Beiträge von KaDett

    Nein mein zu Hause ist nicht frei von Alkohol. Als ich vor vielen Jahren mit dem Rauchen aufgehört habe lag eine volle Packung bewusst noch da und ich habe sie nie angerührt , so werde ich es mit dem Alk auch machen

    LG

    Echt jetzt? Das ist aber mutig.

    Ich hatte mal ne ganz kleine Miniflasche Asbach, die gehörte zu einem Geschenk und stand ewig unbeachtet rum. Als ich mich zur Abstinenz entschlossen hatte, habe ich alles an Alk, was sich in der Wohnung und in allen Verstecken befand ausgeschüttet.

    Dieses kleine Fläschchen hatte ich aber übersehen und vergessen. Irgendwann Monate später hatte ich mal Suchtdruck und mir fiel dieses Fläschchen in den Blick. Ohne lange zu überlegen habe ich es ganz schnell geschnappt, aufgedreht und in den Abfluss geschüttet. Wohlgemerkt, das hatte ich trotz Suchtdruck hinbekommen. Bevor ich denken konnte, dass ich es trinke, war es leer. Da waren meine nüchternen Gedanken schneller in der Reaktion als die Sucht, sonst hätte mir das Fläschchen zum Verhängnis werden können.

    Ich war ja die ersten 7 Monate ohne SHG und habe alleine so vor mich hin gewurstelt.

    Das mit ner Zig.-Packung und Feuerzeug hatte ich tatsächlich genauso gemacht wie du. Lag immer auf dem Küchenschrank. Nach dem Motto ich könnte ja wenn ich wollte. Glaube aber, es ist was anderes als bei Alk. Und ich hatte Nikotinpflaster.

    Ich an deiner Stelle würde jemandem in der Familie bitten, dass er/sie den restlichen Alk für dich weg kippen oder entsorgen soll. Gar nicht du selbst, denn plötzlich könntest du die Flasche am Hals haben. Es ist besser und sicherer.

    Ich war jedenfalls öfter froh, dass ich nix zuhause hatte. Suchtdruck verschwindet ja normalerweise nach 20-30 Minuten.

    Wirklich weg mit den vollen Flaschen.

    Nüchtern sein fühlt sich einfach gut an. Deshalb will ich es bleiben.Wie lange bist du schon nüchtern?

    Ich bin bald 2 Jahre nüchtern. Deine Geschichte hat mich heute richtig berührt. Werde öfter bei dir reinlesen und wünsche dir ne schöne und vor allem stabile Abstinenz. Das Forum hier kann dich sehr unterstützen und du kannst es jederzeit nutzen.

    Schön, dass du hier bist ✌️

    Was macht euch glücklich? Was motiviert euch?

    Dass sich meine Gesundheit extrem verbessert hat, dass ich jeden Tag und zu jeder Zeit einen klaren Kopf habe und klar denken kann. Auch optisch wirkt sich die Abstinenz positiv aus, schöne Haut, funkelnde Augen und ne gute Figur ohne Weinbauch.

    Weiterhin bin ich glücklich, dass sich diese Heimlichtuerei in Luft aufgelöst hat. Auch dieser ganze Beschaffungs- und Entsorgungsstress ist weg. Ich brauche nicht mehr zu überlegen wie ich in bestimmten Situationen trotzdem heimlich trinken kann.

    Und vor allem, das schlechte Gewissen mir selbst gegenüber ist weg.

    Schöne entspannte Situation die mit einem (natürlich nur einem ;) ) Glas Wein untermalt wurde.

    Nach dem ersten Glas ging es ums zweite,selten entspannt und wenig kreativ. Aber diese Filmszene hat genau DAS eingefangen und ich spürte Bedauern,dass das für mich nicht möglich ist.

    Das kenne ich selbst auch. Hatte damit in den ersten Monaten auch mehrfach zu tun. Hatte mir da richtige Verzichtsgedanken geschürt.

    Bei einem Film im TV kam auch eine solche Weinszene, da hatte ich richtigen Saufdruck bekommen. Glaube da war ich sogar schon hier im Forum.

    Ich hatte dann weiter gedacht. Das schöne erste Glas, tja und dann kommt das zweite, dritte, die Flasche. Der bekannte beschissene Rattenschwanz, der nach dem 1. Glas kommt. Das hat nix mehr schönes.

    Ich habe ziemlich lange nur 1 Tag lang gedacht. Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen.

    Inzwischen ist das aber anders. Das bringt eben die Zeit und alles was ich hier im Forum gelernt habe.

    Wenn ich jetzt so ne „schöne“ Weinsituation sehe, sehe ich die häßliche Fratze des Alk und sehe die Vorteile der Abstinenz und wie gut es mir nüchtern geht.

    Dieses tödliche Gift brauche ich zum Glück nicht mehr.

    Vielleicht hilft dir diese Inspiration wenn du mal wieder Wein im glänzenden Licht siehst. Das ist einfach Gift und alkoholfreie Getränke sind auch lecker.

    Bin nun seit knapp 2 Jahren ohne Rückfall nüchtern und es interessiert mich, weshalb diese Rückfälle bei anderen passieren, aus Erfahrungen der anderen lernen kann, um nicht in diese Falle zu tappen.

    Zeitlich gesehen sind wir ähnlich abstinent und rückfallfrei. Mich hat das auch immer interessiert warum Rückfälle passieren und warum.

    Ich habe aber etwas festgestellt, wenn ich Alk und der Sucht gedanklich keinen Platz mehr gebe, finde ich, dass meine Abstinenz wesentlich stabiler geworden ist.

    Das Forum genügt um beim Thema am Ball zu bleiben. Ansonsten blocke ich aufkommende Gedanken einfach ab. Damit geht’s mir sehr viel besser. Warum sollte ich überhaupt über Rückfälle nachdenken?

    Irgendwann ein Gleichgewicht finden zwischen "es darf sich auch leicht anfühlen" und mit dem nötigen (!) Respekt nicht leichtsinnig zu werden.

    Glaube, dass ist sehr wichtig. Mir gelingt es nicht immer dieses Gleichgewicht zu finden. Beide Varianten kenne ich und bezüglich der daraus resultierenden Stolpersteine kann ich ein Lied singen.

    Trotzdem bin ich bis jetzt rückfallfrei Abstinent, beim ersten Versuch. Manchmal kam aber auch der pure Wille zum Einsatz.