alvin straight - drama or not

  • servus zusammen

    tja wie anfangen? soviel schießt durch meinen kopf. es wird wohl erstmal etwas wirr werden eventuell.


    und ich habe die letzte nacht kaum geschlafen weil ich mich hier durchs forum gelesen habe vor lauter sorge.

    Dabei habe ich von den vielen schönen starken , inteligenten frauen gelesen die eine menge biss haben wenn sie sich was vorgenommen haben und nach aussen super funktionieren und toll dastehen.

    Genauso eine ist meine Partnerin auch. Gebildet, eigenständig , mit gutem Einkommen. weit weg also von dem klassischen bild von den jungs und mädels auf dem discouterparkplatz und der bank im park.

    Wir haben vor ein paar tagen einen film zusammen gesehen in dem es um alkoholismus geht und ich habe soviel wieder erkannt.

    Die feierwut .. dieses trinken bis zum filmriss. die scham am nächsten morgen. das elend das mit dieser scham verbunden ist.... ich habe einfach fürchterliche angst bekommen.

    Sie trinkt eigentlich in der menge nicht viel. meistens trinkt sie tatsächlich nichts ( glaube ich wirklich ) aber irgendwann wird der druck zu gross. die belastung des alltags und ihrer eigenen ansprüche an sich selbst und dann gibt es kein halten mehr dann gibts den totalen abschuss.

    die frau wiegt zwischen 60 und 70 kg und zieht sich zwei flaschen wein alleine rein.oder mehr wenn noch was da ist. bis sie nicht mehr laufen kann und der länge nach hinfällt.

    am nächsten tag fehlen ihr ganze stunden in der erinnerung. stunden in der sie nach aussen noch voll gesprächs und sozialfähig ist . vom hinfallen mal abgesehen.

    ich meine ich war ja selber viel feiern früher und habe es auch oft übertrieben dabei.

    Und hab mich auch mal gezielt abgeschossen weil ich gar keinen bock mehr auf die ganze scheisse hatte. das kam schon auch mal vor.

    Aber solche mengen in relation zum körpergewicht habe ich nie verkraftet. da musste ich kotzen vorher. Sie-nie.

    Am nächsten Tag dann ist sie nur noch ein häufchen elend. macht sich unfassbare versagensvorwürfe. traut sich nicht aus dem haus.

    Sie ist völlig fertig. das nimmt mich natürlich hart mit emotional.

    Aber genau das ist auch das wo ich denke: DAS ist problematisch. sie leidet ja furchtbar selbst darunter.

    sie macht sich wahnsinnige vorwürfe ... man merkt richtig dass da kontrollverlust eine grosse rolle spielt.

    Das kommt nur aller paar monate mal vor. ich hab mal gezählt.. quartal kommt hin.

    den rest der zeit trinkt sie wenig bis gar nicht. auch über wochen und wochenenden hinweg.

    das ist das was ich glaube. ob sie heimlich und alleine trinkt und wieviel weiss ich nicht - wir wohnen nicht zusammen. aber mir ist nie was aufgefallen. ich bin mir ziemlich sicher dass sie die aller meiste zeit wirklich nichts trinkt und in der gesamtmenge weniger trinkt als der erwachsene durchschnitt mit seinem feierabend bier oder dem glas wein am abend.

    sie kann locker den ganzen freitag abend alkohollfrei bleiben wenn sie sich das so vorgenommen hat und mir zusehen wie ich 2 bier trinke. ( mag sie eh nicht - ihr stoff ist der klassische weiswein)

    aber dieses trinkverhalten halt wenn es soweit ist mal wieder.

    jetzt stellt sich mir natürlich ob ich in meiner sorge da übertreibe - sie überanalysiere . helicoptere?

    ist das gar nicht so problematisch und ich schieb hier nur drama?

    vielleicht könnt ihr ja was sagen dazu.

    ich merke dass ich eine wahnsinns angst habe. und ich dem ganzen nicht gewachsen bin gerade.

    ich habe hier genug gelesen um zu wissen dass alle sagen ich kann wenig machen. der impuls muss von ihr selbst kommen. ich muss mich selber schützen und auf mich achten. das ist sauschwer zu akzeptieren aber ich versuche es. und hab mich hier auch angemeldet um austausch zu finden und so einen weg für mich selbst zu finden damit zurecht zu kommen.

