für zwei Tage geben lassen.
    Heute Morgen aufgewacht, die gleichen Schmerzen wieder da.
    Mist! Runde mit dem Hund gegangen, in der Hoffnung, dass
    die frische Luft Gutes tut, aber nein, bei dem Wind, so muss
    Föhnwetter sein, gibt es den auch hier im Rheinland?
    Jetzt wieder eine Tablette, ist das wirklich Migräne?
    Keine Ahnung....
    Habe gerade nochmal in anderen Threads von Co`s gelesen.
    Da ist das Thema Hoffnung z.B.
    Die einen hoffen, dass sie nie wieder Alkohol trinken, die
    anderen hoffen, dass ihr trinkender Partner sich doch
    noch ändert, die nächsten hoffen, dass sie die Trennung
    endlich verkraften.
    Ein Forumsmitglied hat z.B. geschrieben, dass man den Dingen auch einfach mal seinen Lauf lassen sollte, in dem Sinne, dass es
    höhere Mächte gibt, die wirken.
    Ich fand den Beitrag sehr schön, denn ohne Hoffnung hätten wir alle
    längst aufgegeben.
    Manche Dinge im Leben regeln sich auf wundersame Weise
    von alleine.
    Natürlich soll das nicht heissen, dass wir die Hände in den Schoß
    legen und nur abwarten, wir müssen schon was dafür tun, dass
    es besser wird.
    Aber mir fällt auch auf, dass manche Betroffene mit einer eisernen
    Verbissenheit an die Probleme herangehen.
    Es wird ellenlang geschrieben, diskutiert und zerpflückt.
    Ich für mich habe erkannt, dass ich das Wesentliche nicht
    mehr erkenne, wenn ich an ein Problem zu verbissen und
    verblendet herangehe.
    Mein Körper sendet mir dann Signale und ich lass die "Sache"
    dann erstmaöl ruhen, um die gesammelten Informationen
    in Ruhe in meinem Kopf zu sortieren.
    Manche Dinge lassen sich eben nicht in ein paar Monaten
    regeln.
    Das ist mir hier bei einigen aufgefallen.
    Es stimmt mich traurig, wenn Menschen hier, die glauben, es endlich
    gepackt zu haben, plötzlich mit Depressionen kämpfen und wieder
    eine neue Baustelle haben.
    Ein altes Problem scheint bewältigt, ein neues ist bereits da.
    Und es dreht sich alles u die 3 Dinge, die ich oben beschrieben habe.
    das sagt mir doch erst recht, dass ich hundertmal überlegen muss,
    welcher Schritt der richtige ist.
    Ich möchte ja nicht vom Regen in die Traufe fallen.
    Und dann macht es mich eben traurig, dass es Menschen gibt,
    die bei Co`s nur einen bestimmten Weg akzeptieren.
    Den ihren, sonst keinen......?
    Das ist mir heute bewusst geworden.

    Und wenn du denkst es geht nicht mehr
    kommt von irgendwo ein Lichtlein her.....

