Gedanken zur Co-Abhängigkeit

  • Hallo Speranza

    Ich gehe mit deiner Aussage voll und ganz einig.

    Zitat von Speranza


    Co-Abhängigkeit ist mehr als eine Beziehungssucht, sie beinhaltet noch ganz andere Störungen besonders ein mangelndes Selbstwertgefühl.

    Das kann sich aus verschiedenen Gründen entwickeln und hat mit Alkohol nichts zu tun denn es ist meistens schon vorher da.

    Ich stosse mich nicht, wenn jemand in meiner betrinkt. Wenn mich die Annäherungsversuche, der Lärmpegel..die Gespräche oder sonst was stört..lass ich ihn stehen und gehe meinen Weg.

    Wenn man in einer Beziehung mit jemandem steht..als Lebenspartner/in / Mutter / Vater / Sohn usw. steht wirds schwieriger..

    Da die Reissleine frühzeitig zu ziehen wird schwieriger..oft weiss ja der Co-Abhängige ja selber..es wäre besser den Partner zu verlassen oder stehen zu lassen..den Kontakt abzubrechen. Noch schwieriger wirds bei mangeldem Selbstwertgefühl.

    Ich persönlich denke, diese CO-Abhängikeit muss zum Teil ausserhalb des direktem Alkoholproblem betreut werden.

    Gruss
    Jamor

    wahre stärke ist seine schwächen zu erkennen

  • Hallo jamor!

    Zitat

    Ich persönlich denke, diese CO-Abhängikeit muss zum Teil ausserhalb des direktem Alkoholproblem betreut werden.

    Auf jeden Fall muss Co-Abhängigkeit behandelt werden denn sie kann sich auch entwickeln wenn der Partner nicht trinkt.

    Zitat

    Da die Reissleine frühzeitig zu ziehen wird schwieriger..oft weiss ja der Co-Abhängige ja selber..es wäre besser den Partner zu verlassen oder stehen zu lassen..den Kontakt abzubrechen. Noch schwieriger wirds bei mangeldem Selbstwertgefühl.

    Genau denn der Co-Abhängige nimmt oft viel zu spät bewusst wahr dass etwas nicht stimmt bezieht es aber zuerst auf sich und lässt sich manipulieren. Die Reissleine zieht er oft viel zu spät weil er in ewiger Hoffnung lebt den anderen zu verändern.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Liebe Melanie!

    Ich bedauere es dass es so eskaliert ist, ich nehme deine Entschuldigung gerne an und respektiere auch deine Entscheidung.

    Ich wünsche dir alles Gute :)

    Liebe Grüsse
    Speranza

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallöchen!

    Heute merke ich wieder dass ich noch einiges an mir arbeiten muss, ich fühle mich mitverantwortlich dass es gestern in meinem Thread so eskaliert ist.

    Ich weiss zwar dass ich es nicht beeinflussen kann was andere schreiben aber in meiner eher friedlichen Art denke ich ich hätte diesen Beitrag nicht geschrieben wenn ich geahnt hätte dass es so ausufert.

    Aber dann hätte ich nicht zur Sprache gebracht dass mich etwas stört sondern es wie früher einfach runtergeschluckt und ein ungutes Gefühl gehabt.

    Ich möchte auch nicht wieder in mein altes Schema zurückfallen und so tun als ob es mir egal wäre und dann anders darüber zu denken.

    Da ist wieder dieser Konflikt in mir um des liebens Friedens Willen mich zurückzuhalten.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Liebe Speranza,

    das finde ich ganz wichtig!

    Zitat

    Aber dann hätte ich nicht zur Sprache gebracht dass mich etwas stört sondern es wie früher einfach runtergeschluckt und ein ungutes Gefühl gehabt.

    Ich möchte auch nicht wieder in mein altes Schema zurückfallen und so tun als ob es mir egal wäre und dann anders darüber zu denken.


    Es ist völlig in Ordnung, dass du es so gemacht hast, denn in dem Moment, als du es machtest, war es für dich und es war richtig so für dich. Auf alles andere hast du nur bedingt Einfluss. Und damit musst du einfach leben, das ist ja der Punkt!

    Ich habe früher auch meistens geschluckt, nix gesagt. Aus Angst vor den Konsequenzen. Aus Angst, weh zu tun. Aus Angst, mich unbeliebt zu machen. Ein wichtiger Schritt aus der Coabhängigkeit heraus ist, meiner Meinung nach, so eben nicht mehr zu handeln, sondern sich zu trauen, selbstvertraut zu sein, auch mit den Konsequenzen leben zu können, sich nicht mehr dauernd rechtfertigen zu müssen. Und sich nicht mehr dauernd verantwortlich zu fühlen für die Gefühle der anderen.

