Alkohol und Angst vor Menschen ( Sozialphobie ? )

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • hallo marianne


    ich denke das sind ganz normale begleiterscheinungen der sucht. wenn du dir die berichte in den einzelnen foren durchliest wirst du viele berichte finden die zu deiner frage passe.
    lg dorothea

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Hi Marianne,
    ich kenn das gut.
    Als ich meinen Alk und Drogenkonsum eingestellt habe, war ich sehr überrascht, was alles ich plötzlich nicht mehr konnte. Ich bin unter Alk/Drogeneinfluß 10tausende von Kilometern quer durch Europa getrampt, trocken konnte ich plötzlich keine Leute mehr anquatschen. Ich konnte auch keine Festivals mehr besuchen.
    Bis heute verkrafte ich größere Menschenansammlungen nur äußerst schwer. Ich bin immer bemüht mir einen Rückzugsraum einzurichten bzw. schnell weg zu können.
    Was sich diesbezüglich bei mir geändert hat ist meine Einstellung zu diesem Thema.
    Früher, am Anfang meiner Trockenheit dachte ich, ich wäre nicht ganz normal, heute weiß ich dass das meine Normalität ist. Ich akzeptiere meine Grenzen und freue mich darüber dass ich sie, anders als damals als ich noch nass war, überhaupt wahrnehme.
    Ansonsten sehe ich das genauso wie dorothea.
    Wir sind klar "etwas" verschoben. :D


    ................
    Soziale Phobie

  • Hallo Marianne,


    das Gefühl Angst vor Menschen zu haben, hatte ich schon immer. Deshalb habe ich mir unter anderem einen Beruf gesucht der mir eben diese Angst nahm.


    Seit ich regelmäßig Alkohol getrunken habe verstärkte sich die Angst, da ich zudem unsicher wurde. Eine thypische Begleiterscheinung des Alkoholismus sind paranoide Zustände bis hin zum Beziehungswahn.


    Ich hatte das Gefühl beobachtet zu werden ständig. Ganz schlimm war es an der Kasse im Supermarkt, was sich extrem steigerte wenn die Schlange lang war.
    Hatte ich dann noch Alkohol auf dem Band fing ich an zu zittern. Nicht wegen Entzugserscheinungen, sondern weil ich mich beobachtet und ertappt fühlte.


    An Tagen in denen ich nüchtern war, war diese extreme Angst weg. D.h. sie verschlimmerte sich unter Alkohol.


    Das was am Anfang die Angst linderte, nämlich Alkohol, verstärkt sie in der Sucht. Das ist bei jeder Droge, die das Bewußtsein beeinflusst ähnlich.



    Alles Gute Ari

  • iIch habe eine Sozialphobie und fühle mich daher leider immer beobachtet und das wo ich paradoxer Weise sogar im Einzelhandel arbeite.........


    Mit dem Alkoholkonsum wurde immer alles leichter, einfacher und unkomplizierter, aber mittlerweile habe ich erkannt das dies der falsch Weg ist und das ich leider zu tief drin hänge.


    ich möchte endlich wieder normal leben, glücklich sein und auf Menschen zugehen können, ohne dichtgedröhnt zu sein.

  • Hi,
    ich bin auch sehr menschenscheu. Seid jeher!
    Seid ca. 20 Jahren trinke ich, und zwar besonders in Situationen, wo ich mit vielen Menschen konfrontiert werde, oder überhaupt in irgendeiner weise zwischenmenschliche Beziehungen bewältigen muß. Diese Angst lässt mich auch vor Selbsthilfegruppen zurückschrecken, da ich ernste Probleme habe, vor Menschengruppen zu sprechen.
    Ich versuche darum ständig allein, auf Alkohol zu verzichten, aber ich schaffe es nicht. Nicht wegen irgendwelcher Entzugserscheinungen, sondern, weil mir schlicht der innere Antrieb fehlt. Ich war vor ca. 2 Jahren in einer Gruppe, allerdings immer mit 2 Bier im Blut. Ich war vielleicht drei oder vier mal da, was meinem allgemeinen Durchhaltevermögen entspricht.
    Davor hatte ich mal eine Therapie (ein mal wöchentlich, ca. 1 Jahr lang, ein Gespräch mit meinem Therapeuten unter 4 Augen), die allerdings vordergründig meine Depressionen behandelte. Diese Therapie hat mir sehr geholfen.
    Ich habe meinen Führerschein wieder, einen Job, ich habe da auch (immerhin) eine Woche lang kein Bier getrunken, und auch die Entzugserscheinungen haben sich auf ein bisschen Schüttelfrost beschränkt.
    Nun ist alles wieder vergessen und ich habe keine Ahnung, warum mir jegliche Motivation fehlt, aufzuhören, obwohl es mir dennoch tierisch auf den Sack geht, jeden Tag wenigstens 2 Liter Bier zu trinken. Ich schreib mal hier bei dir, liebe Dona, weil deine Menschenscheu meiner ähnelt, und weil ich noch nicht so recht weiß, in welchem Thread ich hier starten kann.


    LG
    Natz

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