Neu hier und im völligen Gefühlschaos und Gedankenwirrwarr

  • silberkralle
    was ich mit meiner Ausführung der letzten Nacht eigentlich sagen wollte: vielleicht hattest Du Recht, dass ich gestern begonnen habe zu verstehen, was mit mir los ist...bzw wo MEIN Problem ist..
    Vielleicht deshalb die unschöne Nacht, wo sich alles in mir irgendwie wieder an den richtigen Platz gerückt hat...vielleicht braucht es gerade dieses Verwirrtsein/Verrücktfühlen, um wieder "normal" zu werden....Schritt für Schritt


    Alles Gute Dir!!!

    Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass es einen Sinn hat - egal wie es ausgeht.

  • glück auf herzl

    Zitat von herzeloyde

    meine Gedanken sind gerast....über mich, über ihn, über die Arbeit, über Belangloses, über die Welt, über alles...und wieder von vorne....ich konnte keinen dieser Gedanken fassen, sie sind wie Blitze im Kopf hin und her...völlig zusammenhangslos.....

    wenn s zu schnell dreht - mein tipp: aufschreiben < (nur für dich) hilft sortieren. (geschlafen hast du ja sowieso nich)
    und guckstdu hier https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…pic27912-0.html

    schöne zeit - kraftpäckl und geduldsfadenverstärker

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • glück auf Matthias!!!

    das Problem ist, dass es eigentlich keine Gedanken in dem Sinne waren...natürlich schon..aber viemehr so Wortblitze...ohne Sinn/Inhalt, ohne Anfang und Ende. Schlag auf Schlag...kaum war der erste vorbei kam zusammenhangslos der nNächste und ich konnte gar nicht mehr nachverfolgen welcher gedankensprung ich noch zuvor hatte...völlig wirr...

    aber das ist ja jetzt zum Glück wieder rum :)


    habe XY übrigens gerade urz gesehen...nach fünf Tagen funkstille nach dem angekündigten rausschmiss. Schon krass wie man sich innerhalb einer gemeinsamen Wohnung so ausm Weg gehen kann, dass man sich nicht üern Weg läuft
    Er hat kurz geklopft um mir die Miete zu zahlen
    Es war komisch...keiner konnte dem anderen in die Augen sehen...mir wird klar, wieviel eigentlich kaputt gegangen ist.
    Aber die Tatsache, dass er wieder so furchtbar nach Alk gestunken hat, hat mich in diesem Moment stark gemacht. Für MICH war es vielleicht grad gut, dass er ne Fahne hatte, da ich wieder für mich spüren konnte, dass ich genau DAS nicht mehr möchte

    Für iHN tut es mir leid...ich habe das gefühl, dass er den Punkt immer noch nicht erreicht hat. Ich weiß nicht wieviele Menschen er noch verlieren muss bis er aufwacht und sich gegen den Alk entscheidet.
    Habe das Gefühl, dass er grad im Gegenteil jetzt auf stur stellt und eine "Lecktellt mich doch alle" Einstellung an den Tag legt

    Aber das muss er für SICH ausmachen und damit leben

    Ich habe andere Pläne...

    Herzlich
    die Herze

    Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass es einen Sinn hat - egal wie es ausgeht.

  • Hey Herze,

    gut, dass du dich stark machst und stark bleibst.

    Dein Gefuehls- und Gedankenwirr...

    Man kann sich nicht wirklich gegen die Gefuehle wehren. Man muss es auch nicht. Und auch nicht gegen die Gedanken. Man kann es spueren, zulassen und in Frage stellen. Und genau dieses Chaos ist eine notwendige Phase um ueberhaupt eine Ordnung herstellen zu koennen.

    Wie Silberkralle auf den Punkt getroffen hat. Mit dem Chaos beginnt man zu sortieren. :)

    Es kann nur noch ordentlicher werden, nicht mehr unordentlicher.

    Ich wuensche dir viel Kraft beim Aufraeumen!

