Gedanken zur Co-Abhängigkeit

  • glück auf speranza

    Zitat von Speranza

    Ich arbeite in einem Helferberuf aber privat warte ich auch dass mich jemand um Hilfe fragt aber entscheide mich immer noch ob ich überhaupt helfen möchte.

    das is sicher auch anstrengend, aber richtig - und es lohnt sich.

    schöne zeit

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • Hallo Spedi!

    Vielleicht sind wir mit unserer Meinung gar nicht so weit auseinander. Für mich ist es ein Team in dem ich arbeite und es besteht auis 10 Personen.
    Ich wurde von Anfang an als vollwertiges Mitglied in dieses Team integriert das heisst ich wurde so angenommen wie ich bin. Andererseits akzeptiere ich meine Kollegen auch so wie sie sind wir gehen sehr offen miteinander um und so entstehen erst gar keine Spannungen.

    Natürlich habe ich auch Vorgesetzte die aber für mich nicht zum Team gehören. Da wir aber als Team so gut funktionieren mischen sie sich gar nicht ein und sind froh "dass der Laden läuft".

    Ich würde mich aber nicht scheuen mich nach Alternativen umzusehen wenn ich nicht aus welchen Gründen auch immer nicht in das Team passen würde. Ich kann nur dann gut arbeiten wenn das Drumherum stimmt.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Zitat

    hallo speranza,

    ich habe sech jahre auf einer gruppe in einem team gearbeitet. ich war dort immer aussenseiter. aussenseiter deshalb weil ich mich da nicht anpassen wollte, mich einfügen wollte mich nicht verbiegen wollte. es war ein kampf. kampf deshalb weil ich darum kämpfte das die mich so annehmen wie ich bin. nur passte ich einfach dort nicht rein. jetzt im neuen team passe ich rein, automatisch ohne kampf und ich sage mir heute diese jahre des kämpfens hätte ich nicht haben müssen hätte ich mir gleich was anderes gesucht.

    gruß
    melanie

    Hallo Melanie!

    Ich war auch in so einer Gruppe in der mir das Leben schwer gemacht wurde, aber das lag nicht nur an mir. Es gibt solche Gruppen da herrscht untereinander Missgunst, Neid, Unehrlichkeit und Intrigen.

    Ich sage dazu immer wenn ein bis zwei Leute quertreiben ist es unmöglich ein gutes Team zu bilden.

    Ich habe als ich erkannt habe wo es schiefläuft laut und deutlich meine Meinung gesagt und mich nach ein paar Monaten versetzen lassen und das war eine sehr gute Entscheidung.

    So weit würde ich mich nicht verbiegen dass ich in so einem Team bleiben würde das würde mir nicht guttun.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • liebesperanza,

    es ist oft so das es in teams eben menschen gibt die nicht nur arbeit und die sache an sich sehen sondern ihre eigene person dort mit einbringen. gerade in der sozialen arbeit merke ich häufig da gehts kaum noch um die sache an sich sondern nur ums eigene ego.

    ich war diejenige die um die sache bemüht war, die leute im team versuchte um die sache an sich zu besprechen und nicht eigenes mit ein zu beziehen.damit bin ich oft an geeckt. besprechungen dauerten immer ewig weil drum rum geredet wurde, mir war die zeit dazu immer zu schade die ich damit verbringen musste meine koleginen beifall zu klatschen weil sie doch so tolle mitarbeiter sind und sich mehr wie alle anderen mit einbringen. in der freizeit da waren um noch zusätzliche loorbeeren zu kassieren.so weit so gut aber ich fands dann schlimm als mir der vorwurf gemacht wurde ich würde mich nicht genug einbringen, sprich ich auch so zu aggieren hätte und meine freizeit damit verbringen solle mit kollegen. das ging mir einfach zu weit.ich bin da einfach anderer meinung gewesen, muss meine freizeit nicht auch noch dafür opfern mich mit mitarbeiten zu treffen um gut an zu kommen. so gesehen hab ich mich sicher aus dem ganzen raus katapultiert weil diese ablehung bei einigen einfach fehlinterpretiert wurde. ich hab nichts gegen privaten austausch in der pause, aber wärend der arbeitszeit wollte ich arbeiten und nicht stundenlang mit privatgesprächen mich aufhalten, die verhinderten das die eigendliche arbeit liegen blieb, die ich machte weils die anderen nicht taten.nun das ist ja nun auf der neuen arbeitstelle anderst. da muss eben das thema arbeit sein, da der personenkreis um den es hier handelt nicht einfach vor dem fernsehaparat abgesetzt werden kann und sich nicht beschwert. drum macht mir die neue arbeit einfach auch mehr spass, da kann ich zeigen was ich gelernt habe und nicht wer ich privat bin.

