Mrs T beschließt zu leben

  • Hi Steffi,

    ja, ich freu mich, von dir zu hören.

    Ich habe mir einen weiteren Teil bestellt. Es ist ja eine Reihe zum Thema Gefühle. Schämen und Beschämt werden. Das ist auch ein Gefühl, dass mich sehr beschäftigt, seit ich trinke..und auch, seit ich damit aufgehört habe.

    Ich habe gelesen, du warst gestern glücklich laufen..das mache ich heute auch noch.

    Dir einen schönen Tag

    Liebe Grüße
    TT

  • Guten abend TT,

    hoffe dein Lauf war ebenso befreiend wie meiner letztens?! Ja ich will wieder konsequent laufen gehn, morgen früh gehts wieder los. In meiner Vergangenheit hab ichs höchstens 1-2 mal im monat geschafft, dem will ich ein ende setzen.. (lieber laufen statt saufen)
    Du willst ein Instrument lernen, hab ich das richtig verstanden? Fänd ich gut. Spiele selbst etwas Gitarre und hab da so meine Träume.. liegt aber auf eis. Noch. Ach an Ideen hats nie gemangelt-aber ebend die Praxis. So auch mit dem Einsamkeitsding
    :roll: Theoretisch klar was zu tun ist, doch umsetzung gleich null.
    Ich freu mich jedenfalls aufs buch. Kannst gern berrichten wie das andere ist. Hab mir übr. gleich noch eins bestellt- da gehts um MUT... mal schaun wie des is. Hoffe nicht allzu esoterisch.

    LG,

    S.

  • Hi!

    In der letzten Zeit haben sich meine Gedanken etwas verändert. Das Verlangen wird weniger und es kämpft schwächer.

    Dafür sind starke Fluchtgedanken aufgetaucht. Die Stadt verlassen, das Land verlassen, ich bin schon froh, dass ich zumindest noch auf dem Erdball bleiben möchte.
    Ich träume von Irland, Schweden, Bergseen, Kananda, dem Grand Canyon. Vom wandern, vom unterwegs sein.
    "Ich will weg". Naja, so kenne ich mich. Das will ich oft. Weg. Die schönste Reise meines Lebens war dann auch eine mit leichtem Gepäck, ohne Hotelbuchung und wochenlang "on the road" und immer gespannt, was hinter der nächsten Biegung auftaucht.

    Da aber alle Bilder durcheinander gehen und ich gerade nicht verreisen, geschweige den auswandern :wink: und mein Fernweh befriedigen kann, werde ich das mal eine Weile beobachten und mal wieder den Fernseher anmachen und mir ein paar Reisereportagen anschauen.

    Viele Grüße
    TT

  • Hallo TT,

    was macht dein Fernweh?
    Denke in letzter Zeit auch immer mal wieder ans umhertingeln mit nem Kleinbus, doch legs immer wieder auf eis, weil grad andere Dinge mein Dasein "beherschen" woran ich arbeiten darf.

    Das Büchlein gefällt mir bis jetzt übrigens ziemlich gut, bin aber erst bei Kapitel 5. Liest sich schön geschmeidig und leicht bekömmlich. Bin gespannt auf Lösungsansätze.

    Nen schönen Sonntag dir,

    lg s

  • Hallo Steffi,

    unverändert habe ich das Gefühl, weg zu wollen. Ohne Betäubungsmittel merke ich das stärker. Am liebsten würde ich sofort ein paar Sachen in einen Rucksack werfen, ein Ticket lösen und ..gone baby gone :wink:

    Aber letzlich habe ich es versäumt, in der Vergangenheit auch für dieses Bedürfnis die Weichen zu stellen und bin jetzt ganz vernünftig zu Hause und hole das nach. Vielleicht habe ich nächstes Jahr schon die Chance, spontan zu sagen "Ich bin dann mal weg"

    Ich habe jetzt mal nüchtern das Nachtleben getestet. Das macht mir Spaß! Werde mal ein paar Aktivitäten testen: Theater, Konzert usw.
    Ich habe ja nicht nur ein Vormittagsleben, Nachmittage und Abende gehören ja jetzt auch mir und ich kann...da keine Fahne mehr...hingehen wo immer und wann immer ich will und ich kann Verabredungen annehmen und muss nicht überlegen, ob ich schon was getrunken habe oder nicht. Das hilft auch ein wenig gegen Einsamkeit.

