• Hallo Elisabeth,

    herzlich Willkommen bei uns im Forum.

    Ehrlich gesagt fallen mir nur 3 Dinge ein, die sein könnten, aber das ist Spekulation.
    1. Hast du ihn im Krampfanfall gesehen, dann wäre es vielleicht Scham.
    2. Wenn er ernsthaft an seiner Trockenheit arbeitet, braucht er erst einmal Zeit für sich, um sich neu zu sortieren.
    3. Er trinkt weiter und will dich nicht dabei haben.

    Du brauchst aber Klarheit für dich, wie es weitergehen kann, und die darfst du dir auch holen.
    In einem solchen Schwebezustand kannst du nicht sehr lange verharren.
    Bitte um ein klärendes Gespräch, nur so wirst du Klarheit bekommen.


    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • hallo Elisabeth,

    Zitat

    Ich komm nicht richtig weiter, er braucht Zeit, ich brauch zeit,


    dann nimm dir die Zeit, erkundige dich, ob du vielleicht zur Suchtberatung für Angehörige gehen kannst.
    Da hab ich damals auch sehr wichtige Tipps bekommen, da sitzen Therapeuten und bezahlen brauchte ich nichts.
    Nimm die Hilfe die du bekommen kannst, um dir klar zu werden, was du möchtest.
    Ohne deine Klarheit, wird es auch in deiner Beziehung keine Klarheit geben.
    Wir COs wissen oft gar nicht, was wir wirklich wollen, weil wir uns im kümmern verlieren.
    Das habe ich so bei mir such erlebt. Manchmal weiß ich es heute noch nicht.

    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Liebe Elisabeth,

    du bist hier goldrichtig, denn wir sind ja eine Selbsthilfegruppe, die 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche offen ist.

    Ich kann mir deine Angst wegen des Anfalls gut vorstellen. Mein Exmann hatte auch epileptische Anfälle, das ist lange her. 1989. Da hatte er ein Aneurysma im Kopf, was geplatzt war. Ich hatte noch nie einen Grand Mal Anfall erlebt und war zu Tode erschrocken. Er hatte mehrere hintereinander. Und 6 Jahre später noch mal, da konnte nichts festgestellt werden und heute denke ich, das hatte da schon was mit dem Trinken zu tun. So Anfälle sind sehr beängstigend.

    Ich hatte ab da immer Angst vor neuen Anfällen und mein Exmann hat mich deswegen oft geärgert. Gequält kann ich schon sagen. Denn er hat absichtlich komische Geräusche gemacht und ich habe jedes Mal einen unheimlichen Schreck und sehr viel Angst bekommen. Er fand das witzig... :twisted:

    Gut, dass du weinen kannst! Das erleichtert ja auch.

    Zitat

    Ich kann ne ziemliche Naturkatastrophe sein....Mit der Tür ins Haus fallen...

    Aha. Siehst du das als positive oder negative Eigenschaft?
    Weil, ihn stellst du als so positiv hin, empfindsam und toll. Und dich als Naturkatastrophe. Das hört sich so an als würdest du dich entwerten.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Hallo Elisabeth!

    Deine Beziehung erinnert mich etwas an meine. Ihr seid vermutlich schon länger zusammen, so, wie sich das anhört? Ich bin erst sein über einem Jahr mit meinem Freund zusammen. Wir haben von Anfang an wahnsinnig viel erlebt und sind durch sehr schwere Zeiten gegangen, geballt in einem Jahr. Er ist ein wunderbarer, hochsensibler, unsicherer Mensch, der voller Liebe aber auch voller Angst ist. Er hat, wie ich, Vertrauensdefizite, deshalb kann ich viel verstehen. Auch mir fällt es sehr schwer, mich auf jemanden einzulassen.

    Das soll keine Entschuldigung fürs Saufen sein. Was ich damit sagen will ist, dass ich verstehe, wenn man jemanden nicht aufgeben will, weil man weiß und sieht, was eigentlich für Potenzial in ihm und in der Beziehung steckt, man aber dafür viele Hürden überwinden muss. Bloß frage ich mich in letzter Zeit immer öfter, wie weit kann oder soll man gehen und wie viel einstecken, um etwas zu erreichen?

    Auch ein Roman... :)

    Liebe Grüße
    Julia

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