Willkommen in unserem Forum : Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unter Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später hier dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Hallo Owline,


    mir ist es tatsächlich ähnlich ergangen. Obwohl die Eltern meines Exmannes, der Bruder und die Schwägern genau gesehen haben, was da läuft, war ich die Schuldige an allem. Meine damalige Schwiegermutter hat mir damals bei einem Telefonat in der Zeit als klar war, dass ich mich trenne, so viel Anklagen an den Kopf geworfen, dass ich fassungslos war. Ich wär an allem schuld, so böse zu ihm und er wäre sooo fertig.


    Als ich begann, fast schreiend, zu erzählen, wie es mir ginge, was da ablief und wie ER sich verhielt, legte sie schnell auf. Das wollte sie gar nicht wissen. Meinen Exmann hatte ich schon so kennen gelernt, dass er gerne und viel trank. Also von mir und meiner Familie hatte er das schon mal nicht. Aber seine Angehörigen konnten es nicht ertragen, denke ich, dass diese ganze Sucht kein Außenstehender verursacht hatte sondern er selbst. Dass in ihrer Familie " so einer" war. Seine Familie hat bei allem, wirklich allem, immer die Schuld bei andern gesucht, sie waren die Heiligen, die Gutmenschen...


    Auch in meiner Familie stand ich plötzlich abseits. Dass eine Frau sich trennt war doch ein Makel. Ein Tabu. Auch wenn alle gesehen hatten, wie es um ihn stand und wie schlecht es mir ging. Es war für sie besser da nicht hinzusehen, sie wollten ihre heile Welt behalten und da passte ich nicht rein mit meinem Alki...Und dem, was damit zusammen hing.


    Dass du diese Wut in dir hast ist gut. Das ist ein Motor, der dich weiter bringt. War jedenfalls bei mir so. Und die Gehässigkeit seiner Familie hat es zusätzlich einfacher gemacht. Weil ich gemerkt hatte, dass ich solche Menschen in meinem Leben nicht mehr haben wollte. Hier im Forum habe ich zum ersten Mal wirklich Verständnis für meine Lage bekommen. Und bei zwei meiner Freundinnen. Das hat so gut getan.


    Liebe Grüße

    Aurora

    Der meiste Schatten in unserem Leben rührt daher, dass wir uns selbst in der Sonne stehen.
    (Ralph Waldo Emerson)

  • Hallo Owline!

    Gestern hatte ich ein ziemlich schlimmes Gespräch mit seiner Mutter.. In dem sie mir doch wirklich vorgeworfen hatte, dass ich nichts machen würde im Haushalt und er daher so überfordert wäre und ich auch mal einkaufen fahren müsse..

    Da siehst du wie er alles zu seinen Gunsten dreht und wendet und seine Mutter darauf reinfällt. Es ist wahrscheinlich nichtmal böse gemeint, sie will halt Friede, Freude, Eierkuchen und glaubt selber an das was sie sagt. Ausserdem haben die meisten Menschen überhaupt keine Ahnung von Alkohol- oder anderen Süchten und denken es wäre eine Willensschwäche oder es müsse einen Grund geben warum er trinkt und erkennen das wahre Problem überhaupt nicht.


    Da muß schonmal die Ehefrau herhalten die ja ganz bestimmt etwas falsch macht daß der Arme wieder trinkt. :rolleyes: Ärgere dich nicht zu sehr, kläre die Sache wie du es siehst und damit genug, du musst dich nicht bis Ultimo verteidigen. Ausserdem sollte es die Mutter oder andere Verwandte nichts angehen was bei euch vorfällt. Mein Mann hat meine beiden erwachsenen Kinder gegen mich aufgehetzt und hat sich über mich beschwert, natürlich stellte er sich als das Opfer dar.


    Ich meine ja auch wenn er sich so überfordert fühlen würde wäre ja der richtige Weg es mit dir zu klären. Wenn er den Alkohol weglassen würde würde es vielleicht auch mit seinen Hausaufgaben besser klappen aber da er süchtig ist fehlt ihm diese Einsicht bestimmt.