    Ich wünsch dir noch viel Freude mit dem Buch und einen schönen Sonntag.

    Ich gehe zum Sport, dann Kultur tanken, dann...nur noch ausruhen,
    Lg TT

  • Hi TT,
    "..gone baby gone" klingt gut (träum ich auch gern mal) aber
    "Ich gehe zum Sport, dann Kultur tanken, dann...nur noch ausruhen" klingt noch besser... weil irgendwie gesünder... weil irgendwie HIER. Schönen Abend!

  • Hallo Frank!

    Ja, ich denke, dass in meiner Sehnsucht wegzulaufen, sowohl etwas steckt, dass zu der Verhaltensstörung gehört, die zum Trinken führte, als auch ein grundlegender Wunsch nach Leichtigkeit und Spontanität.

    Als ob die beiden im Moment miteinander verknüpft sind. Deswegen ist es mir jetzt auch lieber, das zu beobachten und mich vorzubereiten, damit ich nächstes Jahr die Möglichkeit habe, einfach mal spontan und mit leichten Gepäck wegzufahren. Ziele fallen mir viele ein.

    Ich hatte gestern einen richtig schönen Tag. Ich habe in meiner Stadt gemeinsam mit einer Freundin ein paar Orte besucht, die ich noch nicht kannte. So als wäre ich zu Besuch hier, und nicht Einwohnerin.
    War toll!

    Und du? Bist du gelaufen? Hat es dir gefallen?

    Liebe Grüße TT

  • Hallo TT,
    ja das Laufen hat mir unheimlich Spaß gemacht (nachdem ich mich erstmal aufgerafft und dann die ersten 10 min. überstanden hatte), ich freu mich richtig auf morgen (ich möcht das jeden zweiten Tag machen - hab gelesen das sei ein Rhythmus der für Anfänger besser sei als jeden Tag damit der Körper sich auch erholen kann). Hoffentlich kommt das Laufbuch bald das Correns empfohlen hatte. - Du schreibst:"Ja, ich denke, dass in meiner Sehnsucht wegzulaufen, sowohl etwas steckt, dass zu der Verhaltensstörung gehört, die zumTrinken führte, als auch ein grundlegender Wunsch nach Leichtigkeit und Spontanität. Als ob die beiden im Moment miteinander
    verknüpft sind." Kommt mir sehr bekannt vor von mir selbst; ich glaub die Leichtigkeit entwickelt sich mit der Zeit mehr und mehr (hoff ich), egal wo ich bin... LG

  • Hey TT, hallo Frank,

    ja das laufen ist ne tolle sache, und derzeit mein absolut einziges licht, was mich noch rührt- bin grad unten... gehe seid ich aus der klinik bin auch aller 2 tage laufen.
    Das thema reisen, wegfahren etc. wird ja in dem Einsamkeitsbuch auch angeschnitten, TT. Ich fühlte mich damit auch angesprochen, nur dass ich da eher träume von nem Kleinbus, mit welchem ich dann unterwegs wär. Diese Vision liegt aber auf eis. Doch hat mich diese Idee zum ersten mal so intensiv berührt, zum anfang meiner abstinenz, dass ich sie nicht aus meiner birne bekomm.

    nen schönen abend und
    Beste grüße,
    Steffi

  • Hi Steffi,

    ja, mir hilft Laufen auch. In den Momenten des Verlangens war es die beste Methode der Hilfe, und natürlich Nudeln, Schokolade und Gummibärchen. Aber die lassen sich am besten essen, wenn ich auch Sport treibe. Wegen des Gewichts. Also Süßigkeiten:Ja. Zunehmen: Bloß nicht. Viel zu gefährlich für mein fragiles Selbstwertgefühl.

    Ich mag auch gern schwimmen und inlinern. Also gleichmäßige und ruhige Bewegung nach vorne. Ich kann auch stundenlang spazieren gehen oder wandern. Das ist wie eine Art Meditation. Ehrgeiz habe ich dabei keinen. Also schneller, besser weiter höher...will ich nicht.

    Warst du schon mal mit einem Kleinbus unterwegs, Steffi? Hast du daran gute Erinnerungen? Wohin würdest du gern reisen?

