Für Alk prostituiert -.-

  • Okay, ja, so gesehen ist Alk natürlich auch ein Rauschmittel/gift.

    Aber wenn man das Wort Rauschgift hört, denkt man doch zuerst an was anderes... Das meinte ich damit.

    Keinesfalls will ich das hier abmindern oder verherrlichen.
    War mir halt nicht 100%ig sicher, ob Alk wirklich zum Rauschgift gehört.

    Rauschgiftschmuggel beinhaltet ja z.B. auch nicht den Diebstahl von Alk - also legalen Sachen.

    Viele Grüße,
    Lyni

  • Liebe Lynelle,

    hast du mal überlegt, ob du mit deinen Themen nicht im geschützten Bereich besser aufgehoben wärst?
    Hier im offenen kann das ganz weltweite Netz mitlesen.....

    LG viola

    Wertschätzen - nicht werten.

  • Hallo viola,

    darüber habe ich mir Gedanken gemacht, ja.
    Aber zum Einen denke ich mir, (er)kennt mich ja keiner und womöglich liest das auch jemand, der vllt. das selbe Schicksal durch hat.
    Ich habe keine Angst meine Geschichte zu erzählen. Sie gehört zu mir. Auch wenn es tragisch ist/war.

    Trotzdem: Lieben Dank nochmal für den Hinweis.

    Herzlichen Gruß,
    Lyni

  • Hallo Lynielle,

    *puh*, hier bei Dir gehts ja ganz schoen "rund" ... einen Tag angemeldet und schon 6 Seiten ..... da prasselt ganz schoen was auf Dich ein.
    -----
    Naturgmaess liegt hier im Fórum der Schwerpunkt auf dem Aspekt "Alkohol" .... klar, oder? Und da hast Du auch schon einiges an Hinweisen und Tipps bekommen.
    Nun gilt es die auch umzusetzen.
    ------
    Aus dem, was Du schreibst, springt mich allerdings was anderes an: Dein ganzes bisheriges Leben ist gepraegt von auto-aggresivem Verhalten. Du tust Dich selbst verletzen und abwerten. Dein Beduerfnis nach Naehe, nach "Dazugehoeren", nach "anerkannt werden", nach "gemocht werden" ist so gross, dass Du es auf eine destruktive Art auslebst .... mit Promiskuitaet, mit Treffen mit Maennern, die .... *hust* .... also denen es nicht um Deine Person geht.....und aus all dem ziehst Du fuer Dich eine Art "Macht" ..... Du kontrollierst, oder meinst zu kontrollieren, Du wirst begehrt, oder meinst begehrt zu werden......
    ------
    Hast Du denn einen guten Draht zu Deinem Hausarzt? Koenntest Du Dir vorstellen, ihn mal auf die Moeglichkeit einer Psycho-Therapie anzusprechen? Du musst dem HA sicher nicht die ganze Geschichte erzaehlen, wenn Du nicht willst oder Dich nicht traust .... aber ihn darauf ansprechen, ob er Dir eine Ueberweisung schreiben kann, evtl. auch bei der Auswahl behilflich ist.
    ------
    Deine Alkoholkarriere ist das Eine ..... nur wirst nicht einfach den Alk weglassen koennen und den "Rest" genauso weiterfahren.
    ------
    Hey, Du bist ein pfiffiges, aufgewecktes Maedel! Schau mal da genauer hin, weshalb Du es zulaesst, dass Du als ***** bezeichnet wirst! Und was Du unbewusst da draus ziehst. Am Besten mit Hilfe von Jemand, der was davon versteht!

    Liebe Gruesse, Lindi

  • Liebe Lindi,

    überweist der HA mich dann also bestenfalls zu einer Psychotherapie?
    Geht das auf Rezept?
    Die Wartezeiten einer PT sind ja bekanntlich nicht unbedingt kurz...
    Aber dennoch würde ich das gerne mal machen.
    Sicher stimmt mit mir iwas nicht.