    Mit vielen Gruessen Miriel

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Hallo ihr Lieben,

    Miriel
    Danke für Deine Antwort. Du hast sicherlich Recht damit, dass es nur noch ordentlicher werden kann....irgendwann.....


    Fühlte ich gestern noch die Sicherheit und das Vertauen, dass es genau die richtige Entscheidung war, so komme ich gerade wieder ins Stolpern....
    Haben uns grade kurz gesprochen....er hat mich etwas Belangloses gefragt und ich habe ihm geantwortet...bin dann wieder in mein Zimmer....und schon begann es wieder zu rattern...

    Mich hat seine Art mir gegenüber sehr irritiert....dachte eigentlich, dass er einen enormen Groll auf mich hat wegen des Rausschmisses. Aber dieser ist nicht vorhanden, was mich völlig verunsichert...
    Er hat, während ich auf der Arbeit war, meine Wäsche reingestellt weil es geregnet hat...auch damit hätte ich nicht gerechnet....mit allem, nur nicht damit, dass er noch etwas für MICH tut. Vielleicht interpretiere ich auch einfach in allem zu viel rein. Er hat halt gesehen, dass es regnet und ohne zu überlegen hat er die Wäsche reingestellt...so wie er es bei jedem machen würde. ICH an seiner Stelle hätte es halt nicht gemacht....aber ich denke wieder zu viel....
    habe mich auf ein Hassgefühl eingestellt, welches mir nun nicht entgegengebracht wird....merkwürdig...ich weiß grad nicht, wie ich das finden soll....

    Obwohl es schlimm gewesen wäre, mit einem negativen Gefühl auseinander zu gehen, wäre es eben ein Gefühl gewesen, auf das man sich irgendwie einstellen kann.....habe mich irgendwie dagegen gewappnet. Und das ist vielleicht das Prolem; ich gehe davon aus, dass es so uns so ablaufen wird, wappne mich dafür und bin dann völlig überfordert wenns ganz anders läuft als ICH mir gedacht hab...

    Nun ist es so, dass er so NORMAL zu mir ist...natürlich anders als davor...aber ich kann die Art nicht einordnen......in mir kommen dann natürlich Fragen auf wie "Wie kann er das alles so einfach von sich abschütteln"..."Warum dreht es MIR den Magen um, schnürt es mir den Hals und das Herz zu wenn ich ihn sehe"....warum kann er SO damit umgehen...

    Aber mit mir macht es wieder was...ich mache mir wieder zuviele Gedanken um ihn.....bin dann vorhin auch nochmal zu ihm, um nochmal nachzufragen was er mit seiner Frage gemeint hat....völlig unnötig, nur damit ich einen Grund hatte nochmal mit ihm kurz zu reden....abzuchecken wie er drauf ist...wollte dann wissen, wie das mit dem Umzug laufen wird und habe dann gemerkt, dass NICHTS geplant wird von ihm. Seine Therapie wird evtl verschoben, da alles nun so eng ist....und schon wieder schlechtes Gewissen auf meiner Seite...es macht mich rasend, dass ich das Gefühl habe, dass er mich emotional bereits völlig abgeschrieben hat und ich mir trotzdem wieder nur Gedanken um IHN mache....Angst habe, dass er wegen MIR nun die geplante Therapie verschiebt...

    Gerade alles wieder blöd.....dieses Hin und Her zerrt ganz schön...


    Merke gerade, dass ich immer noch viel zu sehr darauf schaue, wie er sich fühlt und wie er mir begegnet. Wäre er voller Hass würde es mir schlecht gehen, aber ich würde ihm dementsprechend ausm Weg gehen...ist er "normal" zu mir, bin ich einerseits irritiert aber dennoch erleichtert....mache meine Gefühle immer noch völlig von seiner Laune abhängig, schaue immer noch viel zu wenig darauf was ICH empfinde....und das weiß ich momentan wirklich grad gar nicht....

    Ist doch eigentlich völlig egal, ob er sauer ist auf mich, ob er mich vermisst oder nicht, ob er auf Thera geht oder nicht....und trotzdem bin ich wieder völlig weg von mir...

    Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass es einen Sinn hat - egal wie es ausgeht.

  • ich erinnere mich gerade an einen Satz den mir jemand hier geschrieben hat (ich glaube es war Miriel) und zwar, dass wir meistens auf ein Agieren des Anderen warten, um dann darauf REagieren zu können.
    Das trifft die jetztige Situation völlig. Ich warte bzw schätze die Reaktion von XY auf mich ab, um dann darauf zu reagieren...meine Reaktion ist also völlig abhängig davon was in IHM gerade vorgeht....

    Unabhängig vom Anderen zu Agieren/Reagieren würde natürlich bedeuten, dass ich anfangen muss, Verantwortung für mein Verhalten/Entscheidungen zu übernehmen...

    so wie es bis jetzt gelaufen ist bzw wie es immer noch läuft, kann ich ja immer schön zu mir sagen "er hat so und so auf mich reagiert deshalb hab ich das und das gemacht"....

    Mir macht dieses Verantwortung-nehmen für meine Entscheidungen/Reaktionen oder sonstwas aber auch Angst....das ist mir irgendwie gerade bewusst geworden....hmmm...was nun machen mit diesem "Wissen".....??....

    Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass es einen Sinn hat - egal wie es ausgeht.

  • Herze

    Ich kann dich gut verstehen.

    Das ist unser Punkt, an dem wir ansetzen muessen.

    Eigene Gefuehle spueren, zulassen, in Frage stellen.

    Aber nicht die eigenen Gefuehle mit denen des Anderen verwechseln, bzw. mit denen, die wir als Reaktion auf Aktionen des Anderen kurzweilig spueren.

    Ganz egal, wie er reagiert, was er tut, wie er was macht, ob er die Waesche reinstellt oder nicht.

    Du bleibst auf deinem Weg. Seiner ist seiner, und den muss er alleine gehen.

    Was auch immer in ihm vorgeht. Du kannst es nicht wissen und du musst es auch nicht wissen.
    Er hat sein Recht auf seine eigenen Gefuehle, Gedanken und Entscheidungen. Und du hast deins.

    Ich kann mir vorstellen, dass das gerade schwierig ist, weil ihr noch in einer Wohnung wohnt. Ich kann dir nur sagen, dass du niemals von ihm das hoeren wirst, was du willst und du wirst niemals das fuehlen, was du gern fuehlen wuerdest, nur weil er irgendwas sagt. Darauf hast du dich immer verlassen, aber du kannst dich wie gesagt nicht "durch" einen anderen Menschen fuehlen.

    Ich kann dir nur sagen, jegliche Art von Unterhaltung mit ihm fuehrt immer wieder zu diesem Gedankenkarussell, das du ja aber auch inzwischen schon fast brauchst, weil du es ja gewohnt bist, in diesem Chaos zu leben.

    Versuche mal, schon vorher zu bedenken, dass du dich in dem Gedankenkarussell nicht wohl fuehlst, bevor du den Kontakt mit ihm suchst oder dich auf diese Gedanken einlaesst. Dann mach etwas anderes, lenk dich ab, geh raus, besuch jemanden, geh spazieren, am besten aber du gehst aus der Wohnung. Und wenn nur ne halbe Stunde. Das hilft meist schon um ein wenig Abstand zu den "akuten" Gedanken und Gefuehlen zu gewinnen.

    Was machst du denn wenn du von der Arbeit kommst um dich abzulenken?
    Und am Wochenende?

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Liebe Herze....
    bei all dem Wirrwar um Sucht/Co-Abhaengigkeit.....geht es im Grunde immer nur um eins, auf Beiden Seiten. Eigenverantwortung nicht uebernehmen wollen, sie dem Anderen aufladen.
    Sich selbst nicht spueren wollen (wie das der Alkoholiker macht, ist klar, der Co machts subtiler...indem er ueber den Umweg seines Partners lebt/denkt/fuehlt).

    In einem aelteren Thread hab ich ein paar Beitraege gelesen, die mich speziell beruehrt haben (wieso schreib ich danach).

