Adelheid - Beginnender Korsakow-Zustand

  • Hallo,

    Seit mindestens 20 Jahren trinkt mein Mann regelmäßig zu viel.Meine zwei Kinder sind inzwischen erwachsen und ausgezogen.

    Inzwischen sinkt meine Lebensqualität zu Hause stark,weil mein Mann ständig Streit sucht und mich anbrüllt.

    Außerdem beschuldigt er mich mit allem Möglichen, vor allem weil er viele Dinge vergisst, die er selbst getan hat.

    Für mich heißt es "Flüchten oder Standhalten".

    Da wir beide schon in den 60igern sind, fällt es mir schwer mein Zuhause aufzugeben.

    Hilfe von außen bekommt man ja auch nur, wenn beim Partner Selbst- oder Fremdgefährdung vorliegt.

    Mein Mann hat keinerlei Krankheitseinsicht und keine Selbsterkenntnis über sein miserables Sozialverhalten.

    Falls ich mich trenne, befürchte ich, daß sich meine Kinder kümmern müssen, weil er sonst allein verkommt und nichts mehr alleine geregelt bekommt. Und das möchte ich ihnen nicht zumuten.

  • Hallo Adelheid,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Leider ist es so, dass sich viele Geschichten der Angehörigen bei uns im Forum ähneln.

    Und es ist so, dass nur der Alkoholkranke die Sucht stoppen kann. Du kannst im Grunde nichts tun, nur dafür sorgen, dass es Dir besser geht.

    Auch wenn Du Dich trennst, ist keiner verpflichtet, sich um Deinen Mann zu kümmern. Er ist erwachsen und für sich selbst verantwortlich.

    Du schreibst von Streitereien und unsozialem Umgang seinerseits, allein deswegen solltest Du überlegen Konsequenzen zu ziehen, damit Du Ruhe bekommst.

    Für den Austausch mit den anderen klicke den folgenden Link an und schreibe ganz kurz etwas:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Wir werden Dich dann freischalten und Dein Thema in den Bereich "Erste Schritte für Angehörige" verschieben.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo Adelheid,

    Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet.

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    Viele Grüße

    Alex

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Hilfe von außen bekommt man ja auch nur, wenn beim Partner Selbst- oder Fremdgefährdung vorliegt.

    Liebe Adelheid,

    So ist es . Gegen seinen Willen kannst Du nichts tun.

    Mein Partner war schon x-mal im Krankenhaus und kaum dass es ihm besser ging, wollte er nach Hause und das Ganze begann wieder von vorne.

    Ich bin seit 4 Wochen in meiner kleinen Wohnung, fahr aber jeden Tag in die gemeinsame Wohnung. Sonntag hab ich den Rettungswagen gerufen, da er mal wieder Blut erbrochen und im Stuhl hatte. Wie die Wohnung aussah, möchte ich nicht näher beschreiben. Jetzt ist er noch im Krankenhaus und hat der Verlegung in eine Suchtklinik zugestimmt.

    Dennoch geht es mir mit der Wohnung viel besser, ich kann aufleben. Ich bin auch in den Sechzigern, glaube mir, auch in dem Alter hast Du das Recht in Frieden zu leben. Gerade weil das Leben nicht unendlich ist, ist jeder Tag kostbar.

    Wenn Du es Dir finanziell leisten kannst, suche Dir eine kleine Wohnung.

    Wenn er bereits Karsakow hat, käme evtl. auch ein Pflegeheimplatz in Frage.

    Ich fühle mit Dir

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