• Hallo d,

    willkommen hier im Forum.

    Zitat

    bin ich getrennt, muss ich sie ihm geben OHNE dabei sein zu können.

    Wo steht das denn?

    Keine Mutter "muß" ihr Kind einem nassen Alkoholiker überlassen, das ist doch viel zu gefährlich.

    Bitte lasse dich anwaltlich beraten! Je mehr Informationen du hast, desto besser kannst du Entscheidungen treffen und planen. Auch das Jugendamt hat Ansprechpartner, die sich mit so etwas auskennen.


    Viele Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hallo d......,

    ich bin damals auch nach kurzer Zeit schwanger geworden. Meine Tochter ist ebenfalls 1,5 Jahre.
    Habe auch das alleinige Sorgerecht.
    Es ist nicht richtig, daß wenn du dich trennen würdest, du ihm das Kind alleine geben musst.
    Ich habe meine Tochter nicht einmal ihrem Vater mitgegeben. Ausser zum Bäcker oder auf ein Spaziergang. Ich könnte es nicht verantworten. Momentan ist er trocken, trotzdem könnte ich sie ihm nicht einfach anvertrauen.
    Ebenfalls hast du die Möglichkeit die Besuch unter Aufsicht eines Jugendamt Mitarbeiters stattfinden zu lassen.
    Ich hatte vor einigen Monaten das Jugendamt gebeten zu uns nach Hause zukommen. Auch weil Androhungen (in der nassen Zeit) im Raum standen und ich das rechtzeitig geklärt haben wollte. Ich hatte bei dem Besuch von seiner Alkoholkrankheit berichtet.
    Und das neue Gesetz bezüglich des gemeinsamen Sorgerechts bei unverheirateten, tritt meiner Kenntnis nach für jetztzige Geburten in Kraft. Er könnte genauso jetzt das Sorgerecht beantragen wenn er wollen würde. Mit oder ohne das neue Gesetz. Da müsstest du dich rechtlich erkundigen.
    Natürlich kannst du dein Kind schützen. In dem du ihm z.B. keinen alleinigen Umgang gewährst. Eventuell gar kein Kontakt. Da gibt es mit Sicherheit eine ganze Menge Möglichkeiten.

    Lieber Gruß

    Underground

  • hi d-d,

    du hast es doch vergleichsweise gut: du bist nicht verheiratet mit dem mann. du hast das alleinige sorgerecht für dein kind.

    alles was dir fehlt, ist der mut, dich ohne ausflüchte von ihm zu trennen.

    das kind als druckmittel einzusetzen ist für meine begriffe nicht der richtige weg und wird auf dauer auch nur zu konfrontationen führen, die der sache nicht dienlich sind.

    setze doch einfach dein leben um, seines kannst du nicht beeinflussen. aber dazu brauchst du halt mut, keine lippenbekenntnisse.

    hast du den mut, dein leben zu gestalten, ohne sein leben zu regulieren zu wollen?

    cu
    MrHardcore

  • Hallo dd,

    mein Mann hat bereits mehrere Trunkenheitsautofahrten mit seinem Sohn aus erster Ehe hinter sich, ist schon (fast) unbemerkt mit meiner Tochter (damals 1,5 Jahre alt) angetrunken mit dem Fahrrad gefahren. Als er unseren drei Wochen alten Sohn betrunken baden wollte, war die Grenze endgültig überschritten.

    Wir leben seit Anfang des Jahres getrennt, mein Mann hat (noch) das Sorgerecht für unsere beiden noch sehr kleinen Kinder, sein Alkoholproblem ist glücklicherweise bereits bei diversen Behörden aktenkundig. Bis vor zwei Tagen hatten wir den Umgang mit den Kindern (übrigens trotz enormer Streitigkeiten um Haus und Hof) flexibel gehandhabt, als ich gerade noch verhindern konnte, dass mein Mann unsere Tochter mit erheblichem Restalkoholwert aus dem KiGa abholt, habe ich diese Regelung komplett und mit sofortiger Wirkung storniert. Und das bestimmt nicht um ihn zu ärgern, sondern um meine Tochter vor solchen gefährlichen "Überraschungen" zu schützen. Er hat jetzt die Möglichkeit, die Kinder alle zwei Wochen am Wochenende tagsüber zu sich zu nehmen, VORAUSGESETZT er trinkt während dieser Zeit nicht.

