Trockenheit=Freiheit

  • Hallo,

    Bruce, ich habe mir echt überlegt ob ich es so stehen lassen soll, weil es für mich auch Verachtung für diese Menschen wiederspiegelt, wenn der Leser meines Textes mich nicht kennt.

    Das ist es aber nicht, sondern eher ein radikales Mitleid oder so...ich kann´s nicht sagen.

    Aber Verachtung, nein !

    Ich war selbst in meinem Leben ganz unten, wirklich heftig unten, vielleicht erzähle ich das ein anderes mal und ich WEISS wie man sich fühlt wenn man nicht mehr leben will oder kann.

    Wobei der Protagonist denke ich mal ja leben wollte, beim Sport, als er voll aufging im Fussball, war sein Lebensmut ja noch zu sehen.

    Und es war so heftig zu wissen, dass es zu allergrößten Wahrscheinlichkeit nur eine kleine Episode bis zum endgültigen Finale sein wird.

    Nein, keine Verachtung.....


    Blue Cloud,

    ich habe glaube ich nicht für alles eine Antwort ;) , aber es ist die gleiche Antwort eigentlich wie bei Bruce, ich war so tief unten, hatte Depressionen, Selbstmordversuche usw., ich bin einfach dankbar und glücklich mit dem was ich HABE !!!!

    Was bringt es mir zu sagen, M. du solltest das und das und jenes noch machen, haben, leisten usw.

    Ich habe doch nur das JETZT und das versuche ich so gut wie möglich zu machen.
    Vergangenheit vorbei, Zukunft ungewiss, für uns alle.

    Diese Einstellung entlastet mich sehr.

    Aber das ist nur die Antwort auf meine Fragen, meiner kleinen Welt.

    Die kann ich mir geben, mehr auch nicht.


    Danke Verena für die lieben Wünsche :),

    Jürgen, dieser Film wirkt auf mich auch nicht abschreckend, was mein Trinkverhalten betrifft.

    Wobei ich nicht sagen möchte, dass es nicht jedem so gehen kann.

    Aber ich fand ihn bemerkenswert, diesen 3-Teiler, auch wie die Familie mit dem Mann umgegangen ist.

    Da wurde direkt am Tisch über ihn diskutiert, er sass daneben und er wurde nicht mit ...."er"....tituliert...sondern mit "der".....hat ja wieder.....blablabla....statt sie ihn mal in den Arm zu nehmen oder weiss der Kuckuck was.

    DAS hat mir zu denken gegeben, noch etwas liebevoller mit den Menschen umzugehen.

    Enya, ja, ich habe eine Gesprächstherapie hinter mir und vor vielen Jahren eine Verhaltenstherapie, zur Zeit bin ich noch am Überlegen ob ich an die letzte Therapie noch eine weitere anschließen soll, es wären noch Themen aus meiner Kindheit offen.

    Doch, zur Zeit, ehrlich gesagt, bin ich ein wenig therapiemüde. ;)


    Ja,ja Silberkralle, ;) an dem Tröpfchen habe ich mich auch (an-) ;) gestossen, aber ich dachte, schau´n mer mal ob es einem auffällt, hab´s dann als Ironie stehen lassen.

    Und nochmal danke zerfreila, dieses Bewusstsein dass es eine KRANKHEIT ist, unser Alkoholismus, den habe ich ehrlich gesagt erst seit diesem Film !!!

    Und tschüss.

    MaryLou

  • Und jetzt hole ich meinen Kleinen aus dem Kindergarten, das ist zwar nix Welt bewegendes......

    aber ich versuche mit ihm zusammen, und meiner Tochter die noch Ferien hat so glücklich wie möglich zu sein, und meine Kinder zu lieben. ( Das muss ich nicht versuchen ;) )

    Noch vor einiger Zeit dachte ich auch, kann das denn alles sein, ab und an arbeiten und sonst die kidis ??