    ich trenne einfach arbeit und privates sehr gerne, da ich die erfahrung machte dadurch dann auch abschalten zu können. freundschaften pflege ich mit einem anderen personenkreis, damit fahr ich besser für mich.

    denn auch diese unehrlichkeit, missgunst und der neid der wird dadurch noch mehr wenn dann auch noch der private bereich mit einbezogen wird. es ist schon schwierig genug in einem grossen team klar zu kommen wenns um die arbeit an sich geht. nun im moment hab ichs gefühl es war besser zu gehen und neu an zu fangen wie zu bleiben und weiter darum zu kämpfen das gearbeitet und nicht getratscht wird. die können das nun ohne mich weiter praktizieren, ich bin nicht unersetzlich für den arbeitgeber, fühle mich auch nicht so. ich denke mit meinem wechsel habe ich mir nen gefallen getan und zu guter letzt vielleicht auch der ehemaligen arbeitstelle, was für mich allerdings zweitrangig ist.

    lieben gruß
    melanie

  • Hallo Speranza,

    Zitat

    Ich sage dazu immer wenn ein bis zwei Leute quertreiben ist es unmöglich ein gutes Team zu bilden.

    Dazu habe ich mir letztens auch mal Gedanken gemacht. Wobei ich mich fragen mußte - wie sehen diese Quertreiber mich? Vielleicht bin ich diejenige, die in ihren Augen quertreibt. Jeder hat ja seine ganz individuelle Wahrnehmung und seine ganz individuelle Realität. Es sind auch Persönlichkeiten, mit eigenen Erfahrungen, wie ich eine bin. Ich glaube, es ist kaum möglich, es nur um die Arbeit gehen zu lassen, alles durchzustylen und anderen Menschen ihre Individualität abzusprechen, denn dann würde ich voraussetzen, dass jeder andere Mensch auch meine Erfahrungen gemacht hat und meinen Idealismus so sieht, wie ich ihn sehe. Da denke ich, dass es auf die eigene Flexibilität und Tolerenz ankommt. Dann geht es weniger um Quertreiben, vielmehr um die Qualität des (arbeitenden oder auch privaten) Zusammenseins. Ist die Qualität schlecht und beeinträchtigt es meine eigene Qualität, dann suche ich mir eine bessere Qualität, mache es aber nicht mehr an anderen Individuen aus.

    Diese These probiere ich gerade mal für mich aus, denn ich glaube, es ist für mich besser, wenn ich nicht mehr diese schwarz/weiß Sicht auf die Dinge habe. Einfach ein paar Ecken abrunden kann.


    Gruß

    BC

  • Hallo BC!


    Zitat

    Wobei ich mich fragen mußte - wie sehen diese Quertreiber mich? Vielleicht bin ich diejenige, die in ihren Augen quertreibt.

    Als Quertreiber sehe ich Leute die versuchen die Teammitglieder untereinander auszuspielen, die ständig Dinge für sich fordern ohne Rücksicht auf andere zu nehmen.

    Sie versuchen anderen ihre Pflichten aufzuhalsen, lassen andere für sich arbeiten und fühlen sich nicht verantwortlich wenn sie Fehler machen sondern versuchen sie anderen unterzuschieben.

    Letztendlich kommt es zu Spannungen innerhalb des Teams wenn die Leitung solche Leute gewähren lässt.

    Ich habe gar nichts dagegen wenn man im Beruf auch Privates erzählt aber ich habe etwas dagegen wenn jemand seine privaten Probleme auf meinem Rücken austragen will.

    Privat möchte ich mit solchen Leuten nichts zu tun haben zumindest nicht im Freundeskreis.

    Zitat

    Da denke ich, dass es auf die eigene Flexibilität und Tolerenz ankommt.