    Danke Dir,
    Lyni

  • ....
    Da musst Du Diejenigen fragen, die den "Formalkrams" schon mal durch haben 8) .
    Ja, die Wartezeiten bei Kassenzugelassenen Therapeuten sind nicht kurz .... aber kommt es denn jetzt darauf an, ob das morgen oder uebermorgen oder in drei Monaten los gehen kann?

    In der Zwischenzeit kannst Du Dich ja mit dem "Naheliegenden" beschaeftigen ..... clean bleiben (was sowieso eine der Vorraussetzungen waere, damit eine PT ueberhaupt fruchten koennte) ....hier im Fórum schreiben, die Gedanken machen .....und erste konkrete Aenderungen einleiten.

    Gruesse, Lindi

  • Zitat

    Sicher stimmt mit mir iwas nicht.

    Würd ich so nicht sagen. bedingt durch Deine Kindheit warst Du Dir selbst überlassen und hast manches was wichtig für Dich ist um zurecht zu kommen nicht lernen können, dafür aber einiges gelernt was auf den ersten Blick funktioniert, bei näherem Hinsehen aber selbstzerstörerisch ist.

    Schlägt man so eine Richtung ein, geht es im Grunde immer darum positive Gefühle zu erzeugen und Schmerz zu übertönen. Deswegen nehmen die Exzesse und das Suchtverhalten dann zu.

    Gefühle müssen dann vor allem "laut" sein, also extreme Ausmasse erreichen um entweder überhaupt noch wahrgenommen werden zu können weil man schon abgestumpft ist oder um den Schmerz der irgendwo unverarbeitet ist und sich meldet wenn man zur Ruhe kommt zu übertönen.

    So selten ist das gar nicht.

    So verrückt es klingen mag, das ist eigentlich ein Selbstschutzmechanismus. Der sich aber eben irgendwann verselbständigt und extrem destruktiv auf die Psyche einwirkt.

    Mit Dir ist vermutlich alles total in Ordnung, allerdings schleppst Du unverarbeitete Altlasten mit Dir rum und Dein Wertesystem ist durcheinander weil irgendwann die gruseligsten und traumatischsten Sachen einfach völlig normal und gleichgültig werden.

    Und was Dir noch fehlt sind verlässliche und vertrauenswürdige Ansprechpartner in Deinem Umfeld die Dir gesunde Wege zeigen können.

    Letztere sind vermutlich für Dich erstmal total spiessig und langweilig. Das hat aber meisst was damit zu tun, daß die Gefühle bereits so abgestumpft sind, daß man nur noch Extreme wahrnehmen kann.

    Das würde sich mit der Zeit aber tatsächlich ändern wenn man beginnt gesunde Wege einzuschlagen.

    Ich vermute auch, daß Kontrolle für Dich das Wichtigste überhaupt ist um entstehende Ohnmachtsgefühle zu kompensieren. Kontrolle gibts aber nicht, ist nur eine Phantasie. Sex kann man hervorragend einsetzen um sich selbst vorgaukeln zu können, über etwas Kontrolle zu haben. Der Preis dafür ist aber der höchste den ein Mensch zahlen kann. Die eigene Seele. Im Grunde benutzt Du dann nämlich 'n Kerl um Macht zu fühlen und der benutzt Dich um einfach an Sex zu kommen. Man kann sich kaum was Schlimmeres antun. Und Sex ist dann nur noch ein Werkzeug.

    Ich will nun nicht behaupten, daß bei Dir alles nun genauso ist wie ich's beschrieben habe. In den meissten Fällen in denen Süchte, Exzesse und Promiskuität zusammen treffen ist es aber ziemlich zutreffend.

