CJ31 - Alkoholiker in der Familie

  • Guten Abend,


    ich freue mich sehr das ihr mich aufgenommen habt.
    Ich bin die CJ und meine Mutter ist Alkoholikerin. Seit dem ich denken kann hat sie getrunken, ich kannte sie gar nicht anders. Doch vor einigen Jahren wurde es dann immer schlimmer und es war für die ganze Familie eine Belastung. Sie versprach immer wieder das sie sich jetzt „im Griff“ hat und aufhört zu trinken, doch das passierte leider nicht. Irgendwann haben wir es nicht mehr ausgehalten und haben sie vor die Wahl gestellt und sie hat den Weg tatsächlich geschafft. Wir haben uns Hilfe gesucht und inzwischen ist sie seit 8 Jahren trocken. Sie hat keinen Schluck mehr getrunken. Ich bin so glücklich darüber.

    Nun hat meine Schwester ein Problem und will es sich nicht eingestehen. Die Zeit damals war sehr schwer für mich und ich habe Angst das sie es nicht schafft und ich weiß nicht wie ich ihr helfen kann. Ich habe versucht Hilfe zu holen, so wie bei meiner Mutter, aber sie lässt sich nicht helfen.

    Ich weiß nicht was ich tun soll. Wie geht ihr in so einer Situation vor? Wie kann ich helfen und wie kann ich mir helfen, das ich nicht wieder so erledigt bin, wie damals?

    Ich freue mich von euch zu hören :)


    Ganz liebe Grüße und einen schönen Abend

    CJ

  • Hallo CJ,

    herzlich Willkommen hier im Forum.

    Es ist selten, daß Druck aus der Familie einen Alkoholiker zum Trockenwerden und Trockenbleiben bewegt.

    Viele Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hallo CJ,

    ich habe dich für den Erfahrungsaustausch freigeschaltet und dein Thema in den Angehörigenbereich verschoben.

    Du kannst jetzt überall schreiben, nur bitte die nächsten vier Wochen nicht bei den neuen Usern mit den orangeroten Namen.

    Liebe Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hallo CJ,

    du bist seit einer Woche für den Austausch freigeschaltet, aber es tut sich nichts. Hast du Probleme mit der Forenbedienung?

    Leider ist es so, daß man als Angehörige absolut nichts erreichen kann, wenn der Alkoholiker nicht aufhören will. Wenn deine Mutter trocken geworden und geblieben ist, dann ist das schön. Aber du kannst das nicht auf deine Schwester übertragen. Vielleicht kommt sie selber erst in ein paar Jahren - oder gar nicht - drauf etwas zu ändern. Das haben Angehörige nicht in der Hand.

    Wie kann ich helfen und wie kann ich mir helfen, das ich nicht wieder so erledigt bin, wie damals?

    Das sind zwei völlig verschiedene Themen.

    Du hast dich hier angemeldet und Priorität solltest du selbst sein, also was kannst du an deiner Situation und deiner Einstellung ändern, damit es dir besser geht?

    Mir hat Abstand und Therapie geholfen. Ich habe den Fokus weg von meinen Angehörigen hin zu mir gelenkt. Nur bei mir kann ich etwas ändern und bewirken. Die anderen sind für sich selbst verantwortlich.

    Als Angehörige kann man leicht in Co-Abhängigkeit verfallen und will am liebsten die Welt trockenlegen. Das funktioniert aber nicht und ist auch nicht der Job. Dafür ist der Alkoholiker selbst zuständig.

    Liebe Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

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