    Daraufhin fühlte ich mich dann unzulänglich.

    Aber klar darf das "alles" sein.

    JETZT bin ich dazu da meine Kinder zu glücklichen Menschen zu "erziehen", wenn ich das schaffe...HUT AB.

    Wenn dann noch Zeit ist werde ich mich wieder mehr um meinen Beruf kümmern oder sonst was.

    Ich bin froh über das was ich habe.

    Und jetzt aber wuuuuuusch !!!

    MaryLou

  • Hallo Mary,

    was mich einwenig stutzig macht, dass Du bereits mehrere Therapien hinter Dir hast (so habe ich es verstanden) und Dein eigentliches Problem - die Alkoholsucht - anscheinend gar nicht bearbeitet hast - was hast Du denn da die ganze Zeit da gemacht? Eigentlich doch nur gedeckelt - oder? Und genau das macht mir etwas Sorge, wenn ich so hier lese - ob es nicht irgendein neuer Deckel ist....

    Wenn ich Dir damit zu Nahe trete, dann bitte einfach ignorieren.

    Was mir wieder zeigt, dass alles Reden (von niemandem - weder SHG, noch Therapeut etc.) der Welt nix bringt, wenn man selber keine Krankheitseinsicht hat bzw. nicht ehrlich zu sich selber ist.


    Grüßle

    BC

  • Hallo Mary,

    Zitat

    dieses Bewusstsein dass es eine KRANKHEIT ist, unser Alkoholismus, den habe ich ehrlich gesagt erst seit diesem Film !!!

    wenn der Film dies bei Dir bewirkt hat und es Dir hilft ist es gut.
    Ich brauchte keinen Film und keine Krankheit für meinen Entschluss, aufzuhören.
    Es ist und war mir mir nämlich wurscht, ich möchte nicht mehr trinken.
    Die einzig realistische Möglichkeit langfristig abstinent zu leben, ist zu sagen: Ich bin Alkoholiker.
    Daß es als Krankheit anerkannt ist, hat mir geholfen, eine kostspielige Therapie auf Kosten der Versichertengemeinschaft durchzuführen.
    Ich war sehr erstaunt, wie schnell und konkret ich Hilfe bekam und dafür bin ich dankbar und dafür sehe ich auch den Sinn der Einstufung als Krankheit.
    Den weiteren Sinn der Einstufung als Krankheit sehe ich in der Möglichkeit, uneinsichtige Alkoholiker gegen Ihren Willen vor sich selbst und dem sicheren Tod zu schützen ( Stichwort Betreuung, etc ... )

    Wenn ich von noch saufenden Alkoholikern allerdings nach dem x-ten Rückfall die Ausrede bekomme:
    Ich bin eben krank ( und unternehme nichts dagegen ... ) , so habe ich kein Verständnis dafür.

    Ich bin kein Freund von Ausreden.
    Jeder darf sich totsaufen, sollte dann aber freundlicherweise niemanden mit hineinziehen.
    Ich übernehme Verantwortung für die Dinge, die ich tue.
    Für mich der bessere und sicherere Weg.


    LG Jürgen
    ------------------------------------------------
    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

  • Hallo ML

    mein Tiefpunkt, ist mein Film, bei dem ich nicht vergleichen muss. Alles andere was ich sehe ,sind abschreckende Informationen die Ihre Wirkung durch mein Eingestehen Alkoholiker zu sein, irrelevant sind.

    ich bin froh ein trockener Egoist geworden zu sein . Dazu tu ich alles was mir und nicht das was anderen hilft.

    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

    Einmal editiert, zuletzt von Hartmut (30. Mai 2012 um 23:20)

  • Hallo BlueCloud,

    ach was, du trittst mir nicht zu nahe. :)

    Die erste Therapie war mit Anfang/Mitte 20 nach meiner völligen chaotischen und zerstörerischen ersten Ehe.

    Damals sprach ich das Thema Alkohol gar nicht an.

