mimimi - Co Abhängigkeit

  • Hallo,

    Mich beschäftigt ein Thema sehr und lässt mich an meiner Entscheidung zweifeln.

    Ich habe einen besten Freund. Dieser leidet an Alkoholismus und Begleiterscheinungen wie Depressionen, etc...

    Wir waren sehr eng..aber vor 5 Jahren begann ich zu erkennen,dass er Alkoholiker ist..ich habe mich Jahre aufgeopfert.Bin zu Ärzten mit, Stundenlang und Nächtelang getröstet im Suff. Habe Kliniken aufgesucht beraten etc..In dieser Zeit habe ich gesehen was der Alkohol mit einem macht..das hat mich so an meine Grenzen gebracht...Kontrolle ob die Person sich was angetan hat, Wohnung aufgeräumt ( möchte nicht sagen was ich alles gesehen und gerochen habe). Freunde die sich sorgen gemacht haben,haben mich angeschriebn,weil ich um die Ecke wohne...Dann kurz vor Weihnachten wieder Theater..Person ist alleine...ich verheiratet, Kind. Plötzlich hat mich alles getriggert und gemerkt ich kann nicht mehr. Habe erstmal Abstand haben wollen, dann aber wieder im Suff erwischt. Ich habe dann gesagt ich das emotional nicht mehr packe und die Person professionell Hilfe braucht die ich nicht geben kann..Ich wurde wirklich belogen mit skurrilen Geschichten etc.:(

    Trotzdem fühl ich mich jetzt schuldig..die Person fallen gelassen zu haben.

    Was sagt Ihr?

  • Du hast die Verantwortung für dein Leben und dein Kind und dein bester Freund ist auch erwachsen und hat die Verantwortung für sein Leben. Wenn er aufhören will zu trinken, gibt es viele Hilfsangebote. Du kannst nichts für ihn tun. Er schon - wenn er denn will.

  • Hallo mimimi,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe.

    Mit Deinem Problem bist Du bedauerlicherweise nicht allein.

    Für den Austausch mit den anderen Teilnehmern klicke folgenden Link an:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Anklicken und kurz etwas dazu schreiben. Dann wirst Du freigeschaltet und Dein Thema in den Bereich "Erste Schritte für Angehörige" verschoben.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, mimimi.

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo mimimi!

    Trotzdem fühl ich mich jetzt schuldig..die Person fallen gelassen zu haben.

    Was sagt Ihr?

    Das war das einzig Richtige was du tun konntest. Du hast dich jahrelang aufgeopfert und vor den Karren spannen lassen, einmal von ihm und einmal von den Freunden. Die Freunde haben es sich wirklich einfach gemacht, sie hatten ja dich die sich immer gekümmert hat.

    Im Grunde hast du dir und auch ihm keinen Gefallen getan, denn er hat die Verantwortung für sein Leben dir in die Hand gegeben und du hast gemacht und getan. Es wird Zeit die Verantwortung bei ihm zu lassen er ist für sich und seinen Alkoholkonsum selber verantwortlich. Es gibt so viele Hilfsangebote die er in Anspruch nehmen kann.

    Übrigens wenn jemand depressiv ist kommt das auch oft durch den Alkohol, muss aber nicht so sein. Aber die Depressionen können nicht besser werden wenn er trinkt, die Medikamente falls er welche nimmt können gar nicht richtig wirken. Aber wie gesagt es ist seine Verantwortung.

    Du hast ein eigenes Leben und kannst es dir so gestalten wie du es für richtig findest, aber solche Belastungen verträgt niemand auf Dauer. Du hast ein Kind und einen Mann und solltest dich darauf konzentrieren und es euch schön machen. Ich würde den Kontakt zu ihm ganz abbrechen, du wirst irgendwann froh darüber sein. Du wirst ja doch nur ausgenutzt von ihm und das solltest du unterbinden.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hey mimimi,

    Du kannst niemand retten, der eigentlich nicht gerettet werden will. Wenn ich ertrinke, versuche ich zu schwimmen oder den Rettungsring zu greifen. Dein Freund zieht Dich mit runter.

    LG Momo

  • Natürlich war diese Person als Freund auch für mich da...das will ich garnicht abstreiten..aber das Drama um den Alkohol ist so schlimm. Es gab auch Besserungsphasen..aber nach einem Absturz wurde immer alles todgeschwiegen und nicht darüber geredet..als ob garnichts war...das finde ich auch so frustrierend.

  • Hallo mimimi!

    .......aber das Drama um den Alkohol ist so schlimm.

    Es kann dein ganzes Leben total beeinflussen wenn man es nicht schafft sich abzugrenzen. Im Grunde will man demjenigen ja nur helfen aber je tiefer man da reinrutscht umso schwieiger und anstrengender wird es.

    Bei mir kreisten die Gedanken nur noch um ein Thema:"Wie kann ich ihm helfen seine Sucht in den Griff zu bekommen?" Aber er wollte gar nicht aufhören zu trinken sondern hat immer nur Dinge versprochen, mich angelogen, heimlich getrunken. Für mich war es selbstverständlich daß man nicht trinkt und dahin wollte ich ihn bringen.

    Ich habe lange nicht kapiert daß er gar kein Interesse hatte aufzuhören, nur er konnte sich aus der Sucht befreien.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Ich war viele Jahre mit ihm verheiratet und bin immer noch geblieben als ich schon keine Hoffnung mehr hatte daß er aufhört. Irgendwann wurde ich krank von diesem Leben - danach wurde ich endlich wach. Ich war 32 Jahre verheiratet, anfangs hat er sehr selten getrunken zum Schluß jeden Tag.

    Es hat Jahre gedauert mich psychisch davon zu erholen.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Moin..ich hatte ja vor einiger Zeit geschrieben,dass ich die Freundschaft zu meinem besten Freund beenden musste...seid 6 Monaten ist es jetzt so..Es geht mir zwar besser.Aber ich fühle mich immer noch schlecht mit meiner Entscheidung,weil ich ja jemandem wehgetan habe..und jetzt sieht man bei Facebook solche Postings wie im Alter verliert man keine Freunde man weiss nur wer die richtigen sind.Das hat mich hart getroffen. War meine Freundschaft doch ehrlich und aufrichtig. Aber ich konnte nicht mehr..Ich brauche einfach mal ein Feedback von euch..Gerade mal wieder traurig 😢 Ich würde so gerne Frieden mit ihm suchen ohne aber alles aufzuwärmen

  • So ein Posting sieht nicht nach Frieden aus.

    Will er evtl. genau das erreichen, dass du dich bei ihm meldest?

    Wenn ja warum? Ist \ war seine Freundschaft ehrlich? Oder braucht er eine Co, die ihn tröstet und zu Ärzten begleitet..... im Suff für ihn da ist?

    Wenn er "richtige" Freunde hat, ist doch gut. Dann kannst du dich auf deine Familie konzentrieren und seine Nachrichten nicht mehr lesen....

    Meine Worte klingen hart, aber du musst dich schützen!

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!