    Eben aber ich kann mich nicht verbiegen wenn mir jemand nicht liegt oder zu flexibel sein. Ich bin eher der Mensch der nimmt aber auch gibt, wenn jemand nur nehmen will und das auf meine Kosten grenze ich mich sofort ab.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo liebe Speranza,
    Danke für deine letzten Zeilen bei Lindi - da schreibst du für mich was mega-wertvolles - nicht das finanzielle/materielle oder sonstwas macht die Augenhöhe aus - SELBSTWERT - mich dominieren lassen !!! und ich mein immer - weil ich selbst für mich wirtschaftlich noch nicht alleine hab Sorge tragen müssen -deshalb fiele mir es so schwer mich zu entscheiden - dabei hab ich immer auch von finanziell unabhängigen Frauen gehört - ähnlich wie bei dir - die sich trotz finanzieller und materieller Unabhängigkeit - nicht leichter schneller besser entschieden haben - FÜR SICH - DANKE für dein Post bei Lindi - FrühjahrsPutz - und meine SelbstZweifel hängen wie Kletten in mir - DANKE - das Forum ist genial - kann ich doch von zuhause aus ganz bequem in ner SHG reinhüpfen - schönen Sonntag DIR - lg, die WinterSonne 8)

  • Huhu Wintersonne!

    Zitat

    da schreibst du für mich was mega-wertvolles - nicht das finanzielle/materielle oder sonstwas macht die Augenhöhe aus - SELBSTWERT - mich dominieren lassen !!!

    Ich kenne studierte Leute mit einem guten Einkommen die co-abhängig sind/waren, also spielt das nicht die entscheidende Rolle.

    Andere hingegen flüchten bei Nacht und Nebel ins Frauenhaus obwohl sie nicht wissen wovon sie morgen leben sollen.

    Es liegt für mich daran wie gering das eigene Selbstwertgefühl und wie gross das Helfersyndrom entwickelt ist was einen jahrelang in so einer Beziehung festhält.

    Liebe Grüsse und geniesse die Sonne
    Speranza

    LG Marie

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  • Hallo Speranza

    das hast du in einem anderen Thread geschrieben

    Zitat

    Seit Monaten trinkt er nicht mehr aber es gibt kein Zurück mehr für mich er hat meine ganze Liebe, Zuneigung und mein Vertrauen gründlich zerstört.

    dann scheint ja der Schuldige gefunden zu sein.

    Siehst du dich als CO Abhängig und warst dadurch in einem Abhängigkeitsverhältnis oder nur als Partner eines Alkoholikers ?

    Das würde mich mal interessieren wie du das für dich heute einschätzt.

    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo Hartmut!

    Zitat

    dann scheint ja der Schuldige gefunden zu sein.

    Wenn ich das so verstehe dass ich ihn für meinen Zustand verantwortlich mache weil er trinkt muss ich klar NEIN sagen.

    Ich bemerke nur dass er nicht trinkt weil wir ja noch unter einem Dach wohnen. Ich rede aber nicht mit ihm darüber warum und weshalb weil es mich nicht mehr interessiert.

    Manchmal denke ich schon noch musste es erst soweit kommen und verfalle doch in den Gedanken "War mein Verhalten schuld?" aber ich weiss das ist Blödsinn.

    Ich war sehr co-abhängig das hatte mit Alkohol nichts zu tun es erstreckte sich auch auf andere Bereiche. Das Alkoholproblem war ja nicht von Anfang an da - meine Co-Abhängigkeit schon.

    Als sein Alkoholproblem massiv wurde kam noch ein belastendes Element dazu. Ich reagierte erst co-abhängig aber das wurde deshalb weniger weil er massiv meine Grenze des Ertragens überschritten hat.
    Wenn das jemand schafft kann ich sehr konsequent sein.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    LG Marie

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  • Nachtrag:

    Ich fing an darüber nachzudenken warum mir das passiert und warum ich das zulasse und ich habe an mir selber Dinge verändert.

    Es kam auch mein Gerechtigkeitssinn zum Tragen dass ich mir Besseres verdient habe als so eine Partnerschaft oder so ein Leben.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    LG Marie

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  • Hallo Sperenza

    ich hatte vor kurzem, ein Gespräch mit jemanden, der auch in einer Co Abhängigkeit gelebt hat und ich fand in deiner Post Ähnlichkeiten

    Einen Unterschied gab es zu deiner Post . Es war nicht die Liebe /das Vertrauen, die zum Scheitern der Beziehung führte . Die Liebe war schon lange nicht mehr da, sagte die Person . Die Trennung wäre auch schon lange vorher vollzogen worden aber die eigene CO Abhängigkeit hat es nicht zu gelassen .