    Zwei ehemalige Cos (schon weiter in der "Arbeit", also eher aus der Rueckschau geschrieben), schrieben sinngemaess, dass die "Attraktion" einer Beziehung mit einem Suchtkranken Menschen eben genau das "Chaos" ist. Innige Zweisamkeit, eiskalte Abweisung, super S... (gehoert auch zum Aspekt, dass der S... halt "wilder ist", wenn sich Beide total selbst vergessen, aehem).... Und genau das bekommt der "Co" in so einer Beziehung. Unberechenbar eben.... und so sehr ihr euch darueber aufregt, ihr WOLLT es doch so! Hezbibbern, weiche Knie und all das! Das MUSS doch Liebe sein! Gell?

    Vergesst nicht, ihr koennt waehlen....ihr koennt sagen, ja, das ist echt toll aufregend, das geb ich mir noch ne Weile, oder ihr koennt sagen, nee, also jetzt reichts, will ich nimmer.
    Nur eins vergesst mal lieber gleich....es wird nix draus, zu denken, es ginge, diese ich sag mal "positiven" Aspekte in der Abstinenz zu erhalten. Sie verschwinden dann, wenn euer XY nun evtl. ENDLICH abstinent wird, sich selbst wahrnimmt, ernst nimmt, Verantwortung uebernimmt, fuer sich. Auch das kann man in vielen Threads nachlesen, die jeweiligen "Co"s langweilen sich dann mit so einem stinknormalen nuechternen Mann!

    Und gleichzeitig liegt in alledem der Grund, warum ihr es einfach abhaken koennt, eurem jeweiligen XY auf dem Weg in die Abstinenz zu begleiten (ich schreib jetzt nicht helfen, das erst recht nicht).
    Weil ihr aktiver Teil der funktionierenden Suchtbeziehung seid!
    Scheisse, gell, wieder nix mit unschuldigem Opfer!
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    Ich hab "ihr" geschrieben, weil ich das auch genausogut bei Time haett reinschreiben koennen....
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    Wieso hatte mich nun das so beruehrt, mit der Aussage ueber die "Attraktion" der Suchbeziehung?
    Naja, einfach weil es mich betrifft. Ich bin nicht in dem Mass Co-Abhaengig, muss ich sagen.
    Aber ich wollte IMMER die ganz grossen Gefuehle, das Himmelhochjauchzend vor allem, klar.......das zu Tode betruebt hab ich am Anfang in Kauf genommen, kein Licht ohne Schatten.....aber nach ueber 10 Jahren ist da eher nur noch Schatten ohne Licht.
    ---------
    Maedels, hoert auf rumzujammern und euch gegenseitig in der Rolle zu bestaerken...
    Ihr habt die freie Wahl! Ganz knallhart!
    Gruesse, Lindi

  • Sie hat Recht, die Gute.

    Da fehlen mir sogar die Worte, Lindi ;)

    Gruss :)

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Wuerde dann ja aber dennoch bedeuten, dass man als Co (wenn man schon vorher Co ist) doch nicht richtig lieben kann.

    ?!

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Genau das bedeutet es....
    jedenfalls, wenn man "Liebe" mal als ein freiwilliges verschenken autarker Persoenlichkeiten definiert .....
    ------
    Und genau das waer "euer" Teil bei der Genesung.... erst mal selbst werden, bevor man sich verschenken kann.

    Nicht das kontrollieren, ob, wann,wie er beim Artzt war, ob er da auch das richtige gesagt hat, ob er denn nun ein Wasserglas neben dem Tel. abstellt oder evtl. doch ein Bierglas, ob er........

    Siehste, wo der Weg ist?
    Gehen musst Du allein!
    Und das macht Angst. Viel Angst......
    Lindi

  • lindi...bravo für deinen text! ehrlich! mattias verteilt ja die äpfel der weisheit vom baum der weisheiten.ich sag nur, du hasts inzwischen echt super verstanden um was es geht! weiter so, da steckt so viel pover drin...fein ;)

    gruß
    melanie

  • Hallo zusammen,

    Lindi
    zuerst möchte ich Dir sagen, liebe Lindi, dass ich beim ersten Lesen Deiner Antwort ehrlich schlucken musste. Zu lesen, dass ich aufhören solle zu jammern, machte mich kurz wütend. Ich dachte "das tu ich doch gar nicht"...mit diesem Gefühl bin ich gestern eingeschlafen..