  • Ich finde momentan das Wichtigste, dass ich weiß, dass die vergangenen Jahre ein großer Fehler waren.
    Und mich kann die Vergangenheit noch lange einholen - edit, bitte keine Detailinformationen preisgeben, Linde -
    Der größte Übeltäter bin ich selber - in Kooperation mit dem flüssigen Zeugs -.-

    Ich will nicht in der Gosse enden...

  • Hi Kaleu,

    die Sache mit dem GV und dem Alk, die Exzesse, die Partys, die schlimmsten Dinge dabei...alles hat sich vermischt und verwischt.
    Manches hab ich teils schon gar nimmer aufm Schirm, wer alles, wo alles...
    Sämtliches ist iwo runtergespült und in den hintersten Ecken der Seele verschwunden.

    Ich weiß auch, wie es ohne ist. Da kann man dann auch notfalls STOPP sagen (auch wenn ich das nur sehr schwer kann). Gehört wohl alles zum Selbstzerstörungsprocedere :/

    LG,
    Lyni

  • Auch wenn hier der Schwerpunkt auf Alkohol liegt, empfehle ich Dir ernsthaft möglichst viel mit einem Aufwasch zu erledigen. Ein Therapeut ist dabei eigentlich schon fast Pflicht. Die Monate bis dahin könntest Du locker mit Selbsthilfeliteratur überbrücken.

    Es ist tatsächlich möglich da wirklich die Kurve zu kriegen. Den ersten Schritt hast Du bereits gemacht, den wichtigsten überhaupt. Du hast Dich geöffnet und suchst Hilfe.

    @Moderatoren, ich weiß nicht wie da der Stand ist was Forenregeln angeht, sind Literaturempfehlungen erlaubt? Natürlich ohne Verlinkung.

  • Hallo, ich kling mich mal kurz ein,

    Literaturempfehlungen sind sogar erwünscht, wenn ich mich richtig erinnere (Koop mit Amazon).
    Schau mal im Literaturthread. Die Verlinkungen machen die Mods z.T. selbst.

    Viele Grüße
    Lea

    If you know where you stand
    then you know where to land ...

  • Zitat

    Ich will nicht in der Gosse enden...

    Ich bin mal gnadenlos ehrlich. Das Finale einer solchen karriere ist zumeist nicht in der Gosse sondern eben ganz "Licht aus". Ich denke Du verstehst das auch so.

    Zitat

    die Sache mit dem GV und dem Alk, die Exzesse, die Partys, die schlimmsten Dinge dabei...alles hat sich vermischt und verwischt.
    Manches hab ich teils schon gar nimmer aufm Schirm, wer alles, wo alles...
    Sämtliches ist iwo runtergespült und in den hintersten Ecken der Seele verschwunden.

    Dachte mir schon sowas. Das Problem ist nur, der Kram ist nicht verschwunden. Der ist nur beiseite gelegt und weit weg geschoben. Irgendwann brauchts dann mehr Suff, mehr Exzesse, mehr Drogen, mehr GV um davon möglichst nichts mitzukriegen.

    Dabei ist Dein Ruf eigentlich eher das Nebensächlichste.

  • Okay, dann mag ich Dir mal ein bisschen Literatur empfehlen.

    2 absolut geniale und wirklich empfehlenswerte Therapiebücher mit denen Du unheimlich viel selbst erreichen kannst:

    In Abstand zur inneren Wortmaschine: Ein Selbsthilfe- und Therapiebegleitbuch auf der Grundlage der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT)
    von Steven C. Hayes
    (das ist als Arbeitsbuch ausgelegt, bisschen wie in der Shcule, geniales Teil)

    und

    Das Leben annehmen: So hilft die Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT)
    von Matthias Wengenroth

    Sollte sexueller Missbrauch bei Dir 'ne Rolle spielen empfehle ich das bis heute beste Werk dazu:

    Trotz allem: Wege zur Selbstheilung für Frauen, die sexuelle Gewalt erfahren haben
    von Ellen Bass und Laura Davis

    Wenn Du wissen willst wo der Trip aus Party, Sex und Drogen so hingeht:

    Lass mich die Nacht überleben: Mein Leben als Journalist und Junkie
    von Jörg Böckem

    Zum Thema Alkohol gibt's hier im Forum genug Literaturempfehlungen. Ich bin aber ganz ehrlich, der Alkohol ist bei Dir eher eine Begleiterscheinung und nicht Dein Kernthema. Über kurz oder lang wärst Du auf anderes Zeug umgestiegen.