    Ich vertrete grundsätzlich die Position, dass Kinder auf keinen Fall unter den Streitigkeiten ihrer Eltern leiden und als Druckmittel benutzt werden sollten, aber wenn ein Elternteil -gleich aus welchen Gründen- nicht in der Lage ist, die Verantwortung für zumindest Leib und Leben des Kindes zu tragen, hört für mich der Spaß auf. Je kleiner das Kind, desto weniger kann es sich wehren und selbst schützen, geschweige denn Entscheidungen treffen und ist unbedingt auf die volle Zurechnungsfähigkeit seiner Eltern angewiesen. Ich halte es für die Pflicht jeder Mutter, spätestens an diesem Punkt einzuschreiten, wenn der andere Part dies nicht leisten kann.

    Kurz nach unserer Trennung habe ich eine Beratungsstelle für Angehörige von Suchtkranken aufgesucht, um das Thema Kinder/Umgang etc. zu erörtern. Dort wurde mir übrigens gesagt, nicht ICH müsste bei einem Gerichtsverfahren beweisen, dass er ein Suchtproblem hat, ER muss beweisen, dass er keines hat.
    Für den Fall der Fälle führe ich trotzdem seit unserer Trennung vorsorglich eine Art Tagebuch, in dem ich alle Vorfälle notiere, die mit den Kindern und Alkohol in Zusammenhang standen und stehen.

    Du könntest dir ebenfalls Hilfe vor Ort suchen: Vielleicht gibt es eine entsprechende eigenständige Beratungsstelle oder du schilderst beim Jugendamt deine Problematik und informierst dich über eure Möglichkeiten (z.B. begleiteter Umgang).

    Ich als EKA kann dich jedenfalls nur ermutigen, deine Tochter kompromisslos vor solchen Situationen zu bewahren, und lasse dir bitte von nichts und niemanden einreden, du würdest dein Kind als Druckmittel benutzen, weil du es vor den von einem alkoholkranken Menschen ausgehenden Gefahren schützt.

    Liebe Grüße
    Nina

    Lieben Gruß
    Nina

  • hi d-d (und auch Sweetnina5),

    ist doch so: so lange du um ihn "eierst" und damit überhaupt kontakt zulässt, bist du nicht willens, in letzter konsequenz seine krankheit bei ihm zu lassen. das kind wird in solchen fällen automatisch zu einem druckmittel, eben -wie nina es so treffend geschildert hat- auch aus sorge um das kind und sein wohlergehen.

    der zweck heiligt die mittel? wohl kaum , druck bleibt druck.

    warum nicht einfach mal konsequent sein und sagen, gut, du hast deine position und dein recht auf alkoholkonsum, aber so lange du trinkst möchte ich gar keinen kontakt - auch nicht wegen des kindes. und damit ihm auch die möglichkeit geben, wieder verantwortung für sein handeln zu übernehmen.

    wenn ihm frau und kind wichtig sind, und vor allem er sich selbst wichtig ist, dann wird er etwas verändern. wenn es ihm jetzt noch nicht wichtig ist, kannst du ihn noch so sehr brandmarken und unter druck setzen, er wird dann nichts verändern und weiter saufen.

    warum? nun, ein suchtkranker wird jedes schlupfloch zum trinken nutzen. so lange, bis er für sich selbst keinen ausweg mehr sieht, als trocken zu werden.

    je nach leidensfähigkeit des einzelnen kann das dauern. bei ganz vielen ist die leidensfähigkeit so hoch, dass sie sich zu tode saufen.

    lest mal im bereich für die eka, vielleicht kapiert ihr dann, was ihr euch und euren kindern mit diesem zaudern antut.

    anyway, viel kraft weiterhin,

    cu
    MrHardcore

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