    Denn es geht ja um dich! Runterschlucken ist schlecht. Ich weiß nicht, wie es dir dabei geht, mir hat es Dauermagenschmerzen beschert, damals. Darmprobleme. Rückenschmerzen... Immensen Druck, der dann rausplatzte, unkontrolliert, weil ich es irgendwann nicht mehr steuern, aushalten konnte. Druck, der rausplatzte, wenn es garnicht angemessen war, also beim kleinsten Ding...

    Liebe Grüße
    Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Hallo Aurora!
    Hallo Kartsen!

    Vielen Dank für eure Statements.

    Zitat

    Ich übersehe und verdränge Dinge, schlucke lieber einmal mehr, aber irgendwann kann man dann nicht mehr und dann reagiere ich auch manchmal über, weil ich dann einfach nicht mehr kann.


    Zitat

    Druck, der rausplatzte, wenn es garnicht angemessen war, also beim kleinsten Ding...

    Oh ja das kenne ich zu gut ich nenne es immer Dampfkesselprinzip, früher ist mir dann auch oft der Kragen geplatzt wenn es gar nicht angebracht war und ich wurde oft wie eine Irre angeguckt :oops:

    Ich habe mich aber schon sehr gebessert und auch wenn es mir manchmal noch schwer fällt sage ich wenn mir etwas nicht passt bleibe dabei aber immer höflich aber bestimmt.

    Zum Glück habe ich eine sehr robuste Gesundheit und so merke ich wenig Auswirkungen diesbezüglich, es ist einfach ein ungutes Gefühl in mir.

    @ Karsten

    Zitat

    Denke zuerst an dich, was dir gut tut, aber vergessen dabei nicht die Anderen, die auch Gefühle haben.

    Das ist für mich Grundvoraussetzung um mich überhaupt vernünftig auszutauschen. Als Co-Abhängige neige ich aber sowieso dazu mich zurückzunehmen das ist eher meine Baustelle die ich bearbeiten muss.

    Ich glaube eine krasse Egoistin werde ich nie :wink:

    Liebe Grüsse
    Speranza

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo Speranza,

    Zitat

    Ich weiss zwar dass ich es nicht beeinflussen kann was andere schreiben aber in meiner eher friedlichen Art denke ich ich hätte diesen Beitrag nicht geschrieben wenn ich geahnt hätte dass es so ausufert.

    Wenn wir immer alles vorher wüßten, dann würden wir aufhören zu leben. Ich kenne sowas ja auch - kann aber im Nachhinein immer noch in den Spiegel schauen und mir selber sagen:"Meine Motivation war eine andere, als mir unterstellt wurde". Hat auch wieder was von Selbst-Wahrnehmung zu tun und das zu sich stehen, das Authentische und das eigentlich doch wunderbar Individuelle.

    Mir fallen immer wieder so kleine Geschichten ein. Ich erzählte in meinem Thread mal von einer granteligen Nachbarin und der "Köttelaffaire", die Nachbarin hat mich ja eines morgens mal unvermittelt beschuldigt, dass mein Hund bei ihr auf den Parkplatz gemacht hat - obwohl ich wirklich aufpasse, er auch noch nie dorthin gemacht hat, den Dreck immer weg räume und trotzdem wurde ich angegrantelt. Diese Geschichte erzählte ich auch einer anderen Nachbarin, die nur darüber lachte und mir sagte:"Wahrscheinlich hat ihr Mann vorher wieder gesündigt und eine Wurstsemmel gekauft" Ich schaute nur fragend und dann klärte sie mich auf, dass die Dame wohl strenge Vegetarierin ist und der Mann ab und zu mal heimlich Abstecher in die Wurstabteilung macht. Danach gibt es dann immer Zoff. :) Das ließ die Frau in einem ganz anderem Bild für mich erscheinen - die Energie war auf einmal eine ganz andere und ich konnte mich daraus ziehen. Und wenn ich die Frau jetzt sehe, dann stelle ich mir die Situation vor, dass sie ihren Mann mit einem Staudensellerie durch den ganzen Ort jagt und er dabei gerade genüßlich in die Wurstsemmel beißt :) Dann grüße ich lächelnd.

