Vorstellung - 15 Tagen Nüchternheit

  • Zitat von Tocco54

    Hallo zusammen
    Was mich noch interessieren würde ,lieber c2h5:falls du deine Aversionsstrategie automatisiert hast,arbeitest du auch an einer Ichstaerkeentwicklung.
    LG T.

    Das könnte eine interessante Folge-Aufgabe sein. Ich werde das in den nächsten Monaten überdenken. Danke für die Anregung.

    LG, Jonas

  • glück auf jonas

    Zitat von c2h5oh

    Latein wird hier nicht gerne gesehen.

    das macht irgend so n "erkennungsdingsbums" automatisch - wegen der öffentlichkeit im i-net.

    Zitat von c2h5oh

    S** bedeutet also ab sofort "Sockstett", analog zu nautischen Instrument "Sockstant".

    :lol:

    schöne zeit

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • Hallo Jonas, das mit den S**tett hatte ich schon begriffen :)
    Ist glaub ich so ein Automatismus hier damit gewisse Google-Sucher nicht hierher fehlgeleitet werden.

    Ja Haydn ist Mozart ebenbürtig und eine vieljährige voneinander abschreibende Musikrezeption hat ihn verkannt (das "Papa Haydn" - Gequatsche). Bei mir ists so daß ich alles vor Beethoven sehr mag, ab da wirds subjektiv - Geschmackssache. Schon bei Beethoven selbst; ich kann kaum glauben daß etwas so subtiles wie sein 4. Klavierkonzert und etwas (für mich als Laie) so Grobes wie seine 5. Symphonie von ein und demselben Komponisten stammt...

    Die Avantgarde im Jazz stammt aber nicht aus Europa, das war ein amerikanischer Impuls der hier nur aufgegriffen und auf eine neue Spitze getrieben wurde... (gefällt mir selten interessiert mich aber schon).

    Gut damit; es ist ja kein Musikforum hier (auch wenn ich gern lange so weitermachen würde).

    Aber Musik kann ja etwas wie emotionale "Muskeln" bilden, wie jede andre Kunst auch. (Tocco54's Ichstärkeentwickling!) - Und die kann man sich zunutze machen für die eigne Gesundung / hier: Trockenheit; und irgendwann bist du trocken nicht nur für den Klavierunterricht deiner Enkelin sondern um mehr Zeit deiner Hingabe an die Musik widmen zu können - sterben tun wir ja alle früh genug nicht?

    Und die Zeit die wir haben an etwas zu geben das wir lieben - Musik Menschen Briefmarkensammeln egal - das ist Zeit die wir der Welt zu geben haben. Auch du. Damit werden wir wertvoll, denn die Liebe zu etwas bringt Wertvolles hervor. Das wird deine Enkelin irgendwann von Dir sagen.

    Aber nicht bloß sie. Schon dieser dein Thread hier ist wertvoll und sicher nicht nur für mich. Wer weiß schon noch Haydn zu schätzen --- ich dacht ich wär mit sowas ein komischer Kautz mittlerweile, in der heutigen von RTL2 geprägten Zeit...

    Sehr lieben Gruß

  • Hallo "......."
    ich schreibe jetzt auch noch mal an dich

    2 Sätze habe ich herausgenommen
    wenn du das jetzt so liest, könntest du dann akzeptieren, dass du ein ganz normaler Alkoholiker, der sich zu einem ganz normalen, geheimen Säufer entwickelt hat, akzeptieren ?
    Dass es keinen Unterschied zwischen dir und anderen alkoholabhängigen Menschen gibt ?

    beste Grüße
    mutig

  • ich habe gesehen dass du online warst "c2h5oh" und dass du schon dabei warst eine Nachricht zu schreiben

    aber du hast es nicht getan, das freut mich
    überlege dir deine Antwort in Ruhe weiter

    Beste Grüße und einen schönen Abend
    mutig

  • Zitat von c2h5oh

    Hallo,
    wenn du das jetzt so liest, könntest du dann akzeptieren, dass du ein ganz normaler Alkoholiker, der sich zu einem ganz normalen, geheimen Säufer entwickelt hat, akzeptieren ?