    Vorhin habe ich Deine Antworten nochmal und nochmal durchglesen und kann solangsam sagen, dass ich verstehe was Du meinst und dass Du Recht hast.
    Ich habe mich damals ganz klar FÜR dieses Chaos entschieden. Die "Attraktion" der Beziehung mit XY bestand eben vielleicht genau aus dem was Du schreibst.....von der innigen Zweisamkeit auf der einen Seite bis hin zur völligen Verzweiflung...und genau darin bin ich hin und her gewandert. Habe zwar schon früh gemerkt, dass mich dieses extreme Auf und Ab viel Kraft kostet, ABER ich habe es immer wieder gewählt....habe es eben als was Besonderes erlebt, als nicht was "normales" oder "alltägliches"...wenn ich mir andere Beziehungen (z.B. von Freunden) angeschaut habe, so beneidete ich sie zwar für dieses "ruhende Miteinander" ...und auf der anderen Seite fragte ich mich immer wieder "wo sind denn da die ganz großen Gefühle"....ich wollte das Besondere, was sich von anderen Beziehungen unterscheidet...ich wollte- wie Du Lindi- die ganz großen Gefühle...von Himmelhochauchzend bis zu Tode betrübt....SOMIT habe ich (mich?) GESPÜRT....
    Danke Lindi für Deine klaren Worte.....

    Und auch damit, dass XY (wenn er denn keinen Alk mehr trinken und nicht mehr kiffen würde) wahrscheinlich ein ganz anderer Mensch sein würde, der mich womöglich dann gar nicht mehr sooo in den Bann ziehen würde, weil er eben dann auch so "normal" und "berechenbar" wäre...darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht.
    Ich dachte immer ganz naiv, dann bleibt bzw wird alles gut zwischen uns, nur dass er eben klar bei sich (und bei mir) ist....aber Du hast völlig Recht, dass das so nicht funktionieren kann und wird.

    Lindi, Du schreibst, dass Miriel und ich aufhören sollen, rumzuammern. Darin kann ich dir mittlerweile Recht geben. Aber Du schreibst auch, dass wir aufhören sollen, uns in dieser Rolle zu betsärken. Dies empfinde ich so überhaupt nicht. Mag sein, dass ich falsch liege und noch nicht klar sehen kann, aber ich hatte nie das Gefühl, dass wir uns gegenseitig dazu ermuntern, uns in Selbstmitleid zu suhlen. Ganz im Gegenteil. Ich für meinen Teil konnte in vielen Momenten viel Kraft gewinnen, indem ich einfach nur lesen konnte, dass ich VERSTANDEN werde. Dass ich Gdanken/Gefühle von mir preis geben kann ohne die Angst haben zu müssen als einzige Antwort zu bekommen "Stell Dich nicht so an, Dir tut die Beziehung nicht gut, trenn Dich und gut"....
    Einfach zu hören, dass jemand versteht, wie ich mich fühle tut mir gut...und ich empfinde es gar nicht so, dass wir uns in unserem (selbst gewählten) "Leid" bestärken indem wir sagen "Ja Du Arme, ich verstehe dass es Dir nicht gut geht"....vielmehr ein Vestehen aber dennoch ein Aufzegen und Ermuntern zum Weitergehen auf dem Weg, den man gerade beginnt neu für sich zu entdecken...

    Auch Deinen letzten Satz nehme ich mir sehr zu Herzen; dass ich erstmal selbst werden muss um mich verschenken zu können.....ich wünsche, dass ich DAS irgendwann erlangen werde.

    Alles Liebe und Gute
    Herze

    Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass es einen Sinn hat - egal wie es ausgeht.