    und somit bin ich bei der eigentlichen frage.. ich traue mich kaum sie zu stellen weil wahrscheinlich alle nur müde lächeln. ich muss und werde sie trotzdem stellen.

    ich lese hier immer nur dass eine beziehung zu einem menschen mit alkoholproblem letztlich immer zum scheitern verurteilt ist. das man als angehöriger oder partner die beziehung beenden muss. dass es gar keinen anderen weg gibt.

    ich liebe diese frau abgöttisch aber ich will mich natürlich nicht selbst kaputt machen dafür - zumal das nicht mal ihr was bringt.aber ich bin bereit sehr viel dafür zu geben wenn es aussicht auf erfolg hat und nicht einfach nur mega naiv ist.

    aber dennoch gibt es einen weg diese beziehung zu leben? kann man einen weg finden mit einer alkoholikerin zu leben ? wenn sie trocken ist doch sicher oder ?

    und wenn sie nass ist?


    kann ich irgendwas unterstützend tun? was kann ich für mich tun um das alles durchzustehen?

    vielleicht gibt es hier ja auch positiv beispiele für antworten und links zu den treads möchte ich mich jetzt schon bedanken.

    fürs erste reicht das glaube ich erst mal an text.

    natürlich ist da noch viel mehr in meinem kopf dazu aber dazu später.

  • Hallo Alvin,

    herzlich Willkommen im Forum.

    Ich bin schon ziemlich lange hier und ich kenne keinen Thread, den ich dir verlinken kann. Es geht einfach nicht, daß man mit einem nassen Alkoholiker eine glückliche Beziehung führen kann. Viele trinken mit, um wenigstens die Illusion einer Gemeinsamkeit zu haben.

    Ich wünsche dir sehr, daß du im Erfahrungaustausch hier einen Weg für dich findest. Versuche dir alle Optionen offen zu halten, also auch die einer Trennung. Es ist ja auch dein Leben und es kann nicht sein, daß du es komplett nach der nassen Partnerin ausrichtest.

    Wenn sie sich selbst als Alkoholikerin sieht und aufhören möchte, dann führt der nächste Weg zum Hausarzt und zur Entgiftung. Das Zuhause sollte konsequent alkoholfrei sein.

    Hast du sie mal gefragt, ob sie sich schon als Alkoholikerin einschätzt? und wenn ja, ob sie bereit ist ihre Suchterkrankung zu stoppen?

    Liebe Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • liebe linde

    danke für die so schnelle antwort!

    was du schreibst überrascht mich nicht und du sprichst vieles an worum meine gedanken natürlich auch kreisen die ganze zeit. ich will mal versuchen strukturiert auf alles zu antworten.

    zunächst stell ich mir die frage ob sie wirklich als alkoholikern einzuschätzen ist - deiner antwort meine ich zu entnehmen dass es für dich daran keinen zweifel gibt. ist das so?

    Ich weiss nicht ob ich das hier so schreiben kann aber es gibt eine grosse menge menschen um uns die ihr leben lang in massen moderat alkohol trinken und ein erfülltes leben führen. wo ist da die grenze? ich finde halt dieses trinkverhalten mit den filmrissen und vor allem diesem elend am nächsten morgen so pathologisch.

    siehst du / seht ihr das auch so?

    ich habe mir den kontakt zu einer suchtberatung organisiert und will versuchen dort ein gespräch mit einem therapeuten zu bekommen den ich um seine einschätzung fragen dazu fragen kann und auch um zu fragen was ich für sie und für mich tun kann. grenzen setzen für mich selbst z.b.

    ich habe mich auch zu einer suchttherapeutin in einer entzugsklinik hier in der umgebung durchtelefoniert und ihr die situation aus meiner sicht geschildert .. mit genaueren gewichtsangaben natürlich aber auch sie fand die Toleranzmenge ziemlich eindeutig.