    Es ging um Depressionen, Aggressionen,Wut, ....

    Damals war ich noch ziemlich "unbedarft".

    Die letzte Therapie ging mit Therapeutinnen Wechsel ca. 2 Jahre.
    Also die letzten 2 Jahre.

    Der zweiten Therapeutin habe ich total vertraut und alles gesagt.

    ( Zumindest am Anfang )

    Ich ging dort hin wegen meiner co-Abhängigkeit.
    Unter ihr litt ich am stärksten.


    Die Therapie fiel auch in die Zeit in der mir klar wurde, dass ich mit dem Trinken aufhören muss, so vor einem Jahr ungefähr.

    In dieser Phase war ich monatelang trocken, wie wird es genannt, Trinkpause, ohne eine Änderung der Lebensgewohnheiten.

    Die Therapeutin teilte mir mit, dass sie keine Therapie macht mit nassen Alkoholikern.

    Als ich dann wieder anfing zu trinken , erzählte ich es ihr.

    Ich denke aber, dass sie nicht viel Ahnung hatte von Alkoholismus, denn sie lies sich von mir "beruhigen", dass ich ja nur ab und zu 1-2 Gläschen.....

    Mir selbst habe ich das Gelaber schon lange nicht mehr abgenommen, aber ich musste sie täuschen, da sie sonst die Therapie abgebrochen hätte :( .

    Ziemlich bescheuert, aber ich wollte weiter machen, denn die Themen meiner co-Abhängignkeit wurden gut bearbeitet und auch die meiner Kindheit.

    Soviel erst einmal dazu.

    Ich bin nun eine trockene Alkoholikerin und ich leide nicht mehr an co-abhängigem Verhalten oder Gedanken.
    Zudem habe ich ohne Alk kein Bedürfnis mehr zu rauchen.

    Aber meine Ess-Störung, die ist ja noch nicht ganz vorbei.

    Von daher bin ich ja immer noch abhängig.

    Nur damit lässt es sich wesentlich besser leben, da sie nicht sehr stark ausgeprägt ist und sie, wie der Alkoho,l das Bewusstsein nicht verändert.

    Aber daran arbeiten muss ich.

    Wenn du das mit Deckeln meinst, dann hast du ihn hiermit. :)

    Biba

    MaryLou

  • Hallo,

    was mir gerade auffällt und was mich sehr freut, weil ich dadurch sehe, dass meine co-Abhängigen Sucht "Harmonie und Akzeptanz von aussen zu bekommen " so gut wie verschwunden ist.

    Ich lese eure Meinungen, denke darüber nach, empfinde sie als wertvoll für mich, ob sie den Punkt treffen um den es mir geht oder nicht und lasse sie dann wieder los.

    Es ist mir nicht mehr wichtig was andere über mich denken, es berührt mich und ich freue mich es sehen zu können, aber es hat keinen Einfluss mehr auf
    meinen Selbstwert und dadurch auf mein Wohlbefinden.

    Das ist hier dasselbe wie im real life.

    Ich selbst bin meine wichtigste Ratgeberin, und ich vertraue mir mich auf einem guten Weg zu halten.

    Und über alles was von aussen kommt bin ich dankbar.

    LG

    MaryLou

  • Hallo Mary,

    Zitat

    Von daher bin ich ja immer noch abhängig.


    ... und wirst es auch Dein Leben lang bleiben. Eine Suchterkrankung ist nicht heilbar - wir können lernen, damit umzugehen und so zu leben, dass wir unser Suchtmittel nicht mehr konsumieren müssen.