    LG
    TT

  • Hey,

    ja also zunehm geht gar nicht... muskeln ok, aber schokispeck, nee. So halt ich mein Kekskonsum auch im auge, da ich ja renne :wink: schwimmen, geht auch, nur bin ich lang nicht gewesen. Vielleicht klappts mal die woche mit ner bekannten. Oft nerven mich die vielen leute im bad, deshalb lieber wald.
    Ich bin mal mit nem Kleinbus ne Ausfahrt raus gefahren, so 5 meter.. also nicht wirklich mit nem bus unterwegs gewesen. Doch das kann man ja üben. Wohin? Erstmal richtung süden, ganz klar, richtung meer und von da aus mal sehn. Vor Jahren hat ich mal ne nette kleine route ausgemalt. Über belgien, richtung südfrankreich, dann abstecher nach venedig, und weiter weis ich garnicht mehr.. *träum* wohin würde es dich denn am ehesten treiben?

    LG
    S.

  • Ja, siehst du, jetzt, da du mich so direkt fragst, ist sie gleich wieder da, meine Verhaltensstörung und piekst mich. Ich will nach Irland. Und das "erst" seit 15 Jahren. Und es gelingt mir nicht. Ich mache nichts dafür. Spare kein Geld, suche mir keine Reisebegleitung. Beziehungsweise beginne ich damit, es kommt der Punkt, an dem mir alles nicht umsetzbar erscheint und dann taucht eine "Ablenkung" auf.

    Dann habe ich das Gefühl, Angst vor meinen eigenen Wünschen zu haben. Ich rede von ihnen und setze sie nicht um. Einige schon, einige fallen meiner Störung zum Opfer. Ich lasse mich dann auf einen problematischen Mann ein und will ihm "helfen". Und stehe am Ende vor dem Nichts. Und muss wieder von vorn anfangen. Oder ich habe zuviel Alkohol getrunken. Oder bin zu lange in einem Job geblieben, der nicht zu mir passte.

    Ich habe gehört, dass manche Menschen selbstzerstörerisch werden, wenn sie viel Angst haben und sich damit nicht auseinandersetzen wollen, sich ihr nicht stellen wollen. Ich denke, ich bin so.

    Deine Route klingt toll. Ich liebe das Meer. Es gibt keinen schöneren Ort auf der Welt, als an einem Strand zu stehen und aufs Meer zu sehen finde ich.

    Ich wünsche dir einen schönen Abend,

    LG TT

  • Hallo TT, du schreibst: "Ich lasse mich dann auf einen problematischen Mann ein und will ihm "helfen". Und stehe am
    Ende vor dem Nichts. Und muss wieder von vorn anfangen. Oder ich habe zuviel Alkohol getrunken. Oder bin zu lange in einem Job geblieben, der nicht zu mir passte."
    Das bin ich. Ich bin baff daß da jemand genau die Sachen laufen hat unter denen ich leide... und dann schreibst du: "Ich habe gehört, dass manche Menschen selbstzerstörerisch werden, wenn sie viel Angst haben und sich damit nicht auseinandersetzen wollen, sich ihr nicht stellen wollen."
    Und jetzt hab ich ganz viel zum Nachdenken. Dir wird das gar nicht bewußt sein. Aber du hast mir sehr geholfen mit dem was du heut abend geschrieben hast. Danke

  • Hallo TT, Steffi und Frank,

    ihr habt ein schönes Dreier-Meeting, ist euch das schon aufgefallen?
    Vieles von dem, wo hier die Rede ist, kenne ich auch, betrifft mich auch, habe ich auch gemacht.

    Nach Irland zieht es mich auch schon lange, TT, und ich war auch noch nicht da. WIe wäre es, du fängst jetzt damit an zu sparen? und zu schauen, was du alles dafür brauchst?

    Es gibt auch bei mir einige Dinge, die ich so gerne gemacht hätte, weil ich aber meine ganze Energie und Kraft dafür gebraucht habe, mit dem Alkohol und seinen Auswirkungen zurechtzukommen und um meinen Alltag einigermaßen zu meistern, blieben halt die Herzensdinge auf der Strecke.

