Warum ist man als Alkoholiker so egoistisch und stellt seine Sucht komplett über alles?
Ich hatte auch ein schlechtes Gewissen, sogar mir selbst gegenüber, aber da war die Sucht auch direkt wieder zur Stelle, um ein schlechtes Gewissen schnell mit Alkohol zu betäuben und auszublenden. Tag für Tag.
Durch die Sucht wird das Trinken zum „Muss“. Das ist schon ne Nummer, aus der einfach wieder auszukommen, sehr schwer ist.
Ich habe mir ständig vorgenommen aufzuhören. Das hat mich massiv in Panik versetzt. Ich konnte stellenweise an nichts anderes mehr denken, als an Alk. Dann endlich das ersehnte erste Glas Wein, mit oder ohne schlechtem Gewissen, runter geschüttet als wäre es Limo. Dann hat erstmal das Zittern aufgehört. Das 2., 3. Glas usw. Das mussten auch keine Weingläser sein. Ein Limoglas, Tasse ganz egal.
Nicht umsonst kommt es zu Trennungen, Streit. Egoismus wird durch die Sucht herbeigeführt , Bedenken oder schlechtes Gewissen wird durch die Sucht einfach beiseite geschoben. Die Sucht ist stärker als alles andere. So war das jedenfalls bei mir.
Bei mir gab es Gott sei Dank einen persönlichen, auf die Gesundheit bezogenen „Klick“. Ab da habe ich es geschafft aufzuhören. Aber nicht jeder hat so einen „Klick“Punkt.