  • Lindi
    ich wollte Dich noch fragen, in welchem Threat Du das mit der "Attraktion" einer Beziehung mit einem suchtkranken Menschen gelesen hast.

    Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass es einen Sinn hat - egal wie es ausgeht.

  • liebe herze,

    jammern und wehklagen tut sicher erst mal gut. endlich mal raus lassen was einem bedrückt. dafür ist das forum auch da. meine meinung. anfangs dann das gefühl verstanden zu werden von mensschen die das selbe mitmachen. die einem verstehen.

    so, dann aber gehts in runde zwei. nach dem jammern dann was unternehmen und zu sich kommen. das geht dann nur für sich allein. denn es kann auch passieren, das man vor lauter sich verstanden fühlen und wehklagen stehen bleibt und sich mit dem anderen dann im kreis dreht und dann beide nicht auf die füsse kommen. da aufpassen und nicht verharren, weils erstmal echt gut tut. ;)

    es ist eben auch ne coeigenschaft sich dann von einer abhängigkeitskiste in die andere zu mannövrieren. drum stehts ja ach so oft geschrieben....schau nach DIR. DU bist wichtig im moment. konzentriere DICH auf DEINS.schau danach das es DIR gut geht und hör da auf DICH, dein innerstes und nicht auf andere, die zwar ideen geben können, die zwar helfen können sich zu sortieren, die einem aber letztendlich nichts abnehmen können. denn DU bist für dich ganz allein verantwortlich ;)

    lieben gruß
    melanie

  • Liebe Melanie,

    ich verstehe was Du meinst. Und Du hast sicherlich Recht.
    Ich glaube, dass es solangsam an der Zeit wird, mich in Runde zwei zu trauen.
    Getrennt habe ich mich, beginne mich auch emotional von ihm zu lösen (was sicherlich noch ne Zeit dauern wird, was aber auch ok ist), ich beginne einiges was bei mir/in mir falsch gelaufen ist/immer noch falsch läuft, zu hinterfragen und Alternativen dafür zu finden.

    Was jetzt zu tun ist, den Ratschlag "schau auf Dich", "Tu was DIR gut tut" in die Realität umzusetzen.

    Ich bemerke, dass diese Ratschläge nicht nur im Kopf umzusetzen sind (also nicht nur theoretisch überlege, welche Sportart mir gut tun würde, welchen VHS Kurs ich belegen möchte, zu welchem Konzert ich gerne möchte), sondern diese Ideen wirklich in die Tat umsetzen muss.
    Ich meine damit, dass ich wirklich anfangen muss, aktiv etwas zu machen.

    Die Vorstellungen etwas für MICH zu tun, fühlen sich gut an, aber auf der anderen Seite macht mir das Ganze aber auch (noch) Angst.....dieses Gefühl "wirklich auf mich gestellt zu sein"...ich kann es nicht richtig ausdrücken....

    Aber ich will nicht darüber jammern ;) ....sondern anfangen mir klar zu werden, wovor ich Angst habe...mich meinen Ängsten stellen und dafür Lösungen finden....und ich vertraue darauf, dass es für alles eine Lösung geben wird :)

    Herzliche Grüße

    Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass es einen Sinn hat - egal wie es ausgeht.