    Danke für deine Antwort .

    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • Hallo Hartmut!

    Zitat

    Es war nicht die Liebe /das Vertrauen, die zum Scheitern der Beziehung führte . Die Liebe war schon lange nicht mehr da, sagte die Person .

    Das kann ich sehr gut nachvollziehen ich bin auch nicht direkt gegangen als ich merkte es ist keine Liebe und kein Vertrauen mehr da. Ich habe noch eine Zeitlang gehofft er würde aufhören und alles würde sich wieder einrenken.

    Im Nachhinein betrachtet hätte ich mir viel Leid ersparen können aber die Co-Abhängigkeit vernebelt oft das Gehirn und verschleiert die Realität.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    LG Marie

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  • Hallöchen!

    Heute habe ich in einem Thread eine Antwort bekommen auf die ich jetzt doch etwas näher eingehen möchte.

    Zitat

    hallo speranza,

    ich hab dich vor wochen gefragt wie du mit ablehnung umgehst. jetzt kenn ich es mir denken. da ich allerdings meinen tread hier nicht mit dir volltexten möchte lass ichs hier einfach stehen.

    Wie gehe ich mit Ablehnung um? Da stellt sich mir die Frage woher jemand weiss dass ich mich abgelehnt fühle das habe ich nirgends geschrieben also ist das reines Empfinden der anderen Person.

    Im realen Leben ärgere ich mich erstmal wenn mich jemand ohne für mich ersichtlichen Grund ablehnt. Aber es gibt so verschiedene Menschen und ich nehme es einfach hin ich denke bestimmt nicht es liegt jetzt nur an mir und meiner Person.

    Wenn mein Auftreten dieser Person gegenüber korrekt war und ich mir nichts vorzuwerfen habe beschränke ich den Kontakt auf das Nötigste denn alles andere wäre nur zeitraubend und würde zu nichts führen.


    Zitat

    ich wünsch dir noch ein schönes leben. würd ja gern mal mehr von dir und deiner eigenen thematik lesen,du lebst noch in der partnerschaft mit deinem mann zusammen und hasts sicher nicht leicht.

    Natürlich ist es nicht leicht mich so in Geduld zu üben wenn der Entschluss mich zu trennen gefasst ist. Aber zum Glück ist unser Haus gross genug um ihm wenn nötig aus dem Weg zu gehen.

    Aber es gibt keine Szenen unter Alkohol mehr sonst würde ich nach einer Übergangslösung suchen. Ich könnte mir vorrübergehend ein Zimmer im Wohnheim mieten aber so spare ich mir das Geld für andere Dinge.


    Zitat

    leider beschäftigst du dich ja lieber damit anderen leuten helfen zu wollen, sogar denen die hilfe so nicht brauchen.

    Das verstehe ich nun gar nicht :?: das empfinde ich sogar als eine Unterstellung. Das hört sich für mich an als ob ich mich penetrant anderen Leuten aufdrängen würde.

    Wem habe ich versucht zu helfen der es gar nicht wollte? Ich habe meine eigene Meinung und meine Gedanken hingeschrieben wenn andere es so auffassen als ob ich ihnen helfen wollte ist es nicht meine Sache.

    Zitat

    mit beiträgen die die form haben "du bist so wie ich denke" kann ich von dir nichts anfangen

    Ich kann mit solchen Beiträgen schon etwas anfangen sie regen mich zum Nachdenken an. Ich greife einfach Dinge auf und versuche sie aus meiner Sicht zu sehen, bleibe aber nicht stur auf meinem Standpunkt.

    Wenn ich keine Diskussion oder andere Meinung zulassen würde oder jegliche Kritik an meiner Person ablehnen würde käme ich auf meinem Weg gar nicht weiter.

    Ich sage nicht ich bin mit mir vollkommen zufrieden mit mir aber ich bin auf dem besten Weg dahin auch wenn ich noch manchmal mit mir hadere und mir Gedanken mache sei es in die Vergangenheit als auch in die Zukunft.

    Es wird schon das ist die Hauptsache :)

    Liebe Grüsse
    Speranza

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo liebe Speranza,

    Du lebst Dein Leben, wie Du es für richtig hälst - das ist gut so.

