Jetzt bin ich nochmal hier, Margit,
und in der ersten Zeit meiner Trockenheit erfreute ich mich daran, dass ich mich wieder auf mich verlassen konnte. Dass ich mich jederzeit auf Wanderung begeben konnte oder um den See herum joggen konnte. Da war nicht mehr die alkohol-bedingte Behinderung. Mein Kopf war wieder klar, jederzeit. Insgesamt war der Vorher-Nachher-Vergleich einfach frappierend. Das erfreute mich und es war leicht und schön, als ich über Wiesen und Felder sprang...
Ich hatte mich wieder gefunden und wieder entdeckt. Ich konnte mich wieder auf mich verlassen. Ich entdeckte meine Ressourcen, meine Fähigkeiten, meine Begabungen. Da konnte ich was mit anfangen. Ich gelangte wieder zur eigenen Gestaltung meines Tage, meines Lebens...Dann kam die Öffnung auch anderen Menschen gegenüber wieder. Austausch.
Was ich eigentlich damit sagen möchte, dass dies für den Anfang, aber auch über den Anfang hinaus ganz, ganz wichtige Dinge waren, die für meinen Weg wichtig waren (fernab von abstrakten Begriffen).
Wenn ich so will, war das anfangs auch Euphorie und das war auch gut so und später dann die Neugier auf Neues…
Und durch die Klarheit entfaltete sich auch meine Fähigkeit zur Betrachtung erst wieder, später dann kam die Möglichkeit des Perspektiv-Wechsels hinzu.
Also, da kam was ins Rollen bei mir. Es war leicht und bunt geworden. Ich hatte mich und auch mit anderen Menschen trat ich wieder in Verbindung.
Quasi Teil 2 zu meinem ersten Beitrag mit dem Schwerpunkt, was anfangs schon alles geht und sich dann weiter entwickelt.
Liebe Grüße, zerfreila
PS: Auch ich gehe jetzt raus und fahre noch ein paar Stunden mit dem Rad durch die schöne Sonne. - Da haben wir eine Gemeinsamkeit, was die Zeit vor etwa zwanzig Jahren betrifft