Das erste Jahr

  • Hallo,


    Nun bin auch ich schon ein Jahr nüchtern. Das erste seit meiner Jugend.


    Ich glaube, dass es die beste Entscheidungen ist, nie wieder Alkohol trinken zu wollen. Mein Entschluss zur endgültigen Nüchternheit festigte sich vor einem halben Jahr, das erste halbe Jahr war eine Nüchternheit mit Schlupflöchern.


    Alkohol missbrauchte ich seit meiner Kindheit; wohl hauptsächlich um der Langeweile zu entfliehen, die Reize der Umwelt abzutöten und mich in einer Parallelwelt auszutoben. Getrunken habe ich in den letzten 20 Jahren ausschließlich an Wochenenden, dann allerdings bis zum totalen Niedergang.


    Ich werde dieses Thema nutzen, um alle paar Wochen oder Monate den Progress festzuhalten.


    Grüße

  • Hallo Hull!


    Gratulation. Das erste Jahr ist das schwerste. Danach läuft's leichter. So war es bei mir. Du hast alle Ereignisse, Geburtstage, Weihnachten/Silvester... schadlos überstanden. Auf diesen Erfahrungsschatz kannst Du setzen, falls sich Drucksituationen einstellen sollten.


    Weiter so.


    Gruß
    Carl Friedrich

  • Hallo Hull


    Gratulation zu deinem 1. Jahr. Ich weiß nicht ob das erste Jahr das schwerste ist da ich meinen Weg (nicht mehr) katalogisiere. Ich hatte auch meine trockene Tage nicht an bestimmten Sauf Ritualen fest gemacht. Jeder Tag ist eine Herausforderung die ich gerne annehme. Natürlich bringt es Erfahrungen wenn ich an Weihnachten, Sylvester oder andere Feste trocken bleibe aber genauso verbirgt es auch die Gefahr, an anderen Tagen dann nachlässiger zu werden. Die 24 Stunden Regelung ist für mich die Beste.


    Weiter so.


    Gruß Hartmut


  • Hallo Carl Friedrich,


    ich hoffe es. Schwer war es allerdings ab dem zweiten Halbjahr, als der Entschluss wirklich feststand nicht mehr. An Silvester war ich z. B. auch mühelos unter Menschen, die (reguliert) getrunken haben. Das Ereignis wurde aber natürlich unterbewusst wochenlang vorher analysiert, so blieb nur noch die Umsetzung.



    Hallo Thalia,


    Suchtdruck habe ich keinen, manchmal kommen natürlich die Gedanken, aber es ist eine oberflächliche Sehnsucht. Vielleicht ist es auch mein Glück, dass ich nie einfach "nur" Saufen und dabei entspannen konnte, sondern alles immer im totalen Chaos enden musste.



    Hallo Hartmut,


    im Alltag denke ich eigentlich nicht mehr darüber nach, auch breche ich nicht in Panik aus, wenn man mir Alkohol anbietet. Natürlich ist nichts sicher, aber ich bezweifle stark, jemals wieder Alkohol zu trinken. Manchmal kommt es mir einfach wie ein ehemaliges, seltsames Hobby vor, das nun keinen Spaß mehr macht und deshalb aufgegeben wird.

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