    Ganz liebe Grüße von Margit

  • Mir hat mal jemand gesagt: "weisst du warum du immer an "solche" männer gerätst? weil du deinem vater noch nicht verziehen hast"... ich für meinen teil hab mich darin wieder gefunden. Ich sehe, da gibts schon einige paralleelen zwischen uns. Auch in anderen Bereichen handle ich, meist unbewusst, selbstzerstörerisch. Vieles ist mir theöretisch klar, aber die umsetzung...
    Deshalb will ich unbedingt schnellstmöglich in die lzt, weil ich raus will, raus aus diesem kreislauf. Die Thera könnte was ins rollen bringen. Hast du eine lzt gemacht?
    TT, das mit deinen Träumen, siehe Irland, verstehe ich sehr gut. Auch ich habe mir vieles versaut, bzw. noch nicht umgesetzt, obwohl die ideen schon teilweise viele jahre in mir brodeln. Sei es durch saufen, sei es durch angst, sei es durch blockierende beziehungen, durch das was scheinbar grad wichtiger ist... 100 dinge angefangen, rein gar nix beendet.
    Derzeit ist mir auch nicht klar wie genau das gehn soll, mit dem ankommen am ziel. Ich schule grad meine konzentration, um das licht nicht aus den augen zu verlieren und mir meine träume ziemlich genau auszumalen. Je besser man sie visualisiert um so eher werden sie wahr, hab ich mal gelesen.. ich leide an zerstreutheit, muss ich dazufügen.
    Bleib dran an deinen Ideen!

    Guts nächtle,
    S.

  • Hallo Frank, Margit, Steffi, hallo Forum,

    die letzten Tage habe ich mich mit dem Neustart im Beruf beschäftigt, organisatorisches erledigt, Sport getrieben und bin doch sehr zur Ruhe gekommen.

    Steffi, ich habe keine LZT gemacht. Ich warte auf eine ambulante VT. Vor dem Spätherbst wird sie sicher nicht beginnen. Es ist aber auch kein drängendes Warten. Ich empfinde diese Zeit jetzt als Vorbereitungszeit, eine Art Sammlung. Über welche Themen möchte ich sprechen? Was ist mir wichtig? Wo gehts nicht weiter? Das meiste habe ich hier schon angesprochen: Einsamkeit. Mich in Partnerschaften nicht mehr wichtig nehmen. Für den anderen seine Probleme lösen wollen. Meine Bedürfnisse nicht aussprechen können, den anderen über mich im Unklaren lassen. Den Kopf in den Sand stecken wollen. Angst. Weglaufen wollen. Es auch wirklich tun. Rennen. Wegrennen. Ganz schnell, ganz weit weg. Nicht mehr umdrehen. Das Ganze mit Alkohol lösen wollen. Dann Scham, weil es doch so offensichtlich so falsch ist. Jetzt ohne den Alkohol sind die Probleme ja weiterhin da. Ich kann sie nur klarer sehen und benennen´, begreife Zusammenhänge und fühle mich kompetent genug nach Lösungen zu suchen.

    Frank, so gehts mir mittlerweile auch, dass ich beginne, meine Muster zu erkennen und die auch in anderen erkenne. Endlich. Ich habe mich durch das Trinken so zerfasert gefühlt, die Gedanken waren wie zerstückelt, ergaben kein Bild mehr. Jetzt kann ich es zusammensetzen.

    Ja, Margit, ich könnte, jetzt beginnen, etwas für meine Irland Reise zu tun. Und damit wirds richtig spannend: Wenn es aus dem Reden handeln wird, halte ich dann durch?
    Ich musste gerade wieder an das "Nur heute" denken, nur für die nächsten 24 Stunden zu hoffen, einen Mini-Schritt in die richtige Richtung zu gehen. Wenn ich wirklich nur einen Tag nach dem anderen denke, gewinne ich Zuversicht. Das ist wirklich sehr spannend.

    LG TT

  • Hey TT,

    liest sich ganz gut was du schreibst. Sich gedanklich drauf vorzuberreiten auf die thera, macht sinn. Das hab ich in den vergangen jahren immer ignoriert. Hab schon etliche ambulante begonnen und wieder geschmissen, weil ich gedanklich immer ganz woanders war.So als hätten die therapeuten nen zauberstab- (ja, macht mal was mit mir leute...). So werd ich mein warten auch bestücken mit überlegungen was denn so schief gelaufen ist, bzw. immer noch läuft.

    ein angenehmes we dir!

    LG
    S

  • Hi Steffi,

    ja, ich hatte vor einigen Jahren auch eine angefangen. Aber Therapie und Trinken schließt sich wohl aus. Ich konnte mich gar nicht öffnen. Ich war nur in Verteidigungshaltung (um die Leiche in meinem Keller vor Entdeckung zu schützen).
    Dabei war die Therapeutin so eine tolle Frau. Sie hat sich viel Mühe mit mir gegeben und Gutes und Wichtiges gesagt und sich engagiert. Im Gegensatz zu mir. Ich habe das echt vergurkt. Es tut mir bis heute leid, dass ich nicht mit dem Trinken aufgehört, und dann begonnen habe.
    Diesmal mache ichs besser. Ja, das Wochenende ist jetzt schon schön und ich freue mich drauf.