    Unterstellungen oder Meinungen oder sonstiges Getexte über gegenseitiges Verbiegen bringen Dich nicht weiter - was Dich weiter bringt, sind doch lediglich Erfahrungen, die Du selber machst und von denen Du hier lesen kannst.

    Alles andere was darüber hinausgeht, sei es die Bewertung Deiner Person, Deines Verhaltens oder Deiner Posts hier, gehört doch gar nicht zu Dir.

    Auch ist es kein Wettbewerb, wer sich jetzt besser oder schneller aus seiner Abhängigkeit gelöst hat oder wer zufriedener mit sich ist, auch wenn es manchmal so aussehen mag. Wichtig ist doch, dass Du einen Anfang gemacht hast, Deinen Weg gehst und Du jeden Tag die Chance hast, ihn für Dich zu verändern.


    Gruß

    BC

  • Hallo BC!

    Danke für deine Antwort.

    Zitat

    Du lebst Dein Leben, wie Du es für richtig hälst - das ist gut so.

    So ist es ich lebe und handle nach meinem Tempo und sehe momentan keine Veranlassung zu Nacht- und Nebelaktionen. Der Weg ist ja klar vor mir und auch Nebenpfade die ich evuentuell gehen muss sind eingeplant. Ich versuche Fallstricke rechtzeitig zu erkennen und an mir Dinge zu verändern wo ich es für nötig erachte.

    Zitat

    Alles andere was darüber hinausgeht, sei es die Bewertung Deiner Person, Deines Verhaltens oder Deiner Posts hier, gehört doch gar nicht zu Dir.

    Da gebe ich dir recht da muss ich aber noch daran arbeiten. Ich kann es einfach nicht leiden wenn ich das Gefühl habe jemand unterstellt mir etwas oder schätzt mich total falsch ein.

    Das hat aber eher wenig mit empfundener Ablehnung zu tun sondern damit dass ich der Meinung bin ich würde mich so klar und deutlich ausdrücken dass andere auch verstehen was ich meine.

    Aber es ist im Grunde ja nicht meine Sache wenn andere nicht begreifen wollen um was es mir wirklich geht und ich sollte mich entspannt zurücklehnen.

    Zitat

    Auch ist es kein Wettbewerb, wer sich jetzt besser oder schneller aus seiner Abhängigkeit gelöst hat oder wer zufriedener mit sich ist, auch wenn es manchmal so aussehen mag. Wichtig ist doch, dass Du einen Anfang gemacht hast, Deinen Weg gehst und Du jeden Tag die Chance hast, ihn für Dich zu verändern.

    Wer zufriedener mit sich ist kann ich gar nicht beurteilen ich kann ja keinem hinter die Stirn gucken und meine Gedanken dazu wären nur Mutmassungen meinerseits.

    Hauptsache ist doch in bin mit mir zufrieden nur das zählt. Ich bin froh dass ich den Mut und die Kraft hatte mich zu verändern und sehe es als grosse Chance für mich.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo Speranza,


    Zitat

    Da gebe ich dir recht da muss ich aber noch daran arbeiten. Ich kann es einfach nicht leiden wenn ich das Gefühl habe jemand unterstellt mir etwas oder schätzt mich total falsch ein.

    Das war auch lange mein Thema - glaube mir - ich weiß, wie sich das anfühlt. Ich frage mich immer wieder, warum mir das so wichtig war. Denn wenn mich jemand falsch einschätzt, mir etwas unterstellt - warum will ich ihn um´s Biegen und Brechen davon überzeugen, dass er sich irrt? Das geht irgendwie gar nicht. Überleg´mal, was man da für eine Maschinerie an´s Laufen bringen muß - denn ein Anderer hat ja eigene Verknüpfungen aus der eigenen Vergangenheits-Suppe - die müßtest Du erst mal durchsieben, damit sie Dir klar wird und die klare Brühe dann auch noch wieder dem Anderen vorsetzen - das kann gar nicht funktionieren.

    Natürlich spielt da auch die Angst hinzu, dass wenn man vom anderen schlecht gemacht wird und als falsch dargestellt wird, wiederum Andere dies auch über einen denken könnten.