    Ich bin so normal wie alle Alkoholiker und habe mich ganz normal, wie alle Alkoholiker, zum geheimen Säufer entwickelt.

    Zitat von mutig

    Dass es keinen Unterschied zwischen dir und anderen alkoholabhängigen Menschen gibt ?
    beste Grüße
    mutig

    Die Gleichheit aller alkoholkranken Menschen scheint dir wichtig zu sein. Also, es gibt keinen Unterschied zwischen mir und anderen alkoholabhängigen Menschen. Wir sind alle gleich. Der Alkohol hat aus uns ehemaligen Individuen Huxley'sche Epsilons gemacht. Wir sind alle gleich.

    Habe ich deine Prüfung bestanden?
    LG, Jonas

  • nein, c2h5oh
    das Suchtverhalten ist bei allen alkoholabhängigen Menschen ( ziemlich) gleich

    ich prüfe dich nicht
    du möchtest ohne Alkohol leben, richtig ?

    Da kannst du ansetzen und hier im Forum genügend Leute finden, die dir dabei helfen

    damit verabschiede ich mich von dir und wünsche dir alles Gute
    für ein freies, erlernbar glückliches/zufriedenes, abstinentes Leben
    unabhängig von Personen oder Versprechen

    nochmal: alles Gute für DICH !

  • Zitat von Carl57

    aber Frau Mutig ... wer wird denn ...

    Du weisst wieviele 'begnadete' Säufer es in der Geschichte gab: Goethe, Nietsche, Hemingway usw. usf.

    Warum nicht auch hier?

    Hallo Carl57,

    von Hemingway ist bekannt, dass er übermäßig Alkohol trank. Nietzsche vertrug überhaupt keinen Alkohol, auch ein Grund, warum er die Burschenschaft verließ. Goethe hat in Maßen getrunken, liebte aber vor allem heiße Schokolade. Besonders gerne genoss er ein Tässchen vor dem Beischlaf.
    Ich unterziehe hier niemanden einer Gesinnungsprüfung und zwinge niemanden, meine Ausführungen zu lesen, freue mich aber über sachdienliche und anregende Kommentare, die ich ja dankenswerter Weise auch erhalte. Befremdliche, latent feindselige Bemerkungen decken sich mit der "Rancune", die auch Theodor W. Adorno erfahren hat.

    LG, Jonas

  • Ich sehe das so - der Alkoholismus, die Krankheit ist für uns alle gleich. Aber deswegen sind WIR nicht alle gleich, denn wir sind nicht NUR Alkoholiker sondern individuelle Menschen.

    Stephen King (Alkoholiker) hat in einem Interview mal gesagt daß es "dem Rinnstein egal" sei ob ein "Hemingway oder ein Mr Niemand hineinkotzt". Er selbst habe (zu) lange gedacht daß er als Schriftsteller wegen der heiligen Kreativität ja was Andres wär als ein schlichter Säufer --- mit der Folge daß er sich 10 Jahre später Hilfe geholt hat als es hätte sein sollen... richtig so.

    Trotz dessen sind wir alle nicht nur Alkoholiker sondern Individuen. Wir gehen je unterschiedliche Wege im Leben und haben unterschiedlicbe Baustellen: die Introvertierten, Extrovertierten, die Ängstlichen, zu Depressionen neigenden, die die sich selbst schlechtmachen, die Narzißten, die Partymenschen, die Einsamen, die Hilfebedürftigen, die Co's und Helfersyndromiker, die Exaltierten, die Handwerker, die Intellektuellen, all die sind wir.

    Was uns Allen hilft sind die Grundbausteine.

    Aber dann und auf dieser Grundlage müssen wir alle rausfinden wie wir weiterleben wollen - nüchtern. Und dann kommen Wege die völlig verschieden aussehen können und gern auch mal schräg.

    Das ist doch das Tolle an diesem Forum. Es ist so bunt wie die Welt. Das ist doch das Befruchtende... das Lebendige hier.