    Was ich damit sagen möchte - wir wissen nicht, wie unser Gesprächspartner zur Zeit des Gespräches drauf ist, was er gerade für Gefühle in sich trägt, wie er was empfindet. Wichtig ist doch, dass wir mit unserem Gesagten nicht die Motivation verfolgten, ihn verletzen zu wollen, sondern einfach nur uns selber kommunizieren. Wenn sich dann jemand provoziert fühlt, dann heißt das noch lange nicht, dass wir die Motivation hatten, zu provozieren. Selbst wenn ich mit meinem großen Hund Gassi gehe, fühlen sich manche Menschen nur durch unsere Anwesenheit provoziert - obwohl wir einfach nur an ihnen vorbei gehen. Der Hund kann nichts dafür, dass er so groß ist und ich kann nichts dafür, dass er lebt - also - wer hat das eigentliche Problem?


    Gruß

    BC

  • Hallo BC!

    Zitat

    Was ich damit sagen möchte - wir wissen nicht, wie unser Gesprächspartner zur Zeit des Gespräches drauf ist, was er gerade für Gefühle in sich trägt, wie er was empfindet. Wichtig ist doch, dass wir mit unserem Gesagten nicht die Motivation verfolgten, ihn verletzen zu wollen, sondern einfach nur uns selber kommunizieren.

    Eben - so ist es es ging um mich und um nichts anderes. Wer sich nun den Schuh anzieht kann ich nicht beeinflussen.

    Wie der Andere gerade drauf ist interessiert mich nur am Rande denn ich habe ja niemanden persönlich angegriffen oder mich im Ton vergriffen.

    Es ist im Grunde sein Problem sich provoziert zu fühlen und ich kann mich zurücklehnen und sagen "Das ist nicht meine Baustelle".

    Es ist wohl eine Erwartungshaltung von mir die nicht erfüllt wird. Ich gehe von mir aus und denke wenn ich mich nicht im Ton vergreife kann ich erwarten dass mein Gegenüber das auch nicht macht.

    Das halte ich nicht für co-abhängig sondern als völlig normal es gehört einfach dazu wenn ich mich mit Menschen austausche und hat mit Respekt zu tun.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo Speranza,


    Zitat

    Es ist im Grunde sein Problem sich provoziert zu fühlen und ich kann mich zurücklehnen und sagen "Das ist nicht meine Baustelle".

    Ich schreibe es mal in ICH-Form:

    Auf der einen Seite ist es nicht meine Sache - ist schon richtig - aber auf der anderen Seite habe ich schon Verständnis - eben weil ich früher auch solche Baustellen hatte. Das hat heute aber nichts damit zu tun, dass ich mich jetzt wer weiß wie verständisvoll verhalten würde und mir dabei noch eins auf die Nase hauen lasse - vielmehr kann ich alles aus einem anderen Blickwinkel sehen, mir erklären, warum die Situation jetzt ist und mir ziemlich sicher sein, dass ich mich nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt habe. Meine erste gefühlsmäßige Reaktion ist dann eher eine gewisse Traurigkeit, ich finde es dann einfach nur schade, dass eine Kommunkation in so einer Sackgasse steckt, kann mich aber dann auch mittlerweile umdrehen und einfach lassen.

    Zitat

    Es ist wohl eine Erwartungshaltung von mir die nicht erfüllt wird. Ich gehe von mir aus und denke wenn ich mich nicht im Ton vergreife kann ich erwarten dass mein Gegenüber das auch nicht macht.

    Ja, ich denke - mit der Erwartungshaltung liegst gar nicht so falsch. Ist bei mir auch noch eine Sache, die ich bearbeiten möchte. Ich habe eher Schwierigkeiten mit Menschen, die mir eine gewisse Erfahrung oder Kompetenz suggerieren bzw. versprechen, die dann gar nicht real ist. Heiße Luft. Meine Erwartung ist aber dann immer noch an dieses Scheinbild geknüpft und ich rege mich - obwohl ich ja weiß, dass es nur ein Scheinbild ist - noch zu sehr auf, wenn die vom anderen "versprochene und von mir dann auch erwartende Rolle" nicht erfüllt wird.


    Gruß

    BC

  • Hallo BC!

    Zitat

    Meine erste gefühlsmäßige Reaktion ist dann eher eine gewisse Traurigkeit, ich finde es dann einfach nur schade, dass eine Kommunkation in so einer Sackgasse steckt,

    Meine erste Reaktion ist zu denken es ist ein Kommunikationsirrtum und ich frage erstmal nach oder versuche es richtig zu stellen.