    Als ich mit meinem nassen Alk.-Partner zusammen war, hat der auch überall herum erzählt, was für ein übler Mensch ich bin, alles verdreht und auch gelogen - warum wohl? Um seine eigene Sauferei zu deckeln und um eine Rechtfertigung für sein eigenes Verhalten zu haben. Das tut weh und ich wollte jedem das Gegenteil beweisen, bis zur Erschöpfung. Dann gab es aber auch Menschen, die mein wahres und sein wahres Ich gesehen haben und mir das auch mitteilten. Komischerweise hörte ich auf sowas nicht, nur, wenn jemand schlecht - aufgrund seines Geredes - von und über mir/mich redete. Ich stellte mir das dann immer wie eine Dominokette vor.

    Ich kann nur spekulieren - aber vielleicht ist das der Grund, warum Du so haderst?

    Zitat

    Das hat aber eher wenig mit empfundener Ablehnung zu tun sondern damit dass ich der Meinung bin ich würde mich so klar und deutlich ausdrücken dass andere auch verstehen was ich meine.

    Ich verstehe Dich auf der sachlichen Ebene, wo Du Dich klar und deutlich ausdrückst. Nur kann es sein, dass auch - wenn Du jemanden auf der sachlichen Ebene ansprichst, er es auf die emotionale Ebene zieht und dementsprechend reagiert. Triggerpad nenne ich das. Wenn´s bei beiden gegenseitig triggert, da ist nix mehr mit sachlich, klar und deutlich. Da sprechen nur noch die Empfindungen und es ist richtig schwer, sowas noch auseinander zu halten. Wenn ich mir sowas dann nach einer Zeit bewußt machen kann, dann sehe ich den Anderen auch wieder mit anderen Augen. Dabei ist es mir egal, ob er mich noch genauso wie vorher sieht oder auch mal in sich gegeangen ist.

    Vielleicht hilft Dir mein Getexte einwenig klarer zu sehen....


    Gruß

    BC

  • Hallo BC!

    Zitat

    Natürlich spielt da auch die Angst hinzu, dass wenn man vom anderen schlecht gemacht wird und als falsch dargestellt wird, wiederum Andere dies auch über einen denken könnten.

    Wenn es sich um Klatsch und Tratsch handelt berührt es mich eher weniger. Die Leute die mich persönlich kennen wissen ganz genau was sie von mir halten können.

    Zitat

    Als ich mit meinem nassen Alk.-Partner zusammen war......

    Jetzt hast du mich auf dem richtigen Fuss erwischt, mein Ex hat mich zwar nie vor anderen Leuten schlecht gemacht aber er hat Dinge behauptet oder mich für Dinge beschuldigt die überhaupt nicht stimmten. Wenn ich das klarstellen wollte liess er mich einfach stehen und hörte mir nicht zu.

    Mich konnte das regelrecht zur Weissglut treiben denn ich hasse es ungerecht behandelt zu werden. Anscheinend triggert mich so eine Verhaltensweise immer noch und ich muss lernen darüber zu stehen.

    Es war damals so dass ich dachte andere Menschen würden auch das denken was er so behauptet und ich fühlte mich immer unsicherer.

    Zitat

    Ich verstehe Dich auf der sachlichen Ebene, wo Du Dich klar und deutlich ausdrückst. Nur kann es sein, dass auch - wenn Du jemanden auf der sachlichen Ebene ansprichst, er es auf die emotionale Ebene zieht und dementsprechend reagiert.

    Das kann natürlich sein ich empfinde mich auf der sachlichen Ebene und der andere bereits auf der emotionalen Ebene, jetzt wird mir einiges klar.

    Bloss kann ich das ja nicht wissen wenn der andere mir das nicht mitteilt sondern überreagiert, das löst bei mir wieder das Gefühl nicht richtig verstanden zu werden aus.

    Zitat

    Dabei ist es mir egal, ob er mich noch genauso wie vorher sieht oder auch mal in sich gegeangen ist.

    Das sollte mir sogar egal sein denn ich bin letztendlich nur für mich verantwortlich und kann so reagieren dass es mir guttut, natürlich immer im Rahmen einer vernünftigen Konversation.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo Speranza,


    Zitat

    Jetzt hast du mich auf dem richtigen Fuss erwischt, mein Ex hat mich zwar nie vor anderen Leuten schlecht gemacht aber er hat Dinge behauptet oder mich für Dinge beschuldigt die überhaupt nicht stimmten. Wenn ich das klarstellen wollte liess er mich einfach stehen und hörte mir nicht zu.
    Mich konnte das regelrecht zur Weissglut treiben denn ich hasse es ungerecht behandelt zu werden. Anscheinend triggert mich so eine Verhaltensweise immer noch und ich muss lernen darüber zu stehen.