  • Morgen Waldliebende!
    Das mit der Migräne kenne ich von meinen Eltern und meinen jüngsten Sohn. Leide gottseidank nicht selber drunter, bin wohl krankheitsmäßig übersprungen worden. Jedenfsfall weiß ich genau, wie sehr die Attaken ernst zu nehmen sind.Du glaubst du überlebst den Tag nicht mehr!
    Ich lese auch viel im Forum und sehe es genauso wie du. Als CO gebe ich die Hoffnung nicht schnell auf und wenn es soweit ist, dann bricht komplett meine Welt zusammen. Und dann? Dann kämpfe ich mit Depressionen, Schuldgefühlen usw.Kann so kommen, muß ja nicht!!! Und wie du schon geschrieben hast, dann nächste Baustelle.
    Da sind mir meine kleinen Schritte lieber, ich lerne erstmal stabil auf mich zu sehen und zu achten.Das hebt mein Selbstbewußsein und das strahlt auch nach aussen ab.Und du wirst ganz anders wahrgenommen. Wie auf der Arbeit, ich mache jetzt den Mund auf. Habe ich früher nicht getan!
    Und dann gehe ich meinen Weg in meinen Tempo weiter. Was ist machbar und was nicht. Knüpfe mein Sicherheitsnetz.
    Mich hat auch diese eine Antwort(weißt schon welche ich meine) sehr zum Nachdenken bewegt. Ich schreibe dir doch nicht aus dem Grund, das ich von dir profiiieren möchte.Nur vom Ausstauch vieler Meinungen lerne ich doch dazu!! Mein Weg muß nicht der gleiche sein wie deiner!!
    Toleranz und Rezekt vor anderen, so bin ich erzogen worden und ich lebe das auch!Ich nehme mich nicht so wichtig, das ich meinen Weg als Maß, anderen überstülpen will.
    Klar, kann ich mich von meinen Mann trennen. Koffer packen und dann weg. Und dann?? Ich muß doch dann damit weiterleben, kein anderer!
    Da ist mir mein langsamerer Weg , hinter dem ich dann auch langhaltiger stehe und damit leben kann, viel lieber!!
    Wer mag auch mein , dein Tempo zu beurteilen? Es kennt mich keiner persönliche, noch meinen Lebensweg, noch meine Familie.
    In einer realen SHG muß du deine Meinung dem anderen ins Gesicht sagen und damit auch rechnen das dein Gegenüber dich auf links dreht, das heißt dir dann in die Augen schaut und dir seine Meinung sagt!!
    Anoym ist ein Vorteil , aber auch ein Nachteil. Verstehste was ich meine?
    Es macht mich auch traurig, aber es ist halt nicht zu ändern!
    Ich bin tolerant genug andere Weg zu akzeptieren.
    Habe mich etwas in Rage geschrieben, aber jetzt was anderes. Alk ist nicht alles.
    Hoffentlich geht es dir bald besser mit deiner sch... Migräne!!
    Mögen die Tabletten wirken und Linderung verschaffen!!
    Migräne da ist Schluß mit lustig!
    Habe dieses Wochende Verabredung mit meiner Freundin, hab sie lange nicht gesehen. Freue mich darauf!!
    Freue mich auch immr wenn du schreibst :D

    LG
    Mohn

  • Mir ist mein persönlicher Weg für mich lieber, aber das heißt nicht das andere Weg schlechter sind. Ist mir beim Durchlesen so aufgefallen, könnte falsch wahrgenommen werden.

    LG Mohn

  • TOLERANZ

    Gutes Stichwort.
    Ich sehe, du hast mich verstanden.....
    es muss mich aber nicht jeder verstehen!
    Ich konnte das auch nicht immer.
    Aber da das ganze Leben ein Lernprozess ist,
    nimmt man aus jeder Misere, aus allen Erlebnissen,
    was mit.
    Je mehr wir erleben, desto mehr lernen wir.
    Ich habe mich oft gefragt, warum dies und das passiert.
    Irgendwann kam die Antwort.
    Weil mein Leben dann nicht so und so anders
    verlaufen wäre.
    Oft auch zum Positiven.
    Aus vielen negativen Erfahrungen kommt mindestens eine
    positive Veränderung.
    Für mich selbst oder auch für meine Mitmenschen.
    Es hat sich was bewegt, ich habe mich bewegt, ich hätte
    doch sonst keinen Grund gehabt, etwas zu verändern.
    Damit möchte ich einfach nur sagen, dass wir im Leben
    manch`schlimme Erfahrung machen müssen/sollen,
    damit wir etwas verändern.
    Und ich habe viel verändert. Und ich werde weiterhin Veränderungen
    zulassen, in meinem Tempo, weil ich es so als richtig
    und verträglich empfinde.
    Empfindungen spielen in unserem Leben eine sehr grosse
    Rolle, dafür sind wir Lebewesen mit einer Seele.
    Unsere Seele, unser Unterbewusstsein beeinflusst uns stark,
    auch wenn wir es manche nicht glauben, oder wahrhaben
    wollen.
    ich möchte mich aber nicht anhören wie eine Pfarrerin,
    es ist mir nur so i den Kopf gekommen.
    Vieles kommt einfach beim Schreiben, die Gedanken kommen
    von alleine und ich meine, dass es dann auch absolut ehrlich
    ist. Wir müssen doch gar nicht um den heissen Brei herumreden,
    wozu? Hier können wir doch unsere tiefsten Gedanken und
    Empfindungen loswerden.
    Ich lerne auch viel durch das Lesen bei anderen, nehme Manches
    an und Anderes kann ich nicht umsetzen.
    Das ist der Punkt:
    Wie du schreibst, es kennt uns keiner persönlich, kennt nicht meine
    Vorstellung, wie ich mein Leben haben möchte, kennt nicht
    mein Umfeld, meine Familie.
    Respekt und Toleranz, das ist hier im Miteinander
    ein Muss.
    LG Waldliebende, jetzt wieder schmerzfrei....