  • Zitat von Karsten

    Hallo c2h5oh,

    ich halte dieses sich bekennen und Wirdenken für sehr wichtig.
    Es stärkt uns auch im Umgang mit schwierigen Situationen und Menschen, die uns nicht verstehen können oder wollen.
    Gruß
    Karsten

    Hallo Karsten,
    bis zu einem gewissen Grad kann ich dem zustimmen. Natürlich verbindet uns eine Erkrankung, so wie alle Krebskranken ihre Krankheit verbindet. Wenn sich Alkoholkranke allerdings nur noch über ihre Sucht definierten und dabei ihre Individualität vollkommen aufgeben müssten, wäre die Abstinenz eine alkoholfreie Leichenstarre. Wir sind zwar alle krank, keine Frage, aber wir sind auch alle Individuen, unterschiedlich sozialisiert, unterschiedlich gebildet, mit unterschiedlichen Begabungen, Neigungen und Arbeitsmethoden. Das muss m.E. respektiert werden.

    Gruß, Jonas

  • Zitat von garcia

    Ich sehe das so - der Alkoholismus, die Krankheit ist für uns alle gleich. Aber deswegen sind WIR nicht alle gleich, denn wir sind nicht NUR Alkoholiker sondern individuelle Menschen.

    Hallo Garcia,

    deine Auffassung deckt sich mit meiner.

    LG, Jonas

  • Zitat von Karsten

    Hallo Jonas,

    ich habe genau das Gegenteil von dem gemeint, was du rausgelesen hast :lol:

    Sinngemäß: Unter Gleichen spielt die Alkoholkrankheit keine Rolle und man kann sich in diesem Kreis auf andere Dinge konzemtrieren.

    Vielleicht ist das verständlicher?

    Gruß
    Karsten

    Hallo Karsten,

    vielen Dank für diesen Kommentar. Mir leuchtet dieser Gedanke ein. Ich habe immer ein sehr ungehagliches Gefühl bei Ausdrücken wie "Wirgefühl" (in meinem Kopf marschieren dann Horden im Stechschritt). Aber in diesem Kontext ist der Ausdruck angemessen.

    Eine andere Frage: eine Regel hier besagt, dass Foristen "bei Inaktiviät" gesperrt werden, das Konto gelöscht wird. Leider ist keine Mindest-Frequenz angegeben. Wieviele Beiträge müssen mindestens und innerhalb welcher Zeit verfasst werden?
    Danke und Gruß, Jonas

  • Hallo Jonas,

    Dein Thread macht mir irgendwie Angst :shock::lol:.

    Ich lese Unmengen an Fremdwörtern, die mir das Gefühl geben intellektuell auf dem Stand eines minderbemittelten Goldfisches zu sein.
    Natürlich könnte ich alles nachschlagen; aber ich mach bequemlichkeitshalber lieber eine für mich wichtige Übung
    in "nicht alles und jeden verstehen zu wollen/müssen/können" daraus :wink: .
    Daher nur kurz von mir:

    Mir persönlich hat es auf meinem Weg in die Trockenheit sehr geholfen, ganz klar bei mir zu schauen; zu gucken,
    wie kann ich lernen trotz vorhandener Sucht zufrieden abstinent zu leben.
    Theorie xy ist vielleicht nett zu verstehen und zu diskutieren, aber "trocken-denken" funktioniert bei mir nicht -
    daher halte ich mich ans Alltägliche, an meine Sucht, meine Stärken und Schwächen, das Erkennen und Verstehen meiner persönlichen Gefahrenquellen,
    den direkten Austausch über meine Sucht. Ich stehe im Leben nicht in einem Buch oder einer Fachzeitschrift.

    Zu viel Theoretisieren empfinde ich zu Beginn einer Abstinenz als gefährlich, weil es mir geradezu anbietet,
    mich hinter Theorien und ausweichenden Antworten zu verstecken. Doch eben ganz genau bei mir hinzuschauen und,
    vor allem, auch die Gefühle klar zu benennen hat sich bei mir bisher bewährt.

    Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute!

    gruss liv

    Geduld ist die Kunst, nur langsam wütend zu werden ...

  • Zitat von liv

    Hallo Jonas,

    Zu viel Theoretisieren empfinde ich zu Beginn einer Abstinenz als gefährlich, weil es mir geradezu anbietet,
    mich hinter Theorien und ausweichenden Antworten zu verstecken.