    Diese hat mir auch das prozedere erklärt und dass der hausarzt der erste schritt ist.

    nach ihrem letzten absturz der jetzt etwa 2 wochen zurück liegt habe ich entschieden das ich proaktiv etwas tun muss . geredet hatten wir genug. ich habe dann auf dem weg zur arbeit in der entzugsklinik angerufen und bin seitdem an dem thema dran. es hat ein paar tage gedauert bis ein gesprächstermin mit der therapeutin zustande kam und ich auch die kontakte zur suchtberatung bekommen habe. ich habe angefangen hier zu lesen.

    von all dem weis sie. sie steht also sehr unter druck von meiner seite umd ich will ihr nicht noch mehr machen. sie geht schon auf widerstand mit den klassischen kontrollvorwürfen.

    aber sie hat mir heute geschrieben dass sie einsieht dass sie was machem muss wohl und sich beim hausarzt vorstellen will. soweit waren wir noch nie. aber nachdem was ich hier gelesen habe glaube ich das erst wenn sie auch wirklich dort war. mut machen. da sein . ihr ihre zeit lassen will ich auf jeden fall.

    und einen weg finden das zu schaffen ohne selbst zu grosse blessuren davon zu tragen.


    mit dem gemeinsamen trinken sagst du was.

    ich habe ihr gesagt : hey ich weiss du bist tapfer und stark und hast das ganze fast immer gut im griff. aber wenn dann der zeitpunkt kommt wo der suchtdruck zu groß wird und du dich halt abschießen musst dann machs wenigstens mit mir bevor irgendwo irgend eine scheisse passiert weil du überhaupt nicht mehr klar bist und am nächsten tag nichts mehr weisst.

    ich hab die therapeutin aus der klinik gefragt ob das eine gute idee ist und sie hatte keine richtige antwort oder sie zumindest nicht ausgesprochen - was denkst du dazu?

    du schreibst

    Es ist ja auch dein Leben und es kann nicht sein, daß du es komplett nach der nassen Partnerin ausrichtest.

    davon sind wir glaube ich ein gesundes stück entfernt. klar geht man aufeinander ein und hört sich zu und versucht zu helfen wenn es schwierig ist gerade aber von einer totalen ausrichtung kann nicht die rede sein. wir können auch sehr unabhängih unsere leben führen.

    die gefahr dahin abzurutschen ist nicht ganz abwesend aber da ist es gerade noch lange nicht -

    du schreibst

    Viele trinken mit, um wenigstens die Illusion einer Gemeinsamkeit zu haben.

    auch das ist nicht der fall. wir haben eine menge interessen die wir zusammen machen können und da ist gar kein oder nur sehr wenig alkohol dabei. wir gehen auf konzerte und sie trinkt ein bier und steigt dann auf alkoholfrei um. gar kein problem. wir machen tagsüber einen ausflug und trinken gar nichts- auch absolut normal.

    deswegen bin ich ja auch etwas unsicher und deswegen sieht sie natürlich auch gar kein problem.

    wobei gar keins stimmt nicht sie sagt ja sie geht zum arzt. mal schauen.

    den begriff alkohikerin lehnt sie aber völlig ab für sich bis dato

    du schreibst Entgiftung

    gibt es eine definition dafür bzw wie wird das auf station gemacht?

    ist sie entgiftet wenn sie 2monate keinen tropfen anrührt?

    schafft sie - zumindest hier draussen ohne den psychologischen druck einer Therapieeinrichtung

    bei 3 monaten wirds kritisch.

    danke für deine/ eure antworten

  • Hallo und willkommen Alvin,

    deine Gedanken kreisen nur darum, was du für SIE machen kannst. Du fragst um Einschätzungen, in wieweit sei abhängig sein könnte etc.

    Niemand kann das einschätzen. Außer sie selbst. Und wenn du dich hier, wie du ja schreibst, schon durch viele Threads durchgelesen hast, dann hast du das darin auch erfahren. Und, wie du auch schreibst, hast du gelesen, dass in Beziehungen zu Menschen, die ihre Sucht ausleben, der Partner mit auf der Strecke bleibt.

    Ich verstehe deine Gedankenstrudel gut, an dem Punkt stand ich auch mal. Aber fang mal an zu sortieren. Fakt ist, dir geht es nicht gut mit den Ängsten um sie. Und sie sieht anscheinend derzeit kein großes Problem bei sich. So hat das bei mir auch angefangen.

    Mich über Alkoholismus zu informieren hat mir ein wenig die Mechanismen dieser Suchterkrankung klar gemacht aber gebracht hat es nichts weiter. Denn ich konnte meinen Mann nicht zwingen, was zu tun. Und das ist so, das ist Fakt.

