Hallo Ihr anderen Kinder,
auf der Suche nach...hm...meinem "Ich" (?) und Antworten auf viele, viele Fragen bin ich auf Euer Forum gestossen und hab' schon ein paar Mal hier gestöbert und fleißig gelesen...und mich dann angemeldet.
Ich weiß noch gar nicht so recht, wie ich hier anfangen soll...manch' einer hier kann sich so wunderbar bildlich ausdrücken. Ich habe noch nie mit jemanden darüber geredet, so möge man es mir bitte nachsehen, wenn die ersten Versuche hier vielleicht etwas unstrukturiert und wackelig sind. Ich möchte keinem damit auf den Schlips treten.
Ich bin zur Zeit (mal wieder) Single. Wie so oft...
und hab' mal wieder selbst alles kaputt gemacht - kaputt gedacht - kaputt geredet.
Mein Vater ist Quartalstrinker, seit ich denken kann. Zu Hause wurde nie darüber gesprochen. Ich wollte damals nicht alles noch schlimmer machen und heute mit meiner Mutter darüber zu reden traue ich mich nicht. Ich möchte ihr meine Lasten nicht auch noch zumuten. Meine Eltern sind mittlerweile seit zig jahren geschieden und haben neue Partner.
Ich bin vor 12 Jahren zu Hause ausgezogen und kurz danach hat sich meine Mutter, unter sehr schwierigen Umständen, von meinem Vater getrennt.
Während/in dieser zeit hatte ich 2 Jahre keinen Kontakt zu meinem Vater. Diese Auszeit hat mir gut getan - ich bin ein wenig zur Ruhe gekommen. Seither habe ich nur sporadischen Kontakt zu ihm, heißt die üblichen Familien-Geburtstags-Feiertags-Termine und mal ein Telefonat zwischendurch. Die Besuche schwanken auf einer Skala von "erträglich" bis "war ganz nett".
Bis zu einem gewissen Alter (ich denke, ich war vielleicht 13 oder 14) habe ich mich immer (fast schon etwas duckmäuserisch) angepasst, war irgendwie immer nur der "Mitläufer", dann habe ich angefangen zu rebellieren, danach habe ich einfach nur voller Wut und Enttäuschung kapituliert.
Das ich Probleme durch meine "Altlasten" aus der Kindheit habe war mir eigentlich immer bewußt, aber mir war nie klar, warum ich so bin, wie ich nun mal eben bin... oder besser gesagt, ich hätte nicht gedacht, dass die Zusammenhänge eigentlich so glasklar sind.
Als ich letztlich den Beitrag "Merkmale von EKA's" gelesen hatte fiel es mir wie "Kitt aus der Brille" ![]()
Mal gibt's bei mir gute Phasen, mal richtig schlechte.
Momentan sieht alles nicht so rosig aus und der ganze Balast, über den ich noch nie gesprochen habe, wiegt im Moment ganz schön schwer.
Am liebste würde ich damit ein Päckchen schnüren und es irgendwo tief versenken.
Aktuell knabber' ich einfach daran, dass ich gerade mal wieder eine Beziehung kaputt gemacht habe, die eigentlich sehr harmonisch lief. Eigentlich...
Wäre da nicht dieser ständige Wunsch nach Macht, nach Kontrolle.
Wäre da nicht dieses ständige Hinterfragen von Jedem und Allem...ich habe vermeintliche Lügen förmlich gesucht und die Tatsachen solange verdreht, bis sie zu einer Lüge wurden...
Wäre da nicht diese Kälte aus dem Nichts kommend...nicht greifbar.
Wären da nicht diese furchtbaren Ausraster, weil man(n) mal ein Bierchen, Glas Wein trinkt. ![]()
Wie geht es Euch in Eurer Partnerschaft mit einem Nicht-EKA, der es (gerade den Alkohol betreffend) nicht so bitter-ernst sieht? Der dazu einen "gesunden" Bezug hat.
Ich hoffe sehr, dass mir das Erkennen und der Austausch hier hilft. Denn so soll's nicht weitergehen.
Lieben Gruß
Bibs