    Hallo liv,

    danke für deinen Kommentar. Ich weiche ja nicht aus, sondern versuche, für mich und interessierte Andere meine Vorgehensweise so präzise wie möglich zu formulieren und zu begründen, um dann das Problem zu lösen. Was sich mir nicht erschließt: obwohl du selbst nicht "theoretisierst", hälst du es für gefährlich und leitest sogar mögliche negative Folgen aus dem "Theoretisieren" ab. Analog: obwohl ich Kirschkuchen überhaupt nicht kenne, bevorzuge ich Pfirsichkuchen, denn ich halte Kirschkuchen für gefährlich, weil er sich hinter Apfelstrudel versteckt.
    Es freut mich für dich, dass du einen zu dir passenden Weg gefunden hast.

    LG, Jonas

  • Zitat von Karsten

    Hallo Jonas,

    bisher wurde dieser Hinweis, dass die Freischaltung für die offenen Forenbereiche bei Inaktivität deaktiviert wird, nicht sooo eng gesehen, aber bei längerem nicht schreiben über Monate, muss man sich dann nicht wundern, wenn jemand nicht mehr schreiben kann.

    Hallo Karsten,
    danke für diese mich beruhigende Antwort. Ich brauche meine (Arbeits-)Rituale und feste Zeiten, sonst fühle ich mich sehr unbehaglich.
    Gruß, Jonas

  • Huhu Jonas,

    Zitat

    Was sich mir nicht erschließt: obwohl du selbst nicht "theoretisierst", hälst du es für gefährlich und leitest sogar mögliche negative Folgen aus dem "Theoretisieren" ab. Analog: obwohl ich Kirschkuchen überhaupt nicht kenne, bevorzuge ich Pfirsichkuchen, denn ich halte Kirschkuchen für gefährlich, weil er sich hinter Apfelstrudel versteckt.

    Du schreibst über mich, analysierst mich, stellst meinen Beitrag in Frage. Das meine ich ungefähr, wenn ich schreibe, dass sich hinter Theorien und Gedankenkonstrukten, leicht verstecken lässt. Aber egal. Nur in einem muss ich Dir widersprechen, ich theoretisiere nicht, es ist meine Erfahrung, die ich Dir hier angeboten habe. In so ein paar Jährchen Forum sieht man vieles .. und manches immer und immer wieder :wink: .

    Gruss liv

    Geduld ist die Kunst, nur langsam wütend zu werden ...

  • Zitat von liv

    Du schreibst über mich, analysierst mich, stellst meinen Beitrag in Frage.

    Gruss

    Hallo liv,
    nein, ich schreibe nicht über dich, sondern versuchte ein logisches Paradoxon im Text mittels eines scherzhaften Analogons deutlich zu machen.
    Außerdem freue ich mich, dass du einen für dich passenden Weg gefunden hast. Kennst du das Gedicht "Beherzigung" von Goethe? Die zweite Strophe:
    edit: Gedicht editiert

    LG, Jonas

  • liv

    Entschuldige, ich habe einen Fehler gemacht. Als ich das ganze Gedicht noch einmal memorierte, stellte ich fest, dass die zitierte Strophe die dritte ist. Die zweite:
    edit: Gedicht editiert
    Gruß, Jonas

  • Hallo Jonas,

    nein, kenne ich nicht. Ist hier auch nicht mein Dringendstes. :wink:
    Mit Deinen eigenen Worten könnte ich wahrscheinlich noch mehr viel anfangen, fände ich authentischer. Aber jeder, wie er will.

    Ich will hier auch nicht lange herumdiskutieren, denn das bringt uns eventuell beiden nichts. Ich verstehe Selbsthilfe einfach ungefähr so (auch wenn das sicher nicht einwandfrei korrekt ist), dass jeder, wenn er will, seine Erfahrung zum Thema (und auch sonst) beisteuert und ich das für mich herausziehen kann, was mir etwas bringt. Nichts anderes versuchte ich. Es waren meine Erfahrungen, Du kannst nehmen davon was Du willst und in die Tonne kloppen was Du nicht gebrauchen kannst.

    Alles Gute! :D

    gruss liv

    Geduld ist die Kunst, nur langsam wütend zu werden ...

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