...3 Stunden
.
Guten Morgen Georg-Hasilein
und "here we go.......".
ZitatAlkoholismus und Kinder - das ist für mich ein ganz großes Thema. Wie hast Du das in Deiner Trinkzeit gemanagt? Hast Du immer - mit Pegel - "funktioniert"? Welche Rolle hat Dein Mann dabei gespielt? (Ich hab die spezielle Konstellation bei Dir / Euch gelesen - aber das ist wieder eine andere Geschichte.) Was denkst Du, haben Deine Kinder mitbekommen? Wie geht Ihr heute mit diesem Thema um?
Kennengelernt habe ich meinen Mann mit 27 Jahren.
Er war mein Chef ( jetzt ist es andersrum
), wir verliebten uns, machten Party ( mit kräftigem Alkohol Konsum ) bis zum "Umfallen", arbeiteten genauso viel, hatten Spass, nahmen das Leben gelassen, alles war schön.
Durch fehlende Empfängnisverhütung, er wusste es, wurde ich "ungewollt" schwanger ( wir hatten es wohl beide unbewusst darauf angelegt
), sonst wäre das nie was geworden mit Kindern.
Nachdem meine Tochter da war, wechselte ich zutiefst betrübt aber trotzdem glücklich das Bundesland, und zog zu meinem Mann und in die direkte Nähe des Familienunternehmens.
Als sich mein erstgeborener Sohn ankündigte ( auch ungeplant, ich setzte auf langes Stillen als Empfängnisverhütung ), nahm ich dann seinen 100-sten Heiratsantrag an....bzw. machte ihm auf originelle Weise selbst einen. ![]()
Die ganze Zeit während unserer Bekanntschaft und späteren Ehe trank ich Alkohol.
Immer offen, auch zu hause, ca. jeden zweiten Tag abends.
Er trank zuhause kaum.
Trotzdem bekam ich von ihm nie feedback bzgl. meines hohen Konsums .
Das liegt mit daran, dass er ein Mensch ist der sich nicht viele Gedanken um "Inneres" macht , ein sehr positiver und "einfacher" ( nicht dummer ) Mensch ist ( was ich inzwischen als angenehm empfinde, da er nicht mehr mein Partner ist ).
Ich habe trotz Alkohol immer "funktioniert", war selten bis nie aggressiv und oft positiv verrückt, bzw. sozialverträglich während des Konsums.
Ausserdem wurde/ wird in beiden Familien recht viel Alkohol konsumiert.
Ich fiel ( bis auf einige wenige Ausnahmen ) nicht wirklich auf.
Jetzt zu deiner Frage:
Ich habe auch ohne "Pegel" funktioniert, aber der Alkohol war immer ( auch während der Schwangerschaften und der langen Stillzeiten ) dabei.
Sehr sehr reduziert, und in den Stillzeiten so "Kind freundlich" wie möglich, aber er war dabei. ![]()
Ich bin sehr dankbar, dass wir scheinbar das Glück hatten, dass meine unglaubliche "Ignoranz" bis jetzt keine Auswirkungen auf die Kinder zu haben scheint.
Als sie klein waren, so bis ca. 11/12 Jahre, kann ich "schlechten Gewissens" sagen, dass sie so gut wie nichts mitbekamen.
Das Leben mit ihnen machte mir Spass, sie waren wie bei dir, mein " ein und alles".
Ich tat trotz Alkohol viel (alles) für sie.
Mein Mann in seinem Rahmen, seinen Möglichkeiten, auch.
Er tat auch "alles" für mich und ich für ihn.
Wir hatten ein gutes Leben, unsere Kinder waren glücklich.
Doch was tat ich für mich ?
Zu wenig, ich tat das was ich gelernt hatte in meinem Elternhaus.
Ich trank, weil ich nicht wusste was ICH eigentlich will und brauche.
Ich wusste es wirklich nicht !
Ich kann echt sagen, dass ich 43 Jahre meines Lebens "nur existierte" ( es waren natürlich auch viele glückliche Zeiten dabei ) aber das was mich ausmacht, das kommt erst jetzt und nach dem "Verzicht" ( ist es ja einer mehr) auf Alkohol wirklich zutage.
Puh, das war jetzt ausführlich und ich bin auch erst ganz entfernt auf deine Fragen eingegangen. ![]()
Aber wie es weiterging, nachdem die "Kleinen" größer wurden und sie das erste mal meinen Alkoholkonsum bemerkten.
Als ich sah, dass sie das Weinglas auf dem Tisch und mich mit neuen ( eben Teenie Augen ) sahen und alles was sonst noch so dazugehört seit dieser Zeit......
.....dazu möchte ich mir gerne in ein paar Stunden Zeit nehmen.
Wenn Hase das erlaubt. ![]()
Schaff´s gut.
Marion