    Dir auch schöne Tage und Erlebnisse,

    Liebe Grüße TT

  • Hallo TT,
    die Therapeutin in meiner Nachsorge hat mir beim ersten Gespräch auch empfohlen, mich demnächst schon mal um einen Therapieplatz bzw. wenigstens ein Erstgespräch zu bemühen (die Wartezeiten sind ja astronomisch lang); allerdings empfahl sie mir mir einen tiefenpsychologisch orientierten Therapeuten zu suchen, was mir einerseits von der ganzen Richtung her auch mehr liegt und andererseits Sinn macht, weil ich viele meiner Probleme bis in Kindheitszeiten zurückverfolgen kann... jedenfalls werde ich demnächst bei meiner Krankenkasse mal die Liste Hamburger Therapeuten anfordern und mich durchtelefonieren. Ich hab das vor Jahren schon einmal versucht (als ich noch glaubte, die zunehmende Alkoholsucht auf eine indirekte Weise angehen zu können... ich war eben noch ahnungslos), und damals war es eine frustrierende Erfahrung: alles total überfüllt. Und jetzt muß ich auch noch jemanden finden der bereit ist mit einem trockenem Alkoholiker zu arbeiten... was nicht so einfach werden dürfte...
    Ich finde auch, wie Sissi, daß deine Herangehensweise etwas sehr Gesundes hat. Wenn ich die Perspektive auf eine Therapie habe werde ich mir eine Scheibe davon abschneiden. LG Frank

  • Hallo Frank, Hallo Forum,

    ja hier ist es ähnlich. Sehr lange Wartezeiten...bis zu einem Jahr oder länger.
    Ich fand die Suche nach einem Therapeuten als anstrengend und anregend. Man lernt einige interessante Menschen dabei kennen :wink: Ich habe es jetzt, wie auch bei der ersten Therapeutin über eine Empfehlung versucht. Das hat mir etwas Sicherheit vermittelt, für das Erstgespräch. Und ich finde es auch sehr wichtig, dass die Chemie stimmt.

    Ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Glück bei der Suche nach einem passenden Therapeuten für dich!

    Ich war gestern im Kino. Der Film hat mir sehr gut gefallen, ich bin allerdings mal wieder mit meiner Geräuschempfindlichkeit konfrontiert worden. Ich habe zweimal den Platz gewechselt, wegen Popcorn-Geraschel und Leuten, die während des Films ihr Leben austauschen müssen. Eine zeitlang habe ich mir ein Ohr zugehalten. Und mir jetzt tatsächlich vorgenommen, Ohrenstöpsel bei mir zu tragen, wie meinen Haustürschlüssel.

    Ein Buch über Hochsensibilität habe ich mir heute auch gekauft. Ich mag das Wort an sich nicht. Es klingt, als wäre man hochbegabt oder etwas Besonderes. Das bin ich ja nicht und will es gar nicht sein, ich will nur meine Ruhe haben. Und die ist so schwer zu bekommen.

    Vielleicht sind diese Geräuschprobleme auch nur Vorboten eines Unbehagens das sich bei mir eingestellt hat: Wenn ich nicht mehr trinke, gehts wohl jetzt darum, mein Leben so anzugehen, dass ich mich darin wohlfühle. Von der Gestaltung meines Arbeitsplatzes, meiner beruflichen Zukunft bis hin zum passenden Wohnort. Und yes, das macht mir Angst. Auch, wenn ich das nicht alles heute oder in einem Monat erledigen brauche, Angst macht mir auch eher, dass ich zu mir stehen und meine Bedürfnisse einfordern "muss". Das kann ich nicht so gut. Ich tue mich schwer, schon bei Gedankenspielen. Wenn ich einen geeigneten Arbeitsplatz visualisiere, fällt mir dazu nur "Wie soll ich das bloß schaffen?" ein. Gewöhnt bin ich von mir, dass ich vom Großraumbüro bis zur Besenkammer alles abnicke, dankbar, dass ich überhaupt da sein darf. Sieht wie ein großer Berg aus...im Moment.

    Viele Grüße TT

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