    :) [/b]

    Und wenn du denkst es geht nicht mehr
    kommt von irgendwo ein Lichtlein her.....

  • Zitat von Mohn

    Mir ist mein persönlicher Weg für mich lieber, aber das heißt nicht das andere Weg schlechter sind. Ist mir beim Durchlesen so aufgefallen, könnte falsch wahrgenommen werden.

    LG Mohn

    Das kann ich so unterschreiben!!

    Und wenn du denkst es geht nicht mehr
    kommt von irgendwo ein Lichtlein her.....

  • Also, nachdem Ihr zwei offensichtlich meine Posts meint - warum sprecht Ihr mich nicht offen an?

    Natürlich geht es bei einem Austausch darum, gegenseitig voneinander zu profitieren. Wenn ich nur quatschen will, rufe ich eine Freundin an und wälze keine Probleme. Jeder hat seine Ansichten und er meint, diese mit Berechtigung zu haben. Sich einmal in die Position des anderen zu versetzen, kann doch neue Horizonte öffnen!

    Ich habe mich deshalb aus diesem Thread zurückgezogen, weil mich gewisse Verhaltensweisen an XY erinnern. Ich mag mich irren, aber ich glaube, Ihr, liebe Waldliebende und liebe Mohn, macht Euch die Welt so, wie sie Euch gefällt. Anstatt Euer Verhalten zu verändern, ändert Ihr nur Eure Ansicht über das, was Ihr selbst tut und was Eure Männer tun. Auf mich wirken die unabhängigeren Verhaltensweisen (z.B. Kurzurlaub) wie weitere Manipulationen, statt Gewinnung von psychischer Distanz.

    Mohn, Du hast Deinen Mann angeschrien und da ist Bewegung in ihn gekommen? Glaubst Du, er hat was begriffen? Und das war kein Manipulationsversuch Deinerseits? Wenn das bei Euch funktioniert, lass es mich bitte wissen, denn dann werde ich das vielleicht auch noch ein Mal ausprobieren - das wäre dann mein Versuch Nr. 485 oder so.

    Natürlich kann man Alkoholismus auch als Paar überwinden. Aber nur, wenn man es als zwei Individuen versucht, nicht, indem der Co den Alkoholabhängigen vor sich her schubst - ihn manipuliert. Indem man ihm 'was besseres vorlebt' 'ihn anschreit' oder sonstwas. Nicht nur Eure Männer sind abhängig, Ihr seid es auch! Ich bin es auch oder war es auch!

    Da ich aber nicht vorhabe, Eure Denk- oder Verhaltensweisen zu ändern, habe ich mich lieber hier zurückgezogen. Das hat auch etwas mit Toleranz zu tun, denke ich. Ich kenne Euch nicht? Nein! Aber ich kenne die Gedanken, die man als Co-Abhängige haben kann. Und die erkenne ich auch bei Euch wieder. Kennt Ihr mich denn? Wohl kaum.

    In diesem Thread werde ich nur noch auf ausdrückliche Einladung hin schreiben. Ich hatte mich hier nur noch dieses eine Mal gemeldet, weil Ihr mir so offensichtlich Unverständnis und Intoleranz vorwerft. Das ist nicht angemessen. Wenn Ihr mir was zu sagen habt - gerne in meinem Thread. Schön, dass ich Euch zum Denken angeregt hatte.

    Feeli

    Liebe Grüße von

    Feeli

  • Hallo Feeli,
    du hast dich gestern aus meinem Thread
    aus persönlichen Gründen zurückgezogen.
    Das akzeptiere ich.
    Weniger kann ich verstehen, dass du
    hier weiter liest, wenn es doch gestern für dich
    abgeschlossen war.
    Ich möchte dir jetzt auch mal deutlich antworten, denn
    es gibt auch bei mir Grenzen:
    Es zwingt dich niemand, hier zu weiter zu lesen.
    Es ist in Ordnung,wenn dir meine Auffassung nicht gefällt.
    Aber mir gefällt dein Lehrmeisterton nicht.
    Und! du musst nicht beleidigend werden.
    DAS AKZEPTIERE ICH NICHT!

    Und wenn du denkst es geht nicht mehr
    kommt von irgendwo ein Lichtlein her.....

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