    Mich haben nachdem ich bereits ausgezogen war immer noch seine Nachbarn angerufen und mir erklärt ich müsse doch etwas tun damit er nicht angetrunken Auto fährt. Ich habe immer geantwortet: "Sage es ihm selbst, ich habe damit nichts mehr zu tun" und bin damit auf Unverständnis gestossen.

    Manchmal hatte ich das Empfinden die Alkoholsucht meines Mannes war wie eine Krake die sich immer enger um mich schlingt und mir den Raum zum Leben wegnimmt.


    LG Marie

  • Meine damalige Schwiegermutter hat mir damals bei einem Telefonat in der Zeit als klar war, dass ich mich trenne, so viel Anklagen an den Kopf geworfen, dass ich fassungslos war. Ich wär an allem schuld, so böse zu ihm und er wäre sooo fertig.


    Als ich begann, fast schreiend, zu erzählen, wie es mir ginge, was da ablief und wie ER sich verhielt, legte sie schnell auf.

    Hallo Aurora,

    das ist ja tatsächlich fast die selbe Geschichte. Unfassbar dass sich die Geschichten alle so doppelt, als wäre es ein vorgegebenes Alkoholiker- und Angehörigen- Schemata.

    Meinen Schwiegereltern bei diesen bösen Kommentaren gegenüber zu sitzen und deren Ernsthaftigkeit in dessen Blicken verfolgt mich echt.. Ich bekomme diese Gedanken einfach nicht mehr los und sie machen mich so wütend.

    Weil ganz ehrlich, wenn sie ihm wirklich helfen wollten würden sie ihm helfen und nicht mich noch weiter wegtreiben..


    Und ja es ist wie du sagst, diese Wut fühlt sich tatsächlich momentan eher nach einem Motor an und damit düse ich gerade tatsächlich in eine völlig andere Richtung und es fühlt sich nach Freiheit an :)


    Ausserdem sollte es die Mutter oder andere Verwandte nichts angehen was bei euch vorfällt

    Hallo Marie,

    ja das werde ich mir nun tatsächlich auch mehr als dick hinter die Ohren schreiben..

    Ich gehe da auch wirklich einfach auf Abstand. Habe schon zwei Verabredungen mit meinen Mädels abgemacht und da werde ich dann auch einfach mal nur auf mich gucken. Es tut wirklich gut wieder mehr in die Eigenständigkeit zu gehen und ich werde mich meiner Schwiegermutter garantiert nicht mehr anvertrauen.. Das kommt ja bloß wieder auf mich zurück -.-


    Den Punkt mit der Krake kann ich sehr gut nachvollziehen. Im Endeffekt sollte man meinen, dass sich Alkoholkranke am meisten selbst schaden, aber tatsächlich hat diese Krankheit so viele Arme und sie schlingt sich um alles was sich drumherum bewegt..

    Aber ich merke, wie meine Wut diese ekligen klauen abwehrt und das macht mich irgendwie sogar wieder glücklich :)

    Vielleicht müssen nicht nur Alkoholiker auf den Boden der Tatsachen fallen, sondern Co-Abhängige auch, um wieder selbst bestimmt zu leben.


    Ich wünsche euch allen noch einen schönen Wochenstart! :)

  • Hallo Owline,


    Vielleicht müssen nicht nur Alkoholiker auf den Boden der Tatsachen fallen, sondern Co-Abhängige auch, um wieder selbst bestimmt zu leben.

    Ja, das ist ganz sicher genau so! Das hast du sehr gut erkannt :) .


    Liebe Grüße

    Aurora

    Der meiste Schatten in unserem Leben rührt daher, dass wir uns selbst in der Sonne stehen.
    (Ralph Waldo Emerson)

  • ! Das hast du sehr gut erkannt :) .

    Vielen Dank Aurora :)


    Tatsächlich nutze ich meine Tage auch immer eigenständiger und unternehme wieder richtig viele schöne Dinge. Heute hab ich mich einfach mal auf einen Kaffee verabredet und war bummeln und das tat sooo gut *-*

    Meine Stunden hier verbringe ich leider immer noch mit vielen Diskussionen, aber ich gehe auf diese fast gar nicht mehr ein und mach einfach mein Ding :)


    Liebe Grüße

    Owline

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