    Ja, ich denke auch, dass da der Hase im Pfeffer begraben ist - und wie gesagt - ich fühlte das ähnlich und übertrug es auf meine Umwelt.

    Zitat

    Es war damals so dass ich dachte andere Menschen würden auch das denken was er so behauptet und ich fühlte mich immer unsicherer.

    Genau das meinte ich mit den Dominosteinen. Der Stein zum Anstoß war Dein Alk.-Partner (oder vielleicht schon früher Deine Eltern etc), es hat sich (bei mir zumindest) daraus ein richtiges Muster entwickelt. Ich wollte mich nur noch perfekt ausdrücken und auch perfekt verstanden werden, was aber gar nicht möglich ist, es sei denn - ich kommuniziere nur noch mit mir selber.


    Zitat

    Das kann natürlich sein ich empfinde mich auf der sachlichen Ebene und der andere bereits auf der emotionalen Ebene, jetzt wird mir einiges klar.

    Du empfindest Dich auf der sachlichen Ebene - ich empfinde Dich auf der sachlichen Ebene - was aber nicht heißt, dass eine dritte Person Dich auch auf der sachlichen Ebene empfindet. Jetzt stell Dir nur mal vor, diese Person hat schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht, die nur auf der sachlichen Ebene mit ihm reden, sich immer perfekt auszudrücken wissen, wahrscheinlich schon öfters von sich ähnlich verhaltenden Menschen an die Wand gedrückt wurden, dieser jemand wird Dich als ganz fürchterlich empfinden (auch wenn Du noch so darauf bestehst, dass Du ja sachlich bist) und wird dies wiederum mit emotionalen Gefühlsausbrüchen quittieren - die Dich dann wiederum dazu veranlassen, Dich in Frage zu stellen. Da triggert ihr Euch gegenseitig an - eben ein Triggerpad. Und ich finde, sowas ist häufiger der Fall, als man denkt - auch im realen Leben. Wenn jemand emotional auf meine Sachlichkeit reagiert, dann frage ich mich erst einmal: welchen wunden Punkt habe ich beim Anderen getroffen und gibt es überhaupt eine Ebene, wo ich mit diesem Menschen kommunizieren kann? Wenn es gar keine Ebene gibt, muß ich den Mensch nicht verteufeln - ich kann ihn seiner eigenen Wege ziehen lassen, ihn los lassen. Ich muß nicht noch hinterher laufen und ihm was von meiner Sachlichkeit erzählen, die er nicht so fühlen wird.


    Gruß

    BC

  • Hallo BC!

    Zitat

    Du empfindest Dich auf der sachlichen Ebene - ich empfinde Dich auf der sachlichen Ebene - was aber nicht heißt, dass eine dritte Person Dich auch auf der sachlichen Ebene empfindet. Jetzt stell Dir nur mal vor, diese Person hat schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht,........

    So weit so gut aber woher soll ich wissen was der andere empfindet? Ich kann nun nicht ständig darüber nachdenken ob den anderen etwas triggert wenn ich etwas sage oder einen Beitrag schreibe.

    Es ist meine Art mich so auszudrücken wie ich es tue das hat mit versuchtem Perfektionismus nicht das Geringste zu tun. Ich schreibe einfach meine Gedanken nieder, es liegt mir auch fern jemanden an die Wand drücken zu wollen oder besonders "klug" rüberzukommen.

    Mich stört es nicht wenn jemand mit meiner Art nicht zurechtkommt was mich stört ist wenn der andere etwas heraus liest was ich gar nicht geschrieben habe. Er liest in dem Moment nicht die Zeilen sondern zwischen den Zeilen.

    So bauscht sich das Ganze oft auf ich ärgere mich und denke jemand unterstellt mir etwas, versuche zu erklären was der andere oft gar nicht hören will da er genauso denkt richtig zu liegen.

    Natürlich werde ich so jemanden nicht ewig nachlaufen aber vielleicht muss ich ihn früher ziehenlassen? Denn eine gemeinsame Ebene wird es in diesem Fall einfach nicht geben.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

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