    Grüßle

    BC

  • Hallo MaryLou,
    kenn´die Verbindung Alkohol und Essstörung aus meiner Beziehung. War bei meiner Frau auch so - extrem war´s gleich nach ihrer Scheidung, genau in der Zeit als ich sie kennenlernte. Tipp bei dir mal auf Bulimie wie bei ihr. Hat sich "normalisiert" als ihr Leben Struktur und Plan bekommen hat. Job, Familie, Anerkennung. Und den Teufelskreis permanenter Selbstentäuschung durchbrochen. Ansonsten hält sie sich von "gefährlichen" Lebensmitteln fern die was auslösen können. Aber haste es mit dem Alk und Tschick (sorry Zigaretten - bin Wiener) geschafft - sollte dir Mut machen.
    Schönen Tag und Gruß, Zoolander!

    Um sein Gefühl zu verlagern auf Knopfdruck
    muss man sich fragen, was man sich in den Kopf tut,
    bis man dann irgendwann jede Abfahrt wählt,
    wenn's von Anfang an immer nur abwärts geht.

  • .... ich nochmal....


    Zitat

    Ich denke aber, dass sie nicht viel Ahnung hatte von Alkoholismus, denn sie lies sich von mir "beruhigen", dass ich ja nur ab und zu 1-2 Gläschen.....Mir selbst habe ich das Gelaber schon lange nicht mehr abgenommen, aber ich musste sie täuschen, da sie sonst die Therapie abgebrochen hätte Traurig .

    Wieso denkst Du, dass die Therapeutin nicht viel Ahnung hatte? DU bist es doch, die getäuscht hat. Sie überwacht Dich doch nicht die ganze Zeit. Und selbst ein Therapeut kann nur mit dem arbeiten, was Du ihm zur Verfgung stellst, eine SHG nur das hören, was Du hören lassen willst. Das Täuschen und Deckeln gehört meines Erachtens mit zum Krankheitsbild. Und genau das meinte ich mit dem Deckeln - ich kann auch nur das glauben, was Du hier schreibst und mir glauben machen willst. Verstehst, wie ich das meine? Deshalb schrieb ich den Satz:

    Zitat

    Und genau das macht mir etwas Sorge, wenn ich so hier lese - ob es nicht irgendein neuer Deckel ist....

    Dies nur noch mal zur Erklärung...


    Grüßle

    BC

  • Danke Zoolander,

    in Zeiten mit richtig viel Leben, denk´ich keinen Moment über Essen nach.

    Dann tu´ich es einfach. Essen !

    War beim letzten Theaterstück so, da war ich wochenlang eingespannt für die "Maske".

    Von morgens bis abends.

    Allerdings habe ich meine Kinder so gut wie nicht gesehen. :(

    Ich merke, dass ich Ess Probleme bekomme, wenn ich mich zu viel um andere kümmere und zu wenig um mich.

    Wahrscheinlich liegt das daran, dass ich als Kind zu wenig emotionale Zuwendung bekommen habe und es mir jetzt schwer fällt, sehr viel und ununterbrochen für andere da zu sein.

    Wenn ich alleine bin, im Urlaub, die Familie ist Ski fahren oder so, habe ich auch keine Probleme mit meinem Ess Verhalten.

    Aber ich kann sie ja nicht auf den Mond schicken. ;)

    Ich werde einen Weg finden, wenn es soweit ist.

    Vielen Dank für deine lieben Worte.

    MaryLou

  • Hey BlueCloud,

    naja, wenn eine Therapeutin sagt, dass sie nur mit trockenen Alkoholikern zusammenarbeitet und dann trotzdem weitermacht obwohl ich ihr sage, dass ich wieder trinke ?????

    Ist das professionell ?
    Hat sie verstanden um was es geht beim Alkoholismus ?

    Ganz ehrlich, ich weiss NICHT was du mir zu verstehen geben willst ?

    Dass ich hier bin um zu täuschen ?
    Dass ich in meine SHG gehe um Geschichten über mich zu erzählen ?
    Dass mein Kampf gegen meine Süchte Selbstbetrug ist ?

    Es ist mir unverständlich, weil es an meiner Realität vorbeigeht.

    Ich BIN ehrlich, ich verschweige NICHTS, weder hier noch im real life.

    Ich bin auf meinem Weg und ich bin glücklich.

    Glücklicher als jemals in meinem ganzen Leben.

    Das ist meine Realität und Wahrheit.

    Grüsse

    MaryLou

  • Und Blue Cloud,

    es wäre mir Recht wenn wir es jetzt einfach damit belassen könnten.....

    Ich möchte mich nicht ständig rechtfertigen.

    Das ist müßig.

    Ich finde es klasse wenn ich hier Kritik erhalte, bei Fehlern und Verstößen gegen die Grundbausteine zum Beispiel.

    Das nehme ich mir auch gerne zu Herzen.

    Meine Motivation und Einsicht meine Süchte offen und ehrlich einzugestehen und somit auch zum Stillstand zu bringen, möchte ich nicht mehr in Frage gestellt bekommen.

    Danke.

    MaryLou

  • Hallo MaryLou

    du hast die Erfahrungen mit deinem Therapeut mitgenommen und das ist gut so. Ich hatte auch schlechte Erfahrungen mit Therapeuten gemacht .
    Warum oder wieso ist auch shit egal. Es passte nicht und ich wurde ohne psychologischer Hilfe trocken. Keine Therapie oder durch ein ständiges herum wühlen in meiner Vergangenheit. Ich habe es hinter mir gelassen und lebe trotzdem zufrieden trocken . Nicht mein Leben war Schuld an meiner Sucht , sondern ich ganz alleine weil ich das Risiko süchtig zu werden einfach verkehrt eingeschätzt hatte.

    Ich verstehe auch nicht , das manche eigene Küchenpsychologie , für anderer hergenommen wird . Wenn es ihn /ihr sich selbst hilft, soll er/sie das tun. Ich reagiere da auch sehr sensibel darauf , wenn jemand immer wieder bewertet , was ihm eigentlich durch ein Nichtwissen meiner Person gegenüber , unmöglich ist.

    Du kannst es alleine beurteilen und ich finde ich gut . Abgrenzen , auf das Wesentliche konzentrieren, in kleinen Schritten denken und bei dem erreichen einer Stabilität, nach eigen Empfinden. in die Tiefe gehen. Das ist mein Weg.

    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Zitat von zerfreila

    Hallo MaryLou,

    Danke für Deinen Beitrag und speziell den von mir fett dargestellten Teil. Dies ist ein wesentlicher Grund, warum ich auf diese Dokumentation hingewiesen habe, ganz gleich, ob Mensch noch trinkt, ganz am Anfang seiner Trockenheit steht oder schon lange Zeit trocken lebt.

    Liebe Grüße, zerfreila

    ps: Danke auch für Deinen Hinweis zu Teil 1

    Hallo MaryLou,

    ich bin ja gerne schonmal langsam, lasse bzw. nehme mir bewusst Zeit, Zeit für intensive Betrachtung und Nachbetrachtung. Zeit zum Aufspüren und zum Nachspüren, zum Nachfühlen.

    "Trocken oder tot" ging mir schon sehr unter die Haut. Und das ist auch gut so. In der Reflexion erkenne ich eigene Anteile. Das ist die Wahrheit.

    Es ist gut, dass ich mir das Bewusstsein und auch den Prozess des Bewusstwerdens immer mal wieder auffrische auf meinem guten Weg.

    Dabei hilft mir auch sehr Dein: "also ich fühlte es!!!" Danke Dir dafür und wünsche Dir weiter einen guten Weg.

    Liebe Grüße, zerfreila

  • Hallo MaryLou,
    ich versuch´auch nach ein paar mißglückten Therapeutengesprächen auf meine Art und auf mein Rezept trocken zu bleiben. Ich hab´auch definitiv nix zum Aufarbeiten. Hab´eine Psychotherapeutin als "Notfallnummer" sollte der Promilleteufel sich unangesagt zu einer Party einladen wollen, hab´s bis jetzt (Gottseidank) aber seit dem Erstgespräch nach dem Rückfall nimmer gebraucht. Geb´Hartmut völlig Recht:"Nicht mein Leben war Schuld an meiner Sucht , sondern ich ganz alleine weil ich das Risiko süchtig zu werden einfach verkehrt eingeschätzt hatte!" War/Ist bei mir genau so. Ach ja, den Film hab´ich mir auch gegeben nachdem ich hier von gelesen hatte - muß ich erst verdauen...
    Alles nur erdenklich Gute & stay tuned!
    Zoolander

    Um sein Gefühl zu verlagern auf Knopfdruck
    muss man sich fragen, was man sich in den Kopf tut,
    bis man dann irgendwann jede Abfahrt wählt,
    wenn's von Anfang an immer nur abwärts geht.

  • @ all

    Ich lese kein Wort darüber, dass die Therapie von MaryLou fehlgeschlagen ist oder der/die Therapeut/in schlecht war.

    @ MaryLou

    Zitat

    Meine Motivation und Einsicht meine Süchte offen und ehrlich einzugestehen und somit auch zum Stillstand zu bringen, möchte ich nicht mehr in Frage gestellt bekommen.

    Tue ich das wirklich oder fühlst Du das nur so? Betrachte es doch einfach als ein Übungsfeld - denn im realen Leben wird Dir sowas sicherlich auch mal begegnen: Mißtrauen. Da liegt es an Dir, damit umgehen zu lernen und nicht, so wie Du es jetzt versuchst, anderen ihren Mund zu verbieten. Ist schwer - ich weiß - aber so kommt man ein Stück weit zu einer Gelassenheit. Ist auch nur ein Tipp auf dem Wege einer zufriedenen Trockenheit und zeugt aus eigener Erfahrung.

    :wink:


    Grüßle

    BC

  • Hallo BC

    Zitat

    @ all
    Ich lese kein Wort darüber, dass die Therapie von MaryLou fehlgeschlagen ist oder der/die Therapeut/in schlecht war.


    und was soll der Volks Aufruf das du kein Wort davon gelesen hast ? Gehst du in eine Verteidigungsposition für irgendjemand oder unterstellst du ML das sie es nicht für sich alleine bewerten kann ?

    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • Hallo Hartmut,

    Zitat

    und was soll der Volks Aufruf das du kein Wort davon gelesen hast ? Gehst du in eine Verteidigungsposition für irgendjemand oder unterstellst du ML das sie es nicht für sich alleine bewerten kann ?


    Willst Du eine Antwort oder war das eine rhetorische Frage? Ich möchte da jetzt keine Endlosdiskussion draus machen und wenn Du unter @ all einen Volksaufruf verstehst, so habe ich mich falsch ausgedrückt - entschuldige bitte. Natürlich meinte ich Dich nicht damit, da mir Deine Meinung ja hinlänglich bekannt ist.

    Damit ich hier den Thread nicht unnötig vollposte, darfst Du das Thema - sofern es Dich wirklich interessiert - auch mit mir in meinem Thread besprechen.


    Grüßle

    BC

  • Guten Morgen,

    nach wie vor kein Suchtdruck zu vermelden. :)

    Auch springt mein Suchtgedächtnis seltener an, wenn ich an
    einem Biergarten etc. vorbei komme.

    Oft vergesse ich total, dass da ja mal was war, was mir so gut gefallen hat.

    Das freut mich dann, wenn ich das im Nachhinein merke.

    Mein Seelenzustand hat sich sehr stark stabilisiert.

    Die dauernden Gefühlsschwankungen sind quasi völlig vorbei, keine depressiven Verstimmungen mehr.

    Ich habe viel Freude an Kleinigkeiten, eigentlich an allem was ich tue.

    Ich freue mich über mein Leben, meine Lieben, dass es ihnen gut geht und dass ich trocken sein darf.

    Ich bin dankbar und halte mich weiterhin an die Grundbausteine.


    LG

    MaryLou

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