Zitat von RheinIch halte es dazu, dass eine Therapie spätestens dann angebracht ist, wenn die Situation/das eigene Leben/die letzte Beziehung was dazu geführt hat Leidensdruck erzeugt, der über einen zu langen Zeitraum anhält und aus dem man/ich keinen Ausweg sehe, keine Hoffnung auf Besserung habe
Ja, das ist immer der Punkt, denke ich auch- Subjektiver Leidensdruck bewegt zu einer Therapie, genauso auch wie zu einer LZT....
Und da ist nat. jeder verschieden, wie das Wort "subjektiv" ja schon ausdrückt.
Daher schließe ich rück, dass Du, Renate, im großen und ganzen mit Deinem Leben glücklich und zufrieden bist....
Dieses "falsch" zu definieren ist schwer, aber ich versuche es mal: Wir haben oft unseren eigenen Wünschen und Ideen in dieser Partnerschaft negiert und das aufgrund des Alkoholkonsum unseres Partners. Irgendwann haben wir dann wie auf Knopfdruck regiert und haben unser Verhalten genau nach dem Partner, bzw. seinen alkoholbedingten Phasen ausgerichtet. In einer normalen Partnerschaft hätten sicherlich schneller und öfter deutlich unsere Meinung vertreten, so aber nicht.
Da habe ich eine ganz andere Betrachtungsart, die übrigens auch in der Fachliteratur vertreten wird:
Wir sind nicht "krank/falsch/ oder wie auch immer, ich mag diese Bewertungen eig. nicht" geworden durch den falschen Partner!
Und es war auch kein Zufall, dass wir an unsere XY geraten sind.
Ein gesunder Partner zieht uns nicht an und wir ihn nicht.
Um nicht zu verallgemeinern schreibe ich nun statt "wir" von mir.
Ich war schon vor XY so, dass ich mir keinen Wert beigemessen habe.
Dass ich meine Grenzen nicht kannte usw......usw.....
Und das hatte nichts mit seinem Konsum zu tun, sondern ganz allein mit mir.
LG
Girasole
PS:
Nochmal: "Ich kenne keinen Anti-Alkoholiker (weder aus Überzeugung oder aus Notwendigkeit)".
Ich kenne einige Menschen, die keinen Alkohol trinken. Einfach so ![]()