    Wenn der andere natürlich auf seinem Recht beharrt und mir den Schwarzen Peter zuschieben will ärgere ich mich.

    Letztendlich macht so ein Gesprächsaustausch für mich keinen Sinn mehr denn Kommunikation ist für mich ein Geben und Nehmen. Es ist mir zu anstrengend mich mit jemandem auszutauschen der nur seine eigene Meinung gelten lässt und nicht mal bei sich hinterfragt ob er denn richtig liegt.

    Zitat

    Ich habe eher Schwierigkeiten mit Menschen, die mir eine gewisse Erfahrung oder Kompetenz suggerieren bzw. versprechen, die dann gar nicht real ist.

    Wenn jemand nur heisse Luft verbreitet merke ich das relativ schnell mein Problem ist aber ihm das beizeiten zu sagen und genervt zu sein.

    Zitat

    obwohl ich ja weiß, dass es nur ein Scheinbild ist - noch zu sehr auf, wenn die vom anderen "versprochene und von mir dann auch erwartende Rolle" nicht erfüllt wird.

    Das ruft recht unangenehme Gefühle in mir hoch und erinnert mich an meinen Ex-Partner, ich erkenne es zwar aber reagiere oft noch sehr verzögert.

    Ich habe ein ungutes Gefühl in mir wenn ich solche Dinge zur Sprache bringe weil ich dann Angst habe "niedergemacht" zu werden und der Konversation nicht gewachsen zu sein.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • glück auf speranza

    Zitat von Speranza

    Ich habe ein ungutes Gefühl in mir wenn ich solche Dinge zur Sprache bringe weil ich dann Angst habe "niedergemacht" zu werden und der Konversation nicht gewachsen zu sein.

    s fällt mir schwer das ^ nachzuvollziehen. wenn ich deine klugen und klar strukturierten gedanken lese, vergess ich immer, dass du ja vor kurzem noch bis zum hals in der s...... gesteckt hast.
    ich bin davon überzeugt, dass deine angst unbegründet is - probiers aus.

    n sack voll selbstbewustsein und ne umärmelung

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • Hallo Matthias!

    Zitat

    s fällt mir schwer das ^ nachzuvollziehen. wenn ich deine klugen und klar strukturierten gedanken lese, vergess ich immer, dass du ja vor kurzem noch bis zum hals in der s...... gesteckt hast.

    Erstmals dankeschön so etwas Schönes hat schon lange keiner mehr zu mir gesagt :)

    Das ist aber der Zwiespalt in mir ich bin durchaus in der Lage klar und strukturiert zu denken und mich auch zu äussern - aber dann geht das Zweifeln los.

    Diese negativen Gedanken: "Wird der andere das richtig verstehen? Nimmt er mich für voll? Bin ich zu weit gegangen? Hätte ich besser nichts gesagt um Frieden zu haben? Habe ich ihn jetzt gekränkt?"

    Real merkt man mir das überhaupt nicht an ich wirke selbstsicher und selbstbewusst. Mein Ex-Partner hat es oft als dummes Geschwätz abgetan was ich gesagt habe oder mir erst gar nicht zugehört und mich stehenlassen oder mich als aggressiv bezeichnet.

    Das ist eben der Co-Anteil in mir ich stelle mich jetzt bewusst solchen Situationen und hoffe die Unsicherheit verschwindet dadurch.

    Zitat

    n sack voll selbstbewustsein und ne umärmelung

    Danke und eine Umärmelung zurück :)

    Liebe Grüsse
    Speranza

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo Speranza

    Ich nehme grundsätzlich nicht zu Fragen meine Person
    betreffend in fremden Threads Stellung
    Der Faden Nur heute ist mein Postfach oder auch meine Pinnwand.
    Somit hat der Threadinhaber keinen unnötigen Müll
    und kann sich voll auf seine eigene Selbsthilfe und sein Thema
    konzentrieren.

    Gruss OF

  • Hallo OF!

    Zitat

    Ich nehme grundsätzlich nicht zu Fragen meine Person
    betreffend in fremden Threads Stellung

    Das ist auch gar nicht nötig und ich verstehe das auch. Im Grunde hätte ich auch wegschauen und mich raushalten können es war ja nicht an mich gerichtet aber das ist nicht meine Art.

