servus zusammen
tja wie anfangen? soviel schießt durch meinen kopf. es wird wohl erstmal etwas wirr werden eventuell.
und ich habe die letzte nacht kaum geschlafen weil ich mich hier durchs forum gelesen habe vor lauter sorge.
Dabei habe ich von den vielen schönen starken , inteligenten frauen gelesen die eine menge biss haben wenn sie sich was vorgenommen haben und nach aussen super funktionieren und toll dastehen.
Genauso eine ist meine Partnerin auch. Gebildet, eigenständig , mit gutem Einkommen. weit weg also von dem klassischen bild von den jungs und mädels auf dem discouterparkplatz und der bank im park.
Wir haben vor ein paar tagen einen film zusammen gesehen in dem es um alkoholismus geht und ich habe soviel wieder erkannt.
Die feierwut .. dieses trinken bis zum filmriss. die scham am nächsten morgen. das elend das mit dieser scham verbunden ist.... ich habe einfach fürchterliche angst bekommen.
Sie trinkt eigentlich in der menge nicht viel. meistens trinkt sie tatsächlich nichts ( glaube ich wirklich ) aber irgendwann wird der druck zu gross. die belastung des alltags und ihrer eigenen ansprüche an sich selbst und dann gibt es kein halten mehr dann gibts den totalen abschuss.
die frau wiegt zwischen 60 und 70 kg und zieht sich zwei flaschen wein alleine rein.oder mehr wenn noch was da ist. bis sie nicht mehr laufen kann und der länge nach hinfällt.
am nächsten tag fehlen ihr ganze stunden in der erinnerung. stunden in der sie nach aussen noch voll gesprächs und sozialfähig ist . vom hinfallen mal abgesehen.
ich meine ich war ja selber viel feiern früher und habe es auch oft übertrieben dabei.
Und hab mich auch mal gezielt abgeschossen weil ich gar keinen bock mehr auf die ganze scheisse hatte. das kam schon auch mal vor.
Aber solche mengen in relation zum körpergewicht habe ich nie verkraftet. da musste ich kotzen vorher. Sie-nie.
Am nächsten Tag dann ist sie nur noch ein häufchen elend. macht sich unfassbare versagensvorwürfe. traut sich nicht aus dem haus.
Sie ist völlig fertig. das nimmt mich natürlich hart mit emotional.
Aber genau das ist auch das wo ich denke: DAS ist problematisch. sie leidet ja furchtbar selbst darunter.
sie macht sich wahnsinnige vorwürfe ... man merkt richtig dass da kontrollverlust eine grosse rolle spielt.
Das kommt nur aller paar monate mal vor. ich hab mal gezählt.. quartal kommt hin.
den rest der zeit trinkt sie wenig bis gar nicht. auch über wochen und wochenenden hinweg.
das ist das was ich glaube. ob sie heimlich und alleine trinkt und wieviel weiss ich nicht - wir wohnen nicht zusammen. aber mir ist nie was aufgefallen. ich bin mir ziemlich sicher dass sie die aller meiste zeit wirklich nichts trinkt und in der gesamtmenge weniger trinkt als der erwachsene durchschnitt mit seinem feierabend bier oder dem glas wein am abend.
sie kann locker den ganzen freitag abend alkohollfrei bleiben wenn sie sich das so vorgenommen hat und mir zusehen wie ich 2 bier trinke. ( mag sie eh nicht - ihr stoff ist der klassische weiswein)
aber dieses trinkverhalten halt wenn es soweit ist mal wieder.
jetzt stellt sich mir natürlich ob ich in meiner sorge da übertreibe - sie überanalysiere . helicoptere?
ist das gar nicht so problematisch und ich schieb hier nur drama?
vielleicht könnt ihr ja was sagen dazu.
ich merke dass ich eine wahnsinns angst habe. und ich dem ganzen nicht gewachsen bin gerade.
ich habe hier genug gelesen um zu wissen dass alle sagen ich kann wenig machen. der impuls muss von ihr selbst kommen. ich muss mich selber schützen und auf mich achten. das ist sauschwer zu akzeptieren aber ich versuche es. und hab mich hier auch angemeldet um austausch zu finden und so einen weg für mich selbst zu finden damit zurecht zu kommen.
und somit bin ich bei der eigentlichen frage.. ich traue mich kaum sie zu stellen weil wahrscheinlich alle nur müde lächeln. ich muss und werde sie trotzdem stellen.
ich lese hier immer nur dass eine beziehung zu einem menschen mit alkoholproblem letztlich immer zum scheitern verurteilt ist. das man als angehöriger oder partner die beziehung beenden muss. dass es gar keinen anderen weg gibt.
ich liebe diese frau abgöttisch aber ich will mich natürlich nicht selbst kaputt machen dafür - zumal das nicht mal ihr was bringt.aber ich bin bereit sehr viel dafür zu geben wenn es aussicht auf erfolg hat und nicht einfach nur mega naiv ist.
aber dennoch gibt es einen weg diese beziehung zu leben? kann man einen weg finden mit einer alkoholikerin zu leben ? wenn sie trocken ist doch sicher oder ?
und wenn sie nass ist?
kann ich irgendwas unterstützend tun? was kann ich für mich tun um das alles durchzustehen?
vielleicht gibt es hier ja auch positiv beispiele für antworten und links zu den treads möchte ich mich jetzt schon bedanken.
fürs erste reicht das glaube ich erst mal an text.
natürlich ist da noch viel mehr in meinem kopf dazu aber dazu später.