    Es geht schlussendlich um dich. Du kannst mit ihr reden, ihr dein Sorgen und Ängste sagen. Und dann kannst du abwarten, was daraus folgt. Im Grunde genommen kannst du erstmal nicht mehr tun. Außer für dich selbst zu sorgen.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Hallo Alvin,

    herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    Ich habe mir mal deine Fragen rausgepikt und versuche, sie so zu beantworten, wie ich sie für mich beantworten würde. Ob sie für dich passen, musst du selbst entscheiden.

    jetzt stellt sich mir natürlich ob ich in meiner sorge da übertreibe - sie überanalysiere . helicoptere?

    ist das gar nicht so problematisch und ich schieb hier nur drama?

    Ich finde es völlig normal, dass, wenn etwas am Partner auffällt, das das auch hinterfragt wird.
    Und ich finde es immer gut und richtig, seinen eigenen Wahrnehmungen zu vertrauen.

    Wenn ich mir die Frage stelle, ob irgendetwas problematisch ist, dann ist es problematisch.
    Und wenn ich mich frage, ob ich da vielleicht nur ein Drama schiebe, dann verschließe ich die Augen vor der Realität.

    ich lese hier immer nur dass eine beziehung zu einem menschen mit alkoholproblem letztlich immer zum scheitern verurteilt ist. das man als angehöriger oder partner die beziehung beenden muss. dass es gar keinen anderen weg gibt.

    Müssen tut man erstmal gar nix. Auch du nicht.
    Aber die Beziehung zu einem trinkenden Alkoholiker ist immer belastet.
    Der Alkoholiker befindet sich in einer Suchtspirale….und in ihr geht es nur nach unten. Immer. Ohne Ausnahme. Nur die Zeitspanne variiert. Letztendlich zieht es alles und jeden im unmittelbaren Umfeld des Alkoholikers in diese Spirale mit rein. Immer. Ohne Ausnahme.

    aber dennoch gibt es einen weg diese beziehung zu leben? kann man einen weg finden mit einer alkoholikerin zu leben ? wenn sie trocken ist doch sicher oder ?

    und wenn sie nass ist?

    Mit einem trinkenden Alkoholiker kann es keine glückliche Beziehung geben.
    Der Alkoholiker wird irgendwann alles dem Alkohol unterordnen ….auch den Partner. Das ist suchtbedingt.

    Mit einem nüchternen Alkoholiker kann es sehr wohl eine glückliche Beziehung geben.
    Aber dazu kannst du als Angehöriger leider gar nix beitragen, wenn der abhängig trinkende Partner seine Krankheit nicht sieht und nicht für sich selbst ein dauerhaft nüchternes Leben will. Und mit dauerhaft meine ich: Für immer. Denn für einen Alkoholiker kann es nie wieder Alkohol geben.

    kann ich irgendwas unterstützend tun? was kann ich für mich tun um das alles durchzustehen?

    Du kannst nichts tun, wenn sie deine Hilfe nicht will. Und selbst wenn sie deine Hilfe möchte, wird Hilfe nur ankommen, wenn, wie oben schon geschrieben, wirklich eine Krankheitseinsicht bei deiner Partnerin vorhanden ist und sie akzeptieren kann, dass sie Alkoholikerin ist und deshalb keinen Alkohol mehr trinken kann. Nicht eine Woche oder 2 Monate, sondern nie wieder. Denn die Alkoholsucht ist nicht heilbar. Aber sie geht mit absoluter Abstinenz zum Stillstand zu bringen. Aber das kann nur der Alkoholiker selbst schaffen. Für sich.

    Für dich kannst du eine Menge tun.
    Du hast geschrieben, dass ihr beide auch gut ein Leben voneinander weg führen könnt. Vertiefe das. Stelle dich an 1. Stelle in deinem Leben und schaffe dir schöne Momente für dich.
    Denn das ist das Einzige, worauf du wirklich Einfluss hast.

    Die einzige Hilfe für einen trinkenden Alkoholiker ist die Nichthilfe. Weil alles ‚gutgemeinte‘ eben nur gut gemeint ist und dein eigenes ‚Durchstehen‘ verlängert.


    Für den Austausch mit den anderen Teilnehmern im Forum klicke den folgenden Link an:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Du brauchst nur ganz kurz etwas zu schreiben.