    Ich werde auch meine Frage nicht in deinem Thread wiederholen denn ich habe alles gesagt was ich zu sagen hatte.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo Speranza

    Antwort

    Der Threadinhaber schrieb:

    Ich hoffe für alle die hier austeilen können..
    dass sie das auch im "realen" leben machen können..
    auf der Tastatur hinter dem Bildschirm ist das einfach..

    Wenn du den Thread gelesen hast kann sich das nur auf mich beziehen
    (vielleicht noch auf andere Schreiber)

    Das ist der Grund das ich mir das Recht herausnehme über mein eigenes Selbst
    so zu sprechen, wie ich es für richtig halte.
    Es eventuell sogar auf die Schippe nehme.
    Den es gehört mir. Es ist mein ganzer Besitz

    Mein eigenes Selbst das hinterm Bildschirm sich verkrochen hat und
    auf seine 2 € Tastatur einhämmert nur um auszuteilen.
    Im realen Leben ist der selbstverständlich ein Looser, ein Versager.

    Gruss OF

  • Hallo OF!

    Zitat

    Der Threadinhaber schrieb:

    Ich hoffe für alle die hier austeilen können..
    dass sie das auch im "realen" leben machen können..
    auf der Tastatur hinter dem Bildschirm ist das einfach..

    Als er das geschrieben hat war wohl einiges vorausgegangen. Ich interpretiere seinen Thread anders, er hatte etwas gefragt und diese Frage wurde ihm teilweise sehr negativ ausgelegt.

    Ich möchte mich hier nun nicht streiten über die Art der Kommunikation aber es kann nicht jedermann von Anfang an wissen was hier im Forum erwartet wird.

    Hilfe zur Selbsthilfe könnte ich auch so auslegen dass ich eine Frage stelle weil ich mit meiner Selbsthilfe nicht weiterkomme vergesse es aber zu erwähnen.

    Der Sinn dieses Forums ist aber auch zu helfen ohne den anderen niederzumachen. Spezielle Ironie wird oft missverstanden weil ich mein Gegenüber nicht kenne.

    Zitat

    Wenn du den Thread gelesen hast kann sich das nur auf mich beziehen
    (vielleicht noch auf andere Schreiber)

    Ich habe den Thread von Anfang an verfolgt wenn ich das Empfinden hätte es wäre auf mich bezogen würde ich erstmal nachfragen.

    Dass du von deinem eigenen Selbst gesprochen hast war für mich nicht zu erkennen wenn du so von dir schreibst ist es natürlich dein gutes Recht.

    Aber ich halte mich jetzt wieder raus aus dem Alkoholikerbereich ich stelle einfach fest dass die Leute dort etwas anders "ticken" (ist nicht abwertend gemeint) und ich manches nicht nachvollziehen kann, es ist ja auch nicht meine Baustelle.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo Speranza,

    Zitat

    Aber ich halte mich jetzt wieder raus aus dem Alkoholikerbereich ich stelle einfach fest dass die Leute dort etwas anders "ticken" (ist nicht abwertend gemeint) und ich manches nicht nachvollziehen kann, es ist ja auch nicht meine Baustelle.

    Na, das finde ich aber mehr als schade (vielleicht machst ja bei mir ne Ausnahme?) Ich verstehe aber, was Du meinst, obwohl ich des nicht so arg trenne.

    Ich denke immer es ist eine Sache, auf welchem Fuß jemand erwischt wird - die sogenannten Animositäten - da finde ich es äußerst wichtig, wenn man das auch kommuniziert - wie soll man sich sonst kennen lernen, wenn immer wieder vorzeitig ein Cut gemacht wird und man sich in eine Ecke verkriecht? Ich stelle mir sowas dann im richtigen Leben so vor: wenn`s unangenehm wird, drehe ich mich einfach um und gehe. Würde ich es in meinem Job so machen, dann hätte ich die längste Zeit dort gearbeitet. Ich kann mich aber umdrehen, kurz durchschnaufen und mich der Situation wieder annähern oder meinen Frieden damit machen.

    Was ich gelernt habe - speziell in letzter Zeit - mich einfach einmal zurück zu lehnen und zu beobachten. Meist muß ich gar nicht mehr meinen Senf dazu geben, irgend etwas gerade richten wollen. Die Leute, die mich verstehen wollen, die tun es auch so und jeder illustiert sich selber (den Spruch habe ich von Uwe) und da ist ganz viel Wahres dran.

    Man muß auch nicht die Schwächeren stärken, indem man die Stärkeren schwächt. Irgendwie regelt sich alles immer wieder von alleine. Ich weiß nicht woher - aber das Vertrauen habe ich einfach irgendwie bekommen.