    Nichtsdestotrotz ist Drogen- und Alkoholabstinenz die Grundlage aller weiteren Schritte.

    Und auch wenn Dir vieles harmlos vorkommt Lynielle, das ist es nicht.

  • :P !!!!
    Und, was fuehlst Du nun, nachdem Du es getan hast?
    -----
    Nimm Dir fuer heute Abend eventull was vor, was Du schon lang nicht mehr getan hast .... etwas, was Dir gut tut, damit Du nicht heut Abend "im Loch" sitzt!
    Was koennte das sein? Gibts da was, was Dich (frueher?) mal interessiert hat? Sport?

    Gruesse, Lindi

  • Zitat

    Habe eben bei einem von denen angerufen und abgesagt für heute Abend.
    Mein Herz schlug verdammt schnell und ich war sehr nervös...

    Aber Du hast es durchgezogen! Ein weiterer Schritt hin zu Dir selbst!

    Darauf kannst Du sehr stolz sein, es gehört wahnsinnig viel Mut dazu!

  • Wow, danke Kaleu *drück*!

    Kennt denn sonst jemand noch ein Buch (Autobiographie) einer jungen Frau, die so ähnlich gelebt und agiert hat wie ich und es gut daraus geschafft hat?

    Tatsächlich wird es bei mir so wohl sein, dass die dunklen Zahnräder ineinander greifen und der Alk nur ein großes Merkmal des Ganzen ist...

  • Hallo Lynielle,
    Der "Klassiker": "Wir Kínder vom Bahnhof Zoo" von Christiane F. Das ist aber ziemlich deprimierend, als Abendlektuere!
    ---
    Allerdings weiss ich nicht, ob Du nicht vielleicht eher ein bisschen "sonnigere" Lektuere gut gebrauchen koenntest. Mehr nach vorn gerichtet! Oder eben "Fachliteratur", die Deine Thematik aufgreift .....
    ---
    Hey, natuerlich ist der Typ nicht begeistert, wenn der "Spassfaktor" fuer heut Abend absagt! Es zeigt Dir aber auch noch mal deutlich, welchen Stellenwert Du in diesen Kreisen hast (hattest). KEINEN! Jedenfalls keinen, der ueber Deine koerperlichen Attribute hinausgeht.
    Aber Du bist bei Deinem Vorsatz geblieben, hast gesagt, dass Du das nicht (mehr) willst .... da kann der noch so schimpfen und toben!
    Na? Ist das nicht AUCH ein bisschen "Macht"? Positive?

    Du darfst bestimmen, was wer wann mit Dir machen darf (Konsensual) oder eben NICHT !

    Gruesse, Lindi

  • Zitat

    Ich wurde am Telefon sehr beschimpft und er wurde laut.

    Nimms mir nicht übel, aber das war zu erwarten. Du hast ihm gerade sein Spielzeug weggenommen. Klar tickt der Typ aus.

    Jetzt frag Dich mal ganz ehrlich und offen - können das Freunde sein?

    Das Buch von Jörg Böckem kommt Deiner geschichte schon nahe. Auch wenn der irgendwann auf Heroin war. Die psychischen Folgen und Ursachen sind aber gleich.

    Ein Buch was Deiner Geschichte aus Sicht eines Mädels nahe kommt, will mir gerade nicht einfallen. Höchstens noch "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo", geht da aber schon um den Strassenstrich.

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