    Danach werden wir dein Thema in den offenen Bereich zu den "Erste Schritte für Angehörige und Co-Anhängige" verschieben.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Willkommen Alvin,

    Deine Bewerbung ist eingegangen und Du bist jetzt freigeschaltet. Du kannst überall schreiben. Nur bitte, in den ersten vier Wochen, nicht im Vorstellungsbereich.

    Ich wünsche Dir weiterhin einen guten Austausch.

    VG

    Alex

  • liebe stern liebe aurora.

    danke für eure antworten. die schnelle hilfe und die aufmerksamkeit. was für eine mühe und anstrengung immer und immer wieder das gleiche erklären zu müssen und immer ganz geduldig das gefühl zu vermitteln man erklärt das zum aller ersten mal.

    danke dafür!

    ich werde antworten darauf aber muss erst mal klarkommen und verarbeiten. die einsicht einfach nichts machen zu können macht mich ohnmächtig wütend und unfassbar traurig. und das ist mega hart und mega anstrengend. ich verliere meine liebe obwohl sie noch voll da ist. trennung bei voller präsenz. was für ein abfuck!

    ich brauch ein paar tage und melde mich wieder

    danke euch

  • Lass das alles erstmal sacken.
    Das ist viel im Kopf zu verarbeiten. Und das braucht Zeit. Nimm dir diese Zeit.

    Lies dich durch die Beiträge hier im Forum und nimm dir mit, was du brauchen kannst, lass liegen, was für dich nicht passt und schau immer mal wieder nach dem Liegengelassenen.
    So mache ich das. Ich denke, das ist für Angehörigen der gleiche gute Weg.

    Hier lesen und schreiben hilft mir, meine Gedanken zu sortieren. Vielleicht hilft dir das ja auch.

    Pass gut auf dich auf.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • guten abend

    danke für den zuspruch. durch meinen kopf rasen immer noch 1000 gedanken. und es sind viel zu viele davon.

    das thema und die emotionen die mit der konfrontierung einherher gehen sind viel zuviel.

    ich wollte mir ein paar tage pause gönnen mit dem thema.

    aber jetzt schreibe ich doch . auch einfach um mich zu sortieren.

    ein paar wenige sachen möchte ich loswerden... die wenigen die mir klar erscheinen gerade in dem ganzen chaos.

    zunächst erst mal hab ich mir selber 0 promille auferlegt fürs erste.

    zum einen wäre alles andere nicht fair wenn ich das von ihr möchte ( is alleine ihren entscheidung ... habe ich verstanden .. ich bin aber noch dabei es auch zu begreifen)

    zum anderen um auch einfach zu sehen und abzugleichen ob ich das denn selber so easy schaffe wie ich immer denke

    das ist das erste

    das nächste ist dass ich ohne kampf nicht einfach aufgeben will.selbst wenn es eine einprozentige chance gibt diese liebe zu retten will ich es versuchen.dass ich aka selfcare dabei die wichtigste rolle spielt hab ich auch verstanden und bin auch hier noch am begreifen. das ist ja auch das einzige was ich aktiv beeinflussen kann.

    wenn es nicht funktioniert dann ist das halt der ganz typische normalfall. wenn ich doch einen weg finde wäre das einfach nur geil: zum einen für mich privat zum anderen als positivbeispiel für hier.

    aber erst mal muss ich eine idee entwickeln wie das überhaupt klappen könnte.

    daher nun meine konkrete frage :: gibt es hier auch menschen mit positivbeispielen.? also tatsächlich beziehungen die eine abgewöhnung also das wirklich trocken werden überstanden haben? das wäre wirklich mal schön zu lesen.

    das nächste und letzte für heute ist glaube ich die feststellung dass ich merke wie ich mich emotional löse von ihr . dass ich ihre probleme wieder ganz langsam wieder zu ihren problemen mache.

    das legt einen schweren traurigen schatten auf die ganze beziehung.

    das fühlt sich an als würde ich sie verlassen und sie merkt den abstand natürlich auch und das macht sie auch traurig .. ich bin es ja auch.

    und ich fühl mich schuldig dafür . es fühlt sich an wie verrat.... und genau wärend ich das schreibe merke ich dass ich zu 98 prozent genau das selbe schreibe wie alle anderen CoA hier. die stereotypisch das alles ist was ich hier mühsam formuliere.

    deswegen höre ich auch auf hier heute.

    es ist halt einfach so unfassbar

  • gibt es hier auch menschen mit positivbeispielen.? also tatsächlich beziehungen die eine abgewöhnung also das wirklich trocken werden überstanden haben?

    Ja, das gibt es.
    Wenn der Alkoholiker selbst und für sich nüchtern werden will, und das aus tiefstem Herzen und mit der Einsicht und der Akzeptanz, krank zu sein und dem Wissen und der Einsicht, dass nur die lebenslange Abstinenz überhaupt ein normales Leben ermöglichen kann, hat eine Beziehung sehr wohl eine Chance.

    Aber alles Kopfzerbrechen nützt nichts, wenn sie nicht will….oder nicht kann ….oder beides…..


    das nächste und letzte für heute ist glaube ich die feststellung dass ich merke wie ich mich emotional löse von ihr . dass ich ihre probleme wieder ganz langsam wieder zu ihren problemen mache.

    das legt einen schweren traurigen schatten auf die ganze beziehung.

    Nur so kann es gehen.
    Auch, wenn das natürlich einen traurigen Schatten auf die Beziehung legt. Aber der traurige Schatten ist doch auch so schon da.

    Ihre Alkoholabhängigkeit ist erstmal nur ihr Problem. Da kannst du ihr nix abnehmen. Alles muss von ihr kommen.

    Du kannst nur für dich selbst Entscheidungen treffen.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Menschlich verständlich, Alvin, aber auch hilfreich? Das ( vorläufig) gute Ende ist doch in erster Linie auf Einsicht und entsprechende Taten des Süchtigen zurückzuführen.

    Nimms mir bitte nicht übel, mir kommt es so vor, wie wenn jemand mit Geldsorgen sich auf Biografien von Lottogewinnern stürzt, statt auf Biografien erfolgreicher Unternehmer.

    Dies nur als Denkanstoß.

  • Das ( vorläufig) gute Ende ist doch in erster Linie auf Einsicht und entsprechende Taten des Süchtigen zurückzuführen.

    Genau so ist es.
    Und dir als Angehöriger einer Alkoholikerin, die ihre Krankheit weder erkennen kann (oder will) und somit auch nicht zum Stillstand bringen kann (oder will), helfen diese ‚Geschichten‘ kein bisschen weiter. Weil deine Partnerin nicht bereit ist für ein nüchternes Leben. Sie will das nicht und das solltest du akzeptieren.

    Hier sollte es um dich gehen.
    Denn nur dein Leben kannst du beeinflussen.
    Du kannst ihr beispielsweise Suchtberatungsstellen nennen, aber hingegen muss sie, weil sie es aus tiefstem Herzen will und weil sie ihre Alkoholsucht zum Stillstand bringen will….für sich…nicht für dich und auch nicht für euch.
    Es ist nicht möglich, jemanden trocken zu reden oder trocken zu lieben. Alle Initiative muss vom Alkoholkranken kommen.

    Lass dich nicht mit in diese Suchtspirale ziehen. Die dreht dich immer nur nach unten. Für alle.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • hi ! danke für eure antworten.

    ich habe gerade sehr den eindruck dass hier ein missverständiss vorliegt aber ich habe mich auch nicht wirklich gut erklärt.

    ich versuchs mal:

    wenn ich euch richtig verstehe kann ich sie sowie nicht ändern und nicht beeinflussen. das einzige was ich machen kann ist mein eigenes verhalten zu ändern. das ist fakt. punkt fertig aus.

    das ist der durchgehende tenor - von allen und in allen treads die ich hier gelesen habe zu coabhängikeit - inkl. diesem , meinem treat.

    nun das ist hart - aber auch das wissen hier alle - brauch ich an dieser stelle sicher nicht erklären.

    das ist oft im leben so - auch in ganz anderen kontexten - mir ist denke ich ziemlch klar was das heist.

    und nur darauf zielte meine frage ab. was kann ich machen ? was kann ich selbst machen ?

    wo ist das positivbeispiel? wo sind die coAs die es geschafft haben mit ihrem alkoholabhängigen partner da raus zu kommen und wie haben sie das geschafft? wie ist das ganze gelaufen? welche tiefen gab es und wie sind sie da durch gekommen?