    Also - druchschnaufen - und weiter geht´s :)


    Gruß

    BC

  • Hallo BC!

    Zitat

    Na, das finde ich aber mehr als schade (vielleicht machst ja bei mir ne Ausnahme?) Ich verstehe aber, was Du meinst, obwohl ich des nicht so arg trenne.

    Es war nicht so gemeint dass ich dort grundsätzlich nichts mehr schreiben will wenn es um Dinge geht in denen ich persönliche Erfahrungen habe.

    Aber ich bin nunmal keine trockene Alkoholikerin und habe daher keine Erfahrungswerte wie ich vorgehen müsste um eine zufriedene Trockenheit zu erlangen.

    Bei meinem Beitrag an OF kam wieder meine Co-Abhängigkeit zu Tage ich merkte dass ich in die Schiene verfallen wollte anderen zu helfen und von mir auszugehen was andere fühlen könnten.

    Zu der Frage selbst hätte ich natürlich auch meine Erfahrungen mitteilen können es ging ja um Verhaltensweisen die auch Cos erlernen.

    Zitat

    wie soll man sich sonst kennen lernen, wenn immer wieder vorzeitig ein Cut gemacht wird und man sich in eine Ecke verkriecht? Ich stelle mir sowas dann im richtigen Leben so vor: wenn`s unangenehm wird, drehe ich mich einfach um und gehe.

    Das war durchaus nicht meine Absicht aber ich merkte einfach ich bin auf der falschen Baustelle.

    Zitat

    Man muß auch nicht die Schwächeren stärken, indem man die Stärkeren schwächt.

    Eben dazu neigen Co-Abhängige wie ich es bin und deswegen versuche ich an mir zu arbeiten indem ich mich raushalte.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo Speranza,


    Zitat

    Eben dazu neigen Co-Abhängige wie ich es bin und deswegen versuche ich an mir zu arbeiten indem ich mich raushalte.

    Ich hatte den o. g. Satz jetzt nicht auf Deine Co.-Abhängigkeit bezogen. Ich denke, so geht es in vielen Köpfen ab. Hauen wir dem vermeintlich Stärkeren die Nase blutig, bis er sich zum vermeintlich Schwächeren runterkrümmt. Wobei es m. E. eine subjektive Wahrnehmung ist, wer stärker oder schwächer ist. Und es ist ein Vorteil Stärke zu besitzen oder ist es nicht auch manchmal gut, schwach zu sein? Für mich war es die einzige Voraussetzung, trocken zu werden. Mir meine Schwäche einzugestehen und nicht die starke Trinkerin zu mimen. Starke Menschen müssen nicht kapitulieren - schwache Menschen schon. Und das war meine Rettung. Deshalb teile ich die Welt nicht mehr in Kategorien ein, die sowieso nur meiner subjektiven Wahrnehmung entsprungen sind. Ich handele so, wie ich es für mich richtig ist und womit ich zufrieden bin.

    Auch habe ich für mich herausgefunden, dass ich nur noch helfe, wenn ich auch drum gebeten werde und selbst da muß ich immer noch einmal gut hinschauen, ob ich die Hilfe, so wie sie gebraucht wird (und nicht, wie ich meine sie geben zu müssen) auch geben kann. Mittlerweile ist so ein Leben richtig entspannend. Es ist viel mehr Platz in meinem Kopf :)


    Gruß

    BC

  • Hallo BC!

    Zitat

    Wobei es m. E. eine subjektive Wahrnehmung ist, wer stärker oder schwächer ist. Und es ist ein Vorteil Stärke zu besitzen oder ist es nicht auch manchmal gut, schwach zu sein?

    Ich verstehe was du meinst ich verstand unter Stärke immer zu kämpfen und nie aufzugeben. Anfangs als ich meinen Partner verlassen habe dachte ich noch ich hätte zuwenig Stärke gezeigt weil ich ihm nicht helfen konnte.

    Aber diese vermeintliche Schwäche bzw. Kapitulation war eines der besten Dinge in meinem Leben denn ich konnte loslassen und die Verantwortung ablegen.

    Jetzt einige Monate später geniesse ich diesen Zustand und bin wesentlich entspannter.

    Ich arbeite in einem Helferberuf aber privat warte ich auch dass mich jemand um Hilfe fragt aber entscheide mich immer noch ob ich überhaupt helfen möchte.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

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