  • Suuuper Broti........
    *hihi* find ich lustig, dass Du die Anregung mit dem Lippenstift gleich umgesetzt hast. Ich hoffe, es ist eine Marke, die gaaaanz viele tolle Farben hat. Denn Du willst sie ja nach und nach schliesslich alle haben ;)
    -------
    Joggen ..... gut wenn es funktioniert, aber pass auf, wenn Du lang keinen Sport gemacht hast und auch noch ein bisschen Uebergepaeck hast ;-), das finden die Knie oft gar nicht gut!
    Walken ist fuer die Gelenke viel schonender und bringt vom Kalorienverbrauch aehnlich viel!
    -------
    Ich lebe ja auch noch mit meinem XY unter einem Dach, obwohl wir getrennt sind (und es auch ausgesprochen ist). Ich komm hier grad noch nicht weg, weil ich noch Behoerdenkram zu regeln habe fuer die Ausfuhr meines Pferdes.......so lang das nicht durch ist, kann ich hier nicht die Segel streichen, obwohl meine Moebel und Klamotten schon seit einiger Zeit per Spedition nach Deutschland gefahren sind......ich sitze also buchstaeblich mit drei T-shirts und einer Shorts hier auf "Abruf". Und muss sagen, es faellt mir echt nicht leicht, mitanzusehen, welche "Eskapaden" XY wieder bringt.....ich sag mir bei vielem, "Geht mich nix mehr an".....beim Streit um die Fernbedienung (laecherliches Beispiel, ist aber echt ein Punkt, neben vielen anderen) ...... nur wenn er das Auto nimmt, um auf Tour zu gehen.....da krieg ich Anfaelle. Ganz echt! Das Auto ist meins, ich habe es ihm zwar geschenkt (koennte es eh nicht mitnehmen, ist ein ganz grosser Gelaendewagen, der in Deutschland nicht zu halten waere), er muss es nur noch auf sich zulassen und versichern......aber solang das nicht geschehen ist, bin ICH haftbar, in letzter Konsequenz! Da krieg ich nen Foen.......und oft auch Wut. Ich will das nicht mehr sehen muessen. Ich will nicht auf das naechste Begraebnis gehen!
    Was er macht, wenn ich weg bin....ich hab so einen kleinen Verdacht....aber das werd ich dann hoffentlich nie erfahren!
    Gruesse, Lindi

  • liebe herze,

    was glaubst du, wiviel ANGST ich hatte....

    MUT bedeutet nicht, keine angst zu haben. mut bedeutet es trotz der angst zu tun!!! einer meiner leitsprüche die ich mir immer weider sage. auch wenn die angst da ist.

    gelingt mir meinstens, manchmal auch nicht. dann hilft da allerdings sich selbst nicht verrückt zu machen oder sich schlecht zu fühlen, wenn man das nicht gepackt hat. sondern sich zu sagen, ich machs ein ander mal wieder, vielleicht hab ich dann den mut es zu tun ;)

    nicht aufgeben. für manches brauchts dern richtigen moment. ist so und da brauchts auch wiederum sehr viel geduld mit sich.

    ich wünsch dir sehr viel kraft und mut dich zu befreien aus dem ganzen. neues ist nie einfach für keinen. wer behauptet er habe keine angst, der spürt die nur nicht. ;)

    alles liebe
    melanie

  • Oh, da ist mir ein Irrtum passiert, wie kommt der Beitrag an Broti in Herzes Faedchen!
    ------
    Der Thread in dem ich das gelesen hatte war der aeltere von Renate. Musst nur unter ihrem Autorennamen die SuFu bemuehen...
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    @Antigone: Nein, ich hab nicht in Deinem Leben gespickelt. Ich habe intensiv in meinem Leben gespickelt, allerdings nicht innerhalb der Plattform des Forums ;)
    Gruesse, Lindi

  • Hallo ihr Lieben,

    bin gerade sehr stolz auf mich:)

    XY hat mich gefagt, ob er nicht doch bis Oktober bleiben könne....anscheinend bemerkt er endlich, dass die Kacke am Dampfen ist und seine Felle davon schwimmen.

    Auf jeden Fall habe ich ihm klar gesagt, dass ich möchte, dass er zum 1. Sep auszieht.
    Habe nur diesen Satz gesagt, ohne Erklärung oder Rechtfertigung....

    Die ersten Stunden bin ich zwar dann in meinem Zimmer herumgetigert...hin und her gerissen zwischen schlechtem Gewissen "wie kann ich nur so hart sein" und Mitleid "der Arme, wie soll er das GAnze nun hinbekommen"...aber eben auch das Gefühl, dass ich mir versprochen habe, nun auf mich zu schauen. Und das habe ich vorhin getan...

    im mOment fühle ich mich wohl, dass ich hart geblieben bin.


    Das wollte ich nur kurz mitteilen:)

    Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass es einen Sinn hat - egal wie es ausgeht.

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