    oder um in dem bild von rennschnecke zu bleiben:

    ich will mir die erfolgreiche unternehmerstorry anschauen denn der einzige der was unternehmen kann bin ich ja nun mal ich selbst.

    der lösungsansatz lotto gewinn wird mich nicht weiter bringen und die aussage - geht nicht - du kannst gar nichts machen auch nicht.

    und nein rennschnecke ich nehms dir gar nicht übel -

    aber wenn es so ist wie du schreibst dass alles was das blatt zum guten wenden kann nur von ihr kommen kann -dann wird gar nichts passieren. darauf brauche ich gar nicht warten. das lese ich hier auch überall. die wird einfach weitersaufen wenn ich nur untätig dasitze und warte. kann sie ja auch machen - ist ihr gutes recht - die ist erwachsen.

    ich hab den ansatz sie zu beeinflussen oder zu ändern oder trocken zu lieben wie es hier öfter zu lesen ist schon weggelegt.

    ich will mir nur einfach ansehen wie es gehen kann. nicht wie es nicht gehen kann.

    und ich will nicht ohne kampf aufgeben- das habe ich auch so geschrieben - und das meine ich auch so.

    erklärt das besser?

    und ja stern es geht um mich - und erst mal nur um mich. was kann ich tun ? was kann ich versuchen?

    und zwar selbst und ohne sie - was nicht einfach "nur" verlassen ist.

    denn das fühlt sich wie aufgeben ohne kampf

  • Du kannst nur für dich selbst Entscheidungen treffen

    genau wie du es schreibst. .. und dabei kann es vorrangig auch erst mal nur um mich selbst gehen.

    sie muss das in ihrem eigenen tempo machen alles. das kann und will ich erst mal gar nicht beeinflussen. ich frage was ich machen kann. und dazu gehört dann wohl auch die frage welche entscheidungen ich für mich treffen muss

  • Du kannst hier nur kampflos aufgegeben, wenn der alkoholkranke Partner keine Einsicht hat. Du hast hier keine Möglichkeiten.

    Es heißt doch: Kapitulation vor dem Alkohol. Das zählt auch für Dich.

    Du kannst für Dich Grenzen setzen mit den entsprechenden Konsequenzen, um Dich zu schützen.

    Du wirst hier keine Anleitung finden, wie Du gemeinsam mit ihr aus der Sucht kommst.

    Du kannst diesen Weg nicht für sie gehen, wenn sie sich gar nicht auf den Weg gemacht hat.

    LG Momo

  • P.s.: Ich verstehe Dich schon, weil ich am Anfang meiner Reise auch an diesem Punkt stand. Ich habe in meinem Thread darüber mal eine kurze Zusammenfassung gemacht. Über meinen Weg, meine Gedanken am Anfang, meine Wut über das gefühlte "Nichtverständnis" hier. Weil ich immer der Meinung war, bei uns ist das anders. Die Leute hier verstehen mich nicht, etc. Aber genau die Antworten, welche mich getriggert haben, waren die Antworten welche mich auf meinen Weg gebracht haben.

    LG Momo

  • liebe momo,

    danke für deine antwort.

    sie ist klar und eindeutig und bestätigt die aussagen der aller die sich die mühe gemacht haben mir zu antworten.

    ich werde nicht mehr danach fragen. das habe ich mir auch schon gestern nach meinem letzten beitrag so gedacht. der war eigentlich auch schon mehr rechtfertigung als frage.

    stattdessen werde ich mich weiter einlesen. so wie ich das verstehe langsam ist das hier kein klassisches forum wie z.b. ein autoschrauber forum wo man sein problem schildert wo man nicht weiterkommt und dann geben einem alle tips und denken sich mit rein und man kriegt dann links zu irgendwelchen katalogen und kontakte zu firmen die das können und links zu treads wo das schon mal jemand gelöst hat mit einer netten fotostrecke bis zum ferigen ergebniss. sondern das hier ist eine online selbsthilfegruppe.


    das ist ja ein anderer ansatz. verstehe ich das richtig so?

    dann werde ich nicht mehr fragen. werd mich einlesen . zuhören und ab und zu von mir berichten wie es so läuft bei mir und vielleicht kann ich den einen oder anderen sogar unterstützen wenn ich mit dem thema besser vertraut bin und genug erfahrungen habe die ich teilen kann.

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