Cambrina - Mann, Mann, Mann, was für ein Schlamassel

  • Rennschnecke und andere,

    Ja, ich besuche seit Anfang Februar eine SHG und gehe 1x pro Woche zur Suchtberatung Nachsorge. Ich nehm halt alles mit, was geht und das passt auch so für mich. Hier bin ich schon auch ab und zu, aber kommentiere eher nicht Nur Lesen.
    Reicht mir meistens. Erster Arbeitstag lief auch gut, aber danach war ich schon platt. 8 Stunden sind halt mehr, als 2,4,Oder 5 Stunden….
    Aber passt schon.

    GuteNacht und Danke, dass ihr da seid. ❤️
    Lg Birgit

  • Guten Morgen,

    6 Monate geknackt…..

    *bitte keine Werbung* Morgenrot

    Ich bin weiter in der SHG und Suchtberatung. Glaube, da hatte ich auch Glück, mit meinem Berater, der auch Psychologe ist.

    Durch meinen Umzug vor 1,5 Jahren fällt es mir leicht, von den Leuten mit denen ich die letzten Jahre diesen für mich negativen Kontakt hatte, fern zu bleiben.
    Da ich jetzt sehr schön wohne, mitten im Grünen komme ich leichter zur Ruhe und erkenne meine Bedürfnisse leichter.

    Generell habe ich noch viele Trigger, aber ich gehe damit um.

    Parties meide ich weitgehend, ich gehe zu manchen, gehe aber, wenn ich merke, dass es für mich genug ist.

    Wenn wir Gäste haben, wird mir zu liebe wenig Alkohol getrunken. Das hat sich auch geändert. Wenn ich irgendwo bin, wo doch getrunken wird, gehe ich wenn ich merke, dass sich die Leute durch das Trinken verändern.

    Außerdem halte ich nicht mehr so lange durch.

    Ich bin immernoch leicht erschöpft, wenn ich viele Leute um mich habe und brauche dann meinen Rückzug. Ich schlafe sehr viel und wenn ich kann, schlafe ich immer nachmittags.

    Ich schaue mehr fern, viel Serien am Stück, das habe ich vorher nicht gemacht, ist vielleicht auch eine Art Suchtverlagerung….

    Mir geht’s immer noch am besten, wenn ich alleine bin und ungestört. Oder wenig Leute um mich rum, die keine Erwartungen an mich stellen.

    Auf der Arbeit, wo auch viele Sozialkontakte sind, geht’s mir allerdings sehr gut, das verdanke ich unserem tollen Team. Das ist auch ein großes Glück für mich.

    Ich versuche mehr Zeit in der Natur zu verbringen, ich habe mir eine Pflegebeteiligung für ein Pferdchen gesucht da sind auch sehr nette Menschen und ich bin viel mehr draußen, mache Spaziergänge mit dem Pferd.
    Das tut gut und fordert mich auf ganz andere Weise.Muss da z.B. wieder lernen, mich durch zu setzen.

    Ich glaube ich bin auf einem guten Weg.

    Meine Familie ist mir lieb und teuer und ich erfahre viel Mitgefühl und Unterstützung.

    Aus der Therapie sind ein paar Leute, mit denen ich immer mal wieder etwas unternehme, es ist schön zu erleben, dass auch sie stabil bleiben.

    Vielleicht mache ich noch eine Therapie, in der ich versuchen möchte, ein paar Dinge aus meiner Kindheit zu verstehen und warum alles so gekommen ist, wenn ich eine geeignete Psychologin finde…

    Lg Cambrina

    Einmal editiert, zuletzt von Morgenrot (15. Mai 2025 um 08:57)

  • Ich finde es auch gut, wie Du von allen Seiten Unterstützung suchst und erfährst, Cambrina. Glückwunsch zu den 6 Monaten und Deiner Entwicklung! 💐

    Nur darüber bin ich gestolpert:

    Wenn wir Gäste haben, wird mir zu liebe wenig Alkohol getrunken. Das hat sich auch geändert.

    Würden sie nicht bzw. seltener kommen, wenn es keinen Alk mehr bei Euch gäbe? Dass Dein Haushalt auch dank Deines Mannes ansonsten alkoholfrei ist, hattest du ja schon zu Anfang geschrieben.

    Es gibt ja den klugen Spruch "Wer kein Problem mit Alkohol hat, hat auch keins ohne ..."

  • Hi.

    Rennschnecke Dass die Gäste teilweise nichts trinken war nicht meine Idee.

    Die machen das von selbst. Ich frage auch, ob sie ein Bier haben wollen oder 1 Glas Wein, An meinem Geburtstag vor kurzem haben sie auch Wein und Bier getrunken, mein Vater auch einen Schnaps, es macht mir nichts aus, nur wenn es dann ein Gelage würde, würde ich mich verabschieden.

    Ich spüre, wenn die Stimmung sich verändert.
    Beim Griechen, da gibt’s ja immer einen Ouzo, trinke ich einfach keinen, aber die anderen tuns, wenn sie möchten. Geht alles.
    Zuletzt bei einer Einladung, wurde relativ viel getrunken. Ich bin um 10 gegangen.

    Ich geh halt einfach, wenn es mir reicht.

    Natürlich haben sich Kneipenbesuche praktisch auf null reduziert, das ist für mich ok. Davon habe ich rein garnichts, also verschwende ich keine Zeit.

    Lg Cambrina

  • Dass die Gäste teilweise nichts trinken war nicht meine Idee.

    Die machen das von selbst. Ich frage auch, ob sie ein Bier haben wollen oder 1 Glas Wein,

    Verstehe ich nicht, warum? Bist Du es dir nicht wert zu sagen: In meiner Wohnung gibt es keinen Alkohol mehr? Oder die Leute ggf. Nur noch zum Kaffee und nicht mehr abends einzuladen und zu treffen, wenn das alles Vieltrinker sind, die sich nur dir zuliebe "mäßigen"?

    Wieder ein Beispiel für mich, dass "Outen" allein nicht reicht, sondern ich für meine Abstinenz auch meine Grenzen wahrnehmen und durchsetzen muss...

    Bitte nicht als Angriff verstehen, das konsequent alkfreie Zuhause ist einfach unser Schutzraum.

  • Mir fällt dazu noch ein, Cambrina: Weißt oder vermutest Du, dass die anderen dir zuliebe weniger trinken?

    Oder ist es ihnen vielleicht nur unangenehm, bei Euch weiterhin "zuzuschlagen", wenn jetzt auch du (und nicht nur dein Mann) nichts trinkst?

    ( Den Eindruck habe ich nämlich bei mir in Familie und Nachbarschaft gewonnen, wenn ich da mal eingeladen bin. Entweder ist es ihnen in meiner abstinenten Gegenwart peinlich oder sie haben angefangen, über ihren eigenen Konsum nachzudenken. Egal. Hier